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Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN vom 24.08.2026 betr. Mehr Vielfalt, weniger Ressourcenverbrauch - unsere städtische Bepflanzung nachhaltig weiterentwickeln

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeBad Camberg
Datum2026-09-08
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN beantragt, städtische Beete schrittweise von saisonaler Wechselbepflanzung auf mehrjährige, heimische Pflanzen umzustellen, um Ressourcen zu sparen und die Biodiversität zu fördern. Zusätzlich sollen geeignete Rasenflächen in Blühflächen umgewandelt und bei Neupflanzungen heimische Arten bevorzugt werden. Der Magistrat soll drei bis fünf Pilotflächen benennen und innerhalb von sechs Monaten einen Umsetzungsplan mit Priorisierung und Kostenschätzung vorlegen sowie nach zwei Jahren über Erfahrungen berichten.

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Dokument

Extrahierter Text

Umweltreferat Nr. A/2026/0018 Aktenzeichen: Verfasser/in: Gießler, David Vorlage an die Stadtverordnetenversammlung am 08.09.2026 Haushaltsmittel bei Haushaltsstelle ausreichend vorhanden nicht oder nicht ausreichend vorhanden Stellungnahme oder haushaltsrechtliche Hinweise der Kämmerei Antrag der BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN-Fraktion vom 24.08.2026 betr. Mehr Vielfalt, weniger Ressourcenverbrauch - unsere städtische Bepflanzung nachhaltig weiterentwickeln Sachverhalt: Antragstext: Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 1. Der Magistrat wird beauftragt, städtische Beete, Pflanzflächen und Pflanzgefäße schrittweise von saisonaler Wechselbepflanzung auf mehrjährige, standortgerechte und vorrangig heimische Bepflanzung umzustellen. Durch Berücksichtigung unterschiedlicher Blühzeiten bei der Auswahl der mehrjährigen Stauden, Pflanzen und Samen kann ein ganzjährig attraktives Erscheinungsbild für unsere Kurstadt erreicht werden. Folgende weitere Kriterien sollen für die Auswahl und Gestaltung berücksichtigt werden: ökologischer Wert für heimische Insekten und andere Tierarten, geringer Wasser- und Pflegebedarf sowie Hitze- und Trockenheitsverträglichkeit. Saisonale Wechselbepflanzungen sollen künftig auf begründete Ausnahmefälle beschränkt bleiben. Die Umgestaltung soll möglichst im Rahmen ohnehin anstehender Neubepflanzungen, Erneuerungen oder Grünpflegearbeiten erfolgen um zusätzlich Kosten und Aufwand so gering wie möglich zu halten. 2. Zusätzlich sollen geeignete, bislang regelmäßig gemähte Rasenflächen schrittweise in artenreiche, standortgerechte Blühflächen oder Blühwiesen umgewandelt beziehungsweise bestehende Blühflächen erweitert werden. Flächen mit wichtiger Aufenthalts-, Spiel- oder Erholungsfunktion bleiben davon ausgenommen. 3. Bei Neupflanzungen von Bäumen, Sträuchern und anderen Gehölzen sollen vorrangig heimische, standortgerechte und klimaangepasste Arten verwendet werden. 4. Der Magistrat wird beauftragt drei bis fünf geeignete Flächen zu benennen, auf denen bereits in der nächsten geeigneten Pflanzperiode mit der Umgestaltung begonnen wird. Dabei sollen nach Möglichkeit sowohl eine bisher saisonal bepflanzte Fläche als auch eine bislang regelmäßig gemähte Rasenfläche berücksichtigt werden. 5. Der Magistrat wird beauftragt innerhalb von sechs Monaten nach Beschlussfassung einen Umsetzungsplan für die weiteren städtischen Flächen vorzulegen. Dieser soll enthalten: eine Übersicht der für eine Umgestaltung geeigneten Flächen, eine Priorisierung, einen Zeitplan für die schrittweise Umsetzung sowie eine grobe Einschätzung der Investitions- und Folgekosten. 6. Der Magistrat wird beauftragt nach zwei Jahren über die Erfahrungen, insbesondere hinsichtlich Pflegeaufwand, Wasserbedarf, Kosten, ökologischer Wirkung und gestalterischer Qualität zu berichten, und schlägt gegebenenfalls weitere Maßnahmen vor. Begründung: Blühende Beete und Pflanzflächen prägen das Erscheinungsbild unserer Stadt und tragen gerade in unserer Kurstadt wesentlich zu einem attraktiven und gepflegten Stadtbild bei. Gleichzeitig sollten wir unsere öffentlichen Grünflächen so gestalten, dass sie angesichts von Klimawandel, Artenverlust und begrenzten kommunalen Ressourcen möglichst dauerhaft einen ökologischen und gestalterischen Mehrwert bieten. Viele unserer repräsentativen Beete werden heute mit saisonal wechselnden Pflanzen bestückt. Diese Form der Bepflanzung ist attraktiv, muss jedoch regelmäßig neu angelegt werden und ist mit wiederkehrendem Aufwand für Beschaffung, Pflanzung, Pflege und Bewässerung verbunden. Mehrjährige, standortgerechte und vorrangig heimische bzw. gebietseigene Pflanzen können dagegen dauerhaft attraktive Pflanzbilder schaffen und gleichzeitig die biologische Vielfalt fördern. Auch regelmäßig gemähte Rasenflächen bieten insbesondere in trockenen Sommermonaten, in denen sie braun werden und verdorren, häufig weder einen hohen gestalterischen noch ökologischen Wert. Wo Nutzung und Standort es zulassen, können artenreiche Blühflächen eine attraktive und pflegeärmere Alternative darstellen und Nahrung sowie Lebensraum für Insekten schaffen. Eine schrittweise Umgestaltung verbindet ein ansprechendes Stadtbild mit Klimaanpassung, Biodiversität und einem nachhaltigen Umgang mit kommunalen Ressourcen. Die Stadt kann damit ihre Vorbildfunktion wahrnehmen und zeigen, dass ein attraktives Stadtbild, Wirtschaftlichkeit, Klimaanpassung und die Förderung der biologischen Vielfalt miteinander vereinbar sind. Bad Camberg, 24.08.2026 Seite 2 von 2

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