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Anregung nach § 24 Gemeindeordnung hier: digitale Öffentlichkeitsarbeit
Beschlussvorlage
| Typ | Beschlussvorlage |
| Gemeinde | Krefeld |
| Datum | 2026-11-05 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
Vorlage des Oberbürgermeisters
-öffentlich-
Vorlagennummer Geschäftsbereich
1737/26 - I
Beratungsfolge Sitzungstermin Beschlussform
Haupt- und Beschwerdeausschuss 05.11.2026 beschließend
Betreff
Anregung nach § 24 Gemeindeordnung
hier: digitale Öffentlichkeitsarbeit
Beschlussentwurf
Der Haupt- und Beschwerdeausschuss nimmt die Stellungnahme der Verwaltung zur Kenntnis
und erklärt die Anregung nach § 24 Gemeindeordnung für erledigt.
Personelle Auswirkungen
keine
Finanzielle Auswirkungen
keine
Klimarelevanz
keine
Drucksache 1737/26 - Seite - 2 -
Begründung
Die Verwaltung nimmt die im Antrag formulierten Anliegen hinsichtlich Datenschutz, digitaler Sou-
veränität und einer möglichst breiten Information der Bürgerinnen und Bürger zur Kenntnis. Um die
digitale Souveränität in der Kommunikation zu stärken, hat die Stadt Krefeld bereits im Februar
2026 einen Mastodon-Kanal in der Instanz NRW Social eingerichtet und veröffentlicht dort regel-
mäßig Beiträge. Eine verpflichtende Veröffentlichung sämtlicher städtischer Inhalte parallel auf
Mastodon wird jedoch nicht für sachgerecht erachtet.
Die Stadt verfolgt bereits einen Multi-Channel-Ansatz. Neben der zentralen und unabhängig von
sozialen Netzwerken zugänglichen Internetseite www.krefeld.de, die auf offenen Zugang und weit-
gehende Barrierefreiheit setzt, werden unter anderem Facebook, Instagram, LinkedIn, YouTube,
Bluesky, Threads und Mastodon genutzt. Mastodon ist dabei bereits Bestandteil der städtischen
Kommunikation. Die Präsenz der Stadtverwaltung dient auf den Kanälen auch dem Kampf gegen
Desinformation.
Die Stadt ist grundsätzlich dort präsent, wo sich die Bürgerinnen und Bürger informieren und mit-
einander austauschen. Dies gilt auch für die großen sozialen Netzwerke, mit Ausnahme des Netz-
werks X, wo die Stadt nicht mehr aktiv postet. Dass zahlreiche Plattformen trotz ihrer kommerziel-
len Struktur eine erhebliche Bedeutung für die öffentliche Kommunikation haben, zeigt sich auch
daran, dass die Krefelder Parteien und politischen Gruppierungen dort mit eigenen Auftritten ver-
treten sind. Auch die politische Kommunikation nutzt somit unterschiedliche Plattformen entspre-
chend deren Reichweite und Zielgruppen.
Die sozialen Netzwerke dienen für die Stadtverwaltung ausschließlich der ergänzenden Informa-
tion. Eine vollständige 1:1-Veröffentlichung aller Inhalte auf sämtlichen Plattformen ist weder erfor-
derlich noch sinnvoll. Inhalte und Formate werden zielgruppengerecht auf die jeweiligen Plattfor-
men abgestimmt. Eine Verpflichtung zum Cross-Posting würde diesen strategischen Ansatz ein-
schränken und zusätzlichen redaktionellen Aufwand verursachen.
Auch die unterschiedlichen Reichweiten sind zu berücksichtigen. Der Mastodon-Kanal von Kre-
feld.de verfügt derzeit über rund 383 Follower (Stand: 1. Oktober 2026), gegenüber rund 19.600
bei Instagram und 21.759 bei Facebook. Zudem stammt nach den bisherigen Auswertungen ein
erheblicher Teil der Mastodon-Followerschaft nicht aus Krefeld. Deshalb wird der Kanal gezielt mit
Themen bespielt, die auch über die Stadtgrenzen hinaus von Interesse sind.
Digitale Souveränität bedeutet aus Sicht der Verwaltung nicht, jeden Inhalt auf jeder Plattform zu
veröffentlichen. Entscheidend ist vielmehr, dass die Stadt mit www.krefeld.de über eine eigene, un-
abhängige Informationsplattform verfügt und ergänzend alternative Kommunikationswege wie
Mastodon nutzt. Da sich Reichweiten, Nutzerverhalten und die Bedeutung einzelner Plattformen
laufend verändern, muss die Verwaltung zudem flexibel auf diese Entwicklungen reagieren kön-
nen.
Die Verwaltung sieht aus diesen Gründen von einer vollständigen Parallelveröffentlichung aller
städtischen Social-Media-Inhalte auf Mastodon ab. Der bestehende Mastodon-Kanal soll weiterhin
gezielt und themenbezogen als ergänzender Kommunikationskanal genutzt werden.
Auf die Beantwortung der Anfrage 1186/26 Af (Sitzung des Ausschusses für Verwaltung, Wirt-
schaft und Digitalisierung am 07.10.2026) wird ergänzend hingewiesen.
Anlage(n):
(1) Vorlage Nr. 1737/26_Anlage
Text aus PDF extrahiert