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Antrag der AfD-Ratsfraktion: Instandsetzung Kaiserswerther Straße. Besserer Lärmschutz! Besseres Image! Mehr Sicherheit! Denkmalverträglich!
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stadt Duesseldorf |
| Datum | 2026-09-14 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die AfD-Ratsfraktion beantragt, dass die Verwaltung unverzüglich Maßnahmen zur Instandsetzung der Kaiserswerther Straße (zwischen Reeser Platz und Freiligrathplatz) ergreift. Grund sind erhebliche Straßenschäden, Lärmprobleme und Sicherheitsgefahren durch abgesacktes Kopfsteinpflaster. Die Fraktion fordert sofortige Reparaturen, denkmalverträgliche Oberflächenbehandlung (Schleifen/Fräsen und Fugenfüllung), Lärmmessungen vor und nach den Arbeiten, Prüfung einer Tempo-30-Anordnung und Priorisierung im städtischen Katalog. Ein Beschluss wird im Text nicht dokumentiert.
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Dokument
Extrahierter Text
RAT/485/2026
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 26.08.2026
An den
Vorsitzenden des Rates
der Landeshauptstadt Düsseldorf
Herrn Oberbürgermeister Dr. Keller
Betrifft:
Antrag der AfD-Ratsfraktion: Instandsetzung Kaiserswerther Straße. Besserer Lärmschutz!
Besseres Image! Mehr Sicherheit! Denkmalverträglich!
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beauftragt die Verwaltung, unverzüglich
Maßnahmen zur Beseitigung der erheblichen Straßenschäden, Lärm- und Gefahrenquellen
auf dem Abschnitt der Kaiserswerther Straße zwischen Reeser Platz und Freiligrathplatz zu
ergreifen und dabei gleichzeitig eine spürbare Lärmreduktion zu erreichen. Hierzu wird die
Verwaltung insbesondere beauftragt:
1. Sofortige Sicherung und Reparatur. Die akuten Gefahrenstellen (Absackungen,
Schlaglöcher, stark herausstehende, auch fehlende Steine) müssen sofort beseitigt oder
ersetzt werden.
1. Denkmalverträgliche und günstige Verbesserung. Bei den Ausbesserungsarbeiten
soll eine Kombination aus gezieltem Schleifen oder Fräsen der Pflasteroberfläche (um
Höhenunterschiede auszugleichen) und fachgerechter Reinigung und dauerhafter
Verfüllung der Fugen durchgeführt werden. Diese Verfahren erhalten das historische
Aussehen und die Substanz des denkmalgeschützten Pflasters. Sie machen die Straße
deutlich ebener und besser befahrbar. Sie verringern spürbar den Abroll-Lärm.
2. Prüfung einer vollständigen, vorgezogenen Sanierung, falls die oben genannten
Maßnahmen die Gefahren und den Lärm nicht ausreichend beseitigen.
3. Begleitende Lärmmessung. Vor und nach den Maßnahmen sollen Lärmmessungen
gemacht werden, um die Geräuschreduktion zu dokumentieren.
4. Prüfung einer ganztägigen Tempo-30-Anordnung. Zurzeit gilt auf dem gesamten
Abschnitt Tempo 30. Nach der Sanierung sollte – unter Berücksichtigung der
Lärmmesswerte vor und nach der Sanierung – geprüft werden, ob das Tempolimit ganz
oder teilweise zurückgenommen werden kann. Es wäre ein Kompromiss zwischen dem
öffentlichen Bedürfnis nach Mobilität, also einem zügigen Verkehrsfluss am Tage, und
einer Verschonung der Anwohner vor Lärm in der Nacht.
5. Priorisierung. Dieser Abschnitt der Kaiserswerther Straße muss als besonders
dringliche Gefahrenstelle im städtischen Prioritätenkatalog eingestuft werden.
Besonders wegen der Funktion als Messeanfahrt und der Imagewirkung für die Stadt.
Eine instandgesetzte Kaiserswerther Straße ist nicht nur eine Straße ohne größere
Gefahrenquellen, sie ist dann auch Aushängeschild der Stadt.
Begründung:
A) Sachverhalt
Der Abschnitt der Kaiserswerther Straße zwischen Reeser Platz und Freiligrathplatz hat ein
denkmalgeschütztes, historisches Kopfsteinpflaster. An vielen Stellen ist das Pflaster –
teilweise bis zu 8 cm – abgesackt (siehe beigefügte Bilder). Dadurch ist die Fahrbahn sehr
uneben und die Oberfläche zudem bei Regen sehr rutschig geworden. Insbesondere für
Motorrad- und E-Scooter-Fahrer ist hier bereits eine große Sturz- und Rutschgefahr
erwachsen, welche durch eine weitere Verschlechterung des Straßenzustandes beständig
weiter zunimmt.
Fahrer, die heute über diesen Straßenabschnitt fahren, fühlen sich durch Lärm und Gerüttel
in die 1950er Jahre zurückversetzt. Unter diesem Lärm leiden die Anwohner jedoch
dauerhaft. Und obwohl das Tempolimit auf 30 km/h gesenkt wurde, hilft dies tatsächlich nur
sehr wenig. Es verlangsamt zwar zunächst mögliche Unfälle, stoppt aber nicht das weitere
Absacken der Straße und den Lärm. Im Endeffekt ist es nur eine verkehrspolitische
Kosmetik.
B) Problemlage
Das ist zu erwarten, wenn nichts getan wird und das Pflaster weiter absackt:
Erhöhtes Unfallrisiko, insbesondere für Zweiradfahrer (Motorräder, E-Scooter,
Fahrräder): Bei Nässe wird das ohnehin unebene und teilweise abgesackte
Kopfsteinpflaster stark rutschig. Ausweich- oder Bremsmanöver können dadurch
erschwert oder unkontrollierbar werden.
Zusätzlich besteht die Gefahr von Fahrzeugschäden (Reifen, Fahrwerk, Aufhängung)
durch die tiefen Absackungen, herausstehenden oder fehlende Steine.
Bei weiterem Absacken des Pflasters steigen sowohl das Rutschrisiko als auch die
Reparaturkosten an.
Wichtig: Die Kaiserswerther Straße ist eine wesentliche Zufahrt zur Messe Düsseldorf. Als
Messestadt leidet das Image der Stadt, wenn Gäste, Aussteller und internationale Besucher
über dieses schlechte, laute und gefährliche Pflaster fahren müssen. Der Zustand der Straße
ist also nicht nur ein Problem für Anwohner und die Sicherheit. Er schadet auch dem
Ansehen und der Standortqualität von Düsseldorf. Möglicherweise steht bei weiterer
Verschlechterung sogar eine Sperrung von Straßenabschnitten an, will die Stadt ihrer
Verkehrssicherungspflicht genügen.
C) Lösungsvorschläge
Für das Kopfsteinpflaster besteht Denkmalschutz. Ein vollständiger Austausch oder eine
Asphaltierung ist deshalb rechtlich problematisch. Es gibt allerdings erprobte,
denkmalverträgliche und relativ günstige Verfahren (Oberflächen-Schleifen/Fräsen
kombiniert mit fachgerechter Fugenfüllung). Ggf. können die denkmalschutzrechtlichen
Einengungen durch das begründete öffentliche Interesse hier zumindest partiell gelockert
werden. Diese Vorgehensweise wurden in anderen Städten bereits erfolgreich angewendet
(Berlin, Eichwalde, Weimar). Derartige Maßnahmen:
erhalten die historische Substanz und das Aussehen,
beseitigen die akuten Sicherheitsrisiken,
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reduzieren den Lärm spürbar,
verhindern weiteres Absacken und damit höhere Folgekosten,
sind im Vergleich zu einer vollständigen Erneuerung wirtschaftlich und schnell
umsetzbar.
Die von uns vorgeschlagenen Instandsetzungsmaßnahmen bringen die Interessen des
Denkmalschutzes mit den Anforderungen der Verkehrssicherheit, des Lärmschutzes und des
städtischen Images auf relativ kostengünstige Art in Einklang.
Mit freundlichen Grüßen Für die Richtigkeit:
Gerhard Hildebrandt Thomas Krabbe
Ratsherr
AfD-Ratsfraktion Düsseldorf
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