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Entsiegelung und Bepflanzung von Verkehrsinseln hier: Antrag der SPD-Fraktion vom 08.07.2026
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Attendorn |
| Datum | 2026-09-14 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die SPD-Fraktion beantragte am 08.07.2026 die Entsiegelung und Bepflanzung von Verkehrsinseln. Die Verwaltung lehnt dies ab: Verkehrsinseln seien als Standorte durch Hitzeentwicklung ungünstig, würden hohen Pflegaufwand erfordern und kaum messbaren Klimavorteil bringen. Die Stadt setzt bereits auf ökologisch wertige, pflegearme Begrünung in anderen Bereichen. Der Ausschuss soll diese Argumentation zur Kenntnis nehmen und von einer Umsetzung absehen.
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Dokument
Extrahierter Text
HANSESTADT ATTENDORN Sitzungsvorlage
DER BÜRGERMEISTER
- öffentlich -
Nr. 80/2026
1 Anlage/n
Aktenzeichen: 66.Vo
federführendes Amt: 66 Tiefbauamt
Sachbearbeiter/in: Herr Manuel Vogt
Datum: 22.07.2026
Beratungsfolge Termin TOP EINST JA NEIN ENTH
Ausschuss für Planen, Bauen, Klima- 14.09.2026
und Umweltschutz
Entsiegelung und Bepflanzung von Verkehrsinseln
hier: Antrag der SPD-Fraktion vom 08.07.2026
Beschlussvorschlag:
1. Die Ausführungen in der Sachdarstellung zum aktuellen Bestand von verschiedenartig bepflanz-
ten Grünbereichen im Stadtgebiet werden zur Kenntnis genommen.
2. Von einer Entsiegelung und Begrünung von Verkehrsinseln wird aufgrund der Argumentation in
der Sachdarstellung abgesehen.
Sachdarstellung:
Im gesamten Stadtgebiet bestehen unterschiedlichste Arten und Formen von bepflanzten Grünbe-
reichen. Bei nahezu allen Standorten haben in den vergangenen Jahren Entwicklungsprozesse statt-
gefunden, die sich auf die Art der Anpflanzungen sowie die Pflege ausgewirkt haben. Klimaresistenz,
ökologische Wertigkeit sowie ein optimierter Pflegeumfang haben dazu geführt, dass z.B. größere
Grünflächen nur noch an ihren Rändern gemäht werden, der Bewuchs ansonsten in der Fläche u.a.
für die Tierwelt, aber auch zur Verbesserung des Mikroklimas, erhalten bleibt.
Wechselbepflanzungen bzw. pflegeintensive Zierbeete wurden hingegen auf ein Minimum zurückge-
nommen (lediglich noch in den Pflanzkübeln der Innenstadt vorhanden), sodass die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter des Baubetriebshofs in dieser Angelegenheit bereits entlastet wurden. Durch den
Zuwachs an Grünflächen in den vergangenen Jahren (Innenstadtentwicklungskonzept, Bürgerpark,
weitere Ausgleichsflächen und Pflanzbeete für bzw. in den neuen Baugebieten, zukünftig der Stadt-
garten am Schüldernhof) wäre eine interne Pflege ansonsten personell auch nicht mehr leistbar.
Im Straßenraum selber wird anstatt der angesprochenen Wechselbepflanzung mittlerweile eher auf
eine trockenheitsverträgliche Staudenbepflanzung gesetzt. Verkehrsflächen heizen sich schneller auf
als abseits gelegene Grünbereiche, sodass Straßenseitenbereiche bzw. Verkehrsinseln durch die Er-
hitzung als schwierige Standorte für Begrünungen gelten.
Die angesprochenen mehrjährigen Wildblumen- und Kräutermischungen sind im Stadtgebiet bereits
vorhanden, von ihrer Wirkung her allerdings differenziert zu betrachten. In der Anfangszeit nach der
Ansaat ergibt sich zunächst ein hoher Pflegeaufwand, da unerwünschte Beikräuter kontrolliert und
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entfernt werden müssen, die die eigentlich gesäten Keime ansonsten zurückdrängen würden. Mehr-
jährige Wildblumenmischungen verlieren zudem mit den Jahren teils deutlich an Vielfalt und Flä-
chendeckung, sodass sich das Erscheinungsbild negativ verändert. Wildblumenmischungen werden
grundsätzlich im blühenden Zustand von den Bürgerinnen und Bürgern positiv wahrgenommen, so-
bald jedoch keine Blüten mehr vorhanden sind, werden die Flächen, zumindest anliegend an Ver-
kehrsflächen, als Wildwuchs und ungepflegt wahrgenommen.
Es bleibt somit festzuhalten, dass im Stadtgebiet bereits in etlichen Bereichen auf ökologische Wer-
tigkeit und klimatische Anpassung gesetzt wird. Es gibt nahezu keine aufwendig zu pflegenden
Wechselbepflanzungen, sodass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Baubetriebshofs mit jeder
hinzukommenden Fläche weiter belastet, anstatt wie im Antrag beschrieben, entlastet werden. Ent-
siegelungen sind grundsätzlich erstrebenswert, führen jedoch in erhitzten Straßenräumen aufgrund
von nur sehr kleinen vorhandenen Flächen mit sehr begrenzten Bepflanzungsmöglichkeiten zu keiner
signifikanten Verbesserung des Mikroklimas.
Text aus PDF extrahiert