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Vertagungsantrag der Fraktion DIE LINKE des TOP 9 "Trägerschaft der Schulsozialarbeit am Städtischen Gymnasium"

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeGütersloh
Datum2026-09-10
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Fraktion Die Linke beantragt die Vertagung von TOP 9 zur Trägerschaftsübernahme der Schulsozialarbeit am Städtischen Gymnasium von SJD – Die Falken zur Caritas. Sie kritisiert, dass aktuelle Mitarbeiter ein erneutes Auswahlverfahren absolvieren müssen und Arbeitsbedinungen sich verschlechtern könnten. Die Fraktion fordert die Verwaltung auf, ein Treffen mit Caritas und allen Fraktionen einzuberufen sowie eine begründete Erklärung für den Trägerwechsel vorzulegen.

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Dokument

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Fraktion Die Linke Gütersloh • Marienfelder Str. 14 • 33 330 Gütersloh Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Gütersloh An den Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses Herrn Carsten Rethage Marienfelder Str. 14 33 330 Gütersloh Berliner Str. 70 Tel: +49 (0) 5241 2112654 33330 Gütersloh Fax: +49 (0) 5241 2112656 Email: [email protected] 09. Sep. 2026 Vertagungsantrag zu TOP 9 im Jugendhilfeausschuss am 10.09.2026 Sehr geehrter Herr Rethage, sehr geehrte Damen und Herren, die Fraktion Die Linke im Stadtrat Gütersloh beantragt die Vertagung des Antrages zur Über- nahme der Schulsozialarbeit am Städtischen Gymnasium Gütersloh. Außerdem wird die Verwaltung beauftragt: 1. Ein Treffen mit der Caritas und aller Fraktionen einzuberufen, um mögliche Missverständnis- se aufzuklären, 2. ein Begründetes Schreiben vorzulegen, wieso der Caritas Verband, außerhalb der Träger- vielfalt, den anderen Trägern bevorzugt wird. Begründung: In der Interessensbekundung der Caritas (siehe S. 37) ist folgender Satz zu finden: „Vor diesem Hintergrund besteht grundsätzlich die Bereitschaft, die derzeit an den Schulen ein- gesetzten Fachkräfte des bisherigen Trägers zu übernehmen, sofern diese Interesse an einer Weiterbeschäftigung beim Caritasverband haben. Voraussetzung hierfür ist die erfolgreiche Teilnahme an einem verkürzten Auswahlverfahren. Dieses dient dazu, die fachliche Eignung festzustellen, die Übereinstimmung mit dem Qualitätsverständnis und den fachlichen Standards des Caritasverbandes zu prüfen sowie die zukünftige Zusammenarbeit innerhalb des multipro- fessionellen Teams vorzubereiten. Dabei werden die bereits erworbenen Erfahrungen in der Schulsozialarbeit ausdrücklich berücksichtigt.“ Für uns bedeutet dies im Umkehrschluss, dass die derzeit bei den SJD – Die Falken Gütersloh beschäftigten Fachkräfte sich erneut auf ihre bisherigen Stellen bewerben müssten und bei Übernahme ebenfalls die Probezeit durchlaufen müssten. Diese Voraussetzung bewerten wir als äußerst kritisch. Aus unserer Sicht ist nicht nachvollziehbar, weshalb Beschäftigte, die be- reits erfolgreich Schulsozialarbeit an den betreffenden Schulen leisten und über entsprechende Erfahrungen verfügen, ihre bisherige Tätigkeit durch ein erneutes Auswahlverfahren absichern müssen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich mit einem Wechsel des Trägers auch die arbeits- vertraglichen Rahmenbedingungen für die Beschäftigten verändern. Es muss aus unserer Sicht gewährleistet sein, dass ein Trägerwechsel nicht zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedin- gungen oder der Vergütung von Beschäftigten führt, die weiterhin dieselbe Arbeit leisten. Grundsätzlich halten wir einen derart weitreichenden Wechsel der Trägerschaft für erklärungs- bedürftig. Die SJD – Die Falken Gütersloh und der Caritasverband unterscheiden sich sowohl in ihrer institutionellen Ausrichtung als auch in ihren pädagogischen und gesellschaftspolitischen Ansätzen deutlich voneinander. Daher erschließt sich für uns bislang nicht, aus welchen kon- kreten Gründen ein Wechsel der Trägerschaft angestrebt wird. Wir erwarten daher eine nachvollziehbare Begründung für die Entscheidung und eine transpa- rente Darstellung der Gründe, die aus Sicht der Verwaltung für einen Wechsel der Trägerschaft sprechen. Dies ist ausdrücklich nicht als Infragestellung der fachlichen Kompetenz der Cari- tas zu verstehen. Vielmehr handelt es sich um ein berechtigtes Interesseunserer Fraktion, um die vorliegende Entscheidung sachgerecht bewerten zu können. Grundsätzlich sind wir bereit, einer Übertragung der Trägerschaft auf einen anderen Träger zuzustimmen, sofern diese fachlich begründet, transparent und im Interesse der Beschäftigten erfolgt. Mit freundlichen Grüßen, Noel Koop Sprecher der Fraktion Die Linke im Jugendhilfeausschuss

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