Startseite › Bottrop › Antrag
Antrag der Fraktion Die Linke - Konzept zur Verbesserung des Hitzeschutzes
Ergebnis unbekannt
| Typ | Antrag |
| Gemeinde | Bottrop |
| Datum | 2026-09-08 |
| Datenstufe | Nur Dokumente |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Zusammenfassung (KI, experimentell)
Die Fraktion Die Linke beantragt, dass die Verwaltung ein umfassendes Konzept zum Hitzeschutz in Bottroper Schulen und Kindertagesstätten entwickelt. Die Verwaltung soll Hitzebelastungen erfassen, hitzebdingte Unterrichtsausfälle erheben, kurzfristige Maßnahmen wie Sonnenschutz und Begrünung umsetzen, energieeffiziente Klimatisierungssysteme für belastete Gebäude prüfen, Fördermittel ausschöpfen und einen mehrjährigen Investitionsplan vorlegen. Ein Beschluss ist nicht dokumentiert.
Automatisch aus dem Quelldokument zusammengefasst. Wichtige Details bitte immer im Originaldokument unten prüfen.
Dokument
Extrahierter Text
Die Linke
Fraktion im Rat der Stadt Bottrop, Hochstraße 10, 46236 Bottrop
Fraktion Die Linke
im Rat der Stadt Bottrop
26.06.2026
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wir bitten, folgenden Antrag an die entsprechenden Ausschüsse zur Beratung
weiterzuleiten:
Die Fraktion Die Linke Bottrop beantragt, dass die Verwaltung ein umfassendes Konzept zur
Verbesserung des Hitzeschutzes und – wo erforderlich – zur Klimatisierung der Bottroper
Schulen und Kindertagesstätten erarbeitet und dem Rat zeitnah zur Beschlussfassung
vorlegt.
Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt,
1. alle Schulen und Kindertagesstätten hinsichtlich ihrer sommerlichen
Hitzebelastung zu erfassen und zu bewerten;
2. gemeinsam mit den Schulen zu erheben, in welchem Umfang es in den
vergangenen Jahren aufgrund hoher Raumtemperaturen zu hitzebedingten
Einschränkungen des Unterrichts, Unterrichtsausfällen oder vorzeitigem
Unterrichtsende (sogenanntem "Hitzefrei") gekommen ist. Die Ergebnisse sind in
die Priorisierung der Maßnahmen einzubeziehen;
3. kurzfristige Maßnahmen zum Hitzeschutz umzusetzen, insbesondere:
○ außenliegenden Sonnenschutz,
○ Verschattung durch Bäume und Begrünung,
○ Dach- und Fassadenbegrünung,
○ Optimierung der Lüftungskonzepte,
○ Bereitstellung von Trinkwasserspendern;
4. für besonders belastete Gebäude die technische Nachrüstung mit
energieeffizienten Klimatisierungs- oder Kühlsystemen zu prüfen und nach
Priorität umzusetzen;
1
5. Fördermöglichkeiten des Landes Nordrhein-Westfalen, des Bundes und der
Europäischen Union vollständig auszuschöpfen;
6. dem Rat einen mehrjährigen Investitions- und Finanzierungsplan mit Priorisierung
der betroffenen Einrichtungen vorzulegen.
Begründung
Die Auswirkungen des Klimawandels führen auch in Bottrop zu immer häufigeren und
intensiveren Hitzeperioden. Temperaturen von über 30 °C in Klassen- und Gruppenräumen
beeinträchtigen nachweislich die Konzentrationsfähigkeit, die Gesundheit sowie den
Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen. Ebenso sind Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte
und weitere Beschäftigte erheblichen Belastungen ausgesetzt.
In den vergangenen Jahren kam es an vielen Schulen in Nordrhein-Westfalen aufgrund
extremer Hitze wiederholt zu verkürztem Unterricht oder zur Erteilung von Hitzefrei. Auch
in Bottrop ist davon auszugehen, dass hohe Raumtemperaturen zunehmend den regulären
Unterrichtsbetrieb beeinträchtigen. Eine systematische Erfassung dieser Ausfälle schafft
Transparenz über das tatsächliche Ausmaß des Problems und ermöglicht eine sachgerechte
Priorisierung der notwendigen Investitionen.
Viele Bildungsgebäude wurden zu einer Zeit errichtet, in der der sommerliche
Wärmeschutz nur eine untergeordnete Rolle spielte. Angesichts der klimatischen
Entwicklung besteht dringender Handlungsbedarf.
Dabei sollte die Klimatisierung nicht isoliert betrachtet werden. Vorrang haben bauliche
und natürliche Maßnahmen wie Verschattung, Begrünung und energetische Sanierung. Wo
diese Maßnahmen jedoch nicht ausreichen, müssen moderne, energieeffiziente
Kühlsysteme eingesetzt werden, um gesundheitlich vertretbare Raumtemperaturen
sicherzustellen und einen verlässlichen Unterrichtsbetrieb zu gewährleisten.
Investitionen in den Hitzeschutz sind Investitionen in Bildungsgerechtigkeit, Gesundheit
und gute Arbeitsbedingungen. Sie erhöhen gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit der
kommunalen Infrastruktur und tragen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels bei.
Die Verwaltung wird daher gebeten, kurzfristig ein umsetzbares Konzept mit Prioritäten,
Kostenrahmen, Zeitplan sowie einer Auswertung der hitzebedingten Unterrichtsausfälle
vorzulegen.
Mit freundlichen Grüßen
Christoph Ferdinand
2
Text aus PDF extrahiert