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Ergänzungsantrag: Generalsanierung der Gesamtschule Süd, Frankenstraße 200 hier: Umsetzung durch das Referat Schulbau im Konzern der Immobilien Management Essen GmbH (IME)
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Essen |
| Eingereicht von | VOLT-PARTEI |
| Datum | 2026-09-16 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Ratsgruppe Volt/Die PARTEI beantragt Ergänzungen zum Beschlussvorschlag der Verwaltung für die Generalsanierung der Gesamtschule Süd. Sie fordert: transparente Kostenberechnung mit ausgewiesenen Risiken, Risikopuffer und verschiedene Kosten-/Terminszenarien, verbindlichen Projekt- und Terminplan beim Baubeginnbeschluss, transparente Vertragsgestaltung mit der IME als Generalübernehmer, Nachtrags- und Änderungsmanagement, Bericht zum laufenden Rechtsstreit, halbjährliche Berichterstattung sowie Einbindung der Schulgemeinde und Bezirksvertretung. Ein Beschluss ist nicht erkennbar.
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Dokument
Extrahierter Text
Antrag Nr. 1464/2026/VOLT-PARTEI
An den Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtentwicklung, Ratsgruppe Volt & Die Partei
-planung und Bauen, Herrn Dr. Hermann Postert Hexentaufe 33, 45134 Essen
Telefon: 017692632203
An den Vorsitzenden des Ausschusses Schule und Bildung, E-Mail: [email protected]
Herrn Dr. Kalipke Webseite: www.vdp-essen.de
An den Vorsitzenden des Haupt-, Finanz- und
Wirtschaftsausschusses sowie den Rat der Stadt Essen,
Herrn Oberbürgermeister Thomas Kufen 31.08.2026
An Vorsitzenden der BV 2, Herrn Bezirksbürgermeister
Grabenkamp
Beratungsfolge Sitzungstermin Zuständigkeiten
Ausschuss für Stadtentwicklung, -planung und Bauen 03.09.2026 Empfehlung
Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss 09.09.2026 Empfehlung
Ausschuss für Schule und Bildung 09.09.2026 Empfehlung
Rat der Stadt Essen 16.09.2026 Entscheidung
Bezirksvertretung für den Stadtbezirk II 17.09.2026 Kenntnisnahme
TOP 14 Ergänzungsantrag: Generalsanierung der Gesamtschule Süd, Frankenstraße 200
hier: Umsetzung durch das Referat Schulbau im Konzern der Immobilien Management Essen
GmbH (IME)
Sehr geehrter Herr Dr. Postert, Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kufen,
Die Ratsgruppe Volt/Die PARTEI beantragt, den Beschlussvorschlag der Verwaltung um fol-
gende Punkte zu ergänzen:
Transparente Kosten- und Risikodarstellung
Die Verwaltung bzw. das Referat Schulbau wird beauftragt, mit Abschluss der HOAI-Leistungs-
phase 4 (Genehmigungsplanung) eine nachvollziehbare Kostenberechnung nach DIN 276 vor-
zulegen und dabei die wesentlichen Kostenrisiken gesondert auszuweisen. Hierzu zählen ins-
besondere:
◦ Risiken aus der Bestands- und Bausubstanz des Gebäudes Frankenstraße 200,
◦ mögliche weitere Schadstoff- und statische Mehrbedarfe über die bereits eingeleitete
Schadstoffsanierung hinaus,
◦ Auswirkungen von Baupreissteigerungen und Inflation,
◦ Risiken aus Genehmigungs- und Vergabeverfahren,
◦ finanzielle und terminliche Folgen aus dem laufenden Rechtsstreit mit dem gekündig-
ten Generalplaner,
◦ sonstige projektrelevante Unwägbarkeiten.
Darstellung von Risikopuffern und Szenarien
Ergänzend zur Kostenberechnung ist ein Risikopuffer für die Haushaltsplanung auszuweisen.
Vorlage Version 2026-05-18
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Soweit möglich, sind unterschiedliche Kosten- und Terminszenarien (Basis-, Real- und Risiko-
szenario) darzustellen, um die finanziellen Auswirkungen möglicher Projektentwicklungen früh-
zeitig bewerten zu können.
Verbindlicher Projekt- und Terminplan mit Baubeginnbeschluss
Der in der Vorlage vorgesehene Baubeginnbeschluss soll dem Rat nicht nur die konkretisierten
Gesamtkosten, sondern zugleich einen aktualisierten Projektzeitplan mit den wesentlichen Mei-
lensteinen sowie den identifizierten Terminrisiken vorlegen. Dabei sind auch die Auswirkungen
möglicher Verzögerungen auf den laufenden Schulbetrieb am Standort Frankenstraße 200 dar-
zustellen.
Transparente Vertragsgestaltung mit der IME als Generalübernehmerin
Vor Beauftragung der IME ist dem zuständigen Fachausschuss darzulegen, in welcher Ver-
tragsform (z. B. Pauschalpreis-, Garantierter-Maximalpreis- oder Selbstkostenerstattungsver-
trag) die Generalübernehmerschaft ausgestaltet wird und wie die Kostenrisiken zwischen Stadt
Essen und IME verteilt werden.
Verbindliches Nachtrags- und Änderungsmanagement
Für Ausführungsänderungen während Planung und Bauausführung wird ein Verfahren festge-
legt, wonach jede wesentliche Abweichung vom genehmigten Entwurf bzw. Leistungsverzeich-
nis vor Beauftragung einer Kostenfolgenabschätzung unterzogen wird. Ab einer noch festzule-
genden Wertgrenze ist vorab die Zustimmung des Fachausschusses einzuholen, um Kosten-
steigerungen durch nachträgliche Ausführungsänderungen frühzeitig zu erkennen und zu be-
grenzen.
Aufarbeitung der bisherigen Vertragsstörung
Die Verwaltung berichtet dem Ausschuss, sobald dies rechtlich unbedenklich möglich ist, über
den Fortgang des Klageverfahrens gegen den gekündigten Generalplaner sowie über die dar-
aus gezogenen Konsequenzen für Auswahl, Eignungsprüfung und Steuerung künftig beauf-
tragter Planungsbüros.
Regelmäßige Berichterstattung und Transparenz
Referat Schulbau und IME berichten dem zuständigen Fachausschuss mindestens halbjährlich
über den Stand des Projektes, insbesondere zu Kostenentwicklung, Zeitplan und wesentlichen
Risiken. Relevante Informationen sollen in geeigneter Form auch der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht werden.
Einbindung der Schulgemeinde und der Bezirksvertretung II
Da die Bezirksvertretung II laut Vorlage lediglich nachträglich Kenntnis erhalten soll, wird die
Verwaltung gebeten, Schulleitung, Kollegium sowie Eltern- und Schülervertretungen frühzeitig
und kontinuierlich in die weitere Planung einzubeziehen und die Bezirksvertretung II bereits vor
der abschließenden Beschlussfassung über den Sachstand zu informieren.
Begründung
Die Ratsgruppe Volt/Die PARTEI trägt die Notwendigkeit einer Generalsanierung der Gesamts-
chule Süd am Standort Frankenstraße 200 mit, da angesichts des hohen Bedarfs an Schulplät-
zen der dauerhafte Erhalt des Standorts im gesamtstädtischen Interesse liegt. Gerade weil die-
ses Projekt bereits eine erhebliche Vorgeschichte hat – die Kündigung des ursprünglichen Ge-
neralplanervertrags, die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen und ein laufendes
Klageverfahren –, ist eine besonders sorgfältige und transparente Steuerung der weiteren Um-
setzung geboten.
Mit der vorgesehenen Übertragung der weiteren Umsetzung an die IME als Generalüberneh-
merin verändert sich die Risikoverteilung im Projekt grundlegend: Die operative Bauherrenver-
antwortung geht von der städtischen Immobilienwirtschaft auf eine städtische Tochtergesell-
schaft über. Damit rücken insbesondere die Vertragsgestaltung mit der IME sowie der Umgang
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mit Ausführungsänderungen während Planung und Bauausführung in den Mittelpunkt der Kos-
tenrisiken – Aspekte, zu denen die Vorlage bislang keine Aussagen trifft.
Angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt Essen, die sich im vorliegenden Fall be-
reits in erheblichen Mittelumschichtungen niederschlägt – von den insgesamt 6,5 Mio. Euro
Gesamtkosten sind rund 2 Mio. Euro bereits für das gescheiterte Vertragsverhältnis verausgabt
worden, weitere 2.644.000 Euro sollen von dem Projekt „Grundschule Moltkestraße Neubau“
umgeschichtet werden –, ist eine belastbare und frühzeitige Kostentransparenz keine Option,
sondern eine Notwendigkeit.
Die vorgeschlagenen Ergänzungen folgen der gleichen Logik, die die Ratsgruppe Volt/Die
PARTEI bereits mit dem Ergänzungsantrag zur Generalsanierung der Villa Rü verfolgt hat:
Kosten- und Terminrisiken sollen so früh wie möglich transparent gemacht, mit Risikopuffern
unterlegt und regelmäßig berichtet werden.
Für die Gesamtschule Süd kommen mit Blick auf die Bauherrenschaft der IME und die bereits
eingetretene Vertragsstörung ergänzende Anforderungen an die Vertragsgestaltung, das
Nachtragsmanagement und die Aufarbeitung der bisherigen Probleme hinzu.
Udo Misiak Mandy Hindenburg Matthias Stadtmann
Text aus PDF extrahiert