Startseite › Hilden › Antrag

Antrag der Fraktion Die Linke vom 11.06.2026: Einrichtung einer zentral gelegenen Calisthenics-Anlage

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeHilden
Datum2026-09-17
DatenstufeNur Dokumente
QuelleQuelldokument herunterladen →

Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Fraktion Die Linke beantragte am 11.06.2026 die Einrichtung einer zentral gelegenen, kostenlosen Calisthenics-Anlage (Fitnessparcours mit Körpergewichtstraining) im Stadtgebiet Hildens, um Jugendlichen und jungen Erwachsenen niedrigschwellige Sportangebote zu bieten. Die Verwaltung soll geeignete Flächen prüfen, Förderprogramme recherchieren, das Jugendparlament einbinden und Kostenschätzungen vorlegen. Die Verwaltung verweist darauf, dass eine Calisthenics-Anlage bereits in der geplanten Sanierung des Holterhöfchens vorgesehen ist und Fördermittel dafür beantragt wurden.

Automatisch aus dem Quelldokument zusammengefasst. Wichtige Details bitte immer im Originaldokument unten prüfen.

Dokument

Extrahierter Text

Übersicht Der Bürgermeister Hilden, den 19.08.2026 AZ.: IV/66.3 Abstimmungsergebnis WP 25-30 SV 66/015 Für eigene Aufzeichnungen: JA NEIN ENTH. Antragsvorlage CDU SPD Antrag der Fraktion Die Linke vom AfD 11.06.2026: Grüne Einrichtung einer zentral gelegenen FDP Calisthenics-Anlage Linke BA | Piraten öffentlich Finanzielle Auswirkungen ja nein noch nicht zu übersehen Organisatorische Auswirkungen ja nein noch nicht zu übersehen Beratungsfolge: Ausschuss für technische Infrastruktur 17.09.2026 Entscheidung Anlage 1: Antrag Nr. 049-26 der Fraktion Die Linke zur Einrichtung einer Calisthenics-Anlage SV-Nr.: WP 25-30 SV 66/015 Antragstext: 1. Der Rat der Stadt Hilden beauftragt die Verwaltung, im Stadtgebiet geeignete, zentral gelegene und im Eigentum der Stadt befindliche Flächen für die Errichtung eines frei zugänglichen Calisthenics-Parks zu prüfen. Der Stadtpark ist hierbei als eine mögliche Option explizit einzubeziehen. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, aktuelle und für das Haushaltsjahr relevante Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes für den Bau von Sport- und Freizeitanlagen zu prüfen und den zuständigen Ausschüssen vorzulegen. 3. Das Jugendparlament der Stadt Hilden wird frühzeitig in die Standortdiskussion sowie aktiv in die bedarfsgerechte Auswahl und Gestaltung der Sportgeräte eingebunden. 4. Die Verwaltung legt den zuständigen Fachausschüssen eine Schätzung der Errichtungs- und laufenden Instandhaltungskosten vor. Erläuterungen zum Antrag: Die Nachfrage nach kostenfreien, niederschwelligen Sportangeboten im öffentlichen Raum ist im Zuge der Kommunalwahlzeit nachhaltig an uns herangetragen worden. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene benötigen Räume im Hildener Stadtgebiet, um sich ohne finanziellen Druck (wie monatliche Fitnessstudio-Gebühren) sportlich betätigen und begegnen zu können. Bei einer Calisthenics-Anlage handelt es sich im Wesentlichen um einen modernen, frei zugänglichen Sport- und Fitnessparcours (vergleichbar mit einem zeitgemäßen Trimmdich-Pfad). Die Stationen bestehen meist aus robusten Geräten, bei denen das Training ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht erfolgt. Ein Calisthenics-Park fördert die körperliche Gesundheit, den sozialen Zusammenhalt und bietet Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung im öffentlichen Raum. Aus diesem Grunde ist eine möglichst zentrale Anlage sinnvoll. Durch die Einbindung des Jugendparlaments stellen wir sicher, dass die Anlage exakt den Bedürfnissen der Zielgruppe entspricht. Stellungnahme der Verwaltung: Historie des Calisthenics-Sports in Deutschland Die Calisthenics-Bewegung hat sich in Deutschland vor allem seit den 2000er-Jahren zu einer eigenständigen Sport- und Jugendkultur entwickelt. Unter Calisthenics versteht man hauptsächlich das Training mit dem eigenen Körpergewicht, beispielsweise an Klimmzugstangen oder Barren im öffentlichen Raum. Historisch knüpft die Bewegung an ältere Formen des Turnens und Körpertrainings an, unterscheidet sich jedoch durch ihre moderne, urbane und stark gemeinschaftsorientierte Ausprägung. Eine wichtige Grundlage bildeten öffentliche Sportanlagen und sogenannte Street-Workout-Parks. Besonders in Städten entstanden Orte, an denen Jugendliche und junge Erwachsene unabhängig von Fitnessstudios gemeinsam trainieren konnten. Dadurch wurde Calisthenics nicht nur zu einer Sportart, sondern auch zu einer sozialen Bewegung. Training fand häufig in Gruppen statt, wobei erfahrene Sportler ihr Wissen an Anfänger weitergaben. Gemeinschaft, gegenseitige Motivation - 1 - SV-Nr.: WP 25-30 SV 66/015 und gemeinsames Lernen spielten dabei eine zentrale Rolle. Mit der zunehmenden Verbreitung von YouTube, Instagram und anderen sozialen Medien gewann die deutsche Calisthenics-Szene zusätzlich an Bekanntheit. Videos von spektakulären Übungen wie Muscle-ups, Handständen oder sogenannten Human Flags machten den Sport für ein breiteres Publikum interessant. Gleichzeitig entstand eine neue Form der sportlichen Selbstdarstellung: Athleten konnten ihre Fortschritte öffentlich zeigen, sich miteinander vergleichen und Teil einer internationalen Calisthenics-Community werden. Gesellschaftlich steht die Bewegung außerdem für einen Wandel des Verständnisses von Fitness. Während sportliches Training lange stark mit Fitnessstudios, Geräten und kommerziellen Angeboten verbunden war, zeigt Calisthenics, dass körperliches Training mit vergleichsweise einfachen Mitteln möglich ist. Der eigene Körper wird zum wichtigsten Trainingsgerät. Damit vermittelt die Bewegung Werte wie Selbstständigkeit, Disziplin und Eigenverantwortung. Heute ist Calisthenics in Deutschland sowohl Freizeitbeschäftigung als auch Leistungssport und Teil einer urbanen Jugendkultur. Die Entwicklung von einer kleinen Street-Workout-Szene zu einer etablierten Sportbewegung verdeutlicht, wie sich moderne Sportkulturen durch öffentliche Räume, soziale Gemeinschaften und digitale Medien verändern können. Calisthenics ist deshalb nicht nur als Trainingsmethode zu verstehen, sondern auch als Ausdruck eines gesellschaftlichen Trends hin zu selbstorganisiertem, gemeinschaftlichem und niedrigschwelligem Sport. Situation in Hilden Seit 1977 gibt es den Trimm-Dich-Pfad im Hildener Stadtwald. Dieser wurde 2024 grunderneuert und steht nun wieder allen sportbegeisterten Bürger*innen kostenfrei zur Verfügung. Die Errichtung einer Calisthenics-Anlage ist bereits Bestandteil des Projekts zur Sanierung und Neugestaltung des Holterhöfchens. Hier wurden bei der Planung und in den beiden Workshops mit Schüler*innen sowie mit Anwohnern eine Calisthenics-Anlage befürwortet und geplant. Das Jungendparlament ist mit einer Stellungnahme zur Planung eingebunden und beteiligt. Für das Projekt zur Sanierung und Neugestaltung des Holterhöfchens hat die Stadt bereits zweimal Fördermittel beantragt. Beide Anträge wurden leider abgelehnt. Anfang Juli 2026 wurde erneut ein Antrag im Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ gestellt. Bei einer positiven Förderentscheidung soll die Umsetzung innerhalb der nächsten vier Jahre erfolgen. Stellungnahme der Verwaltung zu dem konkreten Beschlussvorschlag: 1. Der Rat der Stadt Hilden beauftragt die Verwaltung, im Stadtgebiet geeignete, zentral gelegene und im Eigentum der Stadt befindliche Flächen für die Errichtung eines frei zugänglichen Calisthenics-Parks zu prüfen. Der Stadtpark ist hierbei als eine mögliche Option explizit einzubeziehen. Wie in der aktuellen Situation in Hilden dargestellt, gibt es Planungen für eine Calisthenics-Anlage in der Grünanlage Holterhöfchen. Im Stadtpark ist das Sportangebot durch die Minigolf-Anlage und die Boulefelder sehr stark vertreten. Die noch verbleibenden Flächen dienen der Naherholung und als Eventfläche (wie z.B. Mittmachzirkus, Kindertrödel und Ostereiersuche). Bei dem zeitnah anstehenden Austausch der U3-Kletterkombination auf dem Kinderspielplatz neben dem Kiosk wird seitens des Tiefbau- und Grünflächenamtes geprüft, ob einzelne Sportelemente im Stadtpark platziert werden können. - 2 - SV-Nr.: WP 25-30 SV 66/015 2. Die Verwaltung wird beauftragt, aktuelle und für das Haushaltsjahr relevante Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes für den Bau von Sport- und Freizeitanlagen zu prüfen und den zuständigen Ausschüssen vorzulegen. Förderprogramme können und werden nach Freigabe der Entwurfsplanung zur Sanierung und Neugestaltung des Holterhöfchens eruiert und sich für eine Förderung beworben, da für die meisten Förderprogramme eine Zusicherung der Ausführung nötig ist. 3. Das Jugendparlament der Stadt Hilden wird frühzeitig in die Standortdiskussion sowie aktiv in die bedarfsgerechte Auswahl und Gestaltung der Sportgeräte eingebunden. Das Jungendparlament ist mit einer Stellungnahme zur Planung der Sanierung und Neugestaltung des Holterhöfchens eingebunden und beteiligt. Diese Beteiligung ist auch bei der weiteren Planung und Geräteauswahl geplant. 4. Die Verwaltung legt den zuständigen Fachausschüssen eine Schätzung der Errichtungs- und laufenden Instandhaltungskosten vor. Im Zuge der Beratung des Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses zur Sanierung und Neugestaltung des Holterhöfchens, den sog. § 13 KomHVO-Unterlagen, erfolgt die Aufstellung der Errichtungs- und Folgekosten. Diese Unterlagen werden im Ausschuss für technische Infrastruktur sowie anschließend im Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen zur Beratung gestellt werden. Gez. Dr. Claus Pommer Bürgermeister Klimarelevanz: Calisthenics-Anlagen haben keine Klimarelevanz. Inklusionsrelevanz: Eine Calisthenics-Anlage kann einen wichtigen Beitrag zur Inklusion und gesellschaftlichen Teilhabe leisten. Sie ermöglicht Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen, gemeinsam Sport zu treiben und sich zu bewegen. Durch verschiedene Übungsvarianten können die Übungen individuell an die jeweiligen Fähigkeiten angepasst werden. Besonders inklusionsfördernd ist eine barrierearme Gestaltung der Anlage. Ausreichende Bewegungsflächen, gut erreichbare Trainingsgeräte sowie Elemente, die auch im Sitzen oder mit eingeschränkter Mobilität genutzt werden können, ermöglichen eine größere Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Gleichzeitig profitieren auch ältere Menschen, Kinder und Personen mit unterschiedlichen Fitnesslevels von einer vielseitig nutzbaren Anlage. Darüber hinaus schafft eine Calisthenics-Anlage einen niedrigschwelligen und kostenfreien Bewegungsort im öffentlichen Raum. Sie fördert Begegnungen zwischen Menschen verschiedener sozialer Gruppen und kann dadurch Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und ein positives Miteinander stärken. Insgesamt trägt eine gut geplante Calisthenics-Anlage dazu bei, Bewegung, Gesundheit, Teilhabe - 3 - SV-Nr.: WP 25-30 SV 66/015 und soziale Integration miteinander zu verbinden und einen öffentlichen Raum zu schaffen, der möglichst vielen Menschen offensteht. - 4 - Fraktion Die Linke im Stadtrat Hilden 11. Juni 2026 ANTRAG Einrichtung einer zentral gelegenen Calisthenics-Anlage Beschlussvorschlag: 1. Der Rat der Stadt Hilden beauftragt die Verwaltung, im Stadtgebiet geeignete, zentral gelegene und im Eigentum der Stadt befindliche Flächen für die Errichtung eines frei zugänglichen Calisthenics-Parks zu prüfen. Der Stadtpark ist hierbei als eine mögliche Option explizit einzubeziehen. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, aktuelle und für das Haushaltsjahr relevante Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes für den Bau von Sport- und Freizeitanlagen zu prüfen und den zuständigen Ausschüssen vorzulegen. 3. Das Jugendparlament der Stadt Hilden wird frühzeitig in die Standortdiskussion sowie aktiv in die bedarfsgerechte Auswahl und Gestaltung der Sportgeräte eingebunden. 4. Die Verwaltung legt den zuständigen Fachausschüssen eine Schätzung der Errichtungs- und laufenden Instandhaltungskosten vor. Begründung Die Nachfrage nach kostenfreien, niederschwelligen Sportangeboten im öffentlichen Raum ist im Zuge der Kommunalwahlzeit nachhaltig an uns herangetragen worden. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene benötigen Räume im Hildener Stadtgebiet, um sich ohne finanziellen Druck (wie monatliche Fitnessstudio-Gebühren) sportlich betätigen und begegnen zu können. Bei einer Calisthenics-Anlage handelt es sich im Wesentlichen um einen modernen, frei zugänglichen Sport- und Fitnessparcours (vergleichbar mit einem zeitgemäßen Trimm- dich-Pfad). Die Stationen bestehen meist aus robusten Geräten, bei denen das Training ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht erfolgt. Ein Calisthenics-Park fördert die körperliche Gesundheit, den sozialen Zusammenhalt und bietet Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung im öffentlichen Raum. Aus diesem Grunde ist eine möglichst zentrale Anlage sinnvoll. Durch die Einbindung des Jugendparlaments stellen wir sicher, dass die Anlage exakt den Bedürfnissen der Zielgruppe entspricht. Mit freundlichen Grüßen Emma Noack Klaus Wockenfoth Stellv. Fraktionssprecherin Fraktionssprecher

Text aus PDF extrahiert