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Fraktionsantrag: Bildung eines Arbeitskreises unter breiter öffentlicher Beteiligung zur Erhöhung der Klimaresilienz (SPD-Fraktion)

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeRodenbach
Datum2026-09-22 geplant
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die SPD-Fraktion beantragt die Einrichtung eines zwölfmonatigen Arbeitskreises „Klimaresilienz und Klimaschutz in Rodenbach", der bestehende Maßnahmen des Main-Kinzig-Kreises aufgreifen und auf lokale Gegebenheiten anpassen soll. Der Arbeitskreis mit sechs Gemeindevertretern soll in enger Zusammenarbeit mit Bürgern, Vereinen und Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen zu Themen wie Starkregen, Hitze und Waldbrandgefahr erarbeiten. Ein öffentlicher Workshop soll den Prozess vorbereiten. Nach sechs Monaten folgt ein Zwischenbericht, die Gemeindeverwaltung soll langfristig ein Klimaschutzmanagement prüfen.

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Vorlage an die Gemeindevertretung Rodenbach Amt / Aktenzeichen Datum Drucksache Nr. Bauamt A60 10.09.2026 A 2026/013 Betreff Fraktionsantrag: Bildung eines Arbeitskreises unter breiter öffentlicher Beteiligung zur Erhöhung der Klimaresilienz (SPD-Fraktion) Anlage Originalantrag - Bildung eines Arbeitskreises unter breiter öffentlicher Beteiligung zur Erhöhung der Klimaresilienz (SPD-Fraktion) Beschlussvorschlag 1. Einrichtung eines Arbeitskreises Für die Dauer von 12 Monaten wird ein Arbeitskreis „Klimaresilienz und Klimaschutz in Rodenbach“ eingerichtet. Der Arbeitskreis soll die bereits bestehenden Maßnahmen und Handlungsempfehlungen des „Integrierten Klimaanpassungskonzepts des Main-Kinzig-Kreises“ aufgreifen und deren Weiterentwicklung sowie mögliche Umsetzung auf die örtlichen Gegebenheiten in Rodenbach begleiten. Dabei soll insbesondere: • über die Folgen des Klimawandels und Möglichkeiten der Klimaanpassung informiert werden, • örtliche Bedürfnisse, Erfahrungen und Problemlagen aufgenommen werden, • gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Organisationen und Unternehmen konkrete Handlungsmöglichkeiten und Maßnahmen für Rodenbach entwickelt werden, • bestehende Maßnahmen und Handlungsempfehlungen auf ihre Übertragbarkeit und Priorität für Rodenbach geprüft werden. Schwerpunkte der Arbeit sollen insbesondere die Themen Starkregen, Wasser, Hitze, Waldbrandgefahr, kritische Infrastruktur sowie mögliche individuelle Beiträge der Rodenbacher Bürgerinnen und Bürger sein. Der Arbeitskreis verfügt über kein eigenes Budget. Die Entscheidung über die Umsetzung konkreter Maßnahmen sowie über hierfür erforderliche finanzielle Mittel obliegt ausschließlich der Gemeindevertretung. Zur Tagesordnung des Gemeindevorstandes: Bürgermeister/Beigeordnete(r) Begründung zur Drucksache A 2026/013 Seite 1 2. Zusammensetzung und Unterstützung Dem Arbeitskreis gehören seitens der Gemeindevertretung sechs Mitglieder an. Die Fraktionen werden entsprechend ihrer Stärke in der Gemeindevertretung berücksichtigt. Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, den Arbeitskreis inhaltlich und organisatorisch zu unterstützen. 3. Öffentlicher Workshop Zur Vorbereitung der Arbeit des Arbeitskreises organisiert die Gemeinde einen öffentlichen Workshop unter dem Titel „Klimaresilienz in Rodenbach“. Hierzu sollen Verwaltung, Politik, Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Organisationen, Unternehmen sowie geeignete Fachleute zusammengebracht werden. Der Workshop soll insbesondere folgende Fragen bearbeiten: 1. Welche sind die größten Herausforderungen durch Klimawandel und Klimafolgen für Rodenbach? 2. Wo bestehen konkrete lokale Problemlagen und Handlungsbedarfe? 3. Welche Beiträge können Gemeinde, Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Unternehmen jeweils leisten? 4. Welche Maßnahmen sollten in Rodenbach prioritär angegangen werden? 5. Welche weiteren Akteure und Fachstellen sollten künftig einbezogen werden? Die Gemeinde wird beauftragt, den Workshop möglichst mit vorhandenen personellen und räumlichen Ressourcen durchzuführen. Soweit hierfür eine externe Moderation oder fachliche Unterstützung erforderlich ist, sind die notwendigen Mittel im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel bereitzustellen. 4. Arbeitsauftrag und Bericht Der Arbeitskreis wird beauftragt, auf Grundlage des Workshops und unter Einbeziehung der bestehenden Handlungsempfehlungen des Main-Kinzig-Kreises konkrete Handlungsempfehlungen und Maßnahmenvorschläge für Rodenbach zu erarbeiten. Spätestens nach sechs Monaten sind die bisherigen Ergebnisse und Empfehlungen des Arbeitskreises in einem Zwischenbericht zusammenzufassen. Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt, diesen Bericht um eine fachliche Stellungnahme zu ergänzen und dem zuständigen Ausschuss zur Beratung vorzulegen. Auf Grundlage des Berichts und der fachlichen Stellungnahme soll der zuständige Ausschuss beraten und der Gemeindevertretung gegebenenfalls konkrete Maßnahmen zur weiteren politischen Beratung und Entscheidung empfehlen. Begründung zur Drucksache A 2026/013 Seite 2 5. Dauerhafte organisatorische Verankerung Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt zu prüfen, welche personellen und organisatorischen Voraussetzungen für eine dauerhafte Begleitung der Themen Klimaschutz und Klimaanpassung in Rodenbach erforderlich sind. Sobald es die finanzielle Situation der Gemeinde wieder zulässt, soll insbesondere die erneute Einrichtung eines Klimaschutz- bzw. Klimaanpassungsmanagements geprüft und der Gemeindevertretung hierzu ein Vorschlag vorgelegt werden. Begründung zur Drucksache A 2026/013 Seite 1 Die letzten Wochen und Monate haben deutlich gezeigt, dass der Klimawandel beständig fortschreitet und sich sogar zunehmend beschleunigt. Die Auswirkungen auf unsere Natur sind immens: austrocknende Böden, erhöhte Brandgefahren, schlechtere Ernten, gefährdete Wasserversorgung, Gesundheitsgefahren durch Hitze und Strahlung und vieles mehr. Alleine kann sich eine Kommune wie Rodenbach dem natürlich nicht entgegenstellen. Sie kann aber durchaus signifikante Beiträge zur Erhöhung der Klimaresilienz und zu einem besseren Schutz der eigenen Bürger leisten. Hier sind auch bereits viele lokale Massnahmen ergriffen worden, wie beispielsweise: • Kommunale PV Anlagen zur Stromproduktion für den Eigenverbrauch • Kauf von Elektrofahrzeugen durch die Gemeinde • Umstellung auf LED-Beleuchtung an öffentlichen Wegen und Strassen • Erhöhung der Biodiversität durch insektenfreundliche Blühflächen • Renaturierung des Rodenbachs • Installation von öffentlichen E-Ladesäulen • Vorsorgender Hochwasserschutz durch Starkregengefahrenkarte • Naturnahe Waldbewirtschaftung und Aufforstung mit klimaresistenteren Baumarten • Energetische Optimierung der Kläranlage Diese Maßnahmen gilt es fortzuführen, zu überprüfen und dort, wo es sinnvoll und finanziell möglich ist, weiterzuentwickeln. Gleichzeitig muss ein noch breiteres Bewusstsein für mehr Klimaschutz und damit auch eine höhere Bereitschaft zur individuellen Beteiligung geschaffen werden. Ob Begrünung und Entsiegelung, Regenwassernutzung, Verschattung, Schutz vor Hitze, Photovoltaik oder die natur- nahe Gestaltung privater Flächen – viele Maßnahmen können nicht allein durch die öffentliche Hand umgesetzt werden. Klimaresilienz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie kann nicht mit der Erstellung eines einzelnen Konzeptes abgeschlossen werden, sondern muss dauerhaft begleitet und weiterentwickelt werden. Mit dem Integrierten Klimaanpassungskonzept des Main-Kinzig-Kreises liegt für Rodenbach bereits eine fundierte Grundlage vor. Die vorhandenen Erkenntnisse und Maßnahmen, die auch unter Beteiligung Rodenbachs entstanden, müssen nun gemeinsam mit den Menschen vor Ort weiterentwickelt und mit Leben gefüllt werden. Unser Ziel ist es, die bereits vorhandenen Grundlagen zu nutzen und daraus einen dauerhaften Prozess für Rodenbach zu entwickeln: mehr Prävention, mehr Information und Aufklärung, mehr bürgerschaftliches Engagement und konsequentes Verwaltungshandeln. Nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern kann diese große Aufgabe gelingen.

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