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Prüfung und Einrichtung geeigneter Maßnahmen der Stadt Herford gegen Gewalt an Frauen und Kindern.
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stadt Herford |
| Datum | 2026-09-28 geplant |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, die Verwaltung zu beauftragen, Präventionsmaßnahmen gegen Gewalt an Frauen und Kindern zu prüfen. Dies umfasst die Analyse vorhandener Schutzstrukturen, die Klärung von Zuständigkeiten zwischen Stadt und Kreis Herford, die Identifikation zusätzlicher Kooperationsmöglichkeiten und die Finanzierungsmöglichkeiten einschließlich Fördermittel. Der Sozialausschuss soll laufend informiert werden. Hintergrund ist die hohe Dunkelziffer nicht angezeigter Fälle häuslicher Gewalt in Deutschland.
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Dokument
Extrahierter Text
Ratsfraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Herford
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Antrag A/56/2026 1. Ergänzung
Prüfung und Einrichtung geeigneter Maßnahmen der Stadt Herford gegen
Gewalt an Frauen und Kindern.
Beschlussvorschlag:
Der Sozialausschuss der Stadt Herford beschließt:
Die Verwaltung wird beauftragt,
1.) Zu prüfen:
- welche präventiven Maßnahmen die Stadt Herford ergreifen kann, um
Frauen und Kinder vor häuslicher und sonstiger Gewalt zu schützen sowie
Unterstützungsstrukturen für Betroffene zu optimieren,
- wie die jeweiligen Zuständigkeiten zwischen der Stadt Herford und dem
Kreis Herford im Bereich Prävention, Schutz von Frauen und Kindern bei der
Umsetzung geplanter Maßnahmen verteilt sind und koordiniert werden
können,
- welche zusätzlichen geeigneten Maßnahmen und Kooperation für die Stadt
im Bereich Prävention, Aufklärung und Sicherheit, durch Beteiligung weiterer
Akteure ggf., außerhalb der kommunalen Selbstverwaltung, realisierbar sind,
- welche Mittel zur Finanzierung der Maßnahmen zur Verfügung gestellt
werden und welche Fördermittel zur Realisierung des Projektes zu beantragt
werden können,
2.) zeitnah den zuständigen Gremien laufend den Sachstand
mitzuteilen.
Erläuterungen
Die aktuelle Dunkelfeldstudie „LeSubia“ des Bundeskriminalamtes zu Lebenssituation,
Sicherheit und Belastung im Alltag zeigt eine hohe Zahl nicht angezeigter Taten und
deutliche Lücken beim Schutz von Betroffenen – insbesondere bei Gewalt in (Ex-
)Partnerschaften.
Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist in Deutschland weiterhin ein unterschätztes
gesellschaftliches Problem ist. Weniger als fünf Prozent der Fälle partnerschaftlicher
Gewalt werden angezeigt.
Ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen Clarenstraße 22, 32052 Herford
Tel.: 05221/50607 Fax: 05221/56731
E-Mail: [email protected] www.gruene-herford.de
Antrag der Grünen-Fraktion Seite 2
Gewaltschutz muss früher ansetzen. Dafür braucht es eine abgestimmte
Gesamtstrategie mit klarem Fokus auf Prävention.
Präventionsprojekte, fördern Aufklärungsarbeit und stärken Netzwerke zwischen
Zivilgesellschaft, Politik und Institutionen, um Gewalt möglichst frühzeitig
vorzubeugen.
Beispielsweise:
- Schulsozialarbeit
- frühkindlicher Bildung - Abbau von Geschlechterstereotypen und Emotionsregulation
- Jungenarbeit / junge Männer - Konzepte von Männlichkeit, Dominanz,
Überlegenheitsvorstellungen, Miyogynie
- Täterarbeit
Das alles kann stattfinden in Kitas, Schulen, Jugendzentren, Sportvereinen usw. also
dort, wo sich die Zielgruppen regelmäßig aufhalten.
Wir halten es weiter für sinnvoll, Partner mit vergleichbarem Zugang zum Themenfeld
zu suchen, ggf. Kontakt zur Uni Bielefeld/Fachhochschule aufzunehmen zur Abklärung
eines projektbezogenen Engagements, zB. die Beauftragung einer Master-
/Bachelorarbeit zur Verbesserung des präventiven Gewaltschutzes.
Maßnahmen müssten systematisch in Bildung, Behörden, Justiz, Gesundheitswesen
und Gesellschaft verankert werden.
Gewalterfahrungen und deren Folgen betreffen die gesamte Gesellschaft - sie gehen
uns alle an, damit auch den Sozialausschuss der Stadt Herford.
Wir halten es für sinnvoll, über die Verwaltungszuständigkeiten der Stadt und des
Kreises Herford hinaus, eine Zusammenarbeit zu prüfend und ggf. gemeinsam zu
handeln.
Eine Abklärung der möglichen Kooperation mit dem Kreis Herford und weiteren
Akteuren, auch außerhalb der kommunalen Selbstverwaltung vermeiden Doppelungen
und können Ressourcen effizient einsetzen, um zeitnah wirksame Maßnahmen zu
realisieren. Die beantragte Auskunft ermöglicht eine fundierte
Entscheidungsgrundlage für politische Beschlüsse und konkrete
Umsetzungsplanungen.
Anlage(n)
Beschl.Vorschlag Sozialausschuss 5.26
Text aus PDF extrahiert