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Erstellung eines Konzeptes zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen Klimaschutz, hier: Sachstandsbericht und Beratung über Umsetzung einzelner Maßnahmen
Beschlussvorlage
| Typ | Beschlussvorlage |
| Gemeinde | Stadt Sprockhövel |
| Datum | 2026-11-16 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Beschlussvorlage
Status: öffentlich
Vorlagennummer: VL-201/2026
Fachbereich: Geschäftsbereich III
Federführendes Fachbereich
Amt: Planen/Umwelt/Bauen/Wohnen
Datum: 21.10.2026
Beratungsfolge
Gremium TOP Termin Beratungsaktion
Ausschuss für Stadtentwicklung und 3.
16.11.2026 beschließend
Denkmalschutz
Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Verkehr,
26.11.2026 beschließend
öffentliche Sicherheit und Ordnung
Betreff:
Erstellung eines Konzeptes zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen
Klimaschutz, hier: Sachstandsbericht und Beratung über Umsetzung einzelner Maßnahmen
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss beauftragt die Verwaltung einen Förderantrag zur Förderrichtlinie „1000 coole
Schulhöfe und Kitas“ einzureichen, sobald sich das Förderfenster öffnet, um die Maßnahme
„Klimaangepasste Gestaltung von Schulhöfen und Kita-Außenbereichen“ umzusetzen.
Sachdarstellung:
Hintergrund
Mit Beschluss vom 23.11.2023 hat sich der Rat der Stadt Sprockhövel entschieden, die
Verwaltung zu beauftragen einen Förderantrag im Rahmen der Förderrichtline „Maßnahmen zur
Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu Maßnahmen des Natürlichen Klimaschutzes und
naturbasierten Lösungen“ zum Förderschwerpunkt A.1 „Erstellung eines Konzepts zur
nachhaltigen Klimaanpassung und für den natürlichen Klimaschutz“ zu stellen.
Die Stadt Sprockhövel wurde für die Projektteilnahme ausgewählt und erhält somit die Möglichkeit,
ein kommunales Klimaanpassungskonzept zu erarbeiten. Das Projekt wird mit Mitteln des
Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.
Bisheriger Projektverlauf
Im Rahmen des Projektes sind verschiedene Bausteine für das Klimaanpassungskonzept zu
erarbeiten. Bestands-, Betroffenheits- und Hotspotanalysen von Klimafolgen für die Stadt
Sprockhövel wurden mithilfe eines Ingenieurbüros erstellt und ausgewählte Ergebnisse im
gemeinsamen Ausschuss für Stadtentwicklung und Denkmalschutz und für Umwelt, Klimaschutz,
Verkehr, öffentliche Sicherheit und Ordnung am 15.06.2026 vorgestellt.
Am 29.04.2026 fand eine öffentliche Informations- und Beteiligungsveranstaltung in Kooperation
mit dem Klimaschutzmanagement der Stadt statt.
Um eine weitreichende Beteiligung der Bürger*innen zu ermöglichen, war seit dem 30.04.2026 bis
einschließlich 07.06.2026 eine Online-Ideenkarte freigeschaltet. Es wurden Ideen für Maßnahmen
und Informationen zu den Kategorien: Hitze und Trockenheit, Begrünung, Sonstige Meldungen
oder Ideen, Kühle Orte, Starkregen und Überflutungen, Starkwind und Sturm von der Bürgerschaft
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Sprockhövels gesammelt. Zu den einzelnen Informationen und Maßnahmenideen konnten in
einem zweiten Schritt Kommentare und Likes hinzugefügt werden.
Darüber hinaus wurden am 08.07.2026 und 16.07.2026 Fachworkshops zu den Themen
„Menschliche Gesundheit im Klimawandel – Herausforderungen und Anpassungsstrategien“ und
„Ökosysteme und biologische Vielfalt sowie Verkehr und Verkehrsinfrastruktur in Zeiten des
Klimawandels“ durchgeführt. Hierfür wurden für die jeweiligen Themenschwerpunkte externe und
interne Fachpersonen eingeladen. Es wurde innerhalb der zweistündigen Workshops seitens der
Klimaanpassungsmanagerin und des Ingenieurbüros in die entsprechenden Themen eingeführt.
Daraufhin folgte eine moderierte Diskussion der Teilnehmenden mit dem Zweck Inhalte,
Perspektiven und Maßnahmenideen aus fachlicher Sicht für das Konzept zu diskutieren und zu
sammeln.
Für einen weiteren Baustein des Konzeptes gilt es, Klimaanpassung in die Strukturen der
Verwaltung zu etablieren. Hierzu finden regelmäßige Treffen des Kernteams Klimaanpassung mit
relevanten Akteur*innen der Verwaltung statt. Unter anderem wurde die Gesamtstrategie und der
Maßnahmenkatalog in Abstimmung mit dem Kernteam Klimaanpassung erarbeitet.
Die Erarbeitung des Maßnahmenkatalog ist abgeschlossen. Es konnten 35
Klimaanpassungsmaßnahmen für Sprockhövel erarbeitet werden. 13 der 35 Maßnahmen stellen
naturbasierte Maßnahmen dar. Der Fördermittelgeber schreibt für den Maßnahmenkatalog eine 30
% Quote naturbasierter Maßnahmen vor. Der Maßnahmenkatalog ist der Vorlage beigefügt und
wird im Ausschuss von der Klimaanpassungsmanagerin und einer Mitarbeiterin des
Ingenieurbüros vorgestellt.
Damit eine nahtlose Umsetzung der Maßnahmen möglich ist, beabsichtigt die Verwaltung die
Maßnahmen „Klimaangepasste Gestaltung von Schulhöfen und Kita-Außenbereichen“,
„Kampagne Hitzeschutz“ und die „Beschattung öffentlicher Plätze oder Straßen“ zuerst zu
bearbeiten, um entsprechende Fördermittelanträge stellen zu können und die Haushaltsmittel für
das Jahr 2027 anzumelden.
Ausblick:
Es soll eine weitere öffentliche Veranstaltung für die Bürger*innen Sprockhövels durchgeführt
werden, um das Klimaanpassungskonzept vorzustellen.
Das Projekt „Erstellung eines Konzeptes zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen
Klimaschutz“ muss bis zum 31.05.2027 abgeschlossen sein.
Im nächsten Ausschuss soll das fertige Konzept beschlossen werden. Sofern ein positiver
politischer Beschluss über die Anschlussförderung erwirkt wird, kann die Umsetzung des
Klimaanpassungskonzeptes ab dem 1.06.2027 beginnen.
Finanzielle Auswirkungen:
Das Projekt „Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für den natürlichen
Klimaschutz“ wird vom Fördermittelgeber in Höhe von 79,99 % gefördert.
Die Förderung zur Förderrichtlinie „1000 coole Schulhöfe und Kitas“ beträgt 50.000 Euro pro
Schulhof oder Kita-Vorplatz. Zur Förderquote gibt es stand jetzt (26.10.2027) noch keine
Informationen.
Für die Kampagne „Hitzeschutz“ werden ca. 4500 Euro an Haushaltsmittel benötigt.
Für die Maßnahme „Beschattung öffentlicher Plätze oder Straßen“ soll eine entsprechende
Fördermöglichkeit geprüft werden.
Auswirkungen auf Klima und Umwelt:
Die Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes hat noch keine Auswirkungen auf das Klima und
die Umwelt. Erst die später umzusetzenden Maßnahmen werden sich positiv auf das Klima und die
Umwelt auswirken.
Die Bürgermeisterin
Beschlussvorlage VL-201/2026 Seite 2 von 3
Anlage(n):
1. Maßnahmensteckbriefe_Klimaanpassung
Beschlussvorlage VL-201/2026 Seite 3 von 3
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