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Externe Begutachtung zur perspektivischen Reduzierung der Personalkosten und zur Stärkung des finanziellen Handlungsspielraums Hier: Gutachten mit Handlungsempfehlung Von: Fraktionen SPD, CDU, Bü90/Grüne/KBV, Die Linke, Pro Ruppin
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Fontanestadt Neuruppin |
| Datum | 2026-10-12 geplant |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die fraktionsübergreifende Antragstellergruppe (SPD, CDU, Bü90/Grüne/KBV, Die Linke, Pro Ruppin) fordert den Bürgermeister auf, ein externes Gutachten zur Reduzierung der Personalkosten um 10 Prozent in Anspruch zu nehmen. Das Gutachten soll in der Kernverwaltung Einsparpotenziale, Optimierungsmöglichkeiten und Maßnahmenoptionen aufzeigen sowie Benchmarks berücksichtigen. Gleichzeitig beschließt die Stadtverordnetenversammlung sofort einen Einstellungsstopp in der Kernverwaltung. Der Hintergrund ist die angespannte Haushaltslage mit steigenden Personalkosten, sinkenden Investitionen und geplanten Kreditaufnahmen für den Neubau der Feuerwehrhauptwache.
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Dokument
Extrahierter Text
Fraktion
:
Fraktionen SPD, CDU, Bü90/Grüne/KBV, Die Linke, Pro Ruppin
Antrag
öffentlich
Datum Drucksache Nr. (ggf. Nachtrag)
03.07.2026 2026/17
Beratungsfolge Sitzungstermin Ja Nein Enthaltung
Strukturausschuss 15.09.2026
Haupt- und Finanzausschuss 28.09.2026
Stadtverordnetenversammlung 12.10.2026
Betreff
Externe Begutachtung zur perspektivischen Reduzierung der Personalkosten und zur Stärkung des
finanziellen Handlungsspielraums
Hier: Gutachten mit Handlungsempfehlung
Von: Fraktionen SPD, CDU, Bü90/Grüne/KBV, Die Linke, Pro Ruppin
Inhalt
1. Die Personalkosten sollen perspektivisch um 10 Prozent sinken. Der Bürgermeister wird aufgefordert,
Möglichkeiten zur Reduzierung der Personalkosten zu prüfen.
2. Dazu wird der Bürgermeister aufgefordert, ein externes Gutachten zur Ermittlung belastbarer, fachlich
unabhängiger und umsetzungsorientierter Handlungsempfehlungen zu beauftragen. Dieses Gutachten
soll insbesondere in der Kernverwaltung:
o Einsparpotenziale im Bereich der Personalkosten identifizieren,
o strukturelle, organisatorische und prozessuale Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen,
o Benchmarks mit vergleichbaren Kommunen berücksichtigen,
o kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmenoptionen darstellen.
3. Der Bürgermeister wird der Stadtverordnetenversammlung regelmäßig über den Fortschritt der
Auftragsformulierung, die Vergabe des Gutachtens sowie die Umsetzung der Empfehlungen berichten.
4. Die Stadtverordnetenversammlung beschließt mit sofortiger Wirkung einen Einstellungsstopp im
Bereich der Kernverwaltung. Satz 1 gilt auch für die Entfristung von befristeten Verträgen. Über
Ausnahmen beschließt der Haupt- und Finanzausschuss.
Begründung
Um die langfristige finanzielle Leistungsfähigkeit des städtischen Haushalts zu sichern und die
langfristigen Handlungsspielräume für Investitionen zu erhalten, müssen auf verschiedenen Ebenen
Konsolidierungen vorgenommen werden.
Im Haushaltsplan 2026 liegen die Personalkosten für die Fontanestadt Neuruppin bei 33.168.870 Euro.
Laut mittelfristiger Finanzplanung sollen diese Personalkosten bis zum Jahr 2029 auf 36.201.670 Euro
ansteigen. Das geplante negative Ergebnis des Ergebnishaushaltes von – 2.868.940 Euro in 2026 soll in
2029 auf – 3.799.190 Euro ansteigen. Um den Haushaltsausgleich zu gewährleisten, ist eine ständige
Entnahme aus der liquiden Rücklage der Fontanestadt geplant. Während in 2026 noch Investitionen
8.555.390 Euro geplant sind, soll diese Summe bis zum Jahr 2029 auf 5.156.350 Euro sinken.
Die kommunale Finanzsituation wird sich auch für die Fontanestadt Neuruppin in den kommenden Jahren
aller Voraussicht nach verschlechtern. Schuld daran sind verringerte Schlüsselzuweisungen, weniger
Fördermittel und ein geringeres Aufkommen bei den Gewerbesteuern. Hinzu kommen steigende
Transferausgaben, vermutlich eine höhere Kreisumlage sowie steigende Tarifentwicklungen.
Um das große Investitionsvorhaben Neubau der Feuerwehrhauptwache zu realisieren, müssen die
geplanten Ausgabenplanungen erhebliche reduziert werden. Zusätzlich werden aller Voraussicht nach
Kredite notwendig sein, um die Investitionskosten darzustellen. Für eine Kreditwürdigkeit bedarf es
ausgeglichener bzw. positiver Ergebnishaushalte. Dafür müssen in den Folgejahren große
Kraftanstrengungen unternommen werden. Kürzungen im sogenannten freiwilligen Bereich sind hoch
umstritten. Um das strukturelle Defizit im Ergebnishaushalt auszugleichen müssen daher größere
Sparanstrengungen vorgenommen werden.
Das im Beschlusstext skizzierte Vorhaben dient ausdrücklich dazu, den finanziellen Rahmen zu erweitern,
der für die Ausfinanzierung einer angemessenen neuen Feuerwehr erforderlich ist. Die Ergebnisse des
Gutachtens sollen als Grundlage für weitere Beschlüsse zur Haushaltskonsolidierung dienen.
Die antragsstellenden Fraktionen sehen unter anderem Einsparpotentiale in der Kernverwaltung durch die
weitere Digitalisierung und die zunehmende Anwendung von KI (KI-Rendite). Einen weiteren geplanten
Aufwuchs der Personalkosten in Anbetracht der finanziellen Herausforderungen der Fontanestadt ist nicht
realisierbar. Deshalb soll auch umgehenden ein qualifizierter Einstellungsstopp für die Verwaltung gelten.
finanzielle Auswirkungen
Gesamtaufwendungen Ergebnishaushalt
(keine Umsatzsteuerangaben notwendig)
Gesamtauszahlungen Finanzhaushalt
Folgekosten
einmalige / laufende Haushaltsbelastung
Veranschlagung im Haushaltsplan
Erträge/Einzahlungen
(Umsatzsteuerangaben sind Notwendig)
Umsatzsteuerbar ☐ nicht ☐Steuerbar/ ☐Steuerbar/ ☐ 7%
(Steuerangaben wirken ab 01.01.2027) Steuerbar Steuerfrei Steuerpflichtig ☐ 19%
keine finanziellen Auswirkungen
Anhörung des Ortsbeirates
Datum, eingegangen per Mail am 25.06.2026
Gez. Michael Peter Gez. André Ballast Gez. Jenny Salzwedel
Fraktionsvorsitzender CDU Fraktionsvorsitzender Pro Ruppin Fraktionsvorsitzende
Die Linke
Gez. Michael Bülow Maximilian Kowol
Fraktionsvorsitzender SPD Fraktionsvorsitzender Bü90/Grüne/KBV
Text aus PDF extrahiert