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Jugendarbeit Schepersfeld - Nutzung der Räumlichkeiten an der Tiergartenstraße

Beschlussvorlage
TypBeschlussvorlage
GemeindeWesel
Datum2026-11-05
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FB 5/411/26 Vorlage Nr.: Der Bürgermeister Jugendarbeit Schepersfeld - Nutzung der Räumlichkeiten an der Tiergartenstraße Beratungsfolge: Jugendhilfeausschuss 05.11.2026 (zur Kenntnis, öffentlich) Berichterstattung: Dez. II Herr Dr. Markus Postulka Sachdarstellung/Begründung zur Kenntnis: Die Lern- und Spielstube an der Tiergartenstraße wurde viele Jahre durch die Arbei- terwohlfahrt Kreisverband Wesel (AWO) als offenes Angebot für den Stadtteil Sche- persfeld betrieben. Kinder und Jugendliche hatten die Möglichkeit dort Hausaufgaben- hilfe zu erhalten und zudem freizeitpädagogische Angebote zu nutzen. Durch die An- siedlung der Flüchtlingsberatung hat sie sich in den vergangenen Jahren zudem als wichtiger Anlaufpunkt insbesondere für Familien mit Flucht- oder Migrationsgeschichte etabliert. Durch die dort vorgehaltenen Angebote konnten Familien frühzeitig erreicht und an bestehende Unterstützungsstrukturen angebunden werden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens hat die AWO den Betrieb der Lern- und Spiel- stube und der Flüchtlingsberatung eingestellt. Die AWO hat der Verwaltung im Som- mer 2026 mitgeteilt, die Räumlichkeiten künftig nicht weiter nutzen zu wollen, und den bestehenden Mietvertrag gekündigt. Die Räumlichkeit an der Tiergartenstraße liegt neben dem Familienzentrum Blücher- straße. Sie verfügt über zwei voneinander getrennte Gruppenräume, eine Küche sowie Sanitär- und Nebenräume. Das Gebäude ist Eigentum der Stadt Wesel. Die baulichen Gegebenheiten an der Tiergartenstraße eignen sich in besonderem Maße für eine multifunktionale Nutzung. Eine multifunktionale Nutzung der Räumlich- keiten ermöglicht es, unterschiedliche Zielgruppen und Angebote an einem zentralen Standort zusammenzuführen. Dadurch können vorhandene Ressourcen gebündelt, Synergieeffekte genutzt und die sozialräumliche Infrastruktur in Schepersfeld nachhal- tig gestärkt werden. Jugendarbeit Im Stadtteil befindet sich an der Andreas-Vesalius-Straße 15 mit dem Jugendcafé Schepersfeld ein gut etabliertes Angebot der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Die Einrichtung wird von einer zunehmenden Zahl von Kindern und Jugendlichen besucht, sodass die vorhandenen Räumlichkeiten an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Wie oben beschrieben bieten die Räumlichkeiten an der Tiergartenstraße die Möglich- keit einer multifunktionalen Nutzung. So kann ein Raum inklusive Küche, Sanitär- und Seite 1 von 2 Abstellflächen durch die Jugendeinrichtung genutzt werden. Die Angebote des Ju- gendcafés finden im Nachmittags- und Abendbereich statt, sodass ein gemeinsames Raumnutzungskonzept zur Angebotsdurchführung für Familien und eine offene Tür für Jugendlichen gut umsetzbar ist. Im Rahmen des Kinder- und Jugendförderplans 2025 wurde entschieden, dass der Mädchentreff der AWO, der aktuell in der Innenstadt verortet ist, auch Angebote im Stadtteil Schepersfeld vorhält. Durch den Wegfall der Lern- und Spielstube ist das An- gebot an Jugendarbeit im Stadtteil Schepersfeld gesunken, während der Bedarf an Mädchenarbeit in der Innenstadt auch durch Angebote des Jugendzentrum Karo ge- deckt werden kann. Dies belegen auch die geringen Besucherinnenzahlen im Mäd- chentreff. Im Rahmen einer gemeinsamen Besichtigung mit Vertreterinnen und Vertretern des Trägers wurden daher die Räumlichkeiten an der Andreas-Vesalius-Straße 15, der ak- tuelle Standort des Jugendcafé Schepersfeld, als geeigneter Standort bewertet. Nach Einschätzung des Trägers sind Größe und räumliche Gegebenheiten für den Betrieb des Mädchentreffs optimal geeignet. Die Räumlichkeiten ermöglichen eine bedarfsge- rechte Ausgestaltung des Angebots und bieten zugleich die notwendigen Vorausset- zungen für einen geschützten Rahmen der Mädchenarbeit. Der Umfang und die Fi- nanzierung des Mädchentreffs sollen im bisherigen Umfang aufrecht erhalten bleiben. Bedarfe von Familien im Stadtteil Auch nach der Kündigung durch die AWO besteht im Stadtteil Schepersfeld weiterhin ein hoher Bedarf an niedrigschwelligen Unterstützungs-, Beratungs- und Begegnungs- angeboten. Im Stadtteil bestehen keine eigenständigen Beratungsstellen. Die Familienzentren so- wie das Familiengrundschulzentrum übernehmen daher wichtige Lotsenfunktionen. Aufgrund des Bedarfs wurden die Räumlichkeiten der Lern- und Spielstube bereits im Vormittagsbereich für Angebote durch die Frühen Hilfen genutzt. So fanden dort regel- mäßig Eltern – Kind – Gruppen sowie Sprechstunden der Agentur für Arbeit, des Job- centers und weiterer Netzwerkpartner*innen statt. Eine Fortführung des Standorts er- öffnet die Möglichkeit, diese Angebote zu erhalten und bedarfsgerecht auszubauen. Finanzielle Auswirkungen: Vorlage zur Kenntnis FB 5/411/26 Seite 2 von 2

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