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Antrag der Ratsfraktion SPD/Volt: Wenn Personalabbau, dann mit Plan – Beschäftige schützen, Verwaltung handlungsfähig halten
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Düsseldorf |
| Datum | 2026-09-24 geplant |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
RAT/459/2026
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 16.07.2026
Ratsfraktion – SPD/Volt
An
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller
Vorsitzender des Rates
der Landeshauptstadt Düsseldorf
Antrag der SPD/Volt-Ratsfraktion
zur Sitzung des Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf am 24.09.2026
Betrifft:
Antrag der Ratsfraktion SPD/Volt: Wenn Personalabbau, dann mit Plan – Beschäftige
schützen, Verwaltung handlungsfähig halten
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die SPD/Volt-Ratsfraktion bittet Sie, diesen Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des
Rates der Landeshauptstadt Düsseldorf am 24. September 2026 zu nehmen und zur
Abstimmung zu bringen.
Antrag:
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt:
Die Verwaltung wird beauftragt, eine ämter- und dezernatsübergreifende
Steuerung des personalwirtschaftlichen Konsolidierungsprozesses
sicherzustellen. Hierzu ist eine geeignete Koordinierungsstruktur einzurichten
oder zu benennen, die den Gesamtprozess strategisch begleitet, die
Auswirkungen der Maßnahmen auf die Leistungsfähigkeit der Verwaltung
bewertet und eine einheitliche Steuerung des Gesamtprozesses gewährleistet.
Die Verwaltung berichtet dem Ausschuss für Digitalisierung, Personal und
Organisation sowie dem Haupt- und Finanzausschuss regelmäßig über den Stand der
Arbeiten, wesentliche Entscheidungen sowie die Auswirkungen der umgesetzten
Maßnahmen auf Personal, Organisation und Aufgabenerfüllung.
Begründung:
Die SPD/Volt Ratsfraktion lehnt einen pauschalen Personalabbau und undifferenzierte
Einsparungen auf Kosten der Beschäftigten sowie der Leistungsfähigkeit der
Stadtverwaltung grundsätzlich ab. Die Beschäftigten der Landeshauptstadt brauchen
Sicherheit und Verlässlichkeit. Gleichzeitig müssen sich die Bürgerinnen und Bürger darauf
verlassen können, dass die Stadtverwaltung auch künftig leistungsfähig bleibt und ihre
Aufgaben zuverlässig erfüllt.
Aus Sicht der SPD/Volt-Ratsfraktion handelt es sich bei den vorgesehenen
Konsolidierungsmaßnahmen nicht um eine Vielzahl voneinander unabhängiger
Personalentscheidungen, sondern um einen organisationsweiten Veränderungsprozess mit
erheblichen Auswirkungen auf die Beschäftigten der Stadtverwaltung sowie auf die
Bürger*innen, die täglich auf eine leistungsfähige Verwaltung angewiesen sind. Gerade in
einer Phase tiefgreifender Veränderungen benötigen die Beschäftigten Verlässlichkeit,
Orientierung und transparente Entscheidungsprozesse. Gleichzeitig besteht ein berechtigtes
Interesse der Öffentlichkeit daran zu erfahren, wie sich die Maßnahmen auf die Qualität der
kommunalen Dienstleistungen auswirken werden.
Eine amts- und dezernatsübergreifende Steuerung dient deshalb nicht in erster Linie der
Umsetzung von Einsparmaßnahmen, sondern der verantwortungsvollen Begleitung des
Veränderungsprozesses. Sie schafft die Voraussetzung dafür, Auswirkungen frühzeitig zu
erkennen, Zielkonflikte transparent abzuwägen und Entscheidungen nachvollziehbar zu
treffen. Dadurch können Unsicherheiten für die Beschäftigten reduziert und negative Folgen
für die Leistungsfähigkeit der Verwaltung sowie für die Bürgerinnen und Bürger möglichst
vermieden werden.
Auch aus Sicht der Verwaltungswissenschaft und des Kommunalen Steuerungsmodells der
Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) bedürfen komplexe
organisationsübergreifende Veränderungsprozesse einer klaren Gesamtsteuerung, einer
ressortübergreifenden Koordination sowie eines kontinuierlichen Berichtswesens.
Strategische Steuerung und Transparenz sind wesentliche Voraussetzungen dafür, um
Veränderungsprozesse erfolgreich und nachvollziehbar zu gestalten.
Gerade weil die angekündigten Maßnahmen nahezu alle Bereiche der Stadtverwaltung
betreffen können, ist es von besonderer Bedeutung, gegenüber den Beschäftigten, den
politischen Gremien und der Öffentlichkeit transparent zu sein. Regelmäßige Berichte
schaffen Nachvollziehbarkeit, stärken das Vertrauen in den Prozess und ermöglichen es
dem Rat, seiner Verantwortung für die strategische Entwicklung der Verwaltung gerecht zu
werden.
Haushaltskonsolidierung darf deshalb nicht zu einer Summe isolierter Einzelentscheidungen
werden. Sie muss in einem transparenten, strategisch gesteuerten und nachvollziehbaren
Verfahren erfolgen, das die Interessen der Beschäftigten berücksichtigt, die
Leistungsfähigkeit der Verwaltung sichert und die Qualität der kommunalen Dienstleistungen
für die Bürgerinnen und Bürger dauerhaft gewährleistet.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Sabrina Proschmann Benjamin Tscholl
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