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Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU und FDP: Interkulturelle Bildungsassistenz in Hannover verstetigen, vereinheitlichen und Sichtbarkeit stärken (Drucks. Nr. 1370/2026)
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Hannover |
| Datum | 2026-09-17 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
CDU und FDP beantragen, dass die Verwaltung ein Konzept zur dauerhaften Verstetigung der interkulturellen Bildungsassistenz an hannoverschen Schulen vorlegt. Dieses soll einheitliche Standards für Vergütung, Aufgabenprofile und Qualität entwickeln, die bisherige projektbezogene Förderung in sichere Finanzierung überführen und das Land Niedersachsen zur Mitfinanzierung bewegen. Die Ergebnisse mit Umsetzungs- und Finanzierungsvorschlag sollen bis zum Beginn der Doppelhaushaltsberatungen 2027/2028 vorliegen.
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Dokument
Extrahierter Text
CDU-Fraktion im Rat der Landeshauptstadt Hannover
FDP-Fraktion im Rat der Landeshauptstadt Hannover
12.06.2026
In den Schul- und Bildungsausschuss
In den Ausschuss für Integration, Europa und internationale Kooperation
In den Ausschuss für Haushalt, Finanzen, Rechnungsprüfung,
Feuerwehr und öffentliche Ordnung
In den Verwaltungsausschuss
In die Ratsversammlung
An t r ag gemäß § 34 der Geschäftsordnung
des Rates der Landeshauptstadt Hannover
Interkulturelle Bildungsassistenz in Hannover verstetigen,
vereinheitlichen und Sichtbarkeit stärken
Antrag zu beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt,
1. ein Konzept zur dauerhaften Verstetigung der interkulturellen Bildungsassistenz an
den hannoverschen Schulen vorzulegen,
2. hierbei einen einheitlichen Standard für die Beschäftigung und den Einsatz interkultu-
reller Bildungsassistenzen zu entwickeln, insbesondere hinsichtlich
einer angemessenen Vergütung nach Tarif,
klar definierter Aufgabenprofile,
einheitlicher qualitativer Standards sowie
einer stärkeren Sichtbarkeit und Akzeptanz dieser Tätigkeit im schulischen Alltag,
3. zu prüfen und darzustellen, wie die bislang projektbezogene Förderung so weiterent-
wickelt werden kann, dass für die interkulturellen Bildungsassistenzen, die Schulen
und die Träger mehr Planungs- und Finanzierungssicherheit geschaffen wird,
4. gegenüber dem Land Niedersachsen darauf hinzuwirken, dass sich dieses künftig
angemessen an der Finanzierung der interkulturellen Bildungsassistenz beteiligt,
5. dem Rat die Ergebnisse einschließlich eines Umsetzungs- und Finanzierungsvor-
schlags bis spätestens zu Beginn der Beratungen des Doppelhaushalts 2027/2028
vorzulegen.
Begründung:
Interkulturelle Bildungsassistenzen leisten an zahlreichen hannoverschen Schulen einen
wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Bildungssituation von Schülerinnen und Schülern mit
Migrationshintergrund. Sie unterstützen die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen
Schule und Elternhaus, fördern das gegenseitige Verständnis und begleiten Kinder und Fa-
milien im Schulalltag. Damit erfüllen sie eine wichtige Brückenfunktion, die gerade an Schu-
len mit vielfältiger Schülerschaft von großer Bedeutung ist.
Derzeit sind die interkulturellen Bildungsassistenzen an 34 Schulen in Hannover bei unter-
schiedlichen Trägern beschäftigt. Die Finanzierung erfolgt bislang auf Grundlage wiederkeh-
render Zuwendungsanträge, die in regelmäßigen Abständen neu gestellt und bewilligt wer-
den müssen. Diese Struktur führt zu erheblicher Unsicherheit für die Beschäftigten, die Trä-
ger und die betroffenen Schulen. Verlässliche Personalplanung und nachhaltige Strukturen
werden dadurch erschwert.
Hinzu kommt, dass die Rahmenbedingungen derzeit nicht einheitlich ausgestaltet sind. Un-
terschiedliche Beschäftigungsbedingungen, uneinheitliche Aufgabenprofile und fehlende
Standardisierung werden der Bedeutung dieser Tätigkeit nicht gerecht. Es ist daher erforder-
lich, die interkulturelle Bildungsassistenz in Hannover strukturell weiterzuentwickeln, dauer-
haft abzusichern und auf eine einheitliche Grundlage zu stellen.
Ziel muss es sein, für diese wichtige Aufgabe verlässliche und attraktive Rahmenbedingun-
gen zu schaffen. Dazu gehören insbesondere eine tarifgerechte Bezahlung, klar definierte
Zuständigkeiten und eine stärkere institutionelle Verankerung im schulischen Umfeld. Gleich-
zeitig sollte die Landeshauptstadt Hannover darauf hinwirken, dass sich das Land Nieder-
sachsen an den entstehenden Kosten beteiligt. Die Förderung von Bildungsgerechtigkeit, In-
tegration und gelingender Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus ist eine gesamt-
gesellschaftliche Aufgabe und darf nicht allein auf kommunaler Ebene abgesichert werden.
Felix Semper
Vorsitzender
Wilfried H. Engelke
Vorsitzender
Text aus PDF extrahiert