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Antrag der Fraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN vom 24.08.2026 betr. Sicherheit und Barrierefreiheit bei Veranstaltungen in Bad Camberg
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Bad Camberg |
| Datum | 2026-09-08 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt, den Magistrat mit vier Maßnahmen zu beauftragen: Überprüfung und ggf. Anpassung von Rettungswegen und Zufahrten für Einsatzkräfte bei größeren Veranstaltungen (besonders in der Altstadt), Überprüfung und Aktualisierung des Sicherheitskonzepts, Neubewertung der Anordnung von Stellplätzen und Mobiliar im Hinblick auf Rettungswege, sowie Verbesserung der Barrierefreiheit durch barriereärmere Lösungen wie ultraflache Kabelbrücken. Grund sind Sicherheitsbedenken bei Altstadt-Veranstaltungen und Anwohnerbeschwerden zur Erreichbarkeit sowie die Herausforderung, Barrierefreiheit mit Festatmosphäre zu verbinden. Ein Beschluss ist nicht dokumentiert.
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Dokument
Extrahierter Text
Amt 30 - Ordnungsamt Nr. A/2026/0017
Aktenzeichen:
Verfasser/in: Gießler, David
Vorlage
an die Stadtverordnetenversammlung am 08.09.2026
Haushaltsmittel bei Haushaltsstelle
ausreichend vorhanden
nicht oder nicht ausreichend vorhanden
Stellungnahme oder haushaltsrechtliche Hinweise der Kämmerei
Antrag der Fraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN vom 24.08.2026 betr.
Sicherheit und Barrierefreiheit bei Veranstaltungen in Bad Camberg
Sachverhalt:
Antragstext:
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, den Magistrat mit der Umsetzung folgender
Maßnahmen zu beauftragen: 1. Rettungswege und Zufahrtsmöglichkeiten überprüfen Bei größeren
Veranstaltungen sollen die bestehenden Rettungswege und Zufahrtsmöglichkeiten für Feuerwehr und
Rettungsdienste, insbesondere in der Altstadt, überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Dabei soll
insbesondere geprüft werden, ob Feuerwehr und Rettungsdienste im Notfall alle für den Einsatz relevanten
Straßen und Zufahrten in angemessener Zeit erreichen können. 2. Sicherheitskonzept überprüfen und
aktualisieren Das bestehende Sicherheitskonzept für Veranstaltungen soll überprüft, aktualisiert und an die
örtlichen Gegebenheiten, insbesondere in der Altstadt, angepasst bzw. – soweit erforderlich – neu erstellt
werden. Dabei sollen neben besonderen Gefährdungslagen auch die Anforderungen an Rettungswege und
die Erreichbarkeit der Veranstaltungsflächen berücksichtigt werden. 3. Anordnung von Stellplätzen,
Tischen und Bänken überprüfen Die Anordnung und Vergabe der Stellplätze für Aussteller:innen und
Imbissstände sowie die Festlegung der Bereiche für Tische und Bänke sollen im Hinblick auf die
notwendigen Rettungs- und Zufahrtswege überprüft und gegebenenfalls neu geordnet werden Dabei sollen
sowohl die Anforderungen der Rettungsdienste als auch die Interessen der Veranstalter:innen,
Anwohner:innen, Aussteller:innen und Gewerbetreibenden berücksichtigt werden. 4. Barrierefreiheit bei
Veranstaltungen verbessern Bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen soll die
Barrierefreiheit stärker berücksichtigt werden. Insbesondere soll geprüft werden, ob für die Verlegung von
Kabeln künftig barriereärmere Lösungen, beispielsweise ultraflache Kabelbrücken oder modulare
Flachrampen, eingesetzt werden können. Dabei sollen auch die hierfür entstehenden Beschaffungs- bzw.
Anschaffungskosten ermittelt werden. Bei der Planung sollen insbesondere die Bedürfnisse von
Rollstuhlfahrer:innen, Menschen mit Rollatoren und anderen mobilitätseingeschränkten Personen
berücksichtigt werden. Ziel des Antrags ist es, die Sicherheit und Barrierefreiheit bei Veranstaltungen
weiter zu verbessern und gleichzeitig den Charakter und die Attraktivität der Feste in Bad Camberg zu
erhalten.
Begründung:
Die Stadtverordnetenversammlung hat sich am 3. September 2025 für eine interkommunale
Zusammenarbeit mit den Gemeinden Brechen, Hünfelden und Selters ausgesprochen. Grundlage ist der
Beschluss Sofort-Programm des Landes Hessen „Sicherheit bei Veranstaltungen“ – Interkommunale
Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bad Camberg und den Gemeinden Brechen, Hünfelden und Selters.
Konkret geht es um die gemeinsame Anschaffung mobiler Zufahrtssperren, die gefördert wird und zugleich
die Ein- und Zufahrt von Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen ermöglicht. Die Fraktion von BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN hat diesen Beschluss mitgetragen und sieht die Maßnahme als wichtigen Baustein für
die Sicherheit bei Veranstaltungen. Kirmesveranstaltungen, Weihnachtsmärkte, Sport- und
Kulturveranstaltungen sowie Stadt- und Dorffeste sind im ländlichen Raum ein zentraler Teil des
gesellschaftlichen und kulturellen Lebens. Die gemeinsame Unterstützung und Förderung der IKZ trägt
dazu bei, dass diese vielfach ehrenamtlich organisierten Veranstaltungen auch künftig stattfinden können.
Für uns steht darüber hinaus der Schutz der Besucher:innen und Teilnehmer:innen im Vordergrund. Dabei
geht es nicht nur um die Verhinderung von Überfahrtaten oder anderen Gefährdungslagen, sondern vor
allem um die Gewährleistung freier Rettungswege bei medizinischen Notfällen. Die Veranstaltungen in
Bad Camberg, sowohl in der Kernstadt als auch in den Stadtteilen, erfreuen sich großer Beliebtheit.
Vorkehrungen für Rettungswege werden seitens der Verwaltung bereits geprüft. Dennoch stellt sich für uns
insbesondere mit Blick auf die Feste in der Altstadt – zuletzt beispielsweise beim Höfefest – die Frage, ob
Feuerwehr und Rettungsdienste im Ernstfall alle für den Einsatz relevanten Straßen und Zufahrten in
angemessener Zeit erreichen können. Besonders die engen Bereiche der Strackgasse und am Amtshof
(Zwischen Grabenstraße und Marktplatz) sowie die Zufahrt zum Marktplatz sehen wir hierbei als
problematisch an. Dabei ist uns bewusst, dass das Planungsteam und die Sicherheitskräfte der Verwaltung
gemeinsam mit Feuerwehr und Rettungsdiensten einen Spagat leisten müssen. Einerseits müssen
notwendige Zufahrten gewährleistet sein, andererseits sollen eine ansprechende Festatmosphäre sowie die
Interessen von Anwohner:innen, Aussteller:innen, Gewerbe treibenden und Vereinen berücksichtigt
werden. Die Feste in Bad Camberg, sowohl in der Kernstadt als auch in den Stadtteilen, sind ein wichtiger
Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und erfreuen sich großer Beliebtheit. Gerade deshalb gilt es,
neben der besonderen Atmosphäre und dem Charakter unserer Feste auch die Sicherheitsaspekte angesichts
zunehmender Anforderungen regelmäßig in den Blick zu nehmen. In Gesprächen, insbesondere mit
Anwohner:innen der Altstadt, wurden wiederholt Fragen zur Erreichbarkeit und Sicherheit bei
Veranstaltungen angesprochen. Diese Hinweise möchten wir aufgreifen und durch die zuständigen
Expert:innen aus Verwaltung, Feuerwehr und Rettungsdiensten fachlich prüfen lassen, wo gegebenenfalls
Verbesserungen möglich sind. Für uns umfasst Sicherheit bei Veranstaltungen auch die Barrierefreiheit.
Gerade in der Altstadt ist diese aufgrund der baulichen Gegebenheiten und des Straßenpflasters bereits eine
besondere Herausforderung. Hinzu kommen die bei Veranstaltungen eingesetzten Kabelbrücken, die für
Rollstuhlfahrer:innen und Menschen mit Rollatoren teilweise nur schwer oder nur mit Unterstützung zu
überwinden sind. Für eine Kurstadt mit orthopädischer und neurologischer Klinik sollte es aus unserer Sicht
Ziel sein, Veranstaltungen möglichst barrierearm zu gestalten. Deshalb sollte künftig geprüft werden, ob
statt herkömmlicher Kabelbrücken besser geeignete Lösungen eingesetzt werden können.
Bad Camberg, 24.08.2026
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