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Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen stärken
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Kassel |
| Datum | 2026-09-16 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt, dass der Magistrat prüft, wie Angebote zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen in Kassel gestärkt und durch kostenfreie oder vergünstigte Kurse erweitert werden können. Dabei sollen bestehende Angebote erfasst, Träger und Kooperationspartner identifiziert und Möglichkeiten für altersgerechte, mehrsprachige und barrierefreie Angebote sowie deren Finanzierung geprüft werden. Neben Selbstverteidigungstechniken sollen auch Selbstbehauptung, Gefahrenerkennung und Deeskalation vermittelt werden.
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Dokument
Extrahierter Text
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Telefon 0561 787 1294
Telefax 0561 787 2104
[email protected]
www.GRUENE-Fraktion-Kassel.de
1. September 2026
Vorlage Nr. 101.20.175
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Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen stärken
Antrag
zur Überweisung in den Ausschuss für Bildung, Jugend, Gesundheit und Gleichstellung
Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:
Der Magistrat wird gebeten zu prüfen, wie bestehende Angebote zur Selbstbehauptung
und Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen in Kassel gestärkt und durch
niedrigschwellige, möglichst kostenfreie Angebote ergänzt werden können.
Dabei soll insbesondere geprüft werden,
• welche bestehenden Angebote der Stadt, freier Träger, Vereine und weiterer
Einrichtungen bereits bestehen und wie diese stärker miteinander verknüpft werden
können
• in welchem Umfang zusätzliche kostenlose oder stark vergünstigte Kursplätze
geschaffen werden können
• welche Träger und Kooperationspartner für die Durchführung qualifizierter Kurse
geeignet sind
• wie Angebote für unterschiedliche Altersgruppen geschaffen werden können
• inwieweit mehrsprachige und barrierearme Angebote ermöglicht werden können,
• welche Kosten für ein regelmäßiges Angebot entstehen würden und welche
Finanzierungsmöglichkeiten, insbesondere bestehende Haushaltsmittel und
Förderprogramme, hierfür zur Verfügung stehen.
Dabei sollen neben klassischen Selbstverteidigungstechniken insbesondere
Selbstbehauptung, das Erkennen und Vermeiden von Gefahrensituationen, das Setzen
persönlicher Grenzen, Deeskalation sowie Handlungsmöglichkeiten bei Belästigung und
Übergriffen berücksichtigt werden.
Begründung:
Mädchen und Frauen sollen sich im öffentlichen wie im privaten Raum sicher und
selbstbestimmt bewegen können. Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse
können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Sie vermitteln nicht nur praktische Techniken,
sondern stärken Selbstvertrauen und Handlungssicherheit und unterstützen dabei,
persönliche Grenzen klar zu setzen und zu behaupten.
In vielen Städten sind entsprechende Angebote bereits Teil der kommunalen 2 von 2
Gleichstellungs- und Präventionsarbeit. Auch in Kassel gibt es Angebote verschiedener
Träger und Einrichtungen. Diese sind jedoch nicht immer für alle gleichermaßen zugänglich
– etwa aufgrund von Kosten, begrenzten Plätzen, sprachlichen Barrieren oder fehlender
Bekanntheit.
Selbstbehauptung und Selbstverteidigung können dabei immer nur ein Baustein der
Gewaltprävention sein. Die Verantwortung für Belästigung, Bedrohung und Gewalt liegt bei
denjenigen, die sie ausüben. Gleichzeitig ist es sinnvoll, Mädchen und Frauen zusätzliche
Möglichkeiten an die Hand zu geben, ihre Selbstbestimmung und Handlungssicherheit zu
stärken.
Berichterstatter/-in: Stadtverordnete Pilar Butte
gez. Pilar Butte gez. Eva Koch
Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzende
Antrag Fraktion B90/Grüne Vorlage-Nr. 101.20.175
Text aus PDF extrahiert