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Ergänzungsantrag zur Vorl. 117/2026 "Hitzeaktionsplan für die Gemeinde Isernhagen sowie Prüfung und zeitnahe Umsetzung technischer Kühlsysteme in Kindertagesstätten und Schulen"; Antrag der Gruppe Grüne/PARTEI
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Isernhagen |
| Datum | 2026-09-17 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Gruppe Grüne/PARTEI beantragt, die Gemeindeverwaltung Isernhagen damit zu beauftragen, eine Bestandsanalyse zu Bäumen, Grünflächen und Verschattung durchzuführen. Die Analyse soll Bereiche mit Hitzebelastung identifizieren und der 3-30-300-Regel folgen, wonach drei große Bäume sichtbar sein sollten, Quartiere 30 % Baumkronenanteil erreichen und öffentliche Grünflächen 300 Meter erreichbar sein sollten. Basierend auf den Ergebnissen sollen Maßnahmen wie zusätzliche Bäume, Entsiegelung und Pocket-Parks geprüft werden, um die Hitzebelastung zu mindern.
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Dokument
Extrahierter Text
'202611
Vorlale Nr. /
Nroffentlich
H nichtoffentlich
Gruppe Grune/PARTEI
lsernhagen
Fraktionsvorsitzender.Fabian Peters BMW 90 S1 obvious'
DIE GROWN
MIT TIMM MINTON PDS V 111 DIE ZUMOIOT FOR ISERXMAGENI
lsernhagen den 17.08.2026
Erganzungsantrag zu Von. 117/2026 „Hitzeaktionsplan fur die
Gemeinde lsernhagen sowie Priifung und zeitnahe Umsetzung
technischer Kuhisysteme in Kindertagesstatten und Schulen"
Beschlussvorschlag: Erganzend zu den MaRnahmen in der genannten Vorlage
wird die Gemeindeverwaltung beauftragt, eine Bestandsanalyse zu Baumen,
GrOnflachen, Verschattung und der Erreichbarkeit offentlicher GrOnflachen in der
Gemeinde Isernhagen durchzufOhren oder extern durchfuhren zu lassen. Die
Analyse soil insbesondere folgende Aspekte umfassen:
• die Ermittlung des Baumkronenanteils in den untersuchten Quartieren,
• die Untersuchung der fuRlaufigen Erreichbarkeit offentlicher Grunflachen,
• die Identifikation von Bereichen mit besonderem Handlungsbedarf im
Hinblick auf Hitzebelastung, Versiegelung und mangelnde Verschattung,
Die Ergebnisse der Analyse sind dem zustandigen Fachausschuss vorzustellen
und sollten in den Hitzeaktionsplan einflieRen. Hierfur sind auch
GegenmaRnahmen zu prufen wie insbesondere:
• das Anpflanzen zusatzlicher StraRen- und Alleebaume,
• EntsiegelungsmaRnahmen auf offentlichen Flachen,
• die Entwicklung kleiner offentlicher GrOnflachen (sogenannte Pocket-
Parks),
• die starkere Begrunung offentlicher Platze und Parkflachen,
die Verbesserung der Aufenthaltsqualitat und Verschattung auf
SchulhOfen, Spielplatzen und an Bushaltestellen,
die Sicherung und Weiterentwicklung bestehender GrOnzuge.
Begrtindung: Die Folgen des Klimawandels sind auch in Isernhagen
zunehmend spOrbar. Langere Hitzeperioden, Trockenphasen und haufigere
Extremwetterereignisse stellen die Gemeinde vor neue Herausforderungen.
Besonders altere Menschen, Kinder sowie gesundheitlich vorbelastete Personen
leiden unter anhaltender Hitze. Gleichzeitig fUhren Nachverdichtung und
zunehmende Versiegelung in einzelnen Bereichen dazu, dass die Bedeutung
von Baumen und GrOnflachen weiter zunimmt.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Baume und Grunflachen die
sommerliche Hitzebelastung mindern, die Luftqualitat verbessern, die
Biodiversitat fordern und sich positiv auf Gesundheit und Lebensqualitat
auswirken.
Als Orientierungsrahmen fur eine klimaangepasste Ortsentwicklung gewinnt
international die sogenannte 3-30-300-Regel des Stadtgrunforschers Cecil
Konijnendijk zunehmend an Bedeutung. Die Regel fasst wissenschaftliche
Erkenntnisse zum Zusammenhang von Grunflachen, Gesundheit und
Hitzeschutz in drei leicht verstandlichen Zielen zusammen:
• Von jeder Wohnung, Schule oder jedem Arbeitsplatz aus sollten meiglichst
mindestens drei grogere Baume sichtbar sein.
• Wohnquartiere sollten einen Baumkronenanteil von mOglichst 30 Prozent
erreichen.
• Offentliche Grunflachen sollten moglichst innerhalb eines Fuflwegs von
300 Metern erreichbar sein.
Die 3-30-300-Regel wird international zunehmend von Kommunen als
Orientierungsrahmen fur eine klimaangepasste und gesundheitsfordernde
Ortsentwicklung genutzt. Dabei handelt es sich nicht urn starre Vorgaben,
sondern urn praxisnahe Zielwerte.
Urn zielgerichtete und wirtschaftliche Mallnahmen entwickeln zu konnen, ist
zunachst eine belastbare Bestandsaufnahme erforderlich. Die Ergebnisse sollen
bestehende Klimaanpassungsmagnahmen erganzen und eine fundierte
Grundlage für zukCinftige Planungen schaffen.
lnsbesondere bei neuen Wohngebieten und graeren
NachverdichtungsmaBnahmen bietet sich die Moglichkeit, Aspekte des
Hitzeschutzes fruhzeitig in die Planung einzubeziehen. Dadurch kOnnen
langfristig die Lebensqualitat verbessert und kostenintensive NachrOstungen
vermieden werden.
Die Untersuchung sollte zunachst vorrangig in Altwarmbuchen sowie in weiteren
Quartieren mit hoher Versiegelung in den Cibrigen Ortschaften erfolgen. DarCiber
hinaus sind groilere bestehende und geplante Neubaugebiete zu
berucksichtigen, insbesondere das Bodegelande in Isernhagen H.B. sowie
weitere grogere Wohnbauentwicklungen. Die Auswahl weiterer
Untersuchungsgebiete erfolgt insbesondere auf Grundlage des
Versiegelungsgrades und der Siedlungsstruktur.
gez. Fabian Peters
Quellen:
• Konijnendijk, C. C. (2023): Evidence -based guidelines for greener, healthier, more
resilient neighbourhoods: Introducing the 3-30-300 rule. Journal of Forestry Research.
• VVeltgesundheitsorganisation (WHO Europe): Urban green spaces and health. A review
of evidence.
• Nazish et al. (2024): Green spaces and heat -related health outcomes: a systematic
review.
Text aus PDF extrahiert