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Prävention statt Reaktion - Entwicklung eines präventiven Konzepts zur Eindämmung des Eichenprozessionsspinners
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Treptow-Köpenick (Berlin) |
| Datum | 2026-09-17 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
SPD und Die Linke beantragen, dass das Bezirksamt ein präventives Konzept zur Eindämmung des Eichenprozessionsspinners auf bezirklichen Flächen entwickelt und umsetzt. Das Konzept soll natürliche Gegenspieler fördern, biologische Bekämpfungsmethoden einsetzen, ein Monitoring gefährlicher Eichenbestände durchführen und besonders sensible Bereiche schützen. Grund ist die zunehmende Ausbreitung des Spinners durch Klimaveränderungen, die erhebliche Gesundheitsrisiken und wiederholte Sperrungen öffentlicher Grünanlagen verursacht. Ein Beschluss ist aus dem Dokument nicht erkennbar.
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Dokument
Extrahierter Text
Drucksache
der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin
IX. Wahlperiode
Ursprung: Antrag, SPD, Die Linke TOP: 046 / 13.11
Antrag Drs.Nr.: IX/1370
gemäß § 21 (1) b GO
Datum Gremium Sitzung Beratungsstand
17.09.2026 BVV BVV/IX/046
Prävention statt Reaktion - Entwicklung eines präventiven Konzepts zur Eindämmung des
Eichenprozessionsspinners
Die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, ein bezirkliches Konzept zur präventiven Eindämmung und zum
Management des Eichenprozessionsspinners auf bezirklichen Flächen zu entwickeln und umzusetzen.
Dabei sollten insbesondere
die Förderung natürlicher Gegenspieler im Rahmen eines ökologischen Grünflächenmanagements,
der Einsatz biologischer bzw. umweltverträglicher Bekämpfungsmethoden, soweit diese nach
aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand fachlich geeignet, wirksam und rechtlich zulässig sind,
weitere geeignete und umweltverträgliche Präventionsmaßnahmen sowie
eine regelmäßige Erfassung und Bewertung der Befallssituation, beispielsweise durch ein
Monitoring gefährdeter Eichenbestände
berücksichtigt werden.
Das Konzept sollte insbesondere auf den Schutz der Bevölkerung und der Beschäftigten, die frühzeitige
Erkennung und Bewertung von Befallsrisiken, die Verringerung des Befallsdrucks sowie die möglichst
gezielte und effiziente Durchführung notwendiger Bekämpfungsmaßnahmen ausgerichtet sein.
Dabei sollten insbesondere besonders sensible und stark frequentierte Wege und Grünanlagen
berücksichtigt werden.
Bei der Umsetzung sollten Fördermöglichkeiten des Landes Berlin, soweit entsprechende Programme
bestehen, sowie bestehende wissenschaftliche Erkenntnisse und geeignete Kooperationen mit
wissenschaftlichen Einrichtungen und Naturschutzverbänden berücksichtigt werden.
Begründung:
Der Eichenprozessionsspinner breitet sich infolge klimatischer Veränderungen zunehmend aus und stellt
aufgrund seiner Brennhaare eine erhebliche Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung dar. Besonders
betroffen sind Kinder, ältere Menschen sowie Beschäftigte in den Grünflächenämtern. Wiederkehrende
Sperrungen von Spielplätzen, Parks und Wegen beeinträchtigen zudem die Nutzung öffentlicher
Grünanlagen.
IX/1370 Antrag vom: 08.09.2026 Seite: 1/2
Die Bekämpfung erfordert vielfach Maßnahmen nach der Feststellung eines konkreten Befalls. Ein
frühzeitiges und systematisches Vorgehen kann dazu beitragen, Befallsrisiken besser einzuschätzen,
besonders sensible Bereiche zu schützen und notwendige Bekämpfungsmaßnahmen gezielter
einzusetzen.
Ein präventives Management bietet die Möglichkeit, Befallsstärken frühzeitig zu erkennen und Risiken für
die Bevölkerung zu minimieren. Hierzu gehört ein systematisches Monitoring gefährdeter
Eichenbestände, die Förderung natürlicher Gegenspieler sowie die Prüfung geeigneter biologischer und
weiterer umweltverträglicher Bekämpfungs- und Präventionsmaßnahmen nach fachlicher Bewertung.
Mit dem Antrag soll das Bezirksamt daher ersucht werden, eine langfristige, nachhaltige und
wirtschaftliche Strategie zur Prävention und zum Management des Eichenprozessionsspinners zu
entwickeln und schrittweise umzusetzen. Ziel ist es, den Gesundheits- und Umweltschutz im Bezirk zu
stärken, Risiken frühzeitig zu erkennen und die öffentlichen Grünanlagen möglichst dauerhaft sicher
nutzbar zu halten.
Berlin, den 08.09.2026
Vorsitzende der SPD-Fraktion Vorsitzender der Fraktion Die Linke
Paul Bahlmann und Irina Vogt Philipp Wohlfeil
IX/1370 Antrag vom: 08.09.2026 Seite: 2/2
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