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Digitalisierung der Verwaltungsleistungen und Öffentlichkeitsarbeit; Anträge der Fraktion B´90/GRÜNE vom 24.07.2026

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeGemeinde Uedem
Datum2026-10-08
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Fraktion B'90/GRÜNE beantragte am 24.07.2026 drei Maßnahmen zur Digitalisierung: RSS-Feeds und iCalendar-Formate für Meldungen/Termine, Erweiterung der digitalen Öffentlichkeitsarbeit (WhatsApp, Mastodon) und Entwicklung einer Uedem-App. Der Rat beschloss, RSS-Feeds und iCalendar-Feeds bereitzustellen sowie eine Nutzungsanleitung zu erstellen, die bereits bestehende WhatsApp-Testphase zu unterstützen, Mastodon zunächst nicht umzusetzen und die App-Entwicklung abzulehnen, da die Funktionen bereits responsiv auf der Website verfügbar sind.

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Gemeinde Uedem Der Bürgermeister Fachbereich 1 - Zentrale_Dienste Verwaltungsvorlage Nummer: 84/2026 Datum: 17.09.2026 öffentlich Digitalisierung der Verwaltungsleistungen und Öffentlichkeitsarbeit; Anträge der Fraktion B´90/GRÜNE vom 24.07.2026 Beratungsweg: Haupt- und Finanzausschuss 28.09.2026 Rat 08.10.2026 Beschlussvorschlag: Es wird bezüglich der Anträge der Fraktion B´90/GRÜNE vom 24.07.2026 (Anlagen 1-3) vorgeschlagen, 1. dem/den Antrag auf digitale Meldungen und Termine (Anlage 1) 1. zuzustimmen, wonach die Verwaltung beauftragt wird, die auf der Webseite veröffentlichte Meldungen und Bekanntmachungen jeweils auch als abonnierbaren RSS-Feed bereitzustellen. 2. zuzustimmen, wonach die Verwaltung beauftragt wird, die auf der Webseite veröffentlichte Veranstaltungen auch als abonnierbaren iCalender/ICS bereitzustellen. 3. zur Kenntnis zu nehmen, dass im Bereich des Veranstaltungskalenders bereits ein Web- Formular integriert ist, mit dem Uedemer Vereine und Initiativen unkompliziert die Aufnahme einer Veranstaltung in den Kalender beantragen können. 4. zuzustimmen, dass eine kurze Anleitung (oder extern verlinkt) erstellt wird, wie man Meldungen im Kalender abonnieren kann. 2. dem/den Antrag auf Erweiterung der digitalen Öffentlichkeitsarbeit (Anlage 2) 1. zur Kenntnis zu nehmen, dass die Einrichtung eines WhatsApp-Kanals, auf dem die gleichen Beiträge wie auf den anderen Plattformen veröffentlicht werden, bereits erfolgt ist und sich derzeit in einer Testphase befindet. 2. nicht zuzustimmen, einen Mastodon-Account einzurichten, auf dem die gleichen Beiträge wie auf den anderen Plattformen veröffentlicht werden. Der Aufwand hinsichtlich der Einrichtung eines Mastadon-Accounts steht derzeit in keinem angemessenen Verhältnis zur tatsächlichen Erreichbarkeit der breiten Öffentlichkeit. Die Entwicklung des Netzwerks soll weiter beobachtet werden, um bei einer nachhaltigen Etablierung in der Fläche neu zu entscheiden. 3. zuzustimmen, dass die neue Plattform auf der Webseite ergänzt wird und die Bürger/innen durch geeignete Öffentlichkeitsarbeit auf das erweiterte Angebot hingewiesen werden. 3. den Antrag auf Entwicklung einer Uedem-App (Anlage 3) abzulehnen. Sachverhalt: Die Fraktion B‘90/GRÜNE hat mit Schreiben vom 24.07.2026 Anträge auf digitale Bereitstellung von Meldungen und Terminen über gängige Schnittstellen, zur Erweiterung der digitalen Öffentlichkeitsarbeit und auf Entwicklung einer Uedem-App gestellt. Zur Begründung der Anträge wird auf die Anlagen 1 bis 3 verwiesen. 1. Digitale Meldungen und Termine 1. Die Verwaltung befürwortet die Bereitstellung eines RSS-Feed zu den Unterseiten „Meldungen“ sowie „Bekanntmachungen“ auf der Webseite der Gemeinde Uedem. Mit Hilfe eines RSS-Feed können Inhalte von Webseiten fortlaufend in einem standardisierten Format zur Verfügung gestellt und abonniert werden. Der RSS-Feed für die oben genannten Seiten kann kurzfristig kostenfrei bereitgestellt werden. 2. Der Import von Veranstaltungen auf der Webseite der Gemeinde Uedem via iCalender/ICS ist bereits seit Juli 2025 über die Webseite der Gemeinde Uedem möglich. Dazu gibt es zu jeder Veranstaltung ein entsprechendes Symbol zum Download der Datei im gewünschten Format. Ein entsprechender iCal-Feed zum Abonnieren der Veranstaltungen kann ebenfalls kurzfristig kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. 3. Die digitale Veranstaltungsanmeldung ist bereits auf der Webseite der Gemeinde Uedem integriert. Diese Funktion bestand schon auf dem früheren Internetauftritt der Gemeinde Uedem und wurde beim Relaunch im Juni 2022 fortgeführt. Unter der Webadresse https://www.uedem.de/freizeit-tourismus/veranstaltungen/veranstaltungsanmeldung können Vereine, Bürger/innen sowie sonstige Initiativen die gewünschte Veranstaltung mit vordefinierten Feldern über ein digitales Formular melden. Nach einer administrativen Prüfung und anschließenden Freischaltung wird der Antrag auf der Webseite veröffentlicht. Der Prozess ist vollständig digital und erfordert lediglich einen geringen Verwaltungsaufwand. Eine turnusmäßige Benachrichtigung aller örtlichen Vereine erfolgt jeweils im September zur Meldung der Veranstaltungen für das Folgejahr. Dieses Verfahren hat sich seit Jahren bewährt und stößt bei den Vereinen auf eine hohe Akzeptanz. 4. Wenn alle Funktionen zu 1) und 2) umgesetzt sind, sollen diese entsprechend mit Kurzanleitungen versehen und auf der Webseite der Gemeinde Uedem veröffentlicht werden. 2. Erweiterung der digitalen Öffentlichkeitsarbeit 1. Die Einrichtung eines kostenfreien WhatsApp-Kanals „Gemeinde Uedem“ befindet sich bereits in der Umsetzung. Erste Testphasen hinsichtlich der administrativen Handhabung wurden bereits durchgeführt. Die Verwaltung plant die Live-Schaltung des WahtsApp-Kanals zum 02.11.2026. Über diesen Dienst soll den Bürger/innen die Möglichkeit geboten werden, Mitteilungen der Gemeinde Uedem auf Wunsch direkt als Push-Nachricht auf ihren Endgeräten zu empfangen. Aufgrund personeller Vakanzen sowie kurzfristigen Prioritätenverschiebungen im laufenden Jahr konnten die vorbereiteten Arbeiten erst mit zeitlichem Verzug durch die Verwaltung finalisiert werden. 2. Die Verwaltung beobachtet die Entwicklung rund um die Plattform Mastodon aufmerksam und prüft eine mögliche Nutzung zu einem späteren Zeitpunkt. Die Verwaltung steht neuen digitalen Formaten und alternativen Kommunikationskanälen grundsätzlich aufgeschlossen Seite 2 von 4 gegenüber. Insbesondere Plattformen wie Mastadon – eine unabhängige und werbefreie Plattform – bieten im Vergleich zu US-amerikanischen Anbietern einen wertvollen Beitrag zur digitalen Souveränität sowie zur Einhaltung hoher Datenschutzstandards. Die aktuellen Nutzerzahlen von Mastadon sind im Vergleich zu den etablierten Kanälen nach wie vor sehr gering. Der Aufwand hinsichtlich der Einrichtung eines Mastadon-Accounts würde derzeit in keinem angemessenen Verhältnis zur tatsächlichen Erreichbarkeit der breiten Öffentlichkeit stehen. Im Sinne eines wirtschaftlichen Einsatzes kann die Verwaltung nicht jede Plattform aktiv bespielen. Der verlässliche Betrieb, die redaktionelle Betreuung und die Moderation eines zusätzlichen Kanals binden personelle und zeitliche Ressourcen. Um Ressourcen zielgerichtet für den Großteil der Bürger/innen einzusetzen, soll aus Sicht der Verwaltung die Einführung eines eigenen Mastodon-Accounts aktuell nicht umgesetzt werden. Die Entwicklung des Netzwerks soll weiter beobachtet werden, um bei einer nachhaltigen Etablierung in der Fläche neu zu entscheiden. 3. Sobald der WhatsApp-Kanal erfolgreich zum 02.11.2026 bereitgestellt wurde, soll dieser Kanal auch entsprechend beworben werden. 3. Entwicklung einer Uedem-App Die im Antrag aufgeführten Funktionen für eine Uedem-App sind bereits nahezu vollständig in den bestehenden Internetauftritt der Gemeinde Uedem integriert. Die Webseite der Gemeinde Uedem wurde 2022 vollständig responsiv (optimiert für Smartphone und Tablet) ausgerichtet und bietet mit Quicklinks auf der Startseite einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Meldungen, Terminwünsche, Veranstaltungen und Kontaktdaten. Die Inhalte kommunaler Apps beschränken sich erfahrungsgemäß weitgehend auf Verlinkungen zu den Unterseiten der bestehenden Webseite. Der einzige funktionelle Unterschied besteht üblicherweise in der Möglichkeit von Push- Benachrichtigungen. Aus Sicht der Verwaltung generiert eine eigenständige App somit kaum inhaltlichen Mehrwert gegenüber dem vorhandenen Internetauftritt. Stattdessen stünden die Angebote von Webseite und App in einer unnötigen Konkurrenz zueinander. Zudem verursacht die forlaufende Pflege einer App einen zusätzlichen personellen Betreuungsaufwand, dem kein angemessener Nutzen gegenübersteht. Die im Antrag aufgeführten jährlichen Kosten in Höhe von ca. 2.400 € (netto) konnten in Rücksprache mit dem Dienstleister nur bedingt bestätigt werden. Der genannte Betrag gilt ausschließlich bei Einhaltung einer fünfjährigen Mindestvertragslaufzeit. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und zur Risikominimierung befürwortet die Verwaltung bei der Einführung neuer digitaler Angebote zunächst eine einjährige Erprobungsphase, um Nutzerakzeptanz und Systemnutzen praxisnah zu evaluieren. Bei einer flexiblen, einjährigen Vertragslaufzeit belaufen sich die laufenden Kosten jedoch auf ca. 4.800 € (netto) pro Jahr. Die Notwendigkeit einer Push-Benachrichtigung für Meldungen über eine Uedem-App mit einer sehr hohen Wichtigkeit (z. B. Bevölkerungsschutz) kann personell seitens der Verwaltung nicht geleistet werden. Für derartige Krisen- und Notfallszenarien stehen etablierte, bundesweit genutzte Systeme wie die Notfall-App „NINA“ oder „Katwarn“ zur Verfügung. Diese werden von den dafür zuständigen Fachbehörden betrieben und auf der entsprechenden Verwaltungsebene gesteuert. Auch die benannten Funktionen „Verschiebung der Müllabfuhr“ und „Meldoo-Mängelmelder“ sind über eigene Apps schon vielfach in der Gemeinde Uedem verbreitet und werden von den Uedemer Bürger/innen genutzt. Ein schneller und unkomplizierter Informationsaustausch zwischen Verwaltung und Bürgerschaft mittels Push-Benachrichtigung soll zukünftig über den WhatsApp-Kanal der Gemeinde Uedem sichergestellt werden. Laut einer Verbraucherstudie der Bundesnetzagentur aus dem Jahr 2023 nutzen bereits 92 Prozent der Bürger/innen in Deutschland diesen Dienst. Ein zusätzlicher Bedarf für die Erstellung einer eigenständigen App wird seitens der Verwaltung aus Gründen der Unwirtschaftlichkeit daher nicht gesehen. Seite 3 von 4 Finanzielle Auswirkungen: Keine. gez. R. Weber (Rainer Weber) Bürgermeister Seite 4 von 4

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