Startseite › Bremen › Dokument

Hitzeschutz auf Hundeauslaufflächen in Bremen

Beschlussvorlage
TypBeschlussvorlage
GemeindeBremen
Datum2026-11-05
QuelleQuelldokument herunterladen →

Dokument

Extrahierter Text

Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft 2/ 4 Auskunft erteilt: Herr Mohs Tel. 361-2575 Datum: 29. Oktober 2026 Vorlage VL 21/8589 - öffentlich - Beratungsfolge Gremium Termin Beratungsaktion Städtische Deputation für Umwelt, Klima und 5. November 2026 Kenntnisnahme Landwirtschaft Titel der Vorlage Hitzeschutz auf Hundeauslaufflächen in Bremen Wirtschaftlichkeit: Keine WU VL-Nummer Senat: Sachdarstellung A. Problem Die SPD-Fraktion bittet die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft um einen schriftlichen Bericht zum Hitzeschutz auf den öffentlichen Hundeauslaufflächen im Stadtgebiet Bremen und insbesondere um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie viele öffentliche Hundeauslaufflächen gibt es im Stadtgebiet Bremen und wo befinden sich diese? Bitte nach Stadtteilen auflisten. 2. Wie stellt sich die Situation hinsichtlich Verschattung und Hitzeschutz auf diesen Flächen dar und bei welchen Hundeauslaufflächen besteht aus Sicht des Senats besonderer Handlungsbedarf? 3. Welche Möglichkeiten bestehen, auf bislang unzureichend verschatteten Hundeauslaufflächen durch Baumpflanzungen oder andere Begrünungs- und Verschattungsmaßnahmen den Hitzeschutz zu verbessern? Inwieweit können dabei größere, standortgerechte, hitze- und trockenheitsverträgliche sowie ökologisch wertvolle Bäume eingesetzt werden? 1 von 4 4. Welche weiteren Maßnahmen zur klimaangepassten Gestaltung der Hundeauslaufflächen – etwa Entsiegelung, wasserdurchlässige Böden oder Trinkwasserangebote für Mensch und Tier – sind möglich bzw. bereits vorgesehen? 5. Welche konkreten Maßnahmen zur Verbesserung des Hitzeschutzes auf Bremer Hundeauslaufflächen sind bereits geplant oder können aus Sicht des Senats kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden? Bitte soweit möglich unter Angabe von Standort, Maßnahme, Zeitrahmen und Finanzierungsmöglichkeiten. B. Lösung Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft beantwortet die Fragen wie folgt: Frage 1: Wie viele öffentliche Hundeauslaufflächen gibt es im Stadtgebiet Bremen und wo befinden sich diese? Bitte nach Stadtteilen auflisten. Im Stadtgebiet Bremen gibt es insgesamt 14 Hundeauslaufflächen in 8 Stadtteilen mit einer Gesamtfläche von 54.600 m² (siehe dazu Tabelle in der Anlage 1). Frage 2: Wie stellt sich die Situation hinsichtlich Verschattung und Hitzeschutz auf diesen Flächen dar und bei welchen Hundeauslaufflächen besteht aus Sicht des Senats besonderer Handlungsbedarf? Von den 14 Hundeauslaufflächen sind 5 Flächen baumbestanden, bei den übrigen Flächen handelt es sich um offene Wiesenflächen, die nur im Randbereich mit Bäumen und Büschen bestanden sind. Informationen zum Handlungsbedarf für Hitzeschutz auf den Hundeauslaufflächen können dem Klima-Informationssystem Bremen (https://geoportal.bremen.de/klimainfosystem/) entnommen werden. Die dort hinterlegten Karten der Stadtklimaanalyse zeigen für die bioklimatische Situation die in Anlage 2 aufgeführten Befunde. Die in Anlage 2 dargestellt Bedarfsanalyse zeigt, dass die Hundeauslaufflächen überwiegend nur eine schwache bis mäßige Wärmebelastung aufweisen. Insgesamt zeigt sich damit, dass der Handlungsbedarf für Hitzeschutz bei den der Stadtklimaanalyse zugrundeliegenden hochsommerlichen Wetterlagen auf den Hundeauslaufflächen als eher gering eingeschätzt werden kann und daher die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen nicht oberste Priorität hat. Frage 3: Welche Möglichkeiten bestehen, auf bislang unzureichend verschatteten Hundeauslaufflächen durch Baumpflanzungen oder andere Begrünungs- und Verschattungsmaßnahmen den Hitzeschutz zu verbessern? Inwieweit können dabei größere, standortgerechte, hitze- und trockenheitsverträgliche sowie ökologisch wertvolle Bäume eingesetzt werden? Parkanlagen zeichnen sich durch eine bestimmte Gestaltungsqualität aus, die u.a. durch einen Wechsel von Einzelbäumen, Gehölzgruppen, flächigen Gehölzbeständen und offenen Wiesenflächen und somit durch sonnige und Beschlussvorlage Ausschüsse/Deputationen VL 21/8589 2 von 4 beschattete Bereiche charakterisiert ist. Gestaltete Parkanlagen sind daher keine Wälder mit einem geschlossenen Baumbestand. Die meisten Hundeauslaufflächen sind bewusst in offene Bereiche der Parkanlagen gelegt worden, da hier ein Hundeauslauf auf größerer Fläche gewährleistet werden kann. In den gehölzbestandenen Hundeauslaufflächen besteht das Problem, dass die Hunde im Wurzelbereich der Bäume buddeln, die Wurzeln freilegen und die Bäume dadurch langfristig Schaden nehmen und zu einem Verkehrssicherheitsproblem werden. Wenn es die Gestaltung der Parkanlage zulässt, können Baumpflanzungen vorgenommen werden; dann sind allerdings kostenintensive Schutzmaßnahmen vorzunehmen und dauerhaft zu unterhalten, die das Buddeln im Wurzelbereich verhindern. Frage 4: Welche weiteren Maßnahmen zur klimaangepassten Gestaltung der Hundeauslaufflächen – etwa Entsiegelung, wasserdurchlässige Böden oder Trinkwasserangebote für Mensch und Tier – sind möglich bzw. bereits vorgesehen? Die Frage wird unter Bezugnahme auf die Frage 2 gemeinsam mit Frage 5 beantwortet. Frage 5: Welche konkreten Maßnahmen zur Verbesserung des Hitzeschutzes auf Bremer Hundeauslaufflächen sind bereits geplant oder können aus Sicht des Senats kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden? Bitte soweit möglich unter Angabe von Standort, Maßnahme, Zeitrahmen und Finanzierungsmöglichkeiten. Vor dem Hintergrund der in Anlage 2 dargestellten Bedarfsanalyse (schwache bis mäßige Wärmebelastung und bereits mittlere bis hohe Bedeutung für die bioklimatische Situation) sind derzeit keine konkreten Maßnahmen auf den Hundeauslaufflächen seitens der SUKW kommunalen Klimaanpassungsmanagement geplant. C. Alternativen Zur Beantwortung der Berichtsbitte werden keine Alternativen vorgeschlagen. D. Finanzielle, personalwirtschaftliche Auswirkungen / Genderprüfung / Klimacheck Die Beantwortung der Berichtsbitte hat keine finanziellen oder personalwirtschaftlichen Auswirkungen. E. Öffentlichkeitsarbeit / Veröffentlichung nach dem Informationsfreiheitsgesetz Die Vorlage ist nach Befassung zur Veröffentlichung geeignet. Beschlussempfehlung Die städtische Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis. Beschlussvorlage Ausschüsse/Deputationen VL 21/8589 3 von 4 Anlage(n): 1. Teil B_Anl BdV Hitzeschutz auf Hundeflächen Beschlussvorlage Ausschüsse/Deputationen VL 21/8589 4 von 4

Text aus PDF extrahiert