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Dringlichkeitsantrag: Klimatisierung der Otto-Schott-Gesamtschule im Rahmen der Hitzeschutzplanung
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Witten |
| Datum | 2026-09-03 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die CDU-Fraktion beantragt, dass die Stadt Witten beim Neubau der Otto-Schott-Gesamtschule energieeffiziente Klimatisierungsmöglichkeiten als Teil eines umfassenden Hitzeschutzkonzepts planerisch berücksichtigt. Zur Begründung verweist die Fraktion auf häufigere Hitzeperioden, die Beeinträchtigung der Lernfähigkeit durch hohe Temperaturen und Gesundheitsrisiken. Die Stadt soll Einsparpotenziale in der bisherigen Planung ermitteln, Fördermittel prüfen und ein ganzheitliches Konzept aus Sonnenschutz, Gebäudehülle, intelligenter Lüftung und energieeffizienter Kühlung entwickeln.
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Dokument
Extrahierter Text
CDU-Fraktion 24.08.2026
An: Bürgermeister Dirk Leistner ggf. Nummer
57 08 26
nachrichtlich
Antrag gemäß Bürgermeister
Ausschussvorsitzende
§ 8 Geschäftsordnung (selbständiger Antrag)
SPD-Fraktion
CDU-Fraktion
AfD-Fraktion
Vorschlag zur Tagesordnung
Fraktion Bündnis 90 / Die
(§ 48 GO iVm § 2 Geschäftsordnung)
Grünen
Die Linke
zur Beratung im: ASUK 03.09.2026, SchulA, HFA und Rat
büPa
Gruppe FDP
Anfrage zur Tagesordnung (§ 10 Abs. 1 Geschäftsordnung)
fraktionslose
Ratsmitglieder
im:
Anfrage an den Bürgermeister (§ 10 Geschäftsordnung)
zur Stellungnahme
Betreff:
Dringlichkeitsantrag: Klimatisierung der Otto-Schott-Gesamtschule im
Rahmen der Hitzeschutzplanung
Inhalt (bei Anträgen gemäß § 47 Abs. 1 oder § 48 Abs. 1 letzter Satz GO ist auch die Dringlichkeit zu begründen)
Beschlussvorschlag
Der Rat der Stadt Witten beschließt, im Rahmen des Neubaus der Otto-Schott-Gesamtschule
die Möglichkeiten einer energieeffizienten Klimatisierung als Bestandteil eines umfassenden
Hitzeschutzkonzeptes zu prüfen und planerisch zu berücksichtigen. Hierzu sind insbesondere
Einsparpotenziale innerhalb der bisherigen Neubauplanung sowie mögliche Fördermittel zu
ermitteln, um die Finanzierung der Klimatisierung zu ermöglichen.
Begründung
Die vergangenen Monate und Jahre haben deutlich gezeigt, dass Hitzeperioden auch in
Deutschland häufiger und intensiver werden. Bei der Planung eines Schulgebäudes mit einer
Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten muss daher bereits heute berücksichtigt werden,
welchen klimatischen Bedingungen Schülerinnen und Schüler sowie Beschäftigte künftig
ausgesetzt sein werden.
Hohe Temperaturen in Klassen- und Fachräumen beeinträchtigen die Konzentrations- und
Leistungsfähigkeit. Müdigkeit, Erschöpfung und Kreislaufprobleme können die Folge sein.
Lernen wird bei großer Hitze zu einer erheblichen Belastung, wodurch Unterrichtsinhalte
schlechter aufgenommen werden können. Gerade in einer Schule, in der Schülerinnen und
Schüler viele Stunden am Tag verbringen, ist ein angemessenes Raumklima daher eine
wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen und einen funktionierenden Schulbetrieb.
Der Neubau der Otto-Schott-Gesamtschule bietet die Möglichkeit, den sommerlichen
Wärmeschutz von Beginn an mitzudenken. Ein nachträglicher Einbau einer Klimatisierung
wäre dagegen mit zusätzlichen Kosten und erheblichen baulichen Eingriffen verbunden.
Deshalb sollte bereits jetzt geprüft werden, welche technische Lösung langfristig die
wirtschaftlichste und effizienteste ist.
Dabei soll ausdrücklich nicht ausschließlich eine klassische Klimaanlage betrachtet werden.
Vielmehr sollte ein ganzheitliches Konzept aus außenliegendem Sonnenschutz, guter
Gebäudehülle, intelligenter Lüftung, Nachtkühlung, gegebenenfalls passiver Kühlung sowie
einer energieeffizienten aktiven Kühlung geprüft werden. Auch die Kombination mit einer
Photovoltaikanlage und einer intelligenten Gebäudesteuerung sollte berücksichtigt werden,
um den zusätzlichen Energiebedarf möglichst gering zu halten.
Neben der Lernqualität geht es auch um den Gesundheitsschutz. Besonders bei
langanhaltenden Hitzeperioden können hohe Raumtemperaturen für Kinder, Jugendliche und
Beschäftigte eine gesundheitliche Belastung darstellen. Eine moderne Schule muss deshalb
nicht nur im Winter beheizbar, sondern auch im Sommer dauerhaft nutzbar sein.
Die hierfür notwendigen finanziellen Mittel sollten nicht allein als zusätzliche Belastung des
Bauprojektes betrachtet werden. Die Verwaltung soll gezielt Spar- und Einsparpotenziale
innerhalb der bisherigen Planung identifizieren und prüfen, ob bestimmte Ausstattungen oder
bauliche Lösungen kostengünstiger umgesetzt werden können, ohne die Qualität, Sicherheit,
Barrierefreiheit oder pädagogische Funktionalität der Schule wesentlich zu beeinträchtigen.
Ergänzend sollen mögliche Förderprogramme geprüft werden.
Ein Schulneubau wird für mehrere Jahrzehnte errichtet. Es wäre daher wirtschaftlich und
ökologisch nicht sinnvoll, heute ein Gebäude zu planen, das bereits in wenigen Jahren
aufgrund zunehmender Hitze technisch nachgerüstet werden muss. Die Klimatisierung bzw.
Kühlung sollte deshalb von Anfang an Bestandteil der Planung sein.
Die Investition in einen wirksamen Hitzeschutz ist damit eine Investition in gute
Lernbedingungen, die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler sowie Beschäftigten und die
Zukunftsfähigkeit der Otto-Schott-Gesamtschule.
Mit Freundlichen Grüßen
CDU-Fraktion Witten
gez. gez. gez.
Volker Pompetzki Regina Fiedler Julian Fennhahn
Fraktionsvorsitzender Ratsmitglied Stv. Fraktionsvorsitzender
Text aus PDF extrahiert