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Änderungsantrag Tiefengeotermie; Antrag der SPD-Fraktion vom 23.09.2026
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Neustadt an der Weinstraße |
| Datum | 2026-09-29 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die SPD-Fraktion beantragt drei Änderungen zum Tiefengeothermie-Antrag: erstens eine parallele Prüfung von Alternativen (mittlere Geothermie, Solarthermie, Windkraft) mit Risiko- und Kostenvergleich vor weiteren Entscheidungen; zweitens die Klarstellung, dass eine Absichtserklärung keine Verpflichtungen enthält; drittens die Berücksichtigung subventionierter Preismodelle für die Anfangsphase der Wärmeversorgung zur Erhöhung der Bürgerkakzeptanz. Die Begründung verweist auf Klimaziele und die Notwendigkeit, Unabhängigkeit und Bezahlbarkeit zu sichern.
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Dokument
Extrahierter Text
Anfrage der Fraktion der SPD im Stadtrat Neustadt an der Weinstraße
Herrn Oberbürgermeister
Marc Weigel
Marktplatz 1
67433 Neustadt an der Weinstraße
Neustadt, den 22.09.2026
Antrag zur kommenden Sitzung des Stadtrats:
Änderungsantrag zum Antrag „Tiefengeothermie“ (Drucksache 266/2026)
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wir bitten um die Berücksichtigung der folgenden Änderungsvorschläge zur Drucksache 266/2026 in
der kommenden Stadtratssitzung:
A) Die SPD-Fraktion beantragt die Ergänzung des oben genannten Antrags um den folgenden Punkt:
4. Der Stadtrat beauftragt die Stadtverwaltung parallel eine Prüfung der Alternativen zur Tiefen
Geothermie (wie z.B. mittlere Geothermie (ggf. auch mit Vulcan), Solarthermie, Windkraft) inkl. eines
Risiko- und Vollkostenvergleichs für alle Alternativen. vorzunehmen Die Ergebnisse sind dem Stadtrat
vor einer Entscheidung über weitergehende Absichtserklärungen, Förderanträge und
Gesellschaftsmodelle mit Vulcan vorzulegen.
B) Die SPD-Fraktion beantragt, in Punkt 2 des oben genannten Antrags, deutlich zu machen, dass eine
Absichtserklärung keine Abnahme-, Kapital-, Grundstücks- oder Gesellschaftsverpflichtung enthalten
wird.
C) In der Begründung des Antrags 266/2026 wird darauf verwiesen, dass die Kosten für die Nutzung
der Geothermie für den Endkunden zunächst über den aktuellen Kosten einer Gasversorgung liegen
würden. Dies wird allerdings die Akzeptanz und Verbreitung eines Wärmenetzes reduzieren. Die SPD-
Fraktion beantragt daher, dass bereits in der Prüfungsphase der Finanzierung Preismodelle
berücksichtigt werden, die für die Anfangsphase einen subventionierten Preis für die geplante
Wärmeversorgung über Wärmenetze vorsehen.
Begründung:
Die SPD-Fraktion unterstützt die in der Kommunalen Wärmeplanung festgelegt Strategie Neustadt in
der Zukunft durch Wärme aus regenerativen Quellen zu versorgen. Dies ist erforderlich, um die
Klimaziele der Stadt zu erreichen. Aber vor allem, um Abhängigkeiten von Dritten zu reduzieren und
die Preise für die Wärmeversorgung planbarer und bezahlbar gestalten zu können.
Dabei ist die Geothermie eine Chance für die Neustadter Wärmeversorgung. Allerdings macht bereits
die Vorlage des oben genannten Antrags deutlich, dass im Fall der Tiefen Geothermie die Ziele der
Unabhängigkeit der Neustadter Wärmeversorgung und der Bezahlbarkeit nicht sicher erreicht
werden.
Es ist daher erforderlich, die Prüfung der Umsetzung der Tiefen Geothermie wie vorgeschlagen
vorzunehmen. Darüber hinaus müssen gleichzeitig aber auch die Alternativen nicht nur im
Wärmeplan genannt, sondern auch weitergehend überprüft werden. Ziel muss es sein, bei einer
Entscheidung für oder gegen die Tiefe Geothermie alle realistischen Alternativen zu kennen.
Damit eine Preis- und Finanzierungsplanung realistisch ist, sollte berücksichtigt werden, dass es ggf.
erforderlich sein wird, zur höheren Akzeptanz und schnelleren Erweiterung eines Wärmenetzes Preis
zu erreichen, die bestenfalls unter den heutigen Preisen für die Wärmeversorgung liegen. Die
Wärmewende kann nur gelingen, wenn sie bei den Bürgerinnen und Bürgern auf Akzeptanz stößt
und diese nicht über Gebühr belastet. Dies ist auch über den Preis erreichbar. Für die Kalkulation
einer Refinanzierung der erforderlichen Investitionen sollten daher entsprechende Preismodelle
berücksichtigt werden.
Pascal Bender Claus Schick Dr. Andreas Böhringer
Text aus PDF extrahiert