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Antrag der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN: Einrichtung eines Themenrundwegs "Viersener Frauen und Gleichstellung" im Rahmen des Projekts "Viersener Natur- und Kulturpunkte" (1. Stufe)
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Viersen |
| Datum | 2026-09-15 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN beantragt die Einrichtung eines Themenrundwegs „Viersener Frauen und Gleichstellung" im Rahmen des Projekts „Viersener Natur- und Kulturpunkte". Begründung: Frauen sind in Viersens öffentlichem Raum durch Straßennamen und Denkmäler erheblich unterrepräsentiert; eine ausgewogene Repräsentation trägt zu vollständiger Geschichtserzählung und gesellschaftlichem Zusammenhalt bei. Der Kultur- und Partnerschaftsausschuss beschloss am 15.09.2026, die Verwaltung mit der fachlichen und inhaltlichen Prüfung zu beauftragen und das Ergebnis zur Beratung vorzulegen.
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Dokument
Extrahierter Text
Öffentliche Sitzungsvorlage
D e r B ü r g e r m e i s t e r
Vorlagen-Nr.: 2026/5038/FB 90
Aktenzeichen: FB 90/01.01.03/01.04.03/Bg
Datum: 21.07.2026
Tagesordnungspunkt:
Antrag der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN:
Einrichtung eines Themenrundwegs "Viersener Frauen und Gleichstellung" im Rahmen des
Projekts "Viersener Natur- und Kulturpunkte" (1. Stufe)
Beratungsfolge: Sitzungsdatum: Zuständigkeit:
Kultur- und Partnerschaftsausschuss 15.09.2026 Entscheidung
Beschlussvorschlag:
Der Kultur- und Partnerschaftsausschuss beauftragt die Verwaltung, die Durchführbarkeit des An-
trags der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 15.06.2026 fachlich und inhaltlich zu prüfen
und das Ergebnis dem Ausschuss zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.
Finanzielle und personelle Auswirkungen:
Finanzielle Auswirkungen: Nein
a) Maßnahme im aktuellen Haushaltsjahr veranschlagt: Nein
Mitzeichnung des Stadtkämmerers erforderlich: Nein
b) Maßnahme im Finanzplanungszeitraum veranschlagt: Nein
Mitzeichnung des Verwaltungsvorstandes erforderlich: Nein
Finanzielle Auswirkungen einschl. Folgekosten:
(Haushaltsbelastung einschl. Folgekosten; Erläuterungen siehe unten.)
Personeller Mehrbedarf: Nein
Mitzeichnung des Verwaltungsvorstandes erforderlich: Nein
Personelle Auswirkungen:
(Personeller Aufwand/Stellenbedarf; Erläuterungen siehe unten.)
Beschlusskontrolle:
Beschlusskontrolle erforderlich: Nein
Umsetzungsdatum:
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Sachverhalt:
Mit Antrag vom 15.06.2026 beantragt die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Einrichtung eines
Themenrundwegs „Viersener Frauen und Gleichstellung“ im Rahmen des Projekts „Viersener Natur-
und Kulturpunkte“.
Nach den interfraktionellen und mit der Verwaltung vereinbarten Verfahrensregeln hat zunächst der
zuständige Fachausschuss darüber zu entscheiden, ob die Verwaltung sich mit den Inhalten eines
Antrages sachlich und fachlich beschäftigen soll (Stufe 1).
Unter Einbindung der Gleichstellungsbeauftragten hat sich die Verwaltung vorab sachlich und fach-
lich – zunächst jedoch nur kursorisch – mit dem Thema auseinandergesetzt und die folgenden As-
pekte als Information zusammengestellt:
Frauen sind und waren ein wesentlicher Teil der Stadt Viersen. Dennoch liegt eine sogenannte „his-
torische Unterrepräsentation“ von Frauen vor. Viele Städte, so auch Viersen, spiegeln vor allem die
Leistungen von Männern wider – etwa durch Straßennamen, Denkmäler oder die Benennung öffent-
licher Gebäude. Im Hinblick auf die Straßennamen innerhalb Viersens wird deutlich, dass Frauen
erheblich unterrepräsentiert sind.
Eine nach Artikel 3 des Grundgesetzes verankerte Gleichberechtigung der Geschlechter muss sich
auch im öffentlichen Raum wiederfinden. Der Absatz 2 formuliert hierzu einen klaren Auftrag: „Män-
ner und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichbe-
rechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ Der
öffentliche Raum vermittelt, wessen Geschichte und Leistungen als wichtig gelten. Wenn fast aus-
schließlich Männer sichtbar sind, entsteht ein unausgewogenes Bild der Gesellschaft. Um dem ent-
gegenzuwirken, wurden deutschlandweit verschiedene Formate wie beispielsweise „Frauenorte“ ge-
schaffen.
Eine ausgewogene Repräsentanz der Geschlechter trägt dazu bei, Geschichte vollständig und dif-
ferenzierter zu erzählen sowie Sichtbarkeit für Frauen zu schaffen, die zur Gestaltung unserer Ge-
sellschaft beigetragen haben. Die Abbildung unterschiedlicher Gruppen im Stadtbild kann die Iden-
tifikation mit der eigenen Stadt und damit auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Vielfalt
stärkt das Gemeinschaftsgefühl.
Die Stadt Viersen ist Mitglied der Initiative „Klischeefrei“. Sichtbare Frauen im öffentlichen Raum
bieten Mädchen und jungen Frauen Identifikationsfiguren bzw. Vorbilder und bauen im besten Fall
Klischees ab. Gesellschaftliche Leistungen sind nicht an ein Geschlecht gebunden und müssen sich
innerhalb des Stadtgebietes auch so widerspiegeln. Das ist im Moment (noch) nicht der Fall.
Die Auswahl der Frauen, die für ein solches Projekt in Betracht kommen, muss aus Sicht der Ver-
waltung in einer Arbeitsgruppe getroffen werden. Zudem spielt bei der Auswahl die logistische Mach-
barkeit im Rahmen eines Fußweges eine Rolle. Die Gleichstellungsbeauftragte hat die Bereitschaft
signalisiert, eine solche Arbeitsgruppe zu koordinieren. Aus sachlicher und fachlicher Sicht sollten
dort jeweils eine Ratsfrau, das Netzwerk „EUREGIA – Frauenwege zwischen Rhein und Maas“ e. V.
und gegebenenfalls der Heimatverein vertreten sein, um gemeinsam einen Vorschlag für den Rat
zu erarbeiten.
Eine Prognose zu den entstehenden Personalaufwänden und den Kosten für das Aufstellen von
Stelen oder Informationstafeln ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich.
Zum Sachstand „Viersener Natur- und Kulturpunkte“ wird auf die Vorlage 3847 (2. Ergänzung) ver-
wiesen.
Darstellung der finanziellen/personellen Auswirkungen:
Der vorliegende Sachverhalt wird zunächst in Stufe 1 des Antragsverfahrens behandelt. Zusätzliche
finanzielle und personelle Auswirkungen entstehen insofern aktuell nicht.
Sitzungsvorlage 2026/5038/FB 90 Seite 2 von 3
gez.
Christoph Hopp
Bürgermeister
Anlagen:
1. Antrag BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN_Themenrundweg Frauen und Gleichstellung
https://ris.viersen.de/vorgang/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZT29-Ivv4MBjSQsI42xh_Ug
Sitzungsvorlage 2026/5038/FB 90 Seite 3 von 3
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