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Prüfung einer sozial gerechteren Ausgestaltung der Elternbeiträge für OGS und Kindertagesbetreuung - Einbringung eines Antrags der Fraktion B90/Die Grünen vom 23.07.2026
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Krefeld |
| Datum | 2026-09-17 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktion B90/Die Grünen beantragt, dass die Verwaltung die Elternbeiträge für OGS und Kindertagesbetreuung prüft. Dabei soll untersucht werden, ob die starren Einkommensstufen gerechter gestaltet werden können, wie niedrige und mittlere Einkommen stärker entlastet und höhere Einkommen stärker herangezogen werden können. Die Verwaltung soll Modellvarianten mit ihren Auswirkungen den Ausschüssen präsentieren. Grund: Die bisherige Beitragsstaffel führt zu Ungleichgewichten und wurde seit 2020 nicht grundlegend angepasst.
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Dokument
Extrahierter Text
Antrag der Fraktion
BÜNDNIS ‘90/DIE GRÜNEN
im Rat der Stadt Krefeld
-öffentlich-
Vorlagennummer
1314/26 A
Krefeld, 23.07.2026
Beratungsfolge Sitzungstermin Beschlussform
Jugendhilfeausschuss - Ausschuss für Kinder, Jugend
17.09.2026 beschließend
und Familie
Ausschuss für Schule und Weiterbildung 24.09.2026 beschließend
Betreff
Prüfung einer sozial gerechteren Ausgestaltung der Elternbeiträge für OGS und Kinderta
gesbetreuung - Einbringung eines Antrags der Fraktion B90/Die Grünen vom 23.07.2026
Beschlussentwurf
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie die Elternbeiträge für die Offene Ganztagsschule so-
wie die Kindertagesbetreuung in Krefeld sozial gerechter und langfristig tragfähig weiterentwickelt
werden können.
Dabei soll insbesondere betrachtet werden:
1. ob die derzeitige Beitragstabelle mit ihren Einkommensstufen in ihrer jetzigen Form weiterhin
sachgerecht ist oder durch ein aktualisiertes Modell ersetzt werden sollte
2. wie Familien mit niedrigen und unteren mittleren Einkommen künftig stärker entlastet werden
können
3. inwieweit höhere Einkommen stärker zur Finanzierung herangezogen werden können, um
die Verteilung der Belastungen ausgewogener zu gestalten
4. ob anstelle starrer Einkommensstufen auch ein geeignetes lineares oder vergleichbar glei-
tendes Berechnungsmodell für Elternbeiträge entwickelt werden kann
5. welche Best-Practice-Beispiele anderer Kommunen für eine sozial ausgewogene, nachvoll-
ziehbare und verwaltungspraktikable Beitragsgestaltung herangezogen werden können.
Die Verwaltung wird gebeten, dem Jugendhilfeausschuss und dem Ausschuss für Schule und Wei-
terbildung geeignete Modellvarianten mit ihren sozialen, finanziellen und verwaltungsorganisatori-
schen Auswirkungen in einer gemeinsamen Sitzung darzustellen.
Drucksache 1314/26 A Seite - 2 -
Begründung
Die derzeitige Ausgestaltung der Elternbeiträge führt in der Praxis zu sozialen Ungleichgewichten,
weil starre Einkommensstufen an den jeweiligen Schwellen zu sprunghaften Belastungen führen
können und damit nicht immer die tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Familien sach-
gerecht abbilden. Gerade für Familien mit niedrigen oder unteren mittleren Einkommen können sol-
che Beitragssprünge besonders belastend wirken, während zugleich zu prüfen ist, ob höhere Ein-
kommen stärker und gerechter an der Finanzierung beteiligt werden sollten.
Hinzu kommt, dass die ursprüngliche Beitragsstaffel und die zugrunde liegende Struktur seit 2020
nicht grundlegend angepasst worden sind, obwohl sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Le-
benshaltungskosten und familiäre Belastungssituationen seither deutlich verändert haben. Vor die-
sem Hintergrund ist es angezeigt, nicht nur einzelne Beitragssätze, sondern die gesamte Systematik
der Beitragserhebung ergebnisoffen zu überprüfen.
Ziel einer solchen Prüfung darf ausdrücklich nicht die Haushaltssanierung sein. Vielmehr soll eine
Neuausrichtung dazu beitragen, die OGS und die Kindertagesbetreuung langfristig verlässlich finan-
zierbar zu machen und die finanzielle Belastung für Familien gerechter zu verteilen.
gez.
Benjamin Zander
Sprecher für den Ausschuss für Schule und Weiterbildung
Julia Paschek
Sprecherin für den Jugendhilfeausschuss
Text aus PDF extrahiert