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Hitze-Fahrkarte für Schutzbedürftige sowie interaktive Karte „Kühle Orte für Mainz“ (ÖDP)
Abgelehnt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Mainz |
| Datum | 2026-09-09 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die ÖDP-Fraktion beantragt, dass die Verwaltung prüft, ob eine kostenlose oder stark vergünstigte Hitze-Fahrkarte für besonders hitzegefährdete Personen eingeführt werden kann – gültig an Tagen mit Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes. Zudem soll eine interaktive Karte mit kühlen Orten, Öffnungszeiten und ÖPNV-Anbindung entwickelt werden, ähnlich wie in Wien, Köln und Frankfurt. Die Fraktion schlägt vor, auf den bestehenden Mechanismus des „0-Euro-Samstags" zurückzugreifen, um Verwaltungsaufwand zu minimieren. Der Antrag wurde verworfen.
Automatisch aus dem Quelldokument zusammengefasst. Wichtige Details bitte immer im Originaldokument unten prüfen.
Dokument
Extrahierter Text
ÖDP-Stadtratsfraktion
Mainz
Stadthaus, Zimmer 1.048
Große Bleiche 46 /
Löwenhofstraße 1
55116 Mainz
Telefon: +49 (0)61 31 / 12 42 98
Telefax: +49 (0)61 31 / 12-42 97
Mainz, 31.08.2026
1452/2026
Antrag zur Stadtratssitzung am 09.09.2026
Hitze-Fahrkarte für Schutzbedürftige sowie interaktive Karte „Kühle Orte für Mainz“
Der Stadtrat möge beschließen:
Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen,
1. ob und unter welchen Voraussetzungen eine Hitze-Fahrkarte eingeführt werden
kann: eine kostenfreie bzw. stark vergünstigte Einzel- oder Tagesfahrkarte im
Stadtgebiet Mainz für besonders hitzegefährdete Personengruppen, gültig an
Tagen mit einer Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Die
Fahrkarte soll es den Betroffenen ermöglichen, an solchen Tagen kühle Orte
aufzusuchen sowie notwendige Alltagserledigungen zu erledigen, ohne bei
extremer Hitze weite Strecken zu Fuß zurücklegen zu müssen oder aus
finanziellen Gründen darauf verzichten zu müssen;
2. welcher Personenkreis dafür in Frage kommt, insbesondere MainzPass-
Inhaber:innen sowie – analog zur Definition auf der städtischen Website zu Hitze
in Mainz – weitere besonders gefährdete Gruppen;
3. ob hierfür auf den bereits bestehenden rechtlichen und organisatorischen
Mechanismus des „0-Euro-Samstags" zurückgegriffen werden kann, um den
verwaltungstechnischen Aufwand gering zu halten;
4. mit welchen Kosten zu rechnen ist und welche Fördermöglichkeiten (z. B. über
Landesmittel zur Klimaanpassung) bestehen;
[email protected]
www.oedp-fraktion-mainz.de
5. ob die bestehende Übersicht zu Hitze und kühlen Orten in Mainz
(https://www.mainz.de/microsite/klimaneutral/anpassungen-an-den-
klimawandel/hitze-mainz) um eine interaktive Karte erweitert werden kann,
welche die kühle Orte in Mainz mit Adresse, Öffnungszeiten und ggf. ÖPNV-
Anbindung darstellt – nach dem Vorbild vergleichbarer Angebote in Wien, Köln
und Frankfurt am Main (siehe dazu die in der Begründung beigefügten Links).
Über das Ergebnis der Prüfung ist dem Stadtrat zu berichten.
Begründung:
Extreme Hitze ist eine ernstzunehmende gesundheitliche Gefahr, die bestimmte
Bevölkerungsgruppen besonders stark trifft. Die Stadt Mainz selbst benennt auf ihrer
Website als besonders gefährdet unter anderem Menschen ab 65 Jahren, allein
lebende Pflegebedürftige, Menschen mit akuten oder chronischen Erkrankungen,
Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere, sowie Obdach- und Wohnungslose.
Für viele dieser Personen ist der Zugang zu kühlen Orten nicht selbstverständlich:
Wer sich keine Fahrkarte leisten kann oder aus gesundheitlichen Gründen keine
langen Fußwege zurücklegen kann, bleibt in der Hitze zurück. Genau diese
Erreichbarkeitslücke soll die Hitze-Fahrkarte schließen. Anders als eine reguläre
Monatskarte soll sie bewusst ereignisbezogen wirken und an den Tagen greifen, an
denen der DWD eine Hitzewarnung ausspricht, und ermöglicht dann sowohl den
Weg zu einem kühlen Ort als auch alltägliche Wege (Einkauf, Arztbesuch,
Behördengang), die an Hitzetagen sonst zur Belastung werden.
Ein Vorbild für die rechtliche und organisatorische Umsetzung liefert der bereits
etablierte „0-Euro-Samstag" der Mainzer Mobilität, mit dem die Stadt zeigt, dass
anlassbezogen kostenloser ÖPNV im Stadtgebiet grundsätzlich funktioniert. Die
DWD-Hitzewarnungen liegen tagesaktuell vor und ermöglichen eine planbare,
kurzfristige Aktivierung.
Ergänzend fehlt es in Mainz bislang an einer nutzerfreundlichen, interaktiven
Übersicht kühler Orte, wie sie andere Städte bereits anbieten: Wien
(wien.gv.at/umwelt/coole-zonen), Köln (stadt-koeln.de/artikel/72785/index.html)
und Frankfurt am Main (frankfurt.de/themen/gesundheit/hitze/kuehle-orte). Eine
vergleichbare, leicht auffindbare Karte für Mainz würde die bestehende
Informationsseite sinnvoll ergänzen und wäre zugleich eine gute Hilfe, um
Betroffene dabei zu unterstützen mit der Hitze-Fahrkarte ein konkretes Ziel
anzusteuern.
Dr. Claudius Moseler
Fraktionsvorsitzender
[email protected]
www.oedp-fraktion-mainz.de
Text aus PDF extrahiert