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Durchgängige Einbahnstraße Dalbergstraße Optimierung Fuß- und Radverkehr von der Herstallstraße zum Stiftsplatz - Antrag der CSU-Stadtratsfraktion vom 08.08.2024 - Absetzungsantrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 09.07.2026 (Beschließend)

Ergebnis unbekannt
TypAntrag
GemeindeAschaffenburg
Datum2026-07-14
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Beschlussvorschlag: I. Der Planungs- und Verkehrssenat (PVS) nimmt den Bericht der Verwaltung zum Sachstand zur Kenntnis. Das Ziel der durchgängigen Einbahnstraße der Dalbergstraße bis zur Wermbachstraße (Beschluss zum Stadtbodenkonzept im PVS vom 20.07.2021) wird bestätigt und umgesetzt. Der PVS beschließt die Planungen a. zur Einführung der durchgängigen Einbahnstraße b. zur Sanierung der Oberfläche in der Dalbergstraße vom Stiftsplatz zur Wermbachstraße mit dem Übergangsbereich zur Herstallstraße c. die Neumarkierungen mit einem nicht benutzungspflichtigen Geh- und Radweg im Zweirichtungsverkehr d. die Änderung der Ampelschaltung und der Aufstellflächen e. das Fräsen der gekennzeichneten Flächen am Stiftsplatz zum Komfortstreifen. Der PVS beschließt, dass die Verwaltung für das Jahr 2027 die erforderlichen Mittel für die Umsetzung der Komfortstreifen im Haushalt vorsehen soll. II. Angaben zur Klimawirkung: Bewertung - jeweils Mehrung oder Minderung der Treibhausgase (THG) wenig klimarelevant teilweise klimarelevant sehr klimarelevant [ ] keine weiteren Angaben erforderlich [ x ] kurze Erläuterung in den Begründungen [ ] ausführliche Erläuterung in den Begründungen Bewertungsschema nach KÖP (Klimaschutzmanagement in öffentlichen Projekten) (Nationale Klimaschutz-Initiative - Klimabündnis / ifeu-Heidelberg / BMU) III. Angaben zu den Kosten: Durch den Vollzug dieses Beschlusses entstehen Kosten: ja [ x ] nein [ ] Sofern Kosten entstehen: Die Kosten sind im laufenden Haushaltsplan veranschlagt ja [ x ] nein [ ] Es entstehen Folgekosten ja [ ] nein [ ] Häufigkeit der Folgekosten einmalig [ ] wiederkehrend [ ] Begründung / Sachverhalt zum Zeitpunkt der Sitzungseinladung: Rückblick: Die Dalbergstraße war bereits für lange Zeit eine Einbahnstraße von der Stiftskirche / Rathaus hinunter zur Wermbachstraße / Herstallstraße. Erst im Zuge diverser Großbaustellen in der Oberstadt (u.a. Kanalbau, Fernwärme und Sanierung des Rathauses) wurde der Kfz-Verkehr von der Wermbachstraße hoch zur Stiftskirche / Rathaus übergangsweise freigegeben. Im PVS vom 20.07.2021 1993028395wurde 1993028395EA19930283951206229657 Das Stadtbodenkonzept war damals eigentlich nicht direkt Thema der BV, oder?zur Neugestaltung der Dalbergstraße u.a. folgendes beschlossen: „Beschluss (2): Der Planungsprämisse einer Einbahnstraße von Suicardusstraße bis Wermbachstraße wird zugestimmt. Aus der Beschlussvorlage vom 20.07.2021, Punkt 3.1: Die Dalbergstraße soll auf gesamter Strecke von der Suicardusstraße bis zur Wermbachstraße als echte Einbahnstraße ausgeführt werden. Der Zweirichtungsverkehr im Bereich zwischen Stiftsplatz und Wermbachstraße, wie er derzeit eingerichtet ist, soll zugunsten der Fußgänger, Radfahrer und attraktiven Stadtgestaltung auch wieder als Einbahnstraße ausgeführt werden.“ Vorteile für alle Verkehrsarten Eine durchgängige Einbahnstraße Dalbergstraße wird als verhältnismäßig kleine Maßnahme für alle Verkehrsarten Vorteile bringen. Insbesondere die Rücknahme des Rechtsabbiegens vom motorisierten Individualverkehr aus der Wermbachstraße wird eine sicherere und wesentlich effektivere Schaltung der Ampelanlage mit lediglich zwei Phasen ermöglichen: Freigabe entlang der Landing- und Wermbachstraße für alle Verkehrsteilnehmer Freigabe der Dalbergstraße in die Wermbachstraße für alle Fahrzeuge sowie Querung der Wermbachstraße für Fuß- und Radverkehr Motorisierter Individualverkehr mit Kfz Der Kfz-Abfluss aus der Oberstadt wird durch die effektivere Regelung des Knotens zur Wermbachstraße deutlich verbessert. Bestehende Rückstaus werden reduziert oder aufgelöst. Der Zweirichtungsverkehr führt aktuell zu Konflikten und Verkehrssicherheitsproblemen insbesondere am Abzweig zur Pfaffengasse. Für den Kfz-Verkehr im Bereich von Rathaus und Stiftsplatz gibt es praktisch nur noch eine Fahrtrichtung in Richtung Wermbachstraße. Dies macht das Verkehrsgeschehen deutlich einfacher und sicherer. Busverkehr Die Busspur in der Landingstraße wird wieder durchgängig und nicht mehr für den motorisierten Individualverkehr freigegeben. Dies reduziert die Wartezeiten vor der Dalbergstraße und verbessert den Verkehrsfluss für Bus- und Radverkehr, welche die Busspur gemeinsam nutzen. Radverkehr Der große Mangel, dass entlang der Radhauptroute von der Dalbergstraße in die Herstallstraße oder Sandgasse bislang keine legale Fahrmöglichkeit besteht, wird beseitigt. Es können zwei grüne Rechtsabbiegepfeile für den Radverkehr angeordnet werden: Sowohl von der Dalberstraße nach rechts in die Wermbachstraße als auch von der Wermbachstraße nach rechts in die Dalbergstraße. Es entlastet dabei auch den Kraftverkehr und erhöht die Leistungsfähigkeit, wenn die Radfahrenden bereits vorher fahren können. Fußverkehr Die Freigabezeiten beider Furten zur Querung der Dalbergstraße bzw. zur Querung der Wermbachstraße können deutlich verlängert und effektiver werden. Fußgänger entlang der Dalbergstraße können aus den Arkaden herausgeholt werden. Es gibt einen deutlichen Flächengewinn für den Fußverkehr, es kann zwischen dem Gehen unter der Arkade oder im offenen Bereich gewählt werden. Die städtebaulich relevante Sichtbeziehung als direkte Verbindung von Ober- und Unterstadt wird wieder erfahrbar. Die Konflikte auf dem Stiftsplatz durch gegenläufige Kfz-Ströme im Bereich der Pfaffengasse können reduziert und die Verkehrssicherheit erhöht werden. Es entsteht eine barrierefreie Gesamtverbindung zwischen der Herstallstraße, der Dalbergstraße, dem Rathaus und dem Eingang zur Stiftskirche. Bezug zur Verkehrsentwicklung Innenstadt und zum ISEK Für den motorisierten Individualverkehr wird die Anfahrt zum Parkhaus Theaterplatz mit dem Auto aus der Landingstraße kommend verlängert. Dies macht eine Anfahrt aus der Innenstadt kommend (über die Luitpoldstraße oder durch den Landingtunnel) unattraktiver. Dies wird zur Folge haben, dass Anfahrten zum Parkhaus Theaterplatz vermehrt über die Ringstraße und über die Willigisbrücke erfolgen. Diese Verlagerung entspricht dem Ziel des Verkehrsentwicklungsplans Innenstadt, dass die jeweiligen Parkhäuser von außen über die Ringstraße und nicht quer durch die Innenstadt selbst angefahren werden sollen. Die Erreichbarkeit der Innenstadt wird durch die Maßnahme nicht geschwächt, sondern der Kfz-Verkehr wird lediglich auf die Ringstraße zugunsten einer direkten Zufahrt zu den Parkhäusern verlagert. Auch die Stadtwerke als Betreiber beurteilen diese Maßnahme unkritisch für die Auslastung und Bedienung der Parkhäuser. Als positiver Nebeneffekt ist zu sehen, dass durch die Maßnahme das geringer ausgelastete Parkhaus Löhergraben tendenziell gefördert wird im Vergleich zum stark ausgelasteten Parkhaus Theaterplatz. Jede geringfügige Verlagerung wird begrüßt, da das Parkhaus Löhergraben vom Kfz-Verkehr schneller und weniger konfliktträchtig erreicht werden kann. Die Furt für den Fußverkehr über die Wermbachstraße wird deutlich verbreitert und soll auch in einem helleren grauen Asphalt ausgeführt werden. Dies wird auch optisch die bessere Verbindung zwischen Ober- und Unterstadt darstellen. Die Stärkung dieser Verbindung und die Wiederherstellung einer direkteren Verbindung zwischen Herstallstraße und Stiftsplatz ist aus städtebaulicher Sicht sehr bedeutsam und auch wichtiger Bestandteil des integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und ist unter der Maßnahme 5.10 Aufwertung „Scharfes Eck“ beschrieben. 131490533Die Umsetzung dieser verkehrlichen Maßnahme ist somit der erste, kurzfristig umsetzbare Schritt zur Umgestaltung und städtebaulichen Aufwertung der Innenstadt. Die städtebauliche Aufwertung und die Umgestaltung der Dalbergstraße nach dem Stadtbodenkonzept bleiben weiterhin mittelfristige Maßnahmen, die im Rahmen der Umsetzung der Stadtentwicklungskonzepte Oberstadt und Innenstadt angegangen werden sollen. 131490533EA1314905331206229731 Ich denke, ein paar Worte dazu, dass die Maßnahme noch nicht die gestalterische Endlösung ist, sollte m.E. rein. Und dass der 2. Beschluss vom 20.07.21 noch nicht in Vergessenheit geraten ist. Sie bleiben aber vorerst aus Kostengründen zurückgestellt. Der zweite Beschluss von 2021 zur Prüfung und Planung der verkehrlichen und gestalterischen Umplanung der Dalbergstraße von der Suicardusstraße bis zum Theaterplatz soll im Anschluss an die Maßnahmen zur Neugestaltung des Mainufer und der Suicardusstraße wieder aufgenommen werden. Beschreibung der vorliegenden Planung Die Verlegung und Verbreiterung der Furt über die Wermbachstraße stärkt die städtebaulich sehr wichtige Verbindung von der Oberstadt zur Unterstadt. 1770743389Die schadhafte Oberfläche der Dalbergstraße zwischen Stiftsplatz und Wermbachstraße wird abgefräst und neu asphaltiert. 1770743389EA17707433891206229666 Wo? Auch im Abschnitt Pfaffengasse bis Wermbachstraße, oder?Die bestehenden Bordsteine bleiben erhalten. Auf der nordwestlichen Seite im Bereich der zukünftigen Zweirichtungsführung des Geh- und Radweges wird der Bordstein nur noch eine geringe Kantenhöhe für den Wasserablauf haben. Er wird durch den hellen Stein optisch gut erkennbar sein. Dies hilft sehbehinderten Personen bei der Orientierung und kann mit einfachen Mitteln zur Wahrnehmung von Kontrasten oder zum Tasten genutzt werden. Vom Stiftsplatz aus gibt es zukünftig nur noch einen Fahrstreifen für den Kfz-Verkehr bergab in Richtung Wermbachstraße. Der nicht mehr für Kfz benötigte Bereich zur Auffahrt zum Stiftsplatz wird zu einem gemeinsamen Bereich für Fuß- und Radverkehr umgewandelt. Dieser kann von Fuß- und Radverkehr in beide Richtungen genutzt werden, es wird verkehrsrechtlich ein „nicht benutzungspflichtiger Geh- und Radweg“ und mit dem entsprechenden Piktogramm markiert. Die gemeinsame Führung von Fuß- und Radverkehr ist zwar nicht konfliktfrei, aber im Gesamtzusammenhang richtig und konsequent, denn der Fuß- und Radverkehr wird vom verkehrsberuhigten Bereich am Theaterplatz bis über die Herstallstraße bzw. Sandgasse hinaus dann durchgängig gemeinsam geführt. Die räumlichen Gegebenheiten lassen auch keine andere Möglichkeit zu, als sich miteinander auf gemeinsamen Wegen zu bewegen. Die gegenseitige Rücksichtnahme soll mit einem neuen Bodenpiktogramm „Miteinander-Weg“ aktiv beworben werden. Der Radverkehr bekommt durch diese Maßnahme nun eine legale Fahrmöglichkeit entlang der Radhauptroute von der Dalbergstraße runter zur Herstallstraße und Sandgasse. Zudem wird mit dem vormarkierten roten Radaufstellstreifen eine bevorzugte Fahrweise nach rechts in die Wermbachstraße mit dem grünen Rechtsabbiegepfeil ermöglicht. Komfortstreifen Stiftsplatz In Abstimmung mit dem Denkmalschutz und der Behindertenbeauftragen wurde die neue Wegeführung entwickelt. Diese ermöglicht eine Gesamtverbindung von der Herstallstraße über die Dalbergstraße zum Rathaus und zum Eingang der Stiftskirche ohne Absätze, Kanten und Hindernisse. Aufgrund der Topographie ist diese zwar nicht barrierefrei im technischen Sinne, wird aber allen Bürgerinnen und Bürgern mit Hilfsgeräten den Weg deutlich vereinfachen. Es ist vorgesehen, dass das bestehende Pflaster abgefräst bzw. geschliffen wird, so dass eine ebene, aber dennoch rutschfeste Oberfläche entsteht. Der Bereich zwischen den Arkaden der Dalbergstraße und der Pfaffengasse soll zur Herstellung des Übergangs flächig bearbeitet werden. So kann auch die Pfaffengasse mit angebunden werden. Auf dem Stiftsplatz integriert sich der Komfortstreifen optisch am besten, wenn er entlang der bestehenden Wasserrinne im Muster des Pflasters entlang der Strahlenform geführt wird. Es soll entlang des Musters ein ca. 1,6 m breiter Komfortstreifen ausgearbeitet werden, über den dann das vergleichsweise gut begehbare kleinteilige Pflaster rund ums Rathaus erreicht werden kann. Über dieses wird mit lediglich geringen Eingriffen der Hinterausgang des Rathauses an der Stiftsgasse erreicht. Der Bereich am Rathausbalkon wird zukünftig mit Pollern von parkenden Fahrzeugen freigehalten. Dies ist ein großer Gewinn für die Begeh- und Nutzbarkeit sowie für die optische Wirkung des Stiftsplatzes und des Rathauses als Baudenkmal. An der Stiftsgasse ist dann eine Querung vorgesehen, um das kleinteiligere Pflaster hoch zum Eingang der Stiftskirche zu erreichen. Hier sind wiederum Arbeiten erforderlich, um eine gute Begehbarkeit herzustellen. Das Ziel ist dann oben an der bestehenden Rampe zum Eingang der Stiftskirche vor dem Pfarrbüro erreicht. Die Komfortstreifen werden durch die Bearbeitung optisch erkennbar sein. Damit die Bürgerinnen und Bürger sowie ortsunkundige Touristen die Komfortstreifen auch wahrnehmen, ist dies auch von Vorteil. Es ist der gleiche Stein, so dass sich die durch das Fräsen oder Scheiden entstehenden Farbunterschiede im Laufe der Zeit wieder angleichen werden. Es ist ein Kompromiss zwischen dem Bedürfnis nach einer komfortableren Mobilität und den Belangen von Denkmalschutz und Denkmalpflege. Kosten Die verkehrliche Umgestaltung und bauliche Sanierung der Oberflächen werden Kosten in Höhe von ca. 100.000 EUR verursachen. Die Anpassung der Ampelanlage mit zusätzlichem Mast und Umprogrammierung verursachen Kosten in Höhe von weiteren ca. 50.000 EUR. Da die Maßnahme insbesondere dem Radverkehr entlang der Radhauptroute zuzuordnen ist, kann sie auch aus der Haushaltstelle für Radverkehrsmaßnahmen finanziert werden. In Abhängigkeit der Abwicklung anderer Baustellen im Stadtgebiet wird eine Vergabe und Umsetzung noch in 2026 angestrebt. Für die Einrichtung der Komfortstreifen am Stiftsplatz für die Fräs- bzw. Schleifarbeiten liegen erste Kostenschätzungen und Angebote von Fachfirmen vor. Zusammen mit der Anschaffung und Einbau der Poller müssen je nach optionalen Zusatzleistungen Kosten von bis zu 90.000 EUR kalkuliert werden. Da 2026 keine Haushaltsmittel hierfür vorgesehen sind, sollen entsprechende Mittel für eine Beauftragung und Umsetzung in 2027 eingestellt werden. Für weitere Details und eine Vergabe des Auftrags wird dann der Stadtrat wieder eingebunden und ein Beschluss eingeholt. Klimawirkungsprüfung Die Maßnahmen fördern den Umweltverbund in der Innenstadt in hohem Maße und sind damit grundsätzlich klimarelevant. Durchgängig gute Begehbarkeit, legale und sichere Radverkehrsanlagen, ein effektiverer Busbetrieb sowie eine Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs zum Parkhaus Löhergraben sind positiv zu sehen. Insbesondere auf den kurzen Wegen in der Stadt kann der Umweltverbund mit seinen umweltfreundlicheren Mobilitätsformen in hohem Maß klimaschädliche Emissionen vermeiden. Anlagen: 2021-07-20 Beschluss PVS Neugestaltung der Dalbergstraße 2024-08-08 CSU-Antrag Komfortstreifen am Stiftsplatz 2025 Einbahnstraße Dalbergstraße konzeptionelle Planung 2026 Optimierung Fuß- und Radverkehr Dalbergstraße-Stiftsplatz 2026 Stellungnahme Behindertenbeauftragte 2026 Foto Rückstau Kfz bis zum Stiftsplatz

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