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Schulorganisatorische Maßnahmen im Stadtbezirk Eving; hier: Schulrechtliche Errichtung einer städtischen Gesamtschule zum Schuljahr 2027/28 (01.08.2027) (Antrag Fraktion Bündnis 90/Die Grünen)

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeDortmund
Datum2026-09-16
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01545-26/3 16.09.2026 Antrag zur Tagesordnung Beirat/BV. Gremium Termin Zuständigkeit Status Bezirksvertretung Eving 16.09.2026 Beschluss öffentlich Tagesordnungspunkt. Schulorganisatorische Maßnahmen im Stadtbezirk Eving; hier: Schulrechtliche Errichtung einer städtischen Gesamtschule zum Schuljahr 2027/28 (01.08.2027) (Antrag Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) Der Bezirksvertretung Eving liegt nachfolgender Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vor: Die Bezirksvertretung Eving empfiehlt dem Rat der Stadt Dortmund, die Beschlussfassung zur DS-Nr. 01545-26 um folgende Punkte zu ergänzen: 1. Klima- und umweltgerechte Planung des Dauerstandortes Die weitere Planung des Dauerstandortes nördlich des Heisenberg-Gymnasiums soll so erfolgen, dass die klimaökologischen Funktionen der Fläche so weit wie möglich erhalten bleiben. Die Ergebnisse des beauftragten mikroklimatischen Gutachtens sind insbesondere bei der Anordnung, Ausrichtung und Höhe der Gebäude sowie bei der Gestaltung der Freiflächen zu berücksichtigen. Sofern relevante Kaltluftentstehungsflächen oder Kaltluftleitbahnen festgestellt werden, sind Planungsvarianten zu entwickeln, die deren Funktion möglichst wenig beeinträchtigen. Darüber hinaus sollen insbesondere folgende Maßnahmen in die weitere Planung einbezogen werden: • Dach- und Fassadenbegrünung, • eine möglichst geringe Flächenversiegelung, • der Erhalt bzw. die Schaffung zusammenhängender Grünstrukturen, • eine klimaangepasste Bepflanzung mit standortgerechten Bäumen sowie • ein nachhaltiges Niederschlagswassermanagement nach dem Schwammstadtprinzip. 2. Natur-, Landschafts- und Artenschutz Die Ergebnisse der artenschutzrechtlichen Untersuchungen, des Umweltberichts sowie die 01545-26/3 Seite 2 Belange des Landschaftsschutzes sind der Bezirksvertretung nachvollziehbar darzustellen und bei der konkreten Planung des Schulstandortes zu berücksichtigen. Besonderes Augenmerk soll auf den Übergangsbereich zum Kirchderner Graben und zu den angrenzenden Grün- und Gehölzstrukturen gelegt werden. Soweit fachlich erforderlich, sollen ausreichend dimensionierte Schutz- und Abstandsbereiche sowie Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen vorgesehen werden. 3. Verkehrliche Erschließung des Drei-Schulen-Standortes Des Weiteren ist ein belastbares Verkehrskonzept für den gesamten Schulstandort aus Heisenberg Gymnasium, Theodor-Heuss-Realschule und neuer Gesamtschule vorzulegen. Dabei sind insbesondere folgende Aspekte zu untersuchen: • die morgendlichen und nachmittäglichen Spitzenbelastungen, • Hol- und Bringverkehre, • der Verkehr der Beschäftigten, • Fuß- und Radverkehr, • Schulwegsicherheit, • die zusätzliche ÖPNV-Nachfrage, • Liefer- und Versorgungsverkehre sowie • die Auswirkungen des Baustellenverkehrs. 4. Alternative und ergänzende Erschließung Die Bezirksvertretung hält es angesichts der bereits heute bestehenden Belastungen für erforderlich, neben der Preußischen Straße auch alternative bzw. ergänzende Erschließungsmöglichkeiten im Rahmen des Verkehrsgutachtens ernsthaft zu prüfen. Dies gilt insbesondere für eine mögliche Anbindung über die Walter-Kohlmann-Straße sowie die Kemminghauser Straße. 5. Konsequenzen aus den Fachgutachten und erneute Befassung Die Bezirksvertretung erwartet, dass die Ergebnisse der noch laufenden Fachgutachten nicht lediglich dokumentiert, sondern erkennbar in die konkrete Planung einfließen. Sollten sich insbesondere hinsichtlich Klima- und Kaltluftfunktionen, Natur- und Artenschutz, Entwässerung und Starkregen oder Verkehr und Schulwegsicherheit erhebliche Konflikte ergeben, die durch planerische Maßnahmen nicht oder nur unverhältnismäßig gelöst werden können, ist die Bezirksvertretung vor weiteren wesentlichen Umsetzungsschritten erneut zu beteiligen. 6. Transparente Information der Bezirksvertretung Die Ergebnisse der wesentlichen Fachgutachten sowie die daraus abgeleiteten Änderungen und Maßnahmen sind der Bezirksvertretung Eving frühzeitig vorzustellen. Dabei soll insbesondere dargestellt werden: 01545-26/3 Seite 3 • welche klimaökologischen Funktionen der Fläche festgestellt wurden und wie diese planerisch berücksichtigt werden, • welche Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz vorgesehen sind, • wie Versiegelung und Niederschlagswasser bewältigt werden, • wie die verkehrliche Erschließung des Drei-Schulen-Standortes erfolgen soll und • welche alternativen Erschließungsvarianten geprüft wurden. 7. Information der betroffenen Anwohner*innen Die Verwaltung informiert die Öffentlichkeit unter Offenlegung der Planung im Stadtbezirk Eving. Begründung: Die Bezirksvertretung Eving unterstützt die Errichtung einer neuen Gesamtschule im Dortmunder Norden ausdrücklich. Der zusätzliche Schulplatzbedarf ist erheblich; die neue Gesamtschule ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Schullandschaft. Der Standort nördlich des Heisenberg-Gymnasiums ist bereits aufgrund einer vorangegangenen Standortprüfung politisch als Dauerstandort ausgewählt worden. Die DS-Nr. 01545-26 greift diese Entscheidung auf und sieht nach Fertigstellung des Dauerstandortes den Umzug der Gesamtschule an die Preußische Straße vor. Gleichzeitig sind wesentliche planungsrechtliche und fachliche Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Die Verwaltung weist selbst darauf hin, dass die Planungsverfahren grundsätzlich ergebnisoffen sind und die weitere Planung auf Grundlage der fachlichen Untersuchungen und der abzuwägenden Belange erfolgt. Gerade deshalb ist es aus Sicht der Bezirksvertretung erforderlich, bereits jetzt deutlich zu machen, welche Anforderungen an die konkrete Umsetzung des Standortes gestellt werden. Von besonderer Bedeutung ist dabei die klimaökologische Funktion der Fläche, Natur- und Artenschutz sowie die verkehrliche Situation. Die zusätzliche Gesamtschule wird gemeinsam mit den bereits vorhandenen Schulen einen großen Drei-Schulen-Standort bilden. Eine sichere und leistungsfähige Erschließung darf daher nicht erst nach Abschluss der Hochbauplanung betrachtet werden, sondern muss ein wesentlicher Bestandteil der Standortentwicklung sein. Die Bezirksvertretung verbindet ihre Unterstützung für die neue Gesamtschule und den ausgewählten Planungsstandort deshalb mit der Erwartung, dass die Ergebnisse der laufenden Gutachten konsequent in die weitere Planung einfließen und gegebenenfalls zu Anpassungen bei Gebäudeanordnung, Freiraumgestaltung, ökologischen Maßnahmen und Verkehrserschließung führen.

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