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Antrag der CDU-Fraktion "HeimatScheck - Initiative für eine lebendige Verbandsgemeinde"
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Verbandsgemeinde Bad Marienberg (Westerwald) |
| Datum | 2026-09-28 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die CDU-Fraktion beantragt, erfolgreiche Maßnahmen der Verbandsgemeinde Bad Marienberg zur Ortsinnenentwicklung, Klimaanpassung und Ehrenamtsförderung unter einer gemeinsamen Marke „HeimatScheck" zu bündeln. Dazu sollen ein Logo entwickelt, der Kulturpreis in einen Engagementpreis umgewandelt, das bestehende Förderprogramm gekennzeichnet, ein neues Programm für Vereine geschaffen, ein Ehrenamtstag organisiert und Maßnahmen zur Innenentwicklung vor Außenentwicklung ermittelt werden.
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Dokument
Extrahierter Text
Antrag der CDU-Fraktion zur Sitzung des Verbandsgemeinderates am
28.09.2026
HeimatScheck – Initiative für eine lebendige Verbandsgemeinde
Das Leben muss in unseren Dörfern stattfinden. Heimat entsteht dort, wo
Menschen gerne leben, Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft erfahren.
Ein lebendiger Ortskern entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen und wo
Gemeinschaft ermöglicht wird.
Die Stadt und unsere 17 Ortsgemeinden sind dabei weit mehr als Wohnorte. Sie
sind Lebensmittelpunkt, Heimat und Orte des gesellschaftlichen Miteinanders.
Diese Strukturen zu erhalten und weiterzuentwickeln, ist eine gemeinsame
Aufgabe von Stadt und Ortsgemeinden, Verbandsgemeinde und vor allem den
Menschen, die sich vor Ort engagieren. Dabei gilt es, bauliche
Ortsinnenentwicklung, ehrenamtliches Engagement und nachhaltige
Entwicklung gemeinsam zu denken und in einer Marke zu bündeln.
Die Menschen gestalten unsere Heimat
Es sind insbesondere die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt und den 17
Ortsgemeinden, die dieses Leben und unsere Heimat Tag für Tag gestalten. Sie
engagieren sich in Vereinen, initiieren ehrenamtliche Bürgerprojekte,
organisieren Feste und Veranstaltungen, leisten Kulturarbeit und schaffen Orte
der Begegnung. Ohne dieses oftmals über Jahrzehnte gewachsene ehrenamtliche
Engagement wäre das gesellschaftliche Leben in unseren Dörfern in seiner
heutigen Form nicht denkbar.
Die Verbandsgemeinde unterstützt dieses Engagement seit Jahren in vielfältiger
Weise: sei es durch eine finanzielle Beteiligung über den KulturRing, durch die
Kulturarbeit der Verbandsgemeinde oder durch die wertschätzende Verleihung
des Kulturpreises. Aber auch bei der Verteilung der Landesmittel aus dem
Regionalen Zukunftsprogramm werden auf unseren CDU-Antrag hin mit über
100.000 Euro wichtige ehrenamtliche Projekte unterstützt.
Ortsinnenentwicklung leistet einen Beitrag zu Klima- und Ressourcenschutz
Die Verbandsgemeinde Bad Marienberg leistet bereits heute einen erheblichen
freiwilligen Beitrag zur Stärkung und Weiterentwicklung unserer Ortskerne. Mit
gezielten Fördermaßnahmen setzt sie wichtige Anreize für private Investitionen,
stärkt die Attraktivität unserer Dörfer und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum
Klima- und Ressourcenschutz sowie zum Ausbau der erneuerbaren Energien.
Allein im laufenden Jahr stellt die Verbandsgemeinde Bad Marienberg 200.000
Euro für das Förderprogramm zur Ortskernvitalisierung, Klimaanpassung und
zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Verfügung. Diese Mittel lösen
Investitionen von knapp zwei Millionen Euro aus. Das Förderprogramm ist damit
nicht nur ein wirkungsvolles Instrument der Ortsinnenentwicklung, sondern
zugleich ein lokales Konjunkturprogramm für das heimische Handwerk und die
regionale Wirtschaft. Jeder eingesetzte Euro kommunaler Förderung entfaltet
auf diese Weise eine erhebliche zusätzliche Investitionswirkung.
Gerade vor dem Hintergrund der Folgen des Klimawandels und der notwendigen
Anpassungsmaßnahmen, insbesondere beim Hitzeschutz, gewinnt die Frage
einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung weiter an Bedeutung. Der
raumplanerische Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ ist
deshalb richtig und muss auch auf kommunaler Ebene eine wichtige Leitlinie
unseres Handelns sein. Bereits heute werden in Rheinland-Pfalz täglich mehr als
8,5 Hektar Fläche in Anspruch genommen. Ein sparsamer und
verantwortungsvoller Umgang mit der endlichen Ressource Boden liegt daher im
Interesse der kommenden Generationen.
Unter ausdrücklicher Wahrung der Planungshoheit unserer Ortsgemeinden
sollte der Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ deshalb auch
bei zukünftigen Flächennutzungsplanungen der Verbandsgemeinde Bad
Marienberg Berücksichtigung finden. Dabei geht es nicht darum, notwendige
Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt und der 17 Ortsgemeinden
einzuschränken. Vielmehr gilt es, vorhandene Potenziale in den Ortskernen
stärker zu aktivieren, Leerstände einer neuen Nutzung zuzuführen und
bestehende Strukturen weiterzuentwickeln, bevor zusätzliche Flächen im
Außenbereich in Anspruch genommen werden.
Unsere Maßnahmen unter einer starken Marke bündeln
Ortsinnenentwicklung darf sich jedoch nicht allein auf Gebäude, Grundstücke
und planerische Fragen beschränken. Wer unsere Ortskerne stärken möchte,
muss auch diejenigen stärken, die sie mit Leben füllen. Bauliche Investitionen,
nachhaltige Entwicklung und die Förderung des Ehrenamtes gehören deshalb
zusammen.
Die Verbandsgemeinde Bad Marienberg verfügt bereits heute über zahlreiche
Instrumente und Maßnahmen, die dasselbe Ziel verfolgen: unsere
Ortsgemeinden und die Stadt zu stärken, Investitionen in die Ortskerne und der
Innenstadt anzuregen und das gesellschaftliche Engagement der Menschen vor
Ort zu unterstützen. Was bislang unter verschiedenen Bezeichnungen und
Förderansätzen geschieht, soll zukünftig stärker gebündelt und sichtbar
gemacht werden.
Deshalb sollen die erfolgreichen Maßnahmen der Verbandsgemeinde zukünftig
unter einer gemeinsamen Marke zusammengeführt werden: „HeimatScheck –
Initiative für eine lebendige Verbandsgemeinde“.
Der HeimatScheck soll dabei als sichtbares Zeichen für eine aktive
Ortsinnenentwicklung stehen, die Investitionen in unsere Dörfer ebenso umfasst
wie die Unterstützung der Vereine, des Ehrenamtes und des gesellschaftlichen
Miteinanders. Wo die Verbandsgemeinde gemeinsam mit den Menschen vor Ort
in unsere Heimat investiert, soll zukünftig auch HeimatScheck drin sein.
Der Verbandsgemeinderat möge beschließen:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Logo für den „HeimatScheck – Initiative
für eine lebendige Verbandsgemeinde“ der Verbandsgemeinde Bad
Marienberg entwerfen zu lassen.
2. Der Kulturpreis der Verbandsgemeinde wird zukünftig zum „HeimatScheck
– Engagementpreis für aktives Leben im Dorf“ weiterentwickelt.
3. Das Förderprogramm zur Ortskernvitalisierung, Klimaanpassung und
Nutzung erneuerbarer Energien wird zukünftig unter dem Titel
„HeimatScheck – das Förderprogramm der Verbandsgemeinde Bad Marienberg“
geführt.
4. Nach Abschluss der Vereinsmaßnahmen im Rahmen des Regionalen
Zukunftsprogramms des Landes soll die Verbandsgemeinde ein eigenes
Projektprogramm für Vereine und ehrenamtliche Bürgerprojekte
entwickeln. Die Verwaltung wird deshalb beauftragt, eine entsprechende
Förderrichtlinie unter dem Titel „HeimatScheck – für Vereine und
ehrenamtliche Bürgerprojekte“ zu entwerfen.
5. Die Verbandsgemeinde nimmt am 29. August 2027 unter Einbindung der
Stadt und der Ortsgemeinden am landesweiten Ehrenamtstag teil. Die
Verwaltung wird beauftragt, hierzu unter dem Titel „HeimatScheck – der
Ehrenamtstag“ eine Konzeption auszuarbeiten.
6. Die Verwaltung wird beauftragt konkrete Maßnahmen zu ermitteln, um
den landesplanerischen Grundsatz „Innenentwicklung vor
Außenentwicklung“ weiter voranzutreiben. Insbesondere soll die
Nutzung von Baulücken, Sanierungen von Bestandsbauten sowie Abriss
und Neubau in den Ortskernen im Vordergrund stehen.
Text aus PDF extrahiert