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Antrag der AfD-Fraktion: Hundekotbeutelspender
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Werl |
| Datum | 2026-09-21 geplant |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die AfD-Fraktion beantragt die Installation von insgesamt 9 zusätzlichen Hundekotbeutelspender in allen Ortsteilen der Wallfahrtsstadt Werl, da bislang nur die Kernstadt und einzelne Orte versorgt sind. Die Kosten betragen einmalig rund 5.040 Euro sowie jährlich ca. 9.675 Euro und sollen aus Mehreinnahmen der Hundesteuer finanziert werden. Vor der Standortfestlegung soll eine Veranstaltung mit Hundehaltern durchgeführt werden, um bedarfsgerechte Platzierungen zu ermitteln. Ein Beschluss ist nicht dokumentiert.
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Dokument
Extrahierter Text
Antrag der Fraktion
für die Sitzung des Rates am
x des Betriebsausschusses am 21.09.2026
An den
Bürgermeister der Wallfahrtsstadt Werl
Hedwig-Dransfeld-Straße 23
59457 Werl
oder: [email protected] und [email protected]
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,
die AfD-Fraktion im Rat der Wallfahrtsstadt Werl stellt folgenden Antrag:
Der Betriebsausschuss möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, in allen Ortsteilen der Wallfahrtsstadt Werl
Hundekotbeutelspender einzurichten, sodass künftig in jedem Ortsteil
mindestens ein Spender zur Verfügung steht. In den Ortsteilen Büderich und
Westönnen sollen aufgrund ihrer Größe jeweils zwei Spender vorgehalten
werden.
Daraus ergibt sich folgender Bedarf:
Budberg: 1 zusätzlicher Spender
Büderich: 2 zusätzliche Spender
Hilbeck: kein zusätzlicher Bedarf, ein Spender ist bereits vorhanden
Holtum: 1 zusätzlicher Spender
Mawicke: 1 zusätzlicher Spender
Niederbergstraße: 1 zusätzlicher Spender
Oberbergstraße: 1 zusätzlicher Spender
Sönnern: 1 zusätzlicher Spender
Westönnen: 1 zusätzlicher Spender, ein Spender ist bereits vorhanden
Insgesamt sind damit 9 zusätzliche Hundekotbeutelspender zu beschaffen und
aufzustellen.
Die Verwaltung wird beauftragt, die hierfür erforderlichen Mittel im Haushalt
2027 einzuplanen. Die Gegenfinanzierung erfolgt aus den Mehreinnahmen der
Hundesteuer.
Die Verwaltung wird ferner beauftragt, vor der Festlegung der konkreten
Standorte eine gemeinsame Veranstaltung mit den Hundehaltern der
Wallfahrtsstadt Werl durchzuführen, um gemeinsam die Standorte mit dem
größten Bedarf zu ermitteln. Das Ergebnis ist dem Betriebsausschuss vor der
Beschaffung zur Kenntnis zu geben.
Begründung:
Bislang betreibt der Kommunalbetrieb Werl 16 Hundekotbeutelspender im
Stadtgebiet. Diese befinden sich nahezu ausschließlich in der Kernstadt sowie an
einzelnen besonders frequentierten Orten. In den Ortsteilen besteht dagegen bis
auf Hilbeck und Westönnen kein Angebot. Gerade dort führen Feld-, Wirtschafts-
und Spazierwege sowie Grünflächen jedoch zu einem hohen Hundeaufkommen.
Kosten
Die Verwaltung hat die Kosten in ihrer Antwort vom 27.08.2026 auf die Anfrage
der AfD-Fraktion vom 13.08.2026 wie folgt beziffert:
Anschaffung: 460 Euro je Automat zzgl. rund 100 Euro Montage, also rund 560
Euro je Automat
Unterhaltung: rund 1.075 Euro je Automat und Jahr (Material sowie anteilige
Personal- und Fahrzeugkosten)
Für 9 zusätzliche Spender ergeben sich daraus einmalige Beschaffungskosten
von rund 5.040 Euro sowie laufende Kosten von rund 9.675 Euro pro Jahr. Im
ersten Jahr sind das zusammen rund 14.715 Euro.
Gegenfinanzierung aus der Hundesteuer
Das Aufkommen der Hundesteuer lag in den vergangenen Jahren stabil bei rund
200.000 Euro (2021: 194.176 Euro, 2022: 200.327 Euro, 2023: 202.412 Euro,
2024: 198.480 Euro). Während der Planansatz in den Haushalten 2023, 2024
und 2025 jeweils 200.000 Euro betrug, sieht der Haushaltsplan 2026 einen
Ansatz von 230.000 Euro vor (Haushaltsplan 2026, Seite 530), mithin 30.000
Euro mehr.
Die einmaligen Beschaffungskosten von rund 5.040 Euro und die laufenden
Mehrkosten von rund 9.675 Euro pro Jahr sind damit vollständig aus dieser
Mehreinnahme gedeckt. Selbst nach Umsetzung dieses Antrags binden dann 25
Spender mit rund 26.875 Euro pro Jahr nur etwa 11,7 Prozent des
Hundesteueraufkommens. Derzeit sind es bei 16 Spendern und rund 17.200 Euro
pro Jahr etwa 7,5 Prozent.
Die Hundesteuer ist rechtlich eine allgemeine Gemeindesteuer und damit nicht
zweckgebunden. Politisch ist es jedoch ein Gebot der Fairness gegenüber den
Hundehaltern, einen kleinen Teil des von ihnen aufgebrachten Aufkommens auch
für sie sichtbar einzusetzen.
Beteiligung der Hundehalter bei der Standortwahl
Die Hundehalter kennen die tatsächlich genutzten Gassiwege in ihrem Ortsteil
am besten. Eine gemeinsame Veranstaltung vor der Standortfestlegung stellt
sicher, dass die Spender dort stehen, wo sie wirklich gebraucht werden, und
vermeidet Fehlinvestitionen an wenig frequentierten Stellen. Zugleich erleben die
Bürger unmittelbar, dass sie für die von ihnen gezahlte Steuer eine konkrete
Gegenleistung erhalten.
Wirkung
Der Antrag führt zu einem aufgeräumteren und saubereren Stadtbild auf
Gehwegen, Grünflächen und Wiesen in allen Ortsteilen. Er entlastet die Anlieger
und den Kommunalbetrieb bei der Beseitigung von Verunreinigungen. Darüber
hinaus zeigt er den Hundehaltern in unserer Stadt, dass die von ihnen gezahlte
Hundesteuer einen erkennbaren Nutzen hat und zumindest teilweise auch für
ihre Belange verwendet wird. Die Verantwortung des einzelnen Hundehalters für
die Beseitigung der Hinterlassenschaften seines Tieres bleibt davon
selbstverständlich unberührt. Ein flächendeckendes Angebot an Beutelspendern
macht es jedoch deutlich einfacher, dieser Pflicht auch nachzukommen.
Mit patriotischen Grüßen,
Alexander Trisnow
Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion Werl
Haushaltsrechtliche Auswirkungen sind noch zu prüfen
bzw.
folgende Kompensations-/Deckungsvorschläge:
Einmalig rund 5.040 Euro Beschaffung inkl. Montage sowie rund 9.675 Euro
jährlich Unterhaltung, einzuplanen im Haushalt 2027. Deckung aus den
Mehreinnahmen der Hundesteuer (Planansatz 2026: 230.000 Euro gegenüber
200.000 Euro in den Vorjahren).
1. Ansprechpartner für inhaltliche Rückfragen: Alexander Trisnow
Datum: 02.09.2026
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Unterschrift
Text aus PDF extrahiert