Startseite › Eschborn › Antrag
Antrag der Fraktion Die Linke betreffend Wohnen nach dem Frauenhaus - Kooperationsvereinbarung unserer städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWE mit Frauen helfen Frauen Main-Taunus-Kreis e.V.
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Eschborn |
| Datum | 2026-09-17 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktion Die Linke beantragt, dass die Stadt Eschborn ihren Aufsichtsrat bei der Wohnungsbaugesellschaft GWE anweist, eine Kooperationsvereinbarung mit dem Verein „Frauen helfen Frauen Main-Taunus-Kreis e.V." abzuschließen. Ziel ist, Frauen und Kinder nach ihrer Flucht aus dem Frauenhaus schneller in eigenständigen Wohnraum zu vermitteln. Damit sollen blockierte Frauenhausplätze freigegeben werden, da derzeit zwei von zehn Zimmern länger als ein Jahr belegt sind, weil auszugsbereite Frauen keine Anschlusswohnung finden.
Automatisch aus dem Quelldokument zusammengefasst. Wichtige Details bitte immer im Originaldokument unten prüfen.
Dokument
Extrahierter Text
Stadt Eschborn
Stadtverordnetenversammlung
XX. Wahlperiode
Beschlussvorlage Nummer 2026/0043/stv
Eschborn, 08.09.2026
Aktenzeichen:
Beratungsfolge Termin Status
Ausschuss für Jugend, Soziales und Sport 15.09.2026 öffentlich
beschließend
Haupt- und Finanzausschuss 17.09.2026 öffentlich
beschließend
Stadtverordnetenversammlung 24.09.2026 öffentlich
beschließend
Antrag der Fraktion Die Linke betreffend Wohnen nach dem Frauenhaus -
Kooperationsvereinbarung unserer städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWE mit
Frauen helfen Frauen Main-Taunus-Kreis e.V.
Die Stadtverordnetenversammlung möge wie folgt beschließen:
1. Frauen und ihre Kinder, die vor häuslicher Gewalt in ein Frauenhaus geflohen sind,
verdienen unsere uneingeschränkte Unterstützung. Es ist Aufgabe der öffentlichen
Daseinsvorsorge nicht nur deren Notunterbringung in einem Frauenhaus sicherzustellen,
sondern auch Perspektiven für die Rückkehr in einen normalen Alltag zu gewährleisten.
Dazu gehört insbesondere die Bereitstellung von eigenem Wohnraum.
2. Vor diesem Hintergrund ersucht die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat, bei den
städtischen Aufsichtsratsmitglieder unserer Wohnungsbaugesellschaft GWE darauf
hinzuwirken, dass mittels einer Kooperationsvereinbarung mit Frauen helfen Frauen Main-
Taunus-Kreis e.V. eine schnellere Vermittlung von Frauen und ihren Kindern aus dem
Frauenhaus in eigenständigen Wohnraum gelingt.
Begründung:
Frauenhäuser sind zentrale Säulen des Schutzsystems bei häuslicher Gewalt. Das
Frauenhaus des Main-Taunus-Kreises wird vom Verein Frauen helfen Frauen Main-Taunus-
Kreis e.V. betreut. Deutschlandweit fehlen Plätze in den Frauenhäusern, freigewordene Plätze
werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden wieder belegt. Das verdeutlicht wie gravierend
es ist, wenn Plätze in Frauenhäusern nur deswegen blockiert sind, weil auszugswillige Frauen
keine Wohnung finden. Nach Auskunft von Frauen helfen Frauen sind aktuell aufgrund dieser
Situation zwei von zehn Zimmern schon mehr als ein Jahr für Neuaufnahmen blockiert, weil
auszugsbereite Frauen mit ihren Kindern keine Anschlusswohnung finden können.
Hier können wir durch eine bewusste Priorisierung unterstützen und die Versorgungslage
deutlich verbessern. Vergleichbar zum Vorgehen des Landes Hessen bei der Nassauischen
Heimstätte1 soll unsere städtische Wohnungsbaugesellschaft GWE mit Frauen helfen Frauen
eine verbindliche Vereinbarung schließen, die einen schnelleren Übergang aus dem
Frauenhaus in eigenen Wohnraum ermöglicht.
gez.
Olivia Ronneberger
Fraktionsvorsitzende
Text aus PDF extrahiert