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Fraktionsantrag: Prüfantrag Kinderbürgermeister (FDP-Fraktion)

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeRodenbach
Datum2026-09-17
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die FDP-Fraktion beantragt, dass der Gemeindevorstand prüft, wie ein „Kinderbürgermeister" in Rodenbach implementiert werden kann. Das Amt soll für 10- bis 15-Jährige durch demokratische Wahl für ein Jahr vergeben werden. Aufgaben umfassen die Bewertung von Spielplätzen, Organisation von Veranstaltungen und regelmäßigen Austausch mit dem Bürgermeister. Die Prüfung soll organisatorische, rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen klären, dabei Fördermittel des Bundesprogramms „Demokratie leben!" nutzen und externe Partner wie das Deutsche Kinderhilfswerk einbeziehen.

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Vorlage an die Gemeindevertretung Rodenbach Amt / Aktenzeichen Datum Drucksache Nr. Amt für Familie, Senioren und Soziales A50 01.09.2026 A 2026/011 Betreff Fraktionsantrag: Prüfantrag Kinderbürgermeister (FDP-Fraktion) Anlage Originalantrag - Prüfantrag Kinderbürgermeister FDP-Fraktion) Beschlussvorschlag Der Gemeindevorstand wird beauftragt zu prüfen, unter welchen organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen das Projekt eines „Kinderbürgermeisters“ (m/w/d) in der Gemeinde Rodenbach implementiert werden kann. Hilfestellung gibt es u. a. auf der Seite des „Deutschen Kinderhilfswerks“: Auch die Stadt Erlensee gibt bestimmt gerne Ratschläge, da es dort bereits im 2. Jahr einen Kinderbürgermeister gibt. Dabei sollen insbesondere folgende Eckpunkte Berücksichtigung finden: 1. Zielgruppe und Amtszeit: Das passive Wahlrecht gilt für alle in Rodenbach wohnhaften Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren. Die Wahl erfolgt demokratisch für eine Amtszeit von einem Jahr. 2. Direkte Demokratie & Beteiligung: Zum Wahlverfahren werden alle Kinder und Jugendlichen der entsprechenden Altersklasse in der Gemeinde direkt und persönlich angeschrieben, um ein Höchstmaß an Transparenz und Teilhabe zu sichern. 3. Schulische Einbindung: Die ortsansässige Schule solle aktiv in die Informations- und Vorbereitungsphase der Wahl eingebunden werden, um politische Bildung praxisnah zu vermitteln. 4. Professionelle Begleitung: Das Projekt wird durch die kommunale Jugendarbeit sowie externe Partner (z. B. Kinderschutzbund, große Wohlfahrtsverbände, Deutsches Kinderhilfswerk, etc.) organisatorisch und pädagogisch intensiv begleitet, um die gewählten Vertreter fachlich zu stützen. 5. Austausch mit der Verwaltungsspitze: Es wird eine regelmäßige, strukturierte Besprechung zwischen dem Kinderbürgermeister und dem amtierenden Bürgermeister der Gemeinde Rodenbach festgeschrieben, um den Anliegen der Jugend Gehör zu verleihen. 6. Finanzierung und Budgetierung: Für die Umsetzung des Projekts, einschließlich der Wahlkoordination und jugendgerechter Informationsmaterialien, werden die notwendigen Haushaltsmittel ermittelt. Hierbei soll vorrangig die Inanspruchnahme von Fördermitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ geprüft werden, um den kommunalen Haushalt zu entlasten. Zur Tagesordnung des Gemeindevorstandes: Bürgermeister/Beigeordnete(r) Begründung zur Drucksache A 2026/011 Seite 1 7. Aufgabenbereiche und Kernkompetenzen: Zu den primären Aufgaben des Kinderbürgermeisters sollen insbesondere folgende Tätigkeiten gehören: • Infrastruktur im Blick: Regelmäßige Überprüfung und Bewertung der kommunalen Spielplätze und Freizeitanlagen aus Sicht der Kinder. • Event-Gestaltung: Organisation von altersgerechten Veranstaltungen und Aktivitäten, die den Interessen und dem Spaß der Kinder und Jugendlichen in Rodenbach entsprechen. • Niedrigschwellige Ansprechperson: Einrichtung fester Kommunikationskanäle für die Jugend (z. B. durch einen eigenen physischen Briefkasten im Rathaus und eine offizielle E-Mail-Adresse). • Orientierung schaffen: Federführende Mitwirkung bei der Erstellung und Aktualisierung eines digitalen oder gedruckten Kinderstadtplans für Rodenbach. Begründung zur Drucksache A 2026/011 Seite 1 Gemäß § 4c HGO soll die Gemeinde bei Planungen und Vorhaben, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren, diese in angemessener Weise beteiligen. Hierzu soll die Gemeinde geeignete Verfahren entwickeln und durchführen. Gemäß § 8c HGO können Kindern und Jugendlichen in ihrer Funktion als Vertreter von Kinder- und Jugendinitiativen in den Gremien der Gemeinde Anhörungs-, Vorschlags- und Redemöglichkeiten eingeräumt werden. Die frühzeitige Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an demokratischen Prozessen ist ein wesentlicher Baustein für eine lebendige und zukunftsorientierte Kommunalpolitik. Die FDP-Fraktion sieht im Modell des Kinderbürgermeisters eine zeitgemäße Möglichkeit, junge Menschen für die Mitgestaltung ihres direkten Lebensumfeldes in Rodenbach zu begeistern. Mit der Einführung eines Kinderbürgermeisters schaffen wir eine dauerhafte Plattform, die es jungen Menschen ermöglicht, ihre Interessen direkt, greifbar und wirksam in die Gemeindepolitik einzubringen. Durch das persönliche Anschreiben aller Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren garantieren wir Chancengleichheit und wecken das Interesse abseits klassischer politischer Strukturen. Die enge Verzahnung mit den Schulen bringt die Demokratie direkt in den Alltag der Jugendlichen. Konkrete Aufgaben wie die Überprüfung von Spielplätzen, die Mitgestaltung eines Kinderstadtplans oder das Schaffen eigener Kommunikationswege (wie E-Mail und Briefkasten) zeigen, dass dieses Amt einen praktischen Nutzen für die gesamte Gemeinde stiftet. Dies fördert nicht nur das Verständnis für demokratische Abläufe und die politische Bildung vor Ort, sondern stärkt auch die Identifikation der jüngeren Generation mit ihrer Heimatgemeinde Rodenbach. Damit die Jugendlichen mit ihrer neuen Aufgabe nicht überfordert werden, ist eine kontinuierliche pädagogische Betreuung essenziell. Der direkte Draht zum Bürgermeister über regelmäßige Berichterstattungen stellt sicher, dass die erarbeiteten Ideen (z. B. zur Gestaltung von Freizeitflächen oder sicheren Schulwegen) direkt in die Verwaltung einfließen. Durch die erfolgreichen Praxisbeispiele aus anderen Kommunen, wie der Nachbarstadt Erlensee, wird deutlich, dass ein solches Projekt einen echten Mehrwert für das kommunale Zusammenleben bietet. Ein Prüfantrag ist der richtige Schritt, um die Machbarkeit und die konkreten Rahmenbedingungen für Rodenbach verlässlich zu ermitteln. Langfristig kann aus den gesammelten Erfahrungen ein dauerhafter Kinder- und Jugendbeirat als feste Institution in unserer Gemeinde erwachsen. Finanzierungsvorschlag: Die Kosten des Antrages sind im Rahmen der allgemeinen Verwaltungskosten abgedeckt.

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