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Antrag der Fraktion Die Linke - Erarbeitung einer kommunalen Bildungsstrategie für die Bildungslandschaft der Lutherstadt Wittenberg, einschließlich Ortsteile (für Kindertageseinrichtungen und Grundschulen)
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Lutherstadt Wittenberg |
| Datum | 2026-09-09 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktion Die Linke beantragt, dass der Oberbürgermeister eine kommunale Bildungsstrategie für Kindertageseinrichtungen und Grundschulen der Lutherstadt Wittenberg erarbeitet. Grund ist die sinkende Geburtenrate, die zu Kapazitätsauslastungsproblemen, drohenden Kitaschließungen und gefährdeten Schulstandorten führt. Ziel ist eine intakte Bildungslandschaft mit hoher Qualität und gesicherten Bildungsstandorten. Der Antrag wurde zur Beschlussfassung dem Stadtrat vorgelegt.
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Dokument
Extrahierter Text
Lutherstadt Wittenberg
Absender: Antrag Datum:
Fraktion Die Linke im A-004/2026 27.03.2026
Stadtrat Wittenberg
Beratungsfolge: Termin: Status:
Stadtrat 13.05.2026 öffentlich
Betrifft: Eingang Sitzungsbüro:
Antrag der Fraktion Die Linke - Erarbeitung einer 01.04.2026
kommunalen Bildungsstrategie für die
Bildungslandschaft der Lutherstadt Wittenberg,
einschließlich Ortsteile (für Kindertageseinrichtungen
und Grundschulen)
Beschlussvorschlag:
Der Stadtrat der Lutherstadt Wittenberg beschließt:
Der Oberbürgermeister wird beauftragt eine Bildungsstrategie für die Kindertageseinrichtungen und
Grundschulen der Lutherstadt Wittenberg, einschließlich ihrer Ortsteile, zu erarbeiten und dem Stadt-
rat zur Beschlussfassung vorzulegen.
Begründung:
Die Diskussion um die KiTa Boßdorf hat gezeigt, dass die Eltern für ihre Kinder ein stabiles, wohnort-
nahes Kitasystem wollen, dazu gehören gelingende Übergänge von der Krippe in den Kindergarten,
zur Grundschule, in den Hort und in die weiterführenden Schulen.
Dazu gehört die Übernahme eine ganzheitliche Verantwortung für die Bildungsbiografien, in Zusam-
menarbeit der Kitas, Horte, Schulen, Elternhäuser, der Stadtverwaltung und dem Landeschulamt.
Um diesen Anspruch gerecht zu werden, erarbeitet die Stadt Lutherstadt Wittenberg eine kommunale
Bildungsstrategie für die Zukunft.
Warum ist dies aus unserer Sicht notwendig?
Die sinkenden Geburtenraten und damit einhergehenden sinkenden Kinderzahlen sind ein
Alarmsignal für die Bildungsstandorte der Stadt. Diese sind zuerst in den Kitas spürbar.
Bestehende Kapazitäten werden nicht mehr ausgeschöpft.
Absenkung der Arbeitsstunden von Erzieherinnen und Erzieher.
Unwirtschaftlichkeit als Betreiber/Träger einer Kita.
Schließungen von Kitas drohen.
Notwendige Sanierungsmaßnahmen werden nicht mehr umgesetzt.
Junge Fachkräfte wandern ab.
Wegstrecken zur Kita werden länger und unattraktiver für Familien.
Weniger Betreuungsangebot führt zu Unattraktivität der Stadt als Lebensort für junge Familien
oder Menschen in Familienplanung.
Im zweiten Schritt kommt die sinkende Kinderzahl in den Grundschulen und im nächsten Schritt in
den weiterführenden Schulen der Stadt an.
Die Mehrzügigkeit in den Klassenstufen kann nicht gehalten werden.
Die Mindestanzahl für Schülerinnen und Schüler pro Einschulungsjahrgang reicht nicht mehr,
somit sind die Schulstandorte in Gefahr.
Schulleitungsstellen werden nicht mehr ausgeschrieben, wenn die Mindestanzahlen absehbar
nicht erreicht werden.
Notwendige Sanierungen werden nicht mehr vorgenommen.
Aus bisherigem Lehrermangel wird künftig ein Kindermangel.
Unsicherheit bei Eltern, ihre Kinder in der von niedriger Anmeldezahl bedrohten Schule zu
bringen, verschärft das Problem.
Abordnungen der Lehrkräfte können folgen.
Ziel: Eine intakte Bildungslandschaft für die Kinder der Stadt anzubieten. Dazu gehört der Anspruch,
die Bildungsstandorte zu sichern und in den Einrichtungen eine hohe Bildungsqualität zu gewähren.
Wir bitten um Zustimmung zu unserem Antrag.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Uwe Loos Doreen Hainich gez. Petra Henkelmann
Fraktion Die Linke im Stadtrat Lutherstadt Wittenberg
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