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Sachstandsbericht zum Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Aschaffenburg - Antrag von Stadtratsmitglied Falko Keller (AfD) vom 06.07.2026 - Antrag der Stadtratsmitglieder Veit Kolb (FW), Karsten Klein (FDP), Gerald Otter (CSU) und Dieter Gerlach (SPD) vom 10.07.2026 - Antrag der Stadtratsmitglieder Karsten Klein (FDP) und Veit Kolb (FW) vom 10.08.2026 (Beschließend)
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Aschaffenburg |
| Datum | 2026-10-05 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Verwaltung legt einen Sachstandsbericht zur Umsetzung der 16 Maßnahmen des Feuerwehrbedarfsplans 2021 vor. Bereits umgesetzt wurden u.a. die Erhöhung auf 10 hauptamtliche Funktionen (Januar 2024), die Einführung einer Feuerwehr-Rente zur Attraktivitätssteigerung des Ehrenamtes und umfangreiche Werbemaßnahmen, durch die die Jugendfeuerwehr auf 83 Mitglieder wuchs. Drei bauliche Großmaßnahmen – Sanierung und Erweiterung der Hauptfeuerwache, Neubau eines Gerätehauses Gailbach-Schweinheim und Erweiterung Leider/Nilkheim – werden zur weiteren Beratung an den Planungs- und Verkehrssenat verwiesen und sollen ohne zusätzliche Kosten umgesetzt werden.
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Dokument
Extrahierter Text
Beschlussvorschlag: I. Der Bericht der Verwaltung zur Umsetzung der Maßnahmen aus dem Feuerwehrbedarfsplan 2021 wird zur Kenntnis genommen. Die baulichen Maßnahmen werden zur weiteren Beratung in den Planungs- und Verkehrssenat (PVS) verwiesen. II. Angaben zur Klimawirkung: Bewertung - jeweils Mehrung oder Minderung der Treibhausgase (THG) wenig klimarelevant teilweise klimarelevant sehr klimarelevant [ x ] keine weiteren Angaben erforderlich [ ] kurze Erläuterung in den Begründungen [ ] ausführliche Erläuterung in den Begründungen Bewertungsschema nach KÖP (Klimaschutzmanagement in öffentlichen Projekten) (Nationale Klimaschutz-Initiative - Klimabündnis / ifeu-Heidelberg / BMU) III. Angaben zu den Kosten: Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten: ja [ ] nein [ x ]
Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung: Im Jahr 2021 wurde im Auftrag der Stadt Aschaffenburg ein Feuerwehrbedarfsplan durch das Beratungsunternehmen FORPLAN Dr. Schmiedel, 53129 Bonn erstellt. Der Feuerwehrbedarfsplan für die Stadt Aschaffenburg wurde am 28.Juni 2021 einstimmig durch das Plenum des Aschaffenburger Stadtrates zur Umsetzung beschlossen. Im Bedarfsplan wird eine leistungsfähige, bedarfsgerechte und zukunftssichere Feuerwehrstruktur beschrieben, die den örtlichen Anforderungen der Gefahrenabwehr entspricht und rechtlich abgesichert ist. Demnach wird durch den Bedarfsplan die Frage beantwortet: „Wieviel Feuerwehr ist in der Stadt Aschaffenburg aufgrund des vorhandenen Gefahren- und Risikopotentials notwendig?“ Im Feuerwehrbedarfsplan 2021 wurden insgesamt 16 Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Feuerwehr festgelegt, deren Umsetzungsstand nachfolgend dargestellt wird. Die Fragen aus den Stadtratsanträgen werden im Kontext der Maßnahmen M11, M12 und M13 beantwortet. Maßnahmen zur Verbesserung der Einsatzorganisation 1 Regelmäßige Überprüfung zur Einhaltung des Schutzzieles/der Hilfsfrist. Erläuterung: Im Feuerwehrbedarfsplan wurden zwei Schutzziele für das Stadtgebiet Aschaffenburg definiert. Das Schutzziel I sieht vor, dass für den „Erstangriff“ 10 Funktionen innerhalb von 8,5 Minuten nach Alarmierung am Einsatzort eintreffen. Für die "Unterstützungseinheit" mit weiteren 6 Funktionen, also insgesamt 16 Funktionen, soll ein Eintreffen innerhalb von 13 Minuten nach Alarmierung erreicht werden. Für schutzzielrelevante Einsätze wurde ein Zielerreichungsgrad von 90 % festgelegt. Abbildung 1 : Festlegung Schutzziel I Das Schutzziel II sieht vor, dass in den Stadtteilen Obernau-Bollenwald, Gailbach und Damm-Fahrbachtal für den „Erstangriff“ 6 Funktionen innerhalb von 8,5 Minuten nach Alarmierung am Einsatzort eintreffen. Für die "Unterstützungseinheit" mit weiteren 10 Funktionen, also insgesamt 16 Funktionen, soll ein Eintreffen innerhalb von 13 Minuten nach Alarmierung erreicht werden. Für schutzzielrelevante Einsätze wurde ein Zielerreichungsgrad von 90 % festgelegt. Abbildung 2 : Festlegung Schutzziel II Stand der Umsetzung: Der Zielerreichungsgrad der Hilfsfristen wird im Zuge des internen Qualitätsmanagements regelhaft überprüft. Der Zielerreichungsgrad der Hilfsfristen für das Schutzziel I stellt sich für den Zeitraum 01.01.2024 bis 30.06.2026 wie folgt dar: Tabelle 1 : Zielerreichungsgrad Hilfsfristen Schutzziel I Der Zielerreichungsgrad der Hilfsfristen für das Schutzziel II stellt sich für den Zeitraum 01.01.2024 bis 30.06.2026 wie folgt dar: Tabelle 2 : Zielerreichungsgrad Hilfsfristen Schutzziel II Der kumulierte Zielerreichungsgrad der Hilfsfristen für die Schutzziele I+II stellt sich für den Zeitraum 01.01.2024 bis 30.06.2026 wie folgt dar: Tabelle 3 : kumulierter Zielerreichungsgrad Hilfsfristen Schutzziele I+II Aus der Aufstellung ist ersichtlich, dass sich der Zielerreichungsgrad der Hilfsfristen kontinuierlich verbessert hat. Im ersten Halbjahr 2026 sind die Vorgaben vollumfänglich erfüllt. 2 Sicherstellung von 10 hauptamtlichen Funktionen Erläuterung: Um die Anforderungen der Schutzziele I und II aus Maßnahme M1 sicherzustellen, wurde die Notwendigkeit von 10 hauptamtlichen Kräften bei der Ständigen Wache gefordert. Stand der Umsetzung: Die Funktionsstärke mit 10 hauptamtlichen Funktionen in der Ständigen Wache wurde zum 01.01.2024 umgesetzt. 3 Einführung eines Zugführers FF vom Dienst Erläuterung: Im Hinblick auf einen regelmäßigen Einsatz der ehrenamtlichen Zugführer wäre über die Einführung einer ständig verfügbaren Funktion „Zugführer FF vom Dienst“ nachzudenken . Stand der Umsetzung: Die Führungsorganisation der Feuerwehr Aschaffenburg wurde in einem feuerwehrinternen Arbeitskreis evaluiert und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst. Die Führungskräfte der Feuerwehr sind seit 01.01.2024 per interner Dienstanweisung „Führung und Leitung“ benannt. Über die Alarmierungsplanung erfolgt ein lageabhängiger Einsatz der Führungskräfte nach Führungsstufe A bis D gemäß Feuerwehrdienstvorschrift (FwDV) 100. Maßnahmen zur Verbesserung der Personalstärke und Ausbildungsqualifikation 4 Attraktivitätssteigerung des Ehrenamtes Erläuterung: Um die Anzahl der Feuerwehrangehörigen zu steigern bzw. zumindest halten zu können, sollen Anreize geschaffen werden. Stand der Umsetzung: Zur Attraktivitätssteigerung des „Ehrenamtes Feuerwehr“ wurde ein Konzept für eine „Feuerwehr-Rente“ erarbeitet. Das Konzept wurde am 20.06.2022 einstimmig durch den Stadtrat zur Umsetzung beschlossen und soll eine langfristige Bindung ehrenamtlicher Kräfte an die Feuerwehr fördern und neue Mitglieder für den Dienst in der Feuerwehr ansprechen. Bei der „Feuerwehr-Rente“ leistet die Stadt Aschaffenburg Einzahlungen in ein Altersvorsorgemodell der Versicherungskammer Bayern. Die Einzahlungen sind an das jährliche Engagement des aktiven Feuerwehrangehörigen gekoppelt (z.B. Übungs- und Einsatzbeteiligung, Atemschutztauglichkeit usw.). Somit wird ein Anreiz für eine dauerhafte Mitwirkung in der Feuerwehr geschaffen. Mit der „Feuerwehr-Rente“ nimmt die Stadt Aschaffenburg eine Vorreiterrolle in Bayern ein. Weitere bayerische Kommunen (z.B. Stadt Würzburg) sind dem Modell mittlerweile gefolgt. 5 Werbemaßnahmen zur Steigerung der Mitgliederzahl Erläuterung: Mit einer Werbekampagne soll die Zahl der Feuerwehrangehörigen gesteigert werden. Stand der Umsetzung: Im Bereich der Mitgliederwerbung wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um eine Steigerung der Mitgliederzahl zu erreichen. Unter anderem wurden folgende Maßnahmen umgesetzt: Einführung eines einheitlichen „Corporate-Designs“ für alle Werbemittel der Feuerwehr in Anlehnung an das aktuelle Fahrzeugdesign Vereinheitlichung der eingesetzten Werbemittel (z.B. Flyer, Infostand usw.), um den Wiedererkennungswert der „Marke Feuerwehr“ zu steigern Einrichtung eines WhatsApp-Kanals als Informationsmedium in Kooperation mit der städtischen Pressestelle Erweiterung der Präsenz auf Social Media (u.a. Einrichten eines Instagram-Accounts) Aktualisierung und Relaunch der Feuerwehr-Homepage Mitwirkung in der DMAX TV-Serie „112:Feuerwehr im Einsatz“ Zielgruppenorientierte Mitgliederwerbung für die Jugendfeuerwehr mit der Aktion „Glückwunschkarte zum 12. Geburtstag“ Planung und Durchführung der „Blaulichtmeile“ (09/2025) auf dem Schloßplatz Präsentation der Feuerwehr bei feuerwehrspezifischen Aktionstagen wie z.B. „Lange Nacht der Feuerwehr“ Präsentation der Feuerwehr bei sonstigen Veranstaltungen wie z.B. „Sicher auf dem Wasser“, „Hafenfest Bayernhafen“, „Fest für Vielfalt“ oder „Verkehrssicherheitstag“ Durchführen öffentlicher Veranstaltungen wie z.B. „Maibaumfest“ in Damm Durch die Werbemaßnahmen konnte die Zahl einsatzfähiger Feuerwehrangehöriger stabil gehalten werden; derzeit sind 210 Feuerwehrangehörige (Stand: 31.07.2026) einsatzfähig. Diese verteilen sich wie folgt: Löschzug/ Standort Anzahl einsatzfähiger Feuerwehrangehöriger Stand: 31.07.2026 Stadtmitte 51 Damm 57 Leider-Nilkheim 38 Gailbach-Schweinheim 41 Obernau 23 Summen 210 Tabelle 4 : Übersicht einsatzfähiger Feuerwehrangehöriger 6 Erhöhung der Anzahl an Atemschutzgeräteträgern (AGT) Erläuterung: Durch Ausbildung weiterer Feuerwehrangehöriger zum Atemschutzgeräteträger und regelmäßige Auffrischung der Untersuchung nach G26/3 soll die Zahl der Geräteträger erhöht werden. Stand der Umsetzung: Trotz regelmäßiger Ausbildung neuer Atemschutzgeräteträger (AGT) konnten die alters- und gesundheitsbedingten Abgänge bei den einsatzfähigen, ehrenamtlichen Atemschutzgeräteträgern (AGT) nicht vollständig kompensiert werden. Durch die Berücksichtigung der Atemschutzfähigkeit in der „Feuerwehr-Rente“ wurde mittlerweile jedoch ein Anreiz geschaffen, bestehende Qualifikationen zu erhalten sowie die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger anzustreben. Die Entwicklung der einsatztauglichen Atemschutzgeräteträger ist aus nachstehender Tabelle ersichtlich: Löschzug/ Standort Anzahl einsatzfähiger Atemschutzgeräteträger Stand: 31.07.2026 Stadtmitte 14 Damm 26 Leider-Nilkheim 17 Gailbach-Schweinheim 22 Obernau 9 Summen 88 Abbildung 3 : Übersicht einsatzfähige ehrenamtliche Atemschutzgeräteträger 7 Durchführung von regelmäßiger Mitgliederwerbung für die Jugendfeuerwehr. Erläuterung: Die Mitgliederzahl in der Jugendfeuerwehr wuchs aufgrund einer groß angelegten Werbeaktion zur Gewinnung neuer Mitglieder im Jahr 2020 auf 48 Mitglieder (Stand: 31.12.2020) an. Stand der Umsetzung: Die Werbemaßnahme für die Jugendfeuerwehr wurde erfolgreich fortgeführt; derzeit sind insgesamt 83 Jugendliche (Stand 31.07.2026) in der Jugendfeuerwehr Aschaffenburg aktiv. Diese Jugendlichen verteilen sich wie folgt: Löschzug/ Standort Mitglieder Jugendfeuerwehr Stand: 31.07.2026 Stadtmitte 16 Damm 22 Leider-Nilkheim 16 Gailbach-Schweinheim 24 Obernau 5 Summen 83 Tabelle 5 : Übersicht Mitgliederzahl Jugendfeuerwehr Maßnahmen zur Verbesserung der Feuerwehrstandorte 8 Schwarz-Weiß-Trennung an allen Standorten ermöglichen Erläuterung: Die Feuerwehrangehörigen sollen über Spinde verfügen, die eine Trennung der Privatkleidung von der Einsatzkleidung ermöglichen. Stand der Umsetzung: Für die Umsetzung der Schwarz-Weiß-Trennung wäre die Beschaffung zweigeteilter Spinde erforderlich, die im Vergleich zur Bestandssituation einen deutlich größeren Platzbedarf erfordern. In den Gerätehäusern Damm und Obernau wären bauliche Erweiterungen im Bestand erforderlich, um den benötigten Platzbedarf abbilden zu können. Im Gerätehaus Leider/ Nilkheim können ohne bauliche Maßnahmen durch Auslagerung der dort stationierten Mitarbeitenden des Gartenamtes weitere Umkleideräume für die Feuerwehr geschaffen werden. Eine Umsetzung an den Standorten Hauptfeuerwache und Gailbach kann erst im Rahmen anstehender Baumaßnahmen realisiert werden (siehe Erläuterungen zu den Maßnahmen M11 Hauptfeuerwache und M12 Gerätehaus Gailbach). Übergangsweise wurde eine organisatorische Lösung über ein Hygienekonzept etabliert, um eine Kontaminationsverschleppung bestmöglich zu vermeiden. 9 Einschränkung von Diesel-Emissionen an den Standorten Hauptfeuerwache (teilweise) Leider/Nilkheim, Gailbach, Obernau Erläuterung: Diesel-Emissionen sollen an allen o.g. Standorten mittels geeigneter Maßnahmen eingeschränkt werden. Stand der Umsetzung: Die Umsetzung der Maßnahme kann erst im Zuge anstehender Baumaßnahmen an den Standorten Hauptfeuerwache, Leider/ Nilkheim und Gailbach realisiert werden (siehe Erläuterungen zu Maßnahmen M11 Hauptfeuerwache, M12 Gerätehaus Gailbach und M13 Leider/Nilkheim). 10 Einrichtung baulich geschlechtergetrennter Umkleiden an den Standorten Hauptfeuerwache und Gailbach Erläuterung: Die Feuerwehrangehörigen sollen über geschlechtergetrennte Umkleiden verfügen. Stand der Umsetzung: Die Umsetzung der Maßnahme kann erst im Zuge anstehender Baumaßnahmen an den Standorten Hauptfeuerwache und Gailbach realisiert werden (siehe Erläuterungen zu Maßnahmen M11 Hauptfeuerwache und M12 Gerätehaus Gailbach). 11 Erneuerung und Erweiterung der Hauptfeuerwache Erläuterung: Das Gebäude der Hauptfeuerwache wurde im Jahr 1978 in Betrieb genommen. Zum damaligen Zeitpunkt verfügte die Feuerwehr Aschaffenburg an diesem Standort über 28 Fahrzeuge , 26 hauptberufliche Mitarbeiter und rund 130 ehrenamtliche Feuerwehrkräfte . Das Einsatzaufkommen im Jahr 1978 belief sich auf 414 Einsätze . Die heutige Nutzung der Hauptfeuerwache stellt ein völlig anderes Bild dar. Die positive Entwicklung der Stadt Aschaffenburg mit einem Bevölkerungszuwachs auf über 73.000 Einwohner (+13.000 Einwohner seit 1978) sowie die Ausweisung neuer Wohn-, Gewerbe- und Industrieflächen hat zwangsläufig zu einer nicht unerheblichen Ausweitung des vorhandenen Gefahrenpotentials geführt. Das Aufgabenspektrum der Feuerwehr ist deutlich gewachsen. Mittlerweile werden jährlich über 1.600 Einsätze bewältigt. Neben den klassischen Einheiten für den abwehrenden Brandschutz und die technische Hilfe werden mehrere Fachgruppen und -einheiten sowie Gerätschaften des Katastrophenschutzes vorgehalten. Der Fahrzeugbestand am Standort der Hauptfeuerwache umfasst mittlerweile 60 Fahrzeuge . Der Personalstand der hauptberuflichen Kräfte ist auf 98 Mitarbeiter angewachsen; das Personal der ehrenamtlichen Kräfte beträgt – nach Verlagerung einer Einheit an den Standort Leider/Nilkheim – rund 100 Personen . Durch das Büro FORPLAN Dr. Schmiedel wurde darauf hingewiesen, dass der aktuelle Standort der Hauptfeuerwache hinsichtlich der Zielerreichung der Hilfsfristen weiterhin optimal ist. Allerdings entspricht der bauliche Zustand der Hauptfeuerwache nicht mehr den heutigen Anforderungen. Es fehlen u.a. geschlechtergetrennte Umkleiden kreuzungsfreie Feuerwehrausfahrten und PKW-Zufahrten ausreichende Anzahl an PKW-Parkplätzen für die Feuerwehrangehörigen ausreichende Zahl an Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge Maßnahmen zur Einschränkung von Diesel-Emissionen ausreichende Büro- und Verwaltungsräume Lagerflächen für Ausrüstung und Geräte energetische Maßnahmen zum Hitzeschutz Die aktuelle räumliche und bauliche Situation wurde unter dem Aspekt der heutigen Arbeits- und Gesundheitsschutzvorgaben analysiert. Aus der Bedarfsanalyse ergibt sich ein baulicher Handlungsbedarf , der in nachfolgenden SOLL-/ IST-Übersichten dargestellt ist. Abbildung 4 : SOLL-/ IST-Vergleich Anzahl Räume je Kategorie Abbildung 5 : SOLL-/ IST-Vergleich Fläche in m 2 je Kategorie Aus der Bedarfsanalyse wird deutlich, dass der benötigte Raum- und Flächenbedarf nicht auf dem Gelände der Feuerwache abgebildet werden kann. Für die Erweiterung der Hauptfeuerwache werden zusätzliche Flächen benötigt, die auf dem benachbarten Schlachthofgelände vorhanden wären. Stand der Umsetzung: Für die dringend notwendige Erweiterung der Hauptfeuerwache bietet sich das angrenzende Schlachthofgelände an. Das Gelände kommt aber auch für eine Verlagerung der AVG-Verkehrsbetriebe in Betracht, die aktuell in der Hefner-Alteneck-Straße angesiedelt sind. Bezüglich einer gemeinsamen Nachnutzung des Schlachthofgeländes durch Feuerwehr und Verkehrsbetriebe wurden bereits Gespräche geführt und eine Konzeptstudie erstellt. Hierbei wurde jedoch deutlich, dass der vorhandene Flächenbedarf des Schlachthofgeländes für beide Nutzungen (Feuerwehr und Verkehrsbetriebe) nicht ausreicht. Eine Umsetzung wäre allenfalls in Kombination mit dem Neubau des Technischen Rathauses auf dem Gelände der AVG in der Werkstraße denkbar. Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass in Anbetracht des Gebäudealters, der Nutzungsintensität und -dauer sowie den Mängeln im Arbeits- und Gesundheitsschutz (Schwarz-Weiß-Trennung, Diesel-Emissionen, geschlechtergetrennte Umkleiden, Wärmebelastung) ein dringender Sanierungs- und Erweiterungsbedarf bei der Hauptfeuerwache besteht. 12 Neubau des Gerätehauses Gailbach an einem neuen Standort Erläuterung: Durch das Büro FORPLAN Dr. Schmiedel wurde darauf hingewiesen, dass das Feuerwehrgerätehaus im Stadtteil Gailbach (Baujahr 1900) in keiner Weise mehr den heutigen Arbeits- und Gesundheitsschutzvorgaben entspricht. Es fehlen u.a. geschlechtergetrennte Umkleiden kreuzungsfreie Feuerwehrausfahrten und PKW-Zufahrten ausreichende Anzahl an PKW-Parkplätzen für die Feuerwehrangehörigen ausreichende Zahl an Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge Maßnahmen zur Einschränkung von Diesel-Emissionen Maßnahmen zur Schwarz-Weiß-Trennung Lagerflächen für Ausrüstung und Geräte Darüber hinaus hat die Regierung von Unterfranken mitgeteilt, dass eine staatliche Förderung von Fahrzeugen und Ausstattung unter den derzeitigen, baulichen Gegebenheiten dauerhaft ausgeschlossen ist. Stand der Umsetzung: Bereits im Jahr 2022 hat die Feuerwehr durch die Fusion der ehemals eigenständigen Löschzuge Gailbach und Schweinheim zum neuen Löschzug Gailbach-Schweinheim die organisatorischen Voraussetzungen für eine zukunftsfähige und schlagkräftige Einheit für beide Stadtteile geschaffen. Seit 2021 läuft die Standortsuche nach einem geeigneten Grundstück für den Neubau eines gemeinsamen Gerätehauses. Mittlerweile wurde ein Standort im Bereich „Am Königsgraben/ Abzweig Elterhöfe“ gefunden; hier verfügt die Stadt Aschaffenburg bereits über einen Großteil der benötigten Grundstücksflächen. Durch das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft wurde eine erste Entwurfsplanung zur Abschätzung des Flächen- und Raumbedarfs erstellt. Der potentielle Standort ist aus Sicht der Feuerwehr geeignet, um die Hilfsfrist im Stadtteil Gailbach einzuhalten. Bei einer Dislozierung der aktiven Mitglieder aus dem Stadtteil Schweinheim an den neuen Standort reduziert sich zwangsläufig die Anzahl der verfügbaren ehrenamtlichen Kräfte in der Hauptfeuerwache. Diesen strukturellen Änderungen wird durch Dislozierung von Fahrzeugen und Ausstattung an den neuen Standort sowie durch organisatorische Anpassungen in der Alarmierungsplanung sowie der Ausbildung des verbleibenden Personals Rechnung getragen. Der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses Gailbach/ Schweinheim ist aus den v.g. Gründen zwingend erforderlich. 13 Erweiterung des Gerätehauses Leider/ Nilkheim Erläuterung: Durch das Büro FORPLAN Dr. Schmiedel wurde darauf hingewiesen, dass das Feuerwehrgerätehaus im Stadtteil Leider/ Nilkheim nicht den Anorderungen entspricht. Es fehlen u.a. Räume zur Erweiterung der geschlechtergetrennten Umkleiden kreuzungsfreie Feuerwehrausfahrten und PKW-Zufahrten ausreichende Anzahl an PKW-Parkplätzen für die Feuerwehrangehörigen ausreichende Zahl an Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge Maßnahmen zur Einschränkung von Diesel-Emissionen Lagerflächen für Ausrüstung und Geräte Das Löschgruppenfahrzeug KatS sowie der Schlauchwagen SW 2000 bilden eine gemeinsame taktische Einheit als Löschwasserförderkomponente der Feuerwehr Aschaffenburg. Die Einheit ist am Standort Leider/ Nilkheim stationiert, da insbesondere im Bayernhafen eine Löschwasserentnahme aus dem Main oftmals erforderlich ist. Aufgrund fehlender Fahrzeugstellplätze musste der Schlauchwagen in die Hauptfeuerwache ausgelagert werden. Die Dislozierung des Schlauchwagens führt zu Problemen, da das Fahrzeug durch speziell eingewiesenes Personal der Löschwasserförderkomponente zum Einsatz gebracht werden muss. Die Stationierung in der Hauptfeuerwache führt daher zu einer deutlichen zeitlichen Verzögerung beim Ausrücken. Stand der Umsetzung: Durch die Feuerwehr wurde im Februar 2024 eine Konzeptstudie für die baulichen Maßnahmen im Gerätehaus Leider/ Nilkheim erarbeitet und dem Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft übersandt. In der Konzeptstudie wurden folgende Maßnahmen zur Lösung der Situation vorgeschlagen: Erweiterung der bestehenden Fahrzeughalle um zwei weitere Stellplätze in Richtung Lagerplatz Berufsschule I (für den Schlauchwagen und das Rettungsboot/ den Lichtmastanhänger) Anbau von Lagerflächen bei Bau der beiden Stellplätze Freihalten der Parkplätze im Wendehammer der Kerschensteinerstraße für Einsatzkräfte der Feuerwehr Bereitstellung zusätzlicher Umkleideräume durch Verlagerung der Mitarbeitenden des städtischen Gartenamtes an einen anderen Standort Einbau einer Absauganlage in der Fahrzeughalle zur Einschränkung von Diesel-Emissionen Aufgrund begrenzter Personalkapazitäten im Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft wurden die v.g. Maßnahmen bislang nicht begonnen. Die Installation einer halbstationären Netzersatzanlage ist durch die Feuerwehr aus Mitteln des Katastrophenschutzes für 2026 vorgesehen. Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrzeugtechnik 14 Mindestens LF 10 oder vergleichbar - Abstimmung eines einheitlichen Löschfahrzeuges für alle ehrenamtlichen Standorte Erläuterung: Aufgrund des Gefährdungspotenzials ist ein einheitliches Löschfahrzeug vom Typ mind. LF 10 oder vergleichbar notwendig. Stand der Umsetzung: Folgende Verbesserungen in der Fahrzeugtechnik wurden im Betrachtungszeitraum 2021–2026 durchgeführt: Rettungsboot (Leider/Nilkheim und Obernau) – 2021 Mehrzweckfahrzeug (Leider/Nilkheim) – 2022 Einsatzleitwagen 1 (Hauptfeuerwache) – 2022 Mehrzweckboot (Hauptfeuerwache) – 2022 All-Terrain-Vehicle ATV (Obernau) – 2022 Einsatzleitwagen Unterstützungsgruppe-Örtliche Einsatzleitung (Hauptfeuerwache) – 2023 Kommandowagen (Hauptfeuerwache) – 2023 Gerätewagen Höhenrettung (Hauptfeuerwache) – 2023 Versorgungs-LKW Modularer Gerätesatz Hochwasser (Damm) – 2023 (Landesbeschaffung) Mannschaftstransportfahrzeug (Hauptfeuerwache) – 2024 Rüstwagen-Kran (Hauptfeuerwache) – 2024 Mannschaftstransportfahrzeug (Obernau) – 2025 Pkw (Hauptfeuerwache) – 2025 Drehleiter mit Korb DLK 23/12 (Hauptfeuerwache) – 2025 Mannschaftstransportfahrzeug (Gailbach) – 2026 Tanklöschfahrzeug 16/24 (Hauptfeuerwache) – aktuell in Beschaffung Kleinalarmfahrzeug (Hauptfeuerwache) – aktuell in Beschaffung Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20/16 (Damm) – aktuell in Beschaffung 4 baugleiche Löschgruppenfahrzeuge LF 10 – 2027/ 2028 Maßnahmen zur Verbesserung der Persönlichen Schutzausrüstung 15 Anpassung der Schutzausrüstung auf den aktuellen Stand der Technik Erläuterung: Die persönliche Schutzausrüstung soll jederzeit auf dem aktuellen Stand der Technik sein. Stand der Umsetzung: Die persönliche Schutzkleidung (Feuerschutzkleidung - FSK) wurde in den Jahren 2020 und 2021 für alle aktiven ehren- und hauptamtlichen Feuerwehrkräfte komplett neu beschafft, nachdem die vorherige Bekleidung ihr Lebensalter erreicht hatte. Im Rahmen dieser Neubeschaffung wurde auch eine Reinigungs- und Trocknungsmaschine für die herstellerkonforme Pflege der Schutzkleidung beschafft. Im Jahr 2025 wurde die Arbeits-/ Tagesdienstkleidung der hauptamtlichen Mitarbeiter ersatzbeschafft. In 2026 wurde spezielle persönliche Schutzkleidung (“leichter Schutzanzug“) für besondere Einsatzlagen (z.B. Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung, langfristige Unwetter-/ Hochwassereinsätze) beschafft. In 2027 und 2028 ist eine Ersatzbeschaffung der Arbeitskleidung für die ehrenamtlichen Kräfte geplant; die Beschaffung wird durch den Verein Freiwillige Feuerwehr Aschaffenburg e.V. finanziell unterstützt. 16 Vorhalten einer ausreichenden Anzahl an Atemschutzgeräten. Die Atemschutzgeräte sollen jederzeit auf dem aktuellen Stand der Technik sein. Erläuterung: Die Persönliche Schutzausrüstung soll jederzeit auf dem aktuellen Stand der Technik sein. Stand der Umsetzung: Die Ersatzbeschaffung der Atemschutztechnik wurde im Jahr 2024 durchgeführt und 110 Atemschutzgeräte ausgetauscht. Im Rahmen der Beschaffungsmaßnahme wurden auch zwei Prüfstände für die Maskenprüfung sowie Waschmaschinen für die zeitgemäße Reinigung und Desinfektion der Atemschutzgeräte und Atemanschlüsse beschafft.
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