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Antrag der BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Fraktion vom 04.09.2026 - Erstellung einer kommunalen Hitzeschutzplanung und Sofortmaßnahmen an Bildungseinrichtungen

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeZülpich
Datum2026-09-29
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Fraktion beantragt, dass die Verwaltung Fördermittel für einen kommunalen Hitzeschutzplan ermittelt und eine Umfrage an städtischen Schulen und Kindertageseinrichtungen zum Bedarf an Hitzeschutzmaßnahmen durchführt. Auf dieser Basis soll eine priorisierte Liste für Maßnahmen erstellt und Mittel für den Haushalt 2027 eingeplant werden, um erste Maßnahmen bis Sommer 2027 umzusetzen. Der Antrag begründet dies mit zunehmenden Hitzeperioden und deren Belastungen für vulnerable Gruppen sowie Defiziten im baulichen und natürlichen Hitzeschutz.

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BÜNDNIS 90 DIE : GRÜNEN | BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Düsseldorfer Straße 79 - 53909 Zülpich - [email protected] Herrn Bürgermeister Ulf Hürtgen Markt 21 53909 Zülpich Zülpich, 04.09.2026 Sehr geehrter Herr Hürtgen, sehr geehrter Herr Strick, bitte setzen Sie den folgenden Antrag auf die Tagesordnung des nächstens Ausschusses für Struktur, Verkehrs- und Energiewende. Antrag an den Ausschuss für Struktur, Verkehrs- und Energiewende Thema: Erstellung einer kommunalen Hitzeschutzplanung und Sofortmaßnahmen an Bildungseinrichtungen Beschlussentwurf Der Ausschuss für Struktur, Verkehrs- und Energiewende beschließt: Die Verwaltung wird beauftragt, Fördermittel für die Erstellung eines umfangreichen kommunalen Hitzeschutzplanes unter Beachtung des Hitzeaktionsplans des Kreises Euskirchen zu ermitteln. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Umfrage an allen städtischen Schulen und Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet durchzuführen, um den aktuellen Bedarf und die wichtigsten erforderlichen Maßnahmen zum Hitzeschutz in den jeweiligen Gebäuden zu erfassen. Die Verwaltung wird beauftragt, auf Basis dieser Umfrageergebnisse und der schen vorliegenden Ausarbeitungen des Kreises Euskirchen eine nach Dringlichkeit geordnete Prioritätenliste für die Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen an den untersuchten Einrichtungen zu erstellen. Die Verwaltung wird beauftragt, unter Berücksichtigung möglicher Förderungen Mittel für den Haushalt 2027 einzuplanen, um erste Hitzeschutzmaßnahmen bereits für den Sommer 2027 umzusetzen. Begründung Die spürbare Zunahme von extremen Hitzephasen stellt unsere Gesellschaft vor wachsende Herausforderungen. Die gesundheitlichen und infrastrukturellen Auswirkungen dieser Heißtage sind bereits heute im kommunalen Alltag spürbar. Vor diesem Hintergrund ist eine gezielte Klimafolgenanpassung zwingend notwendig. Dabei darf die Bekämpfung der Ursachen - der aktive Klimaschutz — niemals vernachlässigt werden. Ohne ein konsequentes Aufhalten des Klimawandels werden BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN | [ersten In Bor der So ter] wir seine globalen und lokalen Folgen langfristig nicht mehr beherrschen können. Da bestimmte klimatische Veränderungen jedoch schon jetzt unvermeidbar sind, müssen wir uns parallel dazu auf die neuen Realitäten einstellen. Bei der hier geforderten Hitzeschutzplanung geht es explizit nicht um das Thema Trockenheit oder Wassermangel. Im Fokus steht rein die Bewältigung von Perioden mit Temperaturen von 30 Grad und mehr. Solche Hitzetage belasten vor allem vulnerable Gruppen massiv. Durch extreme Hitzephasen entstehen zahlreiche Alltagsprobleme: Bildung: Akute Belastung durch zu warme Räume in Schulen und Kindergärten, insbesondere weil hier viele Menschen auf kleinem Raum zusammen kommen. Pflege: Hohe Belastungen in Pflegeeinrichtungen, wo sich besonders hitzeempfindliche Menschen aufhalten. Häusliche Pflege: Mangelnder Hitzeschutz bei privat gepflegten Menschen in den eigenen vier Wänden. Prekäre Lebenslagen: Extrem hohe Temperaturen in Sammelunterkünften sowie fehlende Rückzugsorte für obdachlose Menschen. Defizite im baulichen und natürlichen Hitzeschutz Fehlender Sonnenschutz: Mangelhafte Außenbeschattung direkt an den Gebäuden, wodurch sich Innenräume stark aufheizen. Schattenmangel im Freiraum: Zu wenig Bäume für natürliche Abkühlung sowie fehlender Sonnenschutz auf öffentlichen Plätzen allgemein. Versiegelung und Hitzespeicher: Asphaltierte Flächen, teilweise fehlende Grünflächen und künstliche Wärmespeicher (wie z. B. in Schottergärten), die das Mikroklima im Ort massiv aufheizen. Es gibt zahlreiche Ansätze für eine kommunale Hitzeschutzplanung die wir im Folgenden ohne Anspruch auf Vollständigkeit zusammenfassen: Strategie, Beratung & Förderung Kommunaler Hitzeschutzplan: Dient der systematischen Erfassung und Priorisierung aller Maßnahmen im Stadtgebiet (Was muss wo getan werden?). Förder- und Informationsoffensive: Zusammenstellung von Förderprogrammen für soziale Einrichtungen inklusive direkter Beratung sowie Informationskampagnen für Privathaushalte. BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN at! Baulicher Sonnenschutz & Technische Kühlung Kr Sa Zen] e Beschattung städtischer Gebäude: Schnelle Anschaffung von hochwertigen Sonnenschirmen für Schulen und Kindergärten; langfristige Einplanung von festem Sonnenschutz bei allen Neubauten. e Sofortige Kühlung: Rechtzeitige Anschaffung mobiler Klimaanlagen und Bereitstellung von Ventilatoren zum Verleih für Akutsituationen. e Nachhaltige Klimatisierung: Sukzessiver Einbau von Split-Klimageräten in Schulen/Kitas. Bei Neubauten (Beispiel Kita Chlodwigstraße) direkte Koppelung von Kühlung via Wärmepumpen (idealerweise Erdwärme) gemeinsam mit Photovoltaik zur Stromkompensation. Natürliche Kühlung & Begrünung e Vertikalbegrünung: Gezielte Förderung von Rankpflanzen an Gebäudefassaden zur natürlichen Temperaturabsenkung. e Beschattungselemente: Errichtung von Pergolen und Edelstahlnetzen als Rankgerüste auf öffentlichen Flächen. e Zukunftssicheres Grün: Pflanzung und intensive Pflege von trockenheitsresistenten Bäumen für dauerhaften, natürlichen Schatten. Öffentlicher Raum e Wasserbasierte Abkühlung: Installation von Trinkbrunnen und Sprüh-/Befeuchtungsanlagen auf Schulhöfen und an belebten öffentlichen Orten. e Umnutzung von Infrastruktur: Öffnung gekühlter Schul- und Kitagebäude am Nachmittag als Zufluchtsorte für die Öffentlichkeit. e Entlastung bei Extremwetter: Kostenloser Eintritt in den Seepark Zülpich für Kinder an extremen Hitzetagen. Die Umfrage an städtischen Kindergärten und Schulen kann kurzfristig dort Abhilfe schaffen, wo die Stadt unmittelbar verantwortlich ist. Es ist aus unserer Sicht sinnvoll, die noch frischen Eindrücke des Sommers zu nutzen, um zeitnah Handlungen abzuleiten. Dabei soll gelten: Wo lässt sich relativ zum Aufwand der größte Effekt erzielen. Weitergehende Informationen insbesondere zu Fördermaßnahmen ergeben sich aus dem Programm Klimaanpassung.Kommunen.NRW (https://www.efre.nrw/einfach- machen/foerderung-finden/klimaanpassungkommunennm) und aus dem Entschließungsantrag „Hitzeschutz in Nordrhein-Westfalen vor dem Hintergrund der Hitzewelle im Juni 2026“, Drucksache 18/20544 des Landtags NRW (https://13471 5.seu2.cleverreach.com/c2/CQOJBCQ/134715- 17267782/ad180fd94d99-588e9b51dfe7-bbf9c97684a1-dfb106499c02- c264b8e99407-c6b08b1bab2b-07522feedee9-9194dd9b0f55-109bcfYeb5d2- 34c2115c8109-8353cd1a/) BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN Die Hitzeaktionsplanung und das Klimaanpassungskonzept des Kreises Euskirchen stellen gut verwendbare Grundlagen für einen Hitzeschutzplan dar. https://www.kreis- euskirchen.de/fileadmin/user_upload/HITZEAKTIONSPLAN_ V1.0_FINAL_comp- b3a9516bbea31034.pdf https://www.kreis- euskirchen.de/fileadmin/dokumente/Kreisentwicklung/Dateien/Klimawandelanpassun gskonzept.pdf Mit freundlichen Grüßen A la Lo: Angela Kalnins Fraktionsvorsitzende

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