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Antrag AfD-Fraktion "Voltaire- Festival für Demokratie und Pluralismus"

Abgelehnt3 Ja · 14 Nein
TypAntrag
GemeindeLüdenscheid
Datum2026-09-10
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die AfD-Fraktion Lüdenscheid beantragt die Einrichtung eines jährlich stattfindenden „Voltaire-Festivals für Demokratie und Pluralismus" als Großkulturevent. Das Festival soll Vorträge, Theater, Lesungen und Diskussionen zu Demokratie und Pluralismus bündeln, die Städtepartnerschaft mit Romilly-sur-Seine stärken und um Voltaires Geburtstag (21. November) oder Todestag (30. Mai) stattfinden. Die Fraktion begründet den Antrag mit der Notwendigkeit einer kulturellen Rückbesinnung auf offene Debatten und Meinungsfreiheit sowie der historischen Verbindung Voltaires zu Romilly-sur-Seine. Beratung ist für den Kulturausschuss am 10.09.2026 und Abstimmung für die Stadtratssitzung am 12.10.2026 vorgesehen.

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Dokument

Extrahierter Text

Fraktionsgeschäftsstelle Rathausplatz 2 58507 Lüdenscheid Tel.: 02351 / 17-2629 [email protected] www.afd-fraktion-luedenscheid.de Fraktionsvorsitzender Thomas Staubach stellv.Fraktionsvorsitzender Bastian Eichhoff Fraktionsgeschäftsführer Damijan Kaufman An: Herrn Bürgermeister Sebastian Wagemeyer Lüdenscheid, den 08.07.2026 Antrag zur Aufnahme des Tagesordnungspunktes „Einrichtung eines „Voltaire-Festivals für Demokratie und Pluralismus“ als Großereignis für Kultur, Geschichte, Politik, Bildung und Zeitgeschehen mit Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus zur Bereicherung des kulturellen Lebens in Lüdenscheid und in der Region“ zur Beratung in der Sitzung des Kulturausschusses am 10.09.26 und zur Beschlussfassung in der Stadtratssitzung am 12.10.26 Beschlussvorlage: Der Bürgermeister wird beauftragt, ein „Voltaire-Festival für Demokratie und Pluralismus“ in Lüdenscheid zu etablieren, welches - das Kulturleben in Lüdenscheid um Vorträge, Theater, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Kunst und freie Projekte bereichern, - die Städtepartnerschaft mit Romilly-sur-Seine stärken, - die Demokratie und den Pluralismus fördern und hierzu - jährlich um den 21. November, den Geburtstag des großen französischen Denkers Voltaire, oder um den 30. Mai, Voltaires Todestag, stattfinden und - in seiner inhaltlichen Ausgestaltung der Thematik von Demokratie, Pluralismus und politischer Kultur gewidmet sein soll. Begründung: Der Zustand der Demokratie, des Pluralismus und der Debattenkultur in Deutschland wird in unseren Tagen viel diskutiert. Begriffe wie „Cancel-Culture“, „unsere Demokratie“ stehen für eine Trennung zwischen dem „wir“ und „die anderen“, sie stehen nicht für die Dialektik der Positionen auf dem Diskussionsfeld einer zusammengehörigen Gesellschaft, sondern für den Ausschluss der einen oder der anderen Seite nach dem Prinzip „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns.“ - nicht gut für eine Gesellschaft, die ihre Herausforderungen als zusammengehöriges Ganzes angehen und lösen will. So wie das Völkerrecht das Prinzip der „Unteilbarkeit des Primats der Sicherheit“ kennt, also das Prinzip, dass die Sicherheit eines Staates nicht auf Kosten der Sicherheit eines anderen Staates …………………………………w…ww….a…fd…-fr…ak…tio…n…-lu…ed…en…sc…h…eid….d…e…………………Se…it…e 1… v…on… 2 gehen darf, so impliziert der Begriff der Demokratie als solche ebenfalls den Primat der Unteilbarkeit. Demokratie gehört allen. Sie ist das Ergebnis der gleichberechtigten Partizipation der verschiedenen Meinungen und Weltanschauungen. Die Ausdrucksweise „unsere Demokratie“ erscheint vor diesem Hintergrund zumindest diskussionsbedürftig. „Freiheit ist die Freiheit des Andersdenkenden.“, formulierte es Rosa Luxemburg. Der große französische Philosoph und Literat der Aufklärung Voltaire schrieb „Ich bin nicht einverstanden mit dem, was Sie sagen, doch ich würde bis zum Tode dafür kämpfen, dass Sie das Recht haben, es zu sagen.“ Mit anderen Worten: Demokratie setzt die Beteiligung auch Andersdenkender voraus, Demokratie ist, wenn auch der andere mitmachen darf. Um diesen Grundgedanken der offenen Debatte, der Meinungsfreiheit, der Toleranz, aber auch die Kultur der politischen Kontroverse zu fördern, braucht es eine kulturelle Rückbesinnung. Hier setzt das Voltaire-Festival für Demokratie und Pluralismus an. Lüdenscheid hat in Frankreich eine ganz besondere Partnerstadt: Romilly-sur-Seine, etwa 100 Kilometer von Paris. In ihrer Geschichte nannte man diese Stadt auch „Romilly-Voltaire“. Der Grund: Voltaire verstarb im Jahr 1778 in Paris, ein Begräbnis wurde ihm dort jedoch aufgrund seiner religionskritischen Haltung verweigert, so dass ihn Freunde schließlich in Romilly-sur-Seine beisetzten. Erst dreizehn Jahre später, nach der französischen Revolution, wurden seine sterblichen Überreste nach Paris überführt. Diese spannende historische Bewandtnis an sich liefert schon genug Stoff für die Frage nach dem Umgang mit Andersdenkenden. Diesen sehr besonderen Umstand und Zufall, an dem sich verschiedene Begebenheiten und Entwicklungspfade kreuzen, können und sollten die Lüdenscheider nutzen und mit einem in seinem Ausgestaltungspotenzial einzigartigen Voltaire-Festival für Demokratie und Pluralismus ein überregional bekanntes Kulturevent für Theater, Literatur, Geschichte, Diskussion, Streitkultur im Geiste von Demokratie und Pluralismus ins Leben rufen. Ein solches Festival hätte folgende herausragende Vorteile: - Schaffung eines einzigartigen Kulturevents mit einem so noch in Lüdenscheid noch nicht dagewesenen Ausgestaltungspotenzial rund um das Thema Demokratie und Pluralismus von Theater über Lesungen, Vorträge, Diskussionsveranstaltungen bis hin zu musikalischen Darbietungen, das deutschlandweit von sich reden machen und überregional zahlreiche Touristen anziehen würde - Förderung von Demokratie und Pluralismus - Einbeziehung von Vertretern aus Romilly-sur-Seine in das Programm und damit Bereicherung der Aktivitäten im Rahmen der Städtepartnerschaft sowie deren Stärkung - Schaffung eines besonderen Kulturevents im ländlichen Raum - Einbeziehung prominenter Persönlichkeiten aus Politik, Kunst, Kultur, Wissenschaft u Gesellschaft - Förderung des Tourismus und damit positive Impulse für Hotellerie und Gastronomie Die AfD-Fraktion bittet, das besondere Potenzial dieses Antrages für unsere Stadt, aber auch für Demokratie und Pluralismus zu bedenken und wirbt darum, diesen Antrag sachbezogen und über Parteigrenzen und ideologische Hürden hinweg im Interesse und zum Wohle unserer Stadt zu unterstützen. gez. Staubach gez. Eichhoff gez. Kaufman RH Thomas Staubach RH Bastian Eichhoff RH Damijan kaufman AfD-Fraktionsvorsitzender AfD-stellv. Fraktionsvorsitzender AfD-Fraktionsgeschäftsführer …………………………………w…ww….a…fd…-fr…ak…tio…n…-lu…ed…en…sc…h…eid….d…e…………………Se…it…e 2… v…on… 2

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