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Den Apostelgarten jetzt zum kühlen Aufenthaltsort machen
Angenommen
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Münster |
| Datum | 2026-09-08 |
| Datenstufe | Nur Ergebnisse |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Bezirksvertretung Münster-Mitte beantragt, den Parkplatz am Apostelgarten bis Frühjahr 2027 aufzuheben und als beschatteten, kostenlosen Aufenthaltsort mit Sitzmöglichkeiten umzugestalten. Die etwa 35 Bewohnerparkplätze sollen auf Straßen in der Altstadt verlagert werden, die bisher kostenpflichtig bewirtschaftet werden. Dies ist eine Übergangslösung, da die endgültige Umgestaltung erst 2029 erwartet wird. Der Ort soll mit lokalen Partnern wie der Apostel-Kirchengemeinde gestaltet werden.
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Dokument
Extrahierter Text
Antrag Nr. A-M/0010/2026
in der Bezirksvertretung
Münster-Mitte
Münster, 07.09.2026
Antrag
Den Apostelgarten jetzt zum kühlen Aufenthaltsort machen
Die Bezirksvertretung Münster-Mitte möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, bis zum Frühjahr 2027
• den Parkplatz am Apostelgarten aufzuheben und hier im Vorgriff auf die geplante Umgestal-
tung einen Aufenthaltsort zu schaffen, der vor allem an Hitzetagen mit entsprechenden Sitz-
gelegenheiten einen beschatteten konsumfreien Aufenthalt in der Altstadt ermöglicht,
• die dortigen Bewohnerparkplätze an Standorte in der Altstadt zu verlagern, die heute noch
per Parkscheinautomat bewirtschaftet werden (Rosenstraße, Schlaunstraße u.a.), und dort
ausschließlich Bewohnerparken und Laden/Liefern zuzulassen,
• für die übergangsweise Gestaltung des Apostelgartens auch die Evangelische Apostel-Kir-
chengemeinde, den Kiepenkerl e.V. und die Initiative Starke Innenstadt Münster e.V. zu be-
teiligen.
Begründung:
Die zunehmende Hitze mit den entsprechenden Belastungen für Menschen, die in den Städten in
Dachgeschosswohnungen leben oder im Freien unterwegs sind, erfordert kurzfristiges Handeln,
welches auch die Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums betrifft. Da Baumaßnahmen in
der Regel mit langen Planungsprozessen und hohen Kosten verbunden sind, bietet es sich an, für
Kurzfristmaßnahmen vorhandene Potenziale aktiv zu nutzen. Eine konkrete Möglichkeit, in der In-
nenstadt einen kühlen Aufenthaltsort zu schaffen, ist der Apostelgarten an der Neubrückenstraße.
Dieser soll spätestens im Frühjahr 2027 der Öffentlichkeit mit entsprechenden Sitzgelegenheiten
zur Verfügung stehen.
Im Sommer 2024 wurde mit dem partizipativen Planungsprozess zur Umnutzung und -gestaltung
des heutigen Parkplatzes an der Neubrückenstraße, dem sogenannten Apostelgarten, begonnen. In
der Vorlage V0620/2025 heißt es: „Das Vorhaben ‚Apostelgarten‘ ist eine Teilmaßnahme der Städ-
tebauförder-Gesamtmaßnahme ‚Zukunftsgerechte Innenstadt-Plätze‘. Mit Antrag vom 30.09.2024
hat die Stadt Münster hierfür einen Städtebauförderantrag beim Land NRW eingereicht, der im
Sommer 2025 bewilligt wurde. Damit wurde der Stadt Münster die grundsätzliche Förderung der
Gesamtmaßnahme bestätigt und ein erster Anteil an Fördergeldern gewährt. Die Städtebauförder-
richtlinie NRW sieht vor, dass nun bis zum Sommer 2027 die Planungen für die Umgestaltung der
fünf „Zukunftsgerechten Innenstadtplätze“ auszuarbeiten sind (bis Leistungsphase 6 HOAI, Vorbe-
reitung Vergabe Bauleistungen).“
Der heutige Parkplatz an der Apostelkirche ist von hohen alten Bäumen umgeben und im „Coolen
Stadtplan für heiße Tage“ der Stadt Münster als kühler Ort ausgewiesen. Bislang parken hier ca. 35
Antrag Nr. A-M/0010/2026
Pkw von Bewohnenden.
Da der Planungsprozess zur Umgestaltung des Apostelgartens noch einige Jahre in Anspruch neh-
men wird (eine Umgestaltung ist frühestens 2029 zu erwarten), sollte hier zeitnah für die kommen-
den Sommer eine Übergangslösung geschaffen werden, um der Bevölkerung diesen kühlen Ort wirk-
lich als Aufenthaltsort zur Verfügung zu stellen.
Vorbild dafür kann die Umgestaltung des Domplatzes 2023 sein. Auch der Domplatz soll im Rahmen
der Städtebauförder-Gesamtmaßnahme „Zukunftsgerechte Innenstadt-Plätze“ umgestaltet wer-
den. Auch hier wurde nach Aufhebung des Parkplatzes und nur durch das Aufstellen von Sitzgele-
genheiten kurzfristig ein Ort geschaffen, der aktiv insbesondere an heißen Tagen genutzt wird.
Ebenfalls gilt dies für die „Domplatz“-Oase, die zeigt, dass man mit mobiler Bestuhlung zur Aufent-
haltsqualität deutlich erhöhen kann.
Im Beteiligungsprozess wurde wiederholt auf die Frage verwiesen, wie die durch die Maßnahme
wegfallenden Bewohnerparkplätze kompensiert werden könnten. Eine Verlagerung der Parkplätze
ist kurzfristig in der Altstadt möglich, z.B. an die Rosenstraße und die Schlaunstraße oder im weite-
ren Verlauf an den Verspoel oder die Klosterstraße. Dies entspricht auch dem 2024 beschlossenen
Integrierten Parkraumkonzept. Die bisherigen weiterhin per Parkschein bewirtschafteten Flächen in
der Altstadt können sukzessive aufgehoben werden, da es in räumlicher Nähe am Theater ein Park-
haus gibt bzw. auch auf die weiteren Altstadtparkhäuser verwiesen werden kann.
Der Plan für den Apostelgarten „Umgestaltung und -nutzung des bisherigen Parkplatzes hin zu ei-
nem neuen, vielfältigen Aufenthaltsort mit Quartiersidentität“ kann mit einer vorübergehenden
und provisorischen Umnutzung vorweggenommen werden. Im bisherigen Prozess waren bereits
der Kiepenkerlverein, die Apostelkirchengemeinde sowie die ISI aktiv beteiligt. Sie sollten auch bei
einem vorgezogenen Prozess beteiligt werden.
Dr. Ulrich Kathöfer Marvin Seidemann Annika Robohm
Dr. Didem Ozan Dr. Ulrike Heidecke
und Fraktion
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