Startseite › Lichtenberg (Berlin) › Antrag
Eskalation der HOWOGE beenden
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Lichtenberg (Berlin) |
| Datum | 2026-09-17 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die CDU-Fraktion fordert die Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg auf, das Bezirksamt zu beauftragen, sich gegenüber dem Senat und der HOWOGE dafür einzusetzen, bauvorbereitende Maßnahmen im Ilsekiez zu beenden. Konkret sollen Bauzäune entfernt, Baumfällungen unterlassen und weitere bauvorbereitende Arbeiten ausgesetzt werden, bis alle erforderlichen Prüfungen und Genehmigungen abgeschlossen sind. Die CDU kritisiert das Vorgehen der HOWOGE als „Politik der vollendeten Tatsachen", die öffentliche Verfahren unter Druck setzt. Ein Beschlussergebnis ist dem Dokument nicht zu entnehmen.
Automatisch aus dem Quelldokument zusammengefasst. Wichtige Details bitte immer im Originaldokument unten prüfen.
Dokument
Extrahierter Text
Drucksachen der
Bezirksverordnetenversammlung
Lichtenberg von Berlin
IX. Wahlperiode
Antrag zur Beschlussfassung Drucksachen-Nr: DS/2161/IX
17.09.2026
Datum:
Ursprungsdrucksachenart:
Antrag zur Beschlussfassung
Ursprungsinitiator:
Fraktion CDU
Eskalation der HOWOGE beenden
Beratungsfolge:
Datum Gremium / Ergebnis
17.09.2026 BVV BVV/055/IX
Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, sich gegenüber dem Senat und der HOWOGE mit Nachdruck dafür
einzusetzen, dass die bauvorbereitenden Maßnahmen im Ilsekiez unverzüglich beendet werden.
Bis zum Abschluss sämtlicher laufender Prüfungen sind auf weitere Eingriffe in den Ilsekiez zu verzichten
und keine vollendeten Tatsachen zu schaffen.
Insbesondere wird gefordert:
Die Bauzäune im Ilsekiez sind unverzüglich zu entfernen, soweit sie nicht für nachweislich erforderliche
und rechtlich zulässige Maßnahmen benötigt werden. Nachweise sind vorzulegen. Eine monatelange
Absperrung des öffentlichen Raums ist nicht hinnehmbar.
Fällungen oder sonstige Eingriffe in den Baumbestand sind zu unterlassen, solange nicht sämtliche
hierfür erforderlichen Genehmigungen und rechtlichen Voraussetzungen zweifelsfrei vorliegen.
Alle weiteren bauvorbereitenden Maßnahmen sind mit sofortiger Wirkung auszusetzen, bis die
zuständigen Prüfungen abgeschlossen sind. Die HOWOGE darf durch vorgezogene Maßnahmen
weder irreversible Veränderungen herbeiführen noch Fakten schaffen, die eine spätere Entscheidung
vorwegnehmen.
Die HOWOGE und der Senat werden aufgefordert, die laufenden Prüfungen des Bezirksamts
abzuwarten. Erst wenn deren Ergebnisse vorliegen und die rechtlichen Voraussetzungen geklärt sind,
dürfen weitere Schritte eingeleitet werden.
Ausdruck vom: 03.09.2026
Seite: 1/2
Das Bezirksamt wird weiterhin ersucht, gegenüber der HOWOGE klarzustellen, dass ein schrittweises
Vorgehen nach dem Muster „erst handeln, dann prüfen“ nicht akzeptiert wird. Die öffentliche Hand hat
eine besondere Verantwortung für den Schutz von Bäumen, Grünflächen und gewachsenen
Kiezstrukturen und darf diese Verantwortung nicht zugunsten eines möglichst schnellen Baufortschritts
zurückstellen.
Begründung:
Das Vorgehen der HOWOGE im Ilsekiez ist zunehmend von einer Politik der vollendeten Tatsachen
geprägt. Bauzäune werden aufgestellt, der Kiez wird sichtbar auf eine Baustelle vorbereitet und
weitere Eingriffe stehen im Raum, während gleichzeitig zentrale Fragen noch Gegenstand von
Prüfungen sind und keine Baugenehmigungen vorliegen.
Dieses Vorgehen ist politisch nicht hinnehmbar.
Wer Prüfungen ernst nimmt, muss deren Ergebnis abwarten. Wer bereits vorher irreversible
Maßnahmen durchführt, schafft dagegen Fakten und setzt die zuständigen Stellen unter
Entscheidungsdruck.
Besonders problematisch ist dies beim Umgang mit dem Baumbestand. Bäume sind keine beliebig
austauschbare Baustelleneinrichtung. Eine Fällung lässt sich nicht rückgängig machen. Deshalb muss
gelten: Keine Fällung ohne vollständige rechtliche Klärung und die dafür erforderlichen
Genehmigungen.
Auch die monatelange Präsenz von Bauzäunen und die fortschreitenden bauvorbereitenden
Maßnahmen vermitteln den Eindruck, als sei die Entscheidung über die konkrete Umsetzung längst
gefallen. Damit wird nicht nur der Alltag der Anwohnerinnen und Anwohner belastet. Es wird auch das
Vertrauen in transparente Planungs- und Genehmigungsverfahren beschädigt.
Die HOWOGE ist als landeseigenes Wohnungsunternehmen in besonderer Weise dem Gemeinwohl
verpflichtet. Gerade deshalb darf sie nicht den Eindruck erwecken, dass wirtschaftliche oder zeitliche
Interessen Vorrang vor einer sorgfältigen Prüfung haben.
Die BVV erwartet daher von der HOWOGE und dem Senat ein Ende der Eskalationsstrategie.
Es darf nicht nach dem Prinzip verfahren werden: erst Zäune aufstellen, erst Bäume beseitigen, erst
Tatsachen schaffen – und anschließend prüfen.
Initiator: Fraktion CDU
beschlossen: ja / nein / Enthaltung
überwiesen an: ………………………………………………………………………………………………….
Ausdruck vom: 03.09.2026
Seite: 2/2
Text aus PDF extrahiert