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Gemeinsamer Antrag von FDP, CDU, Grüne, BfB/dieBasis und Bürger für Neumünster, betr. Mehr finanzielles Bewusstsein - Ergänzung aller Drucksachen um die Klassifizierung der Aufgabe nach ihrem Autonomiegrad
Angenommen39 Ja · 14 Nein
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Neumünster |
| Datum | 2026-09-29 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
FDP, CDU, Grüne, BfB/dieBasis und Bürger für Neumünster beantragen, dass die Ratsversammlung einen ursprünglichen Antrag vom Juni 2024 zur Klassifizierung finanzieller Aufwendungen erneut behandelt. Die Stadtverwaltung soll alle Drucksachen künftig nach dem Autonomiegrad der Aufgabe klassifizieren (Aufgaben nach Weisung, pflichtige/freiwillige Selbstverwaltungsaufgaben, Gemeinkosten, Finanzmittel), um mehr Transparenz über finanzielle Handlungsspielräume zu schaffen. Die Begründung verweist auf die verschärfte Haushaltslage und darauf, dass diese Praxis bereits erfolgreich im Finanzausschuss etabliert ist.
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Dokument
Extrahierter Text
An die Stadtpräsidentin der Stadt Neumünster
Frau Anna-Katharina Schättiger
Rathaus Neumünster
Großflecken 59
24534 Neumünster
Neumünster, 15.09.2026
Antrag 1:
Die Ratsversammlung beschließt gemäß Geschäftsordnung, sich erneut mit dem am 04.06.2024 als
gemeinsamen Antrag der Freien Demokraten, B’90/Die Grünen & Bürger für Neumünster zum Thema
„Mehr finanzielles Bewusstsein – Klassifizierung von finanziellen Aufwendungen“ zu befassen und
diesen auf die Tagesordnung der Ratsversammlung vom 29.09.2026 zu setzen.
Begründung:
Eine erneute Befassung der Ratsversammlung mit der Thematik ist dringend erforderlich und sachlich
geboten. Die finanzielle Situation der Stadt Neumünster hat sich seit der ursprünglichen Einreichung
des Antrags nicht verbessert, sondern weiter spürbar verschlechtert. Die Haushaltslage spitzt sich
zusehends dramatisch zu. Gerade in einer solchen Lage ist die Selbstverwaltung mehr denn je darauf
angewiesen, weiterhin kompetente, vorausschauende und sachgerechte Entscheidungen fällen zu
können. Dafür ist eine maximale Transparenz über den Autonomiegrad und die finanziellen
Handlungsspielräume bei allen Vorlagen unverzichtbar.
Zudem hat sich die im Antrag vorgeschlagene Praxis zur Klassifizierung finanzieller Aufwendungen im
Ausschuss für Finanzen und Vergabeangelegenheiten inzwischen als gängige Praxis etabliert. Sie wird
dort von den Mitgliedern über alle Fraktionsgrenzen hinweg sehr geschätzt und hat sich in der
laufenden Arbeit bestens bewährt.
Vor diesem Hintergrund ist es nur folgerichtig, dass sich die Ratsversammlung erneut mit dem Antrag
befasst, um diese bewährte und wertvolle Entscheidungshilfe verbindlich einzuführen.
Antrag 2:
1. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, bei allen Drucksachen ergänzend zur Höhe der finanziellen
Auswirkungen eine Klassifizierung der Aufgabe nach ihrem Autonomiegrad vorzunehmen.
2. Diese Klassifizierung soll analog zu den Vorgaben der Gemeindeordnung in folgenden fünf
Kategorien erfolgen:
a. Aufgaben zur Erfüllung nach Weisung (§3 Abs. 1 GO)
b. Pflichtige Selbstverwaltungsaufgaben (§2 Abs. 2 GO)
c. Freiwillige Selbstverwaltungsaufgaben (§2 Abs. 1 GO)
d. Gemeinkosten
e. Finanzmittel
Begründung:
Die Mitglieder der kommunalen Selbstverwaltung verfügen über sehr unterschiedliche
Eingangsvoraussetzungen für ihre politische Arbeit, eine finanzwirtschaftliche Vorbildung ist nicht
immer gegeben. Daher ist es teilweise schwierig, bei einzelnen politischen Entscheidungen die
finanziellen Zusammenhänge wie z. B. die Wechselwirkungen zwischen Investitions- und
Ergebnishaushalt oder die konkreten finanziellen Handlungsspielräume bei einzelnen Entscheidungen
zu erkennen.
Mit der vorgeschlagenen Maßnahme lassen sich diese Aspekte schneller erkennen und insgesamt ein
besseres Bewusstsein für die finanziellen Auswirkungen der (politischen) Entscheidungen
herbeiführen.
Ziel des Antrags ist es, insbesondere dem ehrenamtlichen Teil der Selbstverwaltung aufzuzeigen, ob
eine Drucksache
A) bedingt z.B. durch ein Gesetz, verpflichtend umzusetzen ist (und somit zwar keine finanziellen
Handlungsspielräume gegeben sind, man aber die Frage nach Kompensation, z. B. aus Landesmitteln
in die Überlegungen einbeziehen sollte)
B) sie umzusetzen ist, aber das Wie im Ermessensspielraum der Stadt liegt (und somit Überlegungen z.
B. zu einer effizienteren und / oder rentableren Ausgestaltung folgen sollten)
C) oder aber, ob die Drucksachen und ihre Umsetzung gänzlich in der Verantwortung der Stadt liegen
(und somit die Selbstverwaltung diese Maßnahmen auch aus anderen als finanziellen Gründen
bewusst eingeht).
Bei der Kategorie „Gemeinkosten“ handelt es sich um die Kosten der allgemeinen Querschnitts- und
Bauverwaltung. Unter den „Finanzmitteln“ werden Auswirkungen wie Steuererträge oder
Zinsaufwendungen abgebildet
Peter Janetzky Arne Rüstemeier Claudia Broy
Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzende
Andreas Gärtner Jürgen Joost
Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender
Text aus PDF extrahiert