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Klimagerechtes Bauen bei Kindertagesstätten und Schulen – Sommerlichen Wärmeschutz verbindlich festschreiben und Bestandsgebäude zukunftsfähig machen - Einbringung eines Antrages der Ratsgruppe FREIE WÄHLER vom 02.07.2026

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeKrefeld
Datum2026-09-17
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Ratsgruppe FREIE WÄHLER beantragt, sommerlichen Wärmeschutz bei Neubauten von Kitas und Schulen verbindlich festzuschreiben (u.a. Sonnenschutz, Begrünung, helle Materialien, Natural-Cooling-Wärmepumpen). Die Verwaltung soll zudem ein Konzept für die Nachrüstung bestehender Gebäude erarbeiten und bis März 2027 einen Bericht mit Zustandsbewertung, Maßnahmen, Kosten und Umsetzungsfahrplan vorlegen. Der Betriebsausschuss Zentrales Gebäudemanagement beschließt alle fünf Punkte des Antrags beschließend.

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Rathaus, Zimmer B 40 Antrag der RatsgruppVeon - der-Leyen-Platz 1 FREIE WÄHLER im Rat der Stadt Krefeld -öffentlich- Vorlagennummer 1241/26 A Krefeld, 02.07.2026 Beratungsfolge Sitzungstermin Beschlussform Jugendhilfeausschuss - Ausschuss für Kinder, Jugend 17.09.2026 vorberatend und Familie Betriebsausschuss Zentrales Gebäudemanagement 14.10.2026 beschließend Betreff Klimagerechtes Bauen bei Kindertagesstätten und Schulen – Sommerlichen Wärmeschutz verbindlich festschreiben und Bestandsgebäude zukunftsfähig machen - Einbringung eines Antrages der Ratsgruppe FREIE WÄHLER vom 02.07.2026 Beschlussentwurf Der Betriebsausschuss Zentrales Gebäudemanagement beschließt: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, bei allen zukünftigen Neubauten von Kindertagesstätten und Schulgebäuden den sommerlichen Wärmeschutz als verbindlichen Planungsstandard festzuschrei- ben. 2. Hierzu sind insbesondere folgende Maßnahmen grundsätzlich vorzusehen bzw. im Einzelfall zu prüfen: - außenliegender Sonnenschutz an allen Aufenthaltsräumen, - Dach- und Fassadenbegrünungen, - helle Fassaden- und Dachmaterialien, - ausreichende Dachüberstände, - Verschattung durch standortgerechte Bäume, - kontrollierte Nachtlüftung, - hochwertige Dach- und Fassadendämmung, - geringe Flächenversiegelung und klimaangepasste Außenanlagen, - Einsatz von Wärmepumpen mit passiver Kühlung (Natural Cooling), soweit technisch und wirt- schaftlich sinnvoll. Ratsgruppe Freie Wähler, Rathaus, Von-der-Leyen-Platz 1, 47798 Krefeld Gruppenvorsitzender: Andreas Drabben / stellv. Vorsitzender: Ralf Krings Ratsgruppenbüro: Claudia Ellinghoven Pfennings • Christine Gahbler – Kontakt: Telefon: 02151/86-2070 E-Mail: [email protected] So erreichen Sie uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Straßenbahnlinie 041 – Haltestelle Rathaus/Westwall Drucksache 1241/26 A Seite - 2 - 3. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur schrittweisen Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes in bestehenden Kindertagesstätten und Schulen zu erarbeiten. Dabei sollen ins- besondere Maßnahmen mit einem günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis priorisiert werden. 4. Weiterhin wird die Verwaltung beauftragt, dem Betriebsausschuss Zentrales Gebäudemanage- ment bis zum 31. März 2027 einen Bericht vorzulegen, der - den baulichen Zustand aller städtischen Kitas und Schulen hinsichtlich des sommerlichen Wär- meschutzes bewertet, - notwendige Nachrüstungsmaßnahmen aufzeigt, - deren Kosten abschätzt, - mögliche Förderprogramme von Bund, Land und Europäischer Union benennt sowie - einen Umsetzungsfahrplan mit Prioritäten vorlegt. 5. Bei zukünftigen Bauvorlagen sind die vorgesehenen Maßnahmen zum sommerlichen Wärme- schutz sowie deren Investitionskosten, Folgekosten und langfristige Wirtschaftlichkeit gesondert darzustellen. Begründung Die aktuelle Hitzewelle hat die Defizite vieler kommunaler Gebäude deutlich aufgezeigt. Nach An- gaben der Stadt Krefeld handelt es sich bei den meisten städtischen Kindertagesstätten um nicht klimatisierte Bestandsgebäude. Bereits ab einer Raumtemperatur von 35 °C dürfen Gruppenräume nicht mehr genutzt werden. Im Extremfall müssen Einrichtungen geschlossen werden. Insgesamt verfügen lediglich zwei der 46 städtischen Kitas über eine vollständige Kühlung mittels Wärme- pumpen; 24 Einrichtungen besitzen keinerlei Klimatisierung. Diese Situation macht deutlich, dass Klimaanpassung nicht erst im Gebäudebestand beginnen darf, sondern bereits bei der Planung neuer öffentlicher Gebäude verbindlich berücksichtigt wer- den muss. Nach Einschätzung verschiedener Fachinstitutionen liegen die Mehrkosten eines klimaangepass- ten Neubaus häufig lediglich zwischen zwei und fünf Prozent der Baukosten. Demgegenüber ste- hen erhebliche Einsparungen bei Energieverbrauch, späteren Sanierungen und technischen Nach- rüstungen sowie ein deutlicher Gewinn an Aufenthaltsqualität und Gesundheitsschutz. Besonders wirtschaftlich sind außenliegender Sonnenschutz, Dach- und Fassadenbegrünungen, natürliche Verschattung durch Bäume, helle Baumaterialien und eine intelligente Lüftungsplanung. Ergänzend bieten moderne Wärmepumpen mit passiver Kühlung („Natural Cooling“) eine energie- effiziente Möglichkeit, Gebäude im Sommer deutlich zu temperieren. Angesichts einer Nutzungsdauer öffentlicher Gebäude von regelmäßig mehr als fünf Jahrzehnten wäre es weder wirtschaftlich noch verantwortbar, heute Neubauten zu errichten, die den klimati- schen Anforderungen der kommenden Jahrzehnte nicht gerecht werden. Die Ratsgruppe FREIE WÄHLER ist überzeugt, dass Investitionen in den sommerlichen Wärme- schutz kein Luxus, sondern ein Beitrag zu einer nachhaltigen, wirtschaftlichen und generationen- gerechten Kommunalpolitik sind. Jeder Euro, der heute in klimaangepasstes Bauen investiert wird, vermeidet künftig ein Vielfaches an Sanierungs-, Energie- und Gesundheitskosten. Ziel muss es sein, dass Krefelder Kinder auch während zukünftiger Hitzewellen in einer gesunden und lernför- derlichen Umgebung betreut und unterrichtet werden können. gez: gez: Drucksache 1241/26 A Seite - 3 - Radoslaw Kunysz Andreas Drabben Mitglied im Ausschuss JHA Ratsherr

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