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Antrag der Fraktionen von CDU und SUM betr. Entwicklung eines neuen Ortskerns in Marl-Hamm - Aufwertung des Marktplatzes und Sanierungsgebiet "Lutherquartier"
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Marl |
| Datum | 2026-09-17 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
CDU und SUM beantragen, die Verwaltung zu beauftragen, ein Konzept zur Aufwertung des Marktplatzes Marl-Hamm zu erarbeiten und zu prüfen, ob ein Sanierungsgebiet „Lutherquartier/Ortskern" ausgewiesen werden kann. Ziel ist es, den Marktplatz durch Begrünung, Entsiegelung und verbesserte Aufenthaltsqualität zu modernisieren, Förderprogramme zu nutzen und parallel private Gebäudeeigentümer im Umfeld durch Sanierungsanreize zur Investition zu bewegen. Diese Maßnahmen sollen als integrierte städtebauliche Gesamtentwicklung neben dem geplanten Lutherquartier der neuma den Ortskern nachhaltig aufwerten.
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Dokument
Extrahierter Text
CDU Fraktion SUM Fraktion
CDU Fraktion Marl | Lipper Weg 78 | 45770 Marl CDU Fraktion Marl
Vorsitzender:
An den Bürgermeister
Tom Stoltenberg
der Stadt Marl
Herrn Thomas Terhorst Stadthaus 1
Carl-Duisberg-Str. 165
45772 Marl
An den Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtplanung
Herr Thomas Güttel
Telefon 02365 99 26 64 / 43806
Fax 02365 43 80 9
[email protected]
Sitzungsvorlage Nr. 2026/0484
Antrag der Fraktionen von CDU und SUM betr. Entwicklung eines neuen Ortskerns in
Marl-Hamm - Aufwertung des Marktplatzes und Sanierungsgebiet "Lutherquartier"
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Terhorst,
sehr geehrter Herr Güttel,
Die Fraktion CDU und die Fraktion Soziale Union Marl (SUM) beantragen folgenden
Beschlussvorschlag:
1. Sanierung und Aufwertung des Marktplatzes Marl-Hamm
Die Verwaltung wird beauftragt, im Zusammenhang mit der geplanten Entwicklung des
Lutherquartiers durch die Neue Marler Baugesellschaft mbH (neuma) ein Konzept zur
städtebaulichen, gestalterischen und funktionalen Aufwertung des unmittelbar vorgelagerten
Marktplatzes in Marl-Hamm zu erarbeiten.
Ziel soll es sein, den Marktplatz als zentralen öffentlichen Raum des Stadtteils neu zu ordnen,
seine Aufenthaltsqualität deutlich zu verbessern und ihn gestalterisch und funktional mit dem
zukünftigen Lutherquartier zu verknüpfen.
Dabei sind insbesondere Möglichkeiten der Begrünung, Entsiegelung, Möblierung,
Beleuchtung, Barrierefreiheit sowie der Nutzung als Aufenthalts-, Begegnungs- und
Veranstaltungsort zu untersuchen.
Die Verwaltung wird ferner beauftragt zu prüfen, welche Städtebau- und sonstigen
Förderprogramme für die Planung und Umsetzung der Maßnahme in Anspruch genommen
werden können.
2. Vorbereitung eines Sanierungsgebietes „Lutherquartier / Ortskern Marl-Hamm“
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob für das Umfeld der Lutherkirche und des
Marktplatzes die Voraussetzungen für die Durchführung einer städtebaulichen
Sanierungsmaßnahme und den Erlass einer Sanierungssatzung vorliegen.
Hierzu soll ein sinnvoll abgegrenzter Untersuchungsbereich definiert werden, der insbesondere
die Lutherkirche, den Marktplatz sowie die angrenzende Bebauung umfasst.
CDU Fraktion SUM Fraktion
Ziel ist es, parallel zur Entwicklung des Lutherquartiers auch für die privaten
Immobilieneigentümer im unmittelbaren Umfeld Anreize für Investitionen in die
Modernisierung, Sanierung und gestalterische Aufwertung ihrer Immobilien zu schaffen und
damit eine nachhaltige Aufwertung des gesamten inneren Ortskerns von Marl-Hamm zu
erreichen.
3. Integrierte städtebauliche Entwicklung
Die Entwicklung des Lutherquartiers, die Neugestaltung des Marktplatzes und die Aufwertung
des angrenzenden Gebäudebestandes sollen durch die Verwaltung als zusammenhängende
städtebauliche Gesamtmaßnahme betrachtet und planerisch aufeinander abgestimmt werden.
Begründung:
Mit der beabsichtigten Entwicklung des Geländes der Lutherkirche ergibt sich für Marl-Hamm eine
außergewöhnliche städtebauliche Chance.
Die seit längerer Zeit nicht mehr entsprechend genutzte Lutherkirche und ihr Umfeld befinden sich an
einem zentralen Punkt des Stadtteils. Der heutige Zustand wird der Bedeutung dieses Standortes nicht
gerecht und beeinträchtigt die Wahrnehmung des gesamten Umfeldes.
Die neuma ist beauftragt, mit der Kirche einen Erbbaurechtsvertrag abzuschließen und das Gelände
einer neuen Nutzung zuzuführen. Vorgesehen ist insbesondere die Entwicklung von Wohnbebauung;
ergänzend kommen soziale bzw. quartiersbezogene Nutzungen, beispielsweise ein Treffpunkt für
Jugendliche oder ein Café, in Betracht.
Mit der Realisierung dieses Lutherquartiers kann aus einem heutigen städtebaulichen Problembereich
ein neuer Impulsgeber für Marl-Hamm entstehen.
Diese Entwicklung sollte jedoch nicht an der Grundstücksgrenze enden.
Direkt vor dem zukünftigen Lutherquartier liegt der Marktplatz. Wenn an dieser Stelle erhebliche
Investitionen in ein neues Wohnquartier und gegebenenfalls soziale Infrastruktur erfolgen, bietet sich
die Chance, gleichzeitig auch den öffentlichen Raum grundlegend aufzuwerten. Ein modernisierter,
begrünter und attraktiv gestalteter Marktplatz könnte gemeinsam mit dem Lutherquartier einen neuen
Mittelpunkt und Begegnungsort für Marl-Hamm bilden.
Gleichzeitig muss die Entwicklung auf den angrenzenden privaten Gebäudebestand ausstrahlen.
Deshalb soll geprüft werden, ob durch die Festlegung eines Sanierungsgebietes gezielt
Investitionsanreize für die Eigentümer der umliegenden Immobilien geschaffen werden können. Private
Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen könnten so mit der öffentlichen und institutionellen
Investition in das Lutherquartier und den Marktplatz verbunden werden.
Damit würde ein Dreiklang entstehen:
Neues Lutherquartier – neuer Marktplatz – Aufwertung des privaten Gebäudebestandes.
Statt lediglich ein einzelnes Grundstück neu zu entwickeln, besteht damit die Chance, einen zentralen
Bereich von Marl-Hamm insgesamt neu zu ordnen und nachhaltig aufzuwerten.
Das Lutherquartier kann so zum Ausgangspunkt einer umfassenderen städtebaulichen Erneuerung und
zu einem wichtigen Impuls für die zukünftige Entwicklung des Stadtteils Marl-Hamm werden.
Mit freundlichen Grüßen
Tom Stoltenberg Andreas Täuber
Fraktionsvorsitzender CDU Fraktionsvorsitzender SUM
Text aus PDF extrahiert