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Antrag der CDU-Fraktion: Unterstützung der Ansiedlung einer McDonald"s-Filiale in Oelde
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Oelde |
| Datum | 2026-09-16 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die CDU-Fraktion beantragt, dass die Verwaltung Gespräche mit einem lokalen Investor zur McDonald's-Ansiedlung in Oelde führt und städtische Grundstücke (ca. 4.000 m²) im Gewerbegebiet A2 auf Eignung prüft. Die Verwaltung empfiehlt, den Antrag abzulehnen. Sie begründet dies mit Bedenken bezüglich Müllaufkommen, Verkehrszunahme, Konkurrenz zu lokalen Gastronomiebetrieben, ernährungs- und sozialpolitischen Gründen sowie der ungeeigneten Verkehrsanbindung verfügbarer Grundstücke.
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Dokument
Extrahierter Text
Stadt Oelde
Die Bürgermeisterin
Sitzungsvorlage
B 2026/011/0309
öffentliche Sitzungsvorlage
Federführung
Fachdienst Rats- und Öffentlichkeitsarbeit
Auskunft erteilt Frau Mona Hooge
Telefon 02522 / 72-215
E-Mail [email protected]
Antrag der CDU-Fraktion:
Unterstützung der Ansiedlung einer McDonald's-Filiale in Oelde
Beratungsfolge Zuständigkeit Termin
Planungsausschuss Vorberatung 16.09.2026
Rat Entscheidung 28.09.2026
Beschlussvorschlag
Die CDU-Fraktion beantragt folgende Beschlussfassungen:
Die Verwaltung wird beauftragt,
1. erneut das Gespräch mit dem lokalen Investor hinsichtlich der möglichen Ansiedlung einer
McDonald's-Filiale in Oelde zu suchen,
2. die Möglichkeiten einer konstruktiven Unterstützung des Vorhabens im Rahmen der
rechtlichen und planerischen Möglichkeiten der Stadt Oelde zu prüfen,
3. insbesondere geeignete Grundstücke aus städtischem Eigentum (Größenordnung
ca. 4.000 m²), vorzugsweise im Bereich des Gewerbegebietes A2, auf ihre Eignung für eine
entsprechende Ansiedlung zu untersuchen und
4. dem Investor bei Vorliegen geeigneter Flächen entsprechende Entwicklungsmöglichkeiten
aufzuzeigen bzw. geeignete Grundstücke anzubieten.
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Beschlussempfehlung der Verwaltung
Die Verwaltung empfiehlt, den Antrag der CDU-Fraktion abzulehnen.
Sachverhalt
Am 12.08.2026 stellte die CDU-Fraktion den der Vorlage beigefügten Antrag (Anlage 1).
Stellungnahme der Verwaltung
Die Stadt Oelde begrüßt grundsätzlich geplante Unternehmensansiedlungen am hiesigen
Wirtschaftsstandort. Dabei ist jedoch im Einzelfall abzuwägen, ob ein Vorhaben aus städte-
baulichen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten zum Standort sowie zum
entsprechenden Gewerbegebiet passt und damit den strategischen Anforderungen der Stadt
Oelde entspricht. Das Gewerbegebiet Oelde A2 ist weitestgehend vermarktet. Hinsichtlich des
Unternehmensbesatzes wird konsequent darauf geachtet, dass hier hochwertige und
nachhaltige Ansiedlungen unterstützt und gefördert werden.
Die geplante Ansiedlung einer McDonald‘s-Filiale am dortigen Standort wird verwaltungsseitig
aufgrund folgender Erwägungen mit großen Vorbehalten betrachtet:
Ein zentraler Aspekt ist die zu erwartende Müllsituation. Erfahrungsgemäß kommt es auch
außerhalb des unmittelbaren Grundstücks – insbesondere in angrenzenden Wohngebieten –
zu einer Zunahme von Verpackungsmüll im öffentlichen Raum.
Zudem ist mit einer spürbaren Zunahme des Verkehrsaufkommens zu rechnen. Dies ist
insbesondere bei der Bewertung eines potenziellen Gewerbegrundstücks kritisch zu
betrachten, vor allem bei der Realisierung eines Drive-In-Konzepts.
Ferner besteht mit der Filiale von Burger King bereits ein Angebot der Systemgastronomie in
unmittelbarer Nähe.
Darüber hinaus ergeben sich Bedenken aus ernährungspolitischen Gründen, vor allem im
Hinblick auf die Zielgruppe der Jugendlichen, sowie aus sozialpolitischen Erwägungen
bezüglich der Tarifstruktur und der damit verbundenen Konzentration von Arbeitsplätzen im
Niedriglohnsektor.
Zudem ist ein möglicher Verdrängungsprozess zu prüfen: Lokale, inhabergeführte Restaurants
und Imbisse im Ortskern könnten durch eine Ansiedlung am Stadtrand unter zunehmenden
Wettbewerbsdruck geraten, was einem Entzug von Kaufkraft aus dem Stadtzentrum
entsprechen würde. Dies würde den Bestrebungen, die Innenstadt weiter zu stärken,
zuwiderlaufen. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich hieraus positive Effekte für die
Kaufkraft in der Innenstadt ergeben.
Losgelöst von diesen grundsätzlichen Bedenken wären die noch im A2-Gebiet verbliebenen
Restgrundstücke für dieses Vorhaben kritisch zu sehen.
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Insbesondere das Grundstück des ehemaligen LGS-Bedarfsparkplatzes wird aus verkehrlichen
Gründen als nicht geeignet eingestuft, da die verkehrliche Anbindung über den Kreisverkehr
und die sich daran anknüpfende Erschließung (den Sudbergweg) sichergestellt werden müsste.
Diese Zufahrtsituation ist für eine derartige, hochfrequentierte Ansiedlung ungeeignet.
Die übrigen städtischen Grundstücke befinden sich nicht unmittelbar an der Von-Büren-Allee,
also in sogenannter zweiter oder dritter Reihe, und sind zudem für anderweitige hochwertige
Unternehmemsansiedlungen vorgesehen.
Aus den genannten Gründen stehen aus Sicht der Verwaltung keine passenden kommunalen
Grundstücke für eine McDonald‘s-Ansiedlung im Gewerbegebiet A2 in Oelde zur Verfügung.
Selbstverständlich wird die Verwaltung einem möglichen Investor – wie in allen anderen Fällen
auch – beratend und neutral zur Seite stehen, sofern es um planungs- oder baurechtliche
Fragestellungen bei einer Ansiedlung auf privaten Gewerbegrundstücken geht.
Beschlussempfehlung der Verwaltung
Die Verwaltung empfiehlt aus den dargelegten Gründen, den Antrag der CDU-Fraktion
abzulehnen.
Anlage
Anlage 1 – Antrag der CDU-Fraktion vom 12.08.2026
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