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Freiraumentwicklungsprogramm der Landeshauptstadt Saarbrücken
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Saarbrücken |
| Datum | 2026-09-08 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Das Amt für Stadtgrün und Friedhöfe der Landeshauptstadt Saarbrücken beantragt die Beschlussfassung des Freiraumentwicklungsprogramms 2.0. Das Programm soll ein multifunktionales, klimaresilientes Freiraumgerüst entwickeln und die Grünversorgung in allen Quartieren verbessern. Es enthält strategische Handlungsempfehlungen für große Freiraumstrukturen, urbane Freiräume im Siedlungsbereich und Siedlungsbereiche mit besonderem Handlungsbedarf. Der Ausschuss und der Stadtrat beschlossen das Programm.
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Dokument
Extrahierter Text
Landeshauptstadt Saarbrücken * 66104 Saarbrücken Dezernat:
Baudezernat
Amt:
Amt für Stadtgrün und
Friedhöfe
Datum: 23.07.2026 VWT/0670/25/1
Aktenzeichen:
E-Mail: [email protected]
Beteiligte
Fachbereiche
Beratungsfolge und Sitzungstermine
Gremium Sitzungstag Status
Ausschuss für Bau, Freiraum und Stadtentwicklung 02.09.2026 N
Stadtrat der Landeshauptstadt Saarbrücken 08.09.2026 Ö
Betreff:
Freiraumentwicklungsprogramm der Landeshauptstadt Saarbrücken
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Bau, Verkehr und Freiraum empfiehlt dem Stadtrat, das
Freiraumentwicklungsprogramm zu beschließen.
Der Stadtrat beschließt das Freiraumentwicklungsprogramm.
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Sachdarstellung:
Der Gremienlauf zum Freiraumentwicklungsprogramm fand mit einer Präsentation in den
Bezirksräten im Rahmen der Anhörung sowie in Umweltausschuss und Ausschuss für Bau,
Verkehr und Freiraum im Juni 2025 statt. Die Präsentation ist der Niederschrift zum
Ausschuss für Bau, Verkehr und Freiraum vom 25.06.25 beigefügt.
Gegenüber dem Stand von Juni 2025 erfährt das Freiraumentwicklungsprogramm
geringfügige redaktionelle Ergänzungen:
- in Kapitel 5 unter Hinweise zur Umsetzung des FEP wird hinsichtlich seiner
Verbindlichkeit gegenüber der Bauleitplanung und städtischen Entwicklungsabsichten
und -konzepten herausgestellt, dass die Belange des FEP adäquat in die
Abwägungsprozesse sämtlicher Interessen einzustellen und untereinander gerecht
abzuwägen sind.
- Strategie- und Maßnahmenplan: das Almet ist umfänglich ein Offenlandgeprägter
Schwerpunktraum am Stadtrand.
Inhaltliche Darstellung des Freiraumentwicklungsprogramm 2.0 für die
Landeshauptstadt Saarbrücken
Das neue Freiraumentwicklungsprogramm hat zum Ziel, ein multifunktionales, robustes und
klimaresilientes Freiraumgerüst zu entwickeln, die Grünversorgung und damit die
Lebensqualität in den Quartieren zu verbessern und mit der Freiraumentwicklung einen
positiven Beitrag zur gesamten Stadtentwicklung zu leisten. Dabei liegt ein Fokus auf einer
Stärkung der Multifunktionalität der Freiräume. Insgesamt stellt das FEP einen strategischen
Handlungsrahmen für die Sicherung, Pflege und Entwicklung der städtischen Freiräume.
Die Leitziele des Freiraumentwicklungsprogramms (FEP) beschreiben stärker als seine
Vorläufer (2008, 2012) die Notwendigkeit und aktuellen Herausforderungen einer integrierten
Freiraumentwicklung:
vorhandene Freiräume sichern, qualifizieren und profilieren als wesentlichen Beitrag
zu einer nachhaltigen und resilienten Stadt- und Quartiersentwicklung sowie zum
Naturschutz und Sicherung und Förderung der Biodiversität
Transformationsprozesse wie Auswirkungen des Klimawandels und des Struktur- und
demographischen Wandels aufgreifen und Impulse für eine Anpassung der
Freiraumpolitik setzen
die Grünraumversorgung in allen Quartieren sicherstellen bzw. verbessern sowie
Freiraumqualitäten und Grünvolumen in den Siedlungslagen fördern
die Multifunktionalität der Freiräume stärken, ebenso ihre Vernetzung untereinander
als auch die Verknüpfung der Siedlungsbereiche mit den Stadträndern und
Prioritäten und Gestaltungsschwerpunkte formulieren vor dem Hintergrund begrenzter
öffentlicher Ressourcen.
Im Teil A des Freiraumentwicklungsprogramms werden auf Basis der Freiraum- und
Siedlungsstrukturtypologien und einer umfassenden Analyse der Funktionalitäten der urbanen
Freiräume eine Bewertung der Freiraumsituation vorgenommen.
Für die Themenfelder Klimaanpassung, Biodiversität und Naturerleben, weitere
Ökosystemleistungen, Naherholung sowie soziale und kulturelle Funktionen wurde die
Flächenkulisse der Freiraumstrukturtypen hinsichtlich der (Mehr-) Funktionalität bewertet.
Anhand der ermittelten Wertigkeit des Freiraumnetzes und der Grünraumversorgung der
Bevölkerung in Verbindung mit der Auswertung soziodemographischer Daten der statistischen
Blöcke (Einwohnerdichte, Altersstruktur), Versiegelungsgrad und der thermischen Situation
am Tag wurden zum einen Handlungsschwerpunkte für die großen Freiraumstrukturen
aufgezeigt und zum anderen Siedlungsbereiche mit besonderem Handlungsbedarf hinsichtlich
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Hitzebelastung, Grünraumversorgung und Siedlungsbereiche mit spezifischen Bedarfen
(mobilitätseingeschränkte Bevölkerungsgruppen) identifiziert.
Für das Planwerk wurden sowohl vorhandene Daten ausgewertet (z.B. Hochwasser- und
Starkregengefahrenkarten) als auch eigene Berechnungen durchgeführt (z. B.
„Physiologische Äquivalente Temperatur“ (PET) als Indikator für das Bioklima - Tagsituation).
Die Ergebnisse bilden die Grundlage für den Strategie- und Maßnahmenplan mit
Handlungsempfehlungen für
1. die großen Freiraumstrukturen:
Saarachse, Blau-grüne Achsen, Das Tor zum Bliesgau, Grüne Stadtrandbereiche,
Multifunktionale Freiräume, Schwerpunkte für Naturerleben und Grüne Stadtwege, Stadtblicke
sowie besondere Orte
2. die urbanen Freiräume im Siedlungsbereich:
Öffentliche Parks- und Grünanlagen, Plätze und Fußgängerzonen, Stadtbildprägende Hänge
und Kuppen sowie sonstige Freiräume
3. Siedlungsbereiche mit besonderem Handlungsbedarf:
Schwerpunkträume mit Anpassung an zunehmende Hitzebelastung, Siedlungsbereiche mit
Handlungsbedarf hinsichtlich der Grünversorgung der Wohnquartiere und Siedlungsbereiche
mit spezifischen Bedarfen infolge eingeschränkter Mobilität.
In den von Hitze besonders betroffenen Siedlungs- und Gewerbegebieten ist besonderen
Wert auf den Erhalt und die Erhöhung von Grünflächen und –volumen zu legen. Dies betrifft
die Innenstadtkerne und die großflächigen Gewerbegebiete Wiesenstraße und Saarterrassen,
Gewerbegebiet Ost mit den sich anschließenden Gewerbeflächen in Brebach und ZF. Die
Prinzipien der wassersensiblen Stadt sind vorrangig hier anzuwenden.
In Wohnquartieren mit einem ermittelten sehr hohen Bedarf an öffentlichen Grünräumen ist
die Grünraumversorgung prioritär zu verbessern. Auch diese sind in erster Linie in den
Innenstadtkernen zu finden.
Für die Umsetzung des Freiraumentwicklungsprogramms ist es von besonderer Bedeutung
inwieweit die Ansätze und Maßnahmenvorschläge des FEP in den
stadtentwicklungspolitischen Konzepten und städtebaulichen Prozessen Berücksichtigung
finden. In erster Linie erfolgt dies im Rahmen der Bebauungsplanung. Der Strategie- und
Maßnahmenplan dient hier zur Einschätzung der Bedeutung der Freiräume, um die Suche
nach geeigneten Bauflächen oder Flächen für neue Infrastruktur zu steuern. Auch ist
ablesbar, welche Ausstattung an blau-grüner Infrastruktur für eine nachhaltige
Siedlungsentwicklung zu integrieren ist.
Neben dem Hauptdokument des Freiraumentwicklungsprogramms (Teil A) werden einzelne
Themenbereiche in den Teilen B-D detaillierter betrachtet. So erfolgt die Vorstellung stadtweit
bedeutsamer Parks und Grünanlagen in Teil B. Teil C gibt einen Überblick über das
Maßnahmenprogramm der einzelnen Stadtteile. Allgemeine Gestaltungsprinzipien für die
öffentlichen Grün- und Freiräume insbesondere vor dem Hintergrund notwendiger
Klimaanpassung sowie Spiel- und Sportangebote werden in Teil D thematisiert.
Nachstehende Punkte wurden in Zusammenhang mit der Planvorstellung erläutert:
Behindertenrelevante Auswirkungen:
Integrationspolitische Auswirkungen:
Seniorenrelevante Auswirkungen:
Nachhaltigkeit:
Ökologie:
Ökonomie:
Soziale Fragen:
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Geschlechtergerechtigkeit:
Globale Auswirkungen:
Beteiligung Betroffener:
Auswirkungen auf den Klimawandel:
Finanzielle Auswirkungen:
Anlagen:
Teil A – C Das Freiraumentwicklungsprogramm der LHS
Die stadtweit bedeutsamen Parks und Grünanlagen – Parkprofile
Maßnahmenschwerpunkte in den Stadtteilen – Stadtteilsteckbriefe
Teil D Gestaltungsprinzipien
Kartenwerk Strategie- und Maßnahmenplan
Text aus PDF extrahiert