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Sachantrag zu BSA/1143/26: Resolution: Verlässlicher ÖPNV ist Daseinsvorsorge (ersetzt GRÜ/1170/26)
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Saarbrücken |
| Datum | 2026-09-08 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Grünen, CDU und FDP beantragen eine Resolution, in der der Stadtrat feststellt, dass zuverlässiger ÖPNV Daseinsvorsorge ist. Die andauernden Einschränkungen der Saarbahn beeinträchtigen Arbeitsplätze, Schulen, medizinische Versorgung und Einzelhandel. Der Stadtrat erkennt das Streikrecht an, betont aber, dass die Zuverlässigkeit des ÖPNV nicht als Druckmittel dienen darf und schnelle Lösungen erforderlich sind. Der Antrag wurde angenommen.
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Dokument
Extrahierter Text
Datum: 08.09.2026 FRA/1175/26
Antragsteller/-in: Rodriguez Maicas, José Ignacio
Keßler, Alexander
Dr. Isringhaus, Helmut
E-Mail: [email protected]
Beratungsfolge und Sitzungstermine
Gremium Sitzungsdatum Status
Stadtrat der Landeshauptstadt Saarbrücken 08.09.2026 Ö
Betreff:
Sachantrag zu BSA/1143/26: Resolution: Verlässlicher ÖPNV ist Daseinsvorsorge
(ersetzt GRÜ/1170/26)
Beschlussvorschlag:
Der Stadtrat der Landeshauptstadt Saarbrücken stellt fest:
Ein verlässlicher öffentlicher Personennahverkehr ist eine der Grundlagen des alltäglichen
Lebens in unserer Stadt und ein zentraler Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Für
sehr viele Menschen ist die Saarbahn die zentrale Verbindung zu Arbeitsplatz, Schule,
Ausbildung, Studium, Arztterminen und zum gesellschaftlichen Leben – oft ohne eine echte
Alternative.
Ein Angebot, dessen Zuverlässigkeit infrage steht, kann seine Funktion im Gesamtsystem des
Stadtverkehrs nicht erfüllen. Eine erfolgreiche städtische Verkehrspolitik hängt entscheidend
davon ab, wie alltagstauglich und zuverlässig ihre zentralen Mobilitätsangebote sind.
Die andauernden Einschränkungen im Saarbahnverkehr machen dies in aller Deutlichkeit
sichtbar: Beschäftigte erreichen ihre Arbeitsplätze schwerer, Schülerinnen und Schüler und
Auszubildende ihre Bildungseinrichtungen, und Patientinnen und Patienten ihre Termine.
Einzelhandel, Gastronomie und Kultureinrichtungen spüren die sinkende Erreichbarkeit der
Innenstadt. Menschen ohne eigenes Auto tragen die Last dieser Krise dabei überproportional.
Der Stadtrat erkennt an, dass Löhne und Arbeitsbedingungen ausschließlich von den
Tarifparteien selbst vereinbart werden und das Recht zum Arbeitskampf durch das
Grundgesetz garantiert ist. Eine Bewertung der offenen tariflichen Fragen oder ein Einwirken
auf deren Ausgang obliegt nicht dem Stadtrat.
Gleichwohl betont der Stadtrat: Die Zuverlässigkeit des öffentlichen Nahverkehrs darf nicht als
Druckmittel herhalten. Jeder Tag ohne planbaren ÖPNV untergräbt das Vertrauen in genau
dieses Verkehrsmittel. Die gesamte Stadt hat ein berechtigtes Interesse an einer raschen,
tragfähigen und dauerhaften Lösung.
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Seite 2 zur Vorlage Nr. FRA/1175
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Seite 3 zur Vorlage Nr. FRA/1175
Begründung:
Öffentlicher Nahverkehr ist die Basis einer lebenswerten und klimagerechten Stadt. Die
Frage, ob jemand rechtzeitig zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt kommt, darf nicht davon
abhängen, ob gerade gestreikt wird oder nicht.
Wir sagen deshalb ganz klar: Die Fahrgäste dürfen nicht die Leidtragenden sein. Wer über
Monate erlebt, dass der ÖPNV nicht wie gewohnt funktioniert, steigt auf das Auto um und
kehrt womöglich nicht zurück.
José Ignacio Rodriguez Maicas Alexander Keßler
B90/Die Grünen CDU
Dr. Helmut Isringhaus
FDP
Anlagen:
Text aus PDF extrahiert