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Entwässerungssituation am Veranstaltungsgelände der Burgruine hier: Antrag CDU-Fraktion
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Gemeinde Wachtendonk |
| Datum | 2026-09-17 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die CDU-Fraktion beantragt, die Genehmigungsfähigkeit geplanter Entwässerungsmaßnahmen am Veranstaltungsgelände der Burgruine zu prüfen. Aufgrund unzureichender Versickerung bei Starkregen werden Regenwasserabläufe (ca. 3.000 €) und eine 3D-Planierung (ca. 1.500 €) vorgeschlagen. Da das Areal Bodendenkmalschutz unterliegt, bedarf jeder Bodeneingriff der Genehmigung des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege. Der Ausschuss für Planung und Verkehr soll am 17.09.2026 beraten.
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Dokument
Extrahierter Text
VERWALTUNGSVORLAGE
NR.: 144/12/2025-2030
Datum Sachgebiet Bearbeiter/-in
07.09.2026 Bauen Adam Rossa
Status öffentlich
Vorgesehene Beratungsfolge Termin
Ausschuss für Planung und Verkehr 17.09.2026
B E R A T U N G S G E G E N S T A N D
Entwässerungssituation am Veranstaltungsgelände der Burgruine
hier: Antrag CDU-Fraktion
B E S C H L U S S V O R S C H L A G
Die Verwaltung wird beauftragt, die Genehmigungsfähigkeit der vorgesehenen Maßnahmen,
insbesondere der 3D-Planierung und der Herstellung von Regenwasserabläufen, im Vorfeld
zu prüfen.
D A R S T E L L U N G
Ursprünglich war im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes eine umfangreiche Neu-
gestaltung des Freibereiches um die Burgruine geplant. Diese Maßnahme war mit Kosten von
516.060 € und Fördermitteln in Höhe von 309.636 € im Gesamtkonzept für 2026 vorgesehen.
Aufgrund der stets angespannten Haushaltslage wurde jedoch im Gemeinderat am
14.12.2023 die Ausfinanzierung des Städtebauförderprogramms beschlossen und somit auf
die Umsetzung weiterer Maßnahmen aus dem Integrierten Handlungskonzept verzichtet.
Daher wurde lediglich die Sanierung der Burgruine im Haupt- und Finanzausschuss am
01.12.2023 beschlossen. Für diese Maßnahme wurden im Rahmen der Städtebauförderung
für 2024 Fördermittel beantragt.
Im Nachgang beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am 26.09.2024 verschiedene Maß-
nahmen zur Aufwertung des Freibereichs rund um die Burgruine.
Unter anderem wurden im Zuge dieser Maßnahmen folgende Arbeiten umgesetzt:
Erneuerung der Stromversorgung: Der Elektroschrank wurde komplett erneuert. Dies betrifft
insbesondere den Schank selbst. Die gesamte elektrische Absicherung wurde auf den neues-
ten technischen Stand gebracht.
• Kosten - 1600 €
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VERWALTUNGSVORLAGE
NR.: 144/12/2025-2030
Modernisierung des Trinkwasseranschlusses: Die Installation des Trinkwasseranschlusses er-
folgte in einem neuen Anschlussschrank. Im Zuge dieser Maßnahme wurde in enger Abstim-
mung mit dem Versorgungsunternehmen Gelsenwasser der Wasserzähler in einen unterirdi-
schen Schacht verlegt. Dies bietet einen besseren Schutz vor Witterungseinflüssen.
• Kosten - 4600 €
Verbesserung der Wegesperre: Die alte Wegesperre, die zuvor nur unter großem Kraftauf-
wand von zwei Personen geöffnet werden konnte, wurde durch eine moderne, leicht schwenk-
bare Schranke ersetzt.
• Kosten -1500 €
Instandsetzung des Geländers (Grillhütte): Das Geländer am Durchlass im unmittelbaren Be-
reich der Grillhütte wies Mängel in der Standsicherheit auf. Es wurde vollständig erneuert.
• Kosten -1600 €
Herstellung eines Schmutzwasseranschlusses: Um die Entsorgung von Abwässern während
des Veranstaltungsbetriebs rechtssicher und hygienisch zu lösen, wurde an der Turnhalle der
Freien Realschule ein neuer Schmutzwasseranschluss hergestellt. Das anfallende Abwasser
wird nun direkt und ohne Zwischenschritte in das kommunale Kanalnetz abgeleitet.
• Kosten - 2050 €
Erweiterung der Kabelwege: Unter der ehrenamtlichen Mithilfe der Landjugend Wachtendonk
wurden neue Kabelwege auf dem Gelände integriert. Das benötigte Material wurde hierfür von
der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Diese Maßnahme verhindert künftig provisorische Ka-
belbrücken und minimiert Stolperfallen auf dem Gelände.
• Kosten- 2500 €.
Bei der Aufwertung des Freibereichs rund um die Burgruine war die Verbesserung der Ent-
wässerungssituation ein besonderes Anliegen.
Im Planungsausschuss am 18.09.2025 berichtete der Betriebshof, dass die ursprünglich er-
wogene Herstellung einer neuen Drainage aufgrund des damit verbundenen größeren Boden-
eingriffs sowie möglicher Schäden an den Baumwurzeln verworfen worden sei. Auch eine Re-
aktivierung der vorhandenen älteren Drainage sei nicht möglich gewesen, da diese verstopft
und zugewachsen war.
Als alternative Maßnahme wurde im Senkenbereich des Veranstaltungsgeländes eine Boden-
belüftung durchgeführt. Die Fachfirma TFI hat das Veranstaltungsgelände in zwei Abschnitten
tiefenbelüftet und aufgelockert. Die im Abstand von etwa einem Meter entstandenen Öffnun-
gen wurden mit Lavagranulat verfüllt. Diese Maßnahme hat die Versickerungsfähigkeit des
Bodens bereits spürbar verbessert. Dies konnte im Jahr 2025 bei mehreren Terminen nach
Regenfällen festgestellt werden. Aufgrund dieser positiven Erfahrungen wurde eine weitere
Bodenbelüftung im Bühnenbereich durchgeführt. Für die Bodenlockerung entstanden insge-
samt Kosten in Höhe von 18.090 €.
Trotz der erfolgreichen Bodenauflockerung lässt sich nicht vollständig verhindern, dass sich
bei starken Regenereignissen unmittelbar am Veranstaltungstag Pfützen bilden und das Erd-
reich aufweicht. Bei der letzten Veranstaltung konnte das Regenwasser nach starken Nieder-
schlägen nicht ausreichend versickern. Die vorangegangene längere Trockenperiode hatte
dazu geführt, dass der Boden stark ausgetrocknet und verhärtet war, wodurch die Wasserauf-
nahme zusätzlich beeinträchtigt wurde.
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VERWALTUNGSVORLAGE
NR.: 144/12/2025-2030
Um die Nutzbarkeit des Geländes auch bei schlechter Witterung langfristig zu verbessern,
werden zusätzlich folgende Folgemaßnahmen empfohlen:
Einbau von Regenwasserabläufen
Es wird empfohlen, zwei bis drei gezielte Regenwasserabläufe einzubauen, über die das an-
fallende Oberflächenwasser unmittelbar in die Niers abgeleitet werden kann. Dadurch soll der
Boden spürbar entlastet und die Bildung von Pfützen reduziert werden. Vor einer Einleitung in
die Niers ist die wasserrechtliche Zulässigkeit zu klären.
Voraussichtliche Materialkosten: ca. 3.000 €
3D-Planierung der Veranstaltungsfläche
Ergänzend kann geprüft werden, ob die Veranstaltungsfläche durch ein Fachunternehmen mit-
hilfe einer 3D-Schildsteuerung neu planiert werden kann. Durch eine präzise Geländemodel-
lierung kann ein gezieltes Gefälle hergestellt werden, damit Oberflächenwasser schneller zu
den Entwässerungspunkten abfließt und die Pfützenbildung minimiert wird.
Voraussichtliche Kosten: ca. 1.500 € zuzüglich der Kosten für gegebenenfalls erforderliche
Bodenanlieferungen.
Bereitstellung von Hackschnitzeln - Sofortmaßnahme:
Sollte sich am Tag einer Veranstaltung oder unmittelbar davor eine Aufweichung des Bodens
abzeichnen, könnten als Sofortmaßnahme Hackschnitzel durch den Betriebshof oder die Ver-
anstalter auf besonders betroffenen Lauf- und Aufenthaltswegen aufgebracht werden. Voraus-
sichtliche Kosten für zwei Lkw-Ladungen Hackschnitzel: ca. 1.000 €
In Verbindung mit der bereits erfolgreich durchgeführten Bodenbelüftung können diese Maß-
nahmen zu einer nachhaltigen Lösung beitragen, die sowohl die Versickerungsfähigkeit des
Bodens verbessert als auch eine gezielte Ableitung des Oberflächenwassers ermöglicht.
Besonders hervorzuheben ist, dass das Areal rund um die Burgruine als Bodendenkmal ge-
schützt ist. Eingriffe in den Boden bedürfen daher gemäß § 15 Denkmalschutzgesetz Nordrhein-
Westfalen (DSchG NRW) grundsätzlich der Genehmigung des LVR-Amtes für Bodendenkmal-
pflege im Rheinland.
Vor der Umsetzung weiterer Maßnahmen, insbesondere der Herstellung von Regenwasser-
abläufen und einer möglichen 3D-Planierung, ist daher deren Genehmigungsfähigkeit zu prü-
fen und das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland einzubinden.
F I N A N Z I E L L E A U S W I R K U N G E N
Noch nicht bekannt.
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VERWALTUNGSVORLAGE
NR.: 144/12/2025-2030
A N L A G E N
(1) Antrag-CDU
Paul Hoene
Bürgermeister
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