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Antrag der CDU-Fraktion vom 14.05.2026: Einführung des Projektes "Notinsel"

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeBorken
Datum2026-09-09
DatenstufeNur Dokumente
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Zusammenfassung (KI, experimentell)

Die CDU-Fraktion beantragt am 14.05.2026 die Einführung des Projekts „Notinsel" der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel in Borken. Das Projekt schafft gekennzeichnete Anlaufstellen in Geschäften und Einrichtungen, wo sich Kinder in Notlagen Hilfe holen können. Die Verwaltung bewertet das Konzept positiv als ergänzendes, niedrigschwelliges Präventionsangebot und schlägt vor, die Stadt als Projektträger zu benennen. Der Ausschuss für Jugend und Familie soll die Umsetzung beschließen; Kosten betragen 750 Euro im ersten Jahr plus 175 Euro jährlich ab dem zweiten Jahr.

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S t a d t v e r w a l t u n g FB Jugend, Familie, Schule und Sport Vorlage B Vorlage-Nr: V 2026/1026 Status: öffentlich TOP: Datum: 05.06.2026 Antrag der CDU-Fraktion vom 14.05.2026: Einführung des Projektes "Notinsel" Federf. Fachbereich: FB Jugend, Familie, Schule und Sport Beteiligte Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Klimaschutz Fachbereiche: Verfasser/in: Thomas Wetterkamp, Katja Hoffboll Beratungsfolge Sitzungsdatum Gremium 09.09.2026 Ausschuss für Jugend und Familie Erläuterung: Mit Schreiben vom 14. Mai 2026 beantragt die CDU-Stadtratsfraktion, die Einführung des Projekts „Notinsel“ der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel für das Stadtgebiet Borken auf seine Umsetzbarkeit, die organisatorischen Voraussetzungen und die finanziellen Auswirkungen zu prüfen. Ziel des bundesweit bestehenden Kinderschutzprojekts „Notinsel“ der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel ist es, für Kinder im öffentlichen Raum leicht erkennbare Anlaufstellen zu schaffen. Teilnehmende Geschäfte, Apotheken, Arztpraxen, Banken, öffentliche Einrichtungen oder vergleichbare Stellen werden durch einen einheitlichen Aufkleber als „Notinsel“ gekennzeichnet. Kinder sollen sich dorthin wenden können, wenn sie sich bedroht oder unsicher fühlen, sich verlaufen haben oder aus anderen Gründen kurzfristig Hilfe und Unterstützung benötigen. An über 250 Standorten in Deutschland signalisieren ca. 17.000 Geschäfte, die das Notinsel-Zeichen an der Tür tragen, den Kindern:“ Wo wir sind, bist Du sicher.“ Für die Realisierung bedarf es eines Projektträgers. Er hat die Aufgabe, geeignete Notinseln zu finden, zu betreuen und die Aktualität zu gewährleisten. Dabei nutzen die Projektträger die örtlichen Strukturen, u.a. die Kontakte zu Schulen, Kitas sowie Jugendeinrichtungen, um die Notinseln bei den Kindern bekannt zu machen. Die Projektträger stellen zudem den Notinseln den Türaufkleber und die Handlungsanweisung mit Vor-Ort-Hilfenummern zur Verfügung und unterstützen die Notinseln bei der Projektumsetzung, damit Kinder mit kleinen und großen Problemen in einer „Notinsel“ Schutz und Hilfe finden. V 2026/1026 Seite 1 von 3 Als Projektträger kommen öffentliche oder gemeinnützige Institutionen in Frage. Diese werden von der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel unterstützt. 1. Grundsätzliche Bewertung Die mit dem Antrag verfolgte Zielsetzung ist grundsätzlich zu begrüßen. Jede Maßnahme, die dazu beiträgt, dass Kinder in einer für sie schwierigen Situation unkompliziert Hilfe durch Erwachsene erhalten können, ist positiv zu bewerten. Das Projekt zeichnet sich insbesondere durch seine einfache Verständlichkeit aus. Das einheitliche Zeichen vermittelt Kindern die Botschaft, dass sie die gekennzeichnete Einrichtung betreten und dort um Hilfe bitten können. Gleichzeitig kann das Projekt dazu beitragen, Gewerbetreibende, Einrichtungen und Bürgerinnen und Bürger für die Belange und die Sicherheit von Kindern zu sensibilisieren. Der Ansatz passt damit grundsätzlich zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadt. 2. Einordnung für die Stadt Borken Bei der Bewertung ist zu berücksichtigen, dass Borken bereits über eine gute soziale Infrastruktur und vielfältige professionelle und ehrenamtliche Unterstützungsangebote verfügt. Schulen, Kindertageseinrichtungen, Jugendhilfe, Polizei, Beratungsstellen, Jugendeinrichtungen, Vereine sowie weitere soziale Akteure bilden bereits ein enges örtliches Netzwerk. Die Einführung der „Notinsel“ würde daher keine bestehende Versorgungslücke im eigentlichen Sinne schließen. Sie wäre vielmehr als ergänzendes, niedrigschwelliges Präventions- und Orientierungsangebot zu verstehen. Dabei sollte auch berücksichtigt werden, dass Geschäfte, Apotheken, öffentliche Einrichtungen und andere öffentlich zugängliche Stellen Kindern in einer tatsächlichen Notlage bereits heute Hilfe leisten werden. Der besondere Mehrwert des Projekts liegt deshalb weniger in der erstmaligen Schaffung solcher Hilfsmöglichkeiten als in deren Sichtbarkeit, Wiedererkennbarkeit und bewussten Vernetzung. Eine belastbare Quantifizierung, in welchem Umfang hierdurch konkrete Gefährdungssituationen verhindert werden, ist nur eingeschränkt möglich. Der Nutzen liegt insbesondere in der präventiven Wirkung, der Sensibilisierung der teilnehmenden Einrichtungen und dem subjektiven Sicherheitsgefühl von Kindern und Eltern. Unter diesen Aspekten wurde das Konzept sowie die Methodik des Projektes „Notinsel“ von der Abteilung Jugendförderung/Jugendhilfeplanung bewertet und für gut befunden: V 2026/1026 Seite 2 von 3 3. Praktische Umsetzung Der Projektträger vor Ort übernimmt eine anteilige Co-Finanzierung für das Notinsel- Projekt. Diese beziffert sich wie folgt. • Einmalig: 750 Euro im ersten Projektjahr • Jährlich: 175 Euro Betreuungspauschale ab 2. Projektjahr • Variabel einmalig: 1.000 Euro Material- und Druckkosten hängen vom Bedarf vor Ort ab. Die Verwaltung schlägt vor, das Projekt „Notinsel“ in Borken umzusetzen und die Stadt Borken als Projektträger zu benennen. Die operative Umsetzung erfolgt durch die Abteilung Jugendförderung/Jugendhilfeplanung. Im Hinblick auf die Ansprache des Einzelhandels wird das Team der Abteilung Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung unterstützen. Entscheidungsalternativen: Eine Umsetzung des Projektes „Notinsel“ soll nicht erfolgen. Finanzielle Auswirkungen: • Einmalig: 750 Euro im ersten Projektjahr • Jährlich: 175 Euro Betreuungspauschale ab 2. Projektjahr • Variabel einmalig: 1.000 Euro Material- und Druckkosten hängen vom Bedarf vor Ort ab und sind noch nicht abschätzbar Klimafolgenabschätzung: Keine. Beschlussvorschlag: Der AJF beschließt die Umsetzung des Projektes „Notinsel“. Die Stadt Borken soll als Projektträger benannt werden und die Realisierung forcieren. V 2026/1026 Seite 3 von 3

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