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Verlässliche Mobilität für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen im ÖPNV der Stadt Bocholt Antrag der Fraktionen B90/Die Grünen und CDU v. 18.06.2026
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Stadt Bocholt |
| Datum | 2026-09-16 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktionen B90/Die Grünen und CDU beantragen, die Verwaltung gemeinsam mit StadtBus Bocholt zu beauftragen, Lösungen zur verlässlichen Beförderung von Rollstuhlfahrenden zu prüfen. Hintergrund ist, dass in den Bussen jeweils nur ein Rollstuhlstellplatz verfügbar ist; ist dieser belegt, können weitere Rollstuhlfahrende nicht mitfahren und erfahren dies erst beim Eintreffen des Fahrzeugs. Geprüft werden sollen alternative Angebote wie bedarfsgerechte barrierefreie Fahrdienste, organisatorische oder technische Maßnahmen sowie Kosten und Fördermöglichkeiten. Der Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr sollte beschließend beraten (Termin: 16.09.2026).
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Dokument
Extrahierter Text
Bündnis 90/DIE
Antrag bis 07/2026
GRÜNEN + CDU
Vorlage Nr. AT/36/2026 1. Ergänzung als Antragsteller
Status - öffentlich -
Datum 22.07.2026
Verfasser Bärbel Trauthig
Betreff
Verlässliche Mobilität für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen im ÖPNV der
Stadt Bocholt
Antrag der Fraktionen B90/Die Grünen und CDU v. 18.06.2026
Beratungsfolge Termin Beratungsaktion
Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr 16.09.2026 beschließend
Antragstext
Hinweis zur Ergänzungsvorlage:
Die Vorlage AT/36/2026 wurde in der Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit, Soziales,
Inklusion und Gleichstellung am 08.07.2026 einstimmig auf die Sitzung des Ausschusses für
Planung, Bau und Verkehr vertagt.
Beschlussvorschlag
Der Ausschuss möge beschließen, die Verwaltung zu beauftragen, gemeinsam mit dem
StadtBus Bocholt zu prüfen, wie die verlässliche Beförderung von Rollstuhlfahrerinnen und
Rollstuhlfahrern im öffentlichen Personennahverkehr verbessert werden kann.
Insbesondere soll geprüft werden, wie die Mobilität von Menschen mit körperlichen
Beeinträchtigungen sichergestellt werden kann, wenn der Rollstuhlstellplatz in einem
Fahrzeug des StadtBus Bocholt bereits belegt ist. Ob in einem solchen Fall ein
bedarfsgerechter barrierefreier Fahrdienst (z. B. Taxibus mit Rollstuhlrampe) eingerichtet
werden kann, oder welche ansonsten organisatorischen oder technischen Maßnahmen
geeignet sind, eine gleichberechtigte und verlässliche Nutzung des ÖPNV zu gewährleisten
ebenso welche Kosten oder Fördermöglichkeiten mit möglichen Lösungen verbunden sind.
Begründung des Antragstellers
Begründung
Mobilität ist eine wesentliche Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Menschen mit
körperlichen Beeinträchtigungen müssen die Möglichkeit haben, öffentliche Verkehrsmittel
selbstständig, gleichberechtigt und verlässlich zu nutzen.
Derzeit steht in den Fahrzeugen des StadtBus Bocholt jeweils nur ein Stellplatz für
Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer zur Verfügung. Ist dieser Stellplatz bereits belegt, kann eine
weitere Person im Rollstuhl nicht befördert werden. Da eine Reservierung des Stellplatzes nicht
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möglich ist, erfahren Betroffene häufig erst beim Eintreffen des Fahrzeugs, ob eine Mitfahrt möglich
sein wird.
Für die betroffenen Personen bedeutet dies erhebliche Einschränkungen. Je nach Taktung der
jeweiligen Linie müssen sie bis zu einer Stunde auf die nächste Fahrmöglichkeit warten. Arzttermine,
Arbeitswege, Schulbesuche, Behördengänge, Freizeitaktivitäten oder Besuche bei Familie und
Freunden können dadurch erschwert oder sogar unmöglich gemacht werden.
Menschen mit einer gültigen Wertmarke zum Schwerbehindertenausweis haben einen gesetzlichen
Anspruch auf die unentgeltliche Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Dieser Anspruch
sollte nicht nur formal bestehen, sondern auch tatsächlich und verlässlich nutzbar sein.
Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen haben im Gegensatz zu anderen Fahrgästen keine
Ausweichmöglichkeit, wenn der einzige Rollstuhlstellplatz bereits belegt ist. Während andere
Fahrgäste gegebenenfalls auf eine spätere Verbindung warten, stehen oder andere Verkehrsmittel
nutzen können, ist dies für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer häufig nicht möglich. Dadurch
wird aus einer gewöhnlichen Kapazitätsgrenze eine tatsächliche Mobilitätsbarriere.
Für Menschen im Rollstuhl bedeutet ein bereits belegter Rollstuhlstellplatz nicht lediglich eine
Unannehmlichkeit, sondern unter Umständen den vollständigen Ausschluss von der geplanten
Fahrt. Die tatsächliche Nutzbarkeit des ÖPNV hängt daher nicht allein von der Existenz eines
Rollstuhlstellplatzes ab, sondern von der Verlässlichkeit der Beförderung.
Der Antrag verfolgt ausdrücklich nicht das Ziel, zusätzliche Fahrzeuge dauerhaft vorzuhalten.
Vielmehr soll geprüft werden, wie in den vergleichsweise seltenen Fällen eines bereits belegten
Rollstuhlstellplatzes eine praktikable und wirtschaftlich vertretbare Lösung geschaffen werden kann.
Denkbar wäre beispielsweise ein barrierefreier Taxibus mit Rollstuhlrampe, der bei Bedarf kurzfristig
angefordert werden kann.
Unterzeichnet durch:
Gertrud Koppers Bärbel Trauthig, Rolf Kerkhoff , Lif Licht
Weitere Mitwirkende:
Anlage(n):
1. 2026-6-18 Antrag Mobilität von Menschen mit einer Körperbehinderun.pdf
Antrag bis 07/2026 AT/36/2026 1. Ergänzung Seite 2 von 2
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