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Stellenplan der Stadt Worms für 2027
Sonstiges
| Typ | Sonstiges |
| Gemeinde | Worms |
| Datum | 2026-11-04 |
| Quelle | Quelldokument herunterladen → |
Dokument
Extrahierter Text
B e s c h l u s s v o r l a g e
Bereich/Aktenzeichen/Sachbearbeiter Tagesordnungspunkt:
1.03 / 10.42.00-1.03 / Zutavern, Holger Drucksachennummer: 1.03/236/24-29
Beratungsfolge Zuständigkeit Status Sitzungstermin
Haupt- und Finanzausschuss 2024-2029 zur Vorberatung Ö 03.11.2026
Haupt- und Finanzausschuss 2024-2029 zur Vorberatung Ö 04.11.2026
Betreff: Stellenplan der Stadt Worms für 2027
Beschlussantrag:
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt dem Stadtrat, dem Stellenplan der Stadt Worms für
das Haushaltsjahr 2027 mit den in der Anlage dargestellten Veränderungen zum Vorjahr zuzu-
stimmen
Worms, 26.10.2026
Stadtverwaltung Worms
Vorsitzende/r
Begründung:
Der Stellenplan 2027 wurde auf Grundlage der von den Fachbereichen angemeldeten Perso-
nalbedarfe sowie der im laufenden Jahr eingetretenen organisatorischen und stellenplanmäßi-
gen Veränderungen erstellt. Die Anträge auf zusätzliche Stellen wurden durch die Verwaltung
insbesondere hinsichtlich ihrer fachlichen Begründung, der gesetzlichen Anforderungen und
der organisatorischen Notwendigkeit geprüft. Nicht alle angemeldeten Bedarfe wurden in den
Entwurf übernommen; einzelne Anträge wurden reduziert, zeitlich begrenzt oder zurückgestellt.
Der vom Stadtvorstand beratene Entwurf sieht einen tatsächlichen Stellenzuwachs von 88,75
Vollzeitäquivalenten (VZÄ) vor. Der Schwerpunkt liegt erneut bei der Kindertagesbetreuung so-
wie im Bereich der sozialen Aufgaben und der Kinder- und Jugendhilfe.
Kindertagesstätten sowie Kinder- und Jugendhilfe
Ein wesentlicher Teil der zusätzlichen Stellen ist auf den Ausbau der Kindertagesbetreuung zu-
rückzuführen. Für die neue Kindertagesstätte Carl-Villinger-Straße sind insgesamt 27,5 VZÄ,
für die Erweiterung der Kita am Klinikum weitere 6,25 VZÄ vorgesehen. Diese Stellen stehen
unmittelbar im Zusammenhang mit der Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze und den hier-
für erforderlichen Personalressourcen.
Darüber hinaus entstehen zusätzliche Personalbedarfe im Zusammenhang mit der Umsetzung
des Ganztagsförderungsanspruchs für Grundschulkinder sowie mit weiteren Aufgaben und
Projekten der Kinder- und Jugendhilfe. Hierzu gehören unter anderem Maßnahmen im Rah-
men des Sozialraumbudgets und des Startchancenprogramms.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verbesserung der personellen Vertretungssituation in den
städtischen Kindertagesstätten. Ziel ist es, krankheitsbedingte und sonstige Personalausfälle
besser aufzufangen und dadurch die Verlässlichkeit der Betreuungsangebote zu erhöhen.
Hierzu wurde der bestehende Personalbestand einschließlich der vorhandenen Vertretungs-
stellen betrachtet und eine Auswertung der krankheitsbedingten Fehlzeiten vorgenommen. Der
Stellenplan sieht deshalb eine gezielte Erweiterung der Vertretungsstrukturen vor.
Feuerwehr und öffentliche Sicherheit
Im Bereich der Feuerwehr wird der personelle Aufbau mit Blick auf die künftigen Anforderun-
gen an den Brandschutz und die geplante Nordwache berücksichtigt.
Hierfür sind unter anderem 5,0 zusätzliche VZÄ für Feuerwehrbeamte im Einsatzdienst vorge-
sehen. Die Aufnahme dieser Stellen erfolgt zunächst vorsorglich im Hinblick auf den weiteren
Ausbau der Feuerwehr. Eine Besetzung soll erst in zeitlichem Zusammenhang mit dem perso-
nellen Aufbau beziehungsweise der Inbetriebnahme der Nordwache erfolgen. Mit der Auswei-
sung im Stellenplan ist somit keine unmittelbare Besetzung sämtlicher Stellen im Haushaltsjahr
2027 verbunden.
Weitere Stellenbedarfe ergeben sich insbesondere im Bereich der öffentlichen Sicherheit und
Ordnung, unter anderem bei der Wahrnehmung von Aufgaben im Waffenrecht und in der Ver-
kehrsüberwachung.
Zentraler personalwirtschaftlicher Stellenpool
Mit dem Stellenplan 2027 sollen außerdem 3,0 VZÄ für einen zentralen personalwirtschaftli-
chen Stellenpool geschaffen werden.
Dieser dient insbesondere dazu, in besonderen gesundheitlich bedingten Personalfällen, bei-
spielsweise im Zusammenhang mit dem betrieblichen Eingliederungsmanagement, geeignete
personalwirtschaftliche Übergangslösungen zu ermöglichen. Beschäftigte, die nicht mehr auf
ihrer bisherigen Stelle eingesetzt werden können, sollen bei Vorliegen der entsprechenden Vo-
raussetzungen vorübergehend auf einer Poolstelle geführt werden können.
Haushaltskonsolidierung und Organisationsentwicklung
Der Stellenplan 2027 steht weiterhin im Spannungsfeld zwischen der angespannten Haushalts-
lage und den wachsenden Anforderungen an die kommunale Aufgabenerfüllung.
Die Verwaltung verfolgt deshalb weiterhin das Ziel, zusätzliche Stellenbedarfe noch stärker als
bisher an nachvollziehbare organisatorische und quantitative Bedarfsgrundlagen zu knüpfen.
Bereits bei der Aufstellung des Stellenplans wurden Anträge auf zusätzliche Stellen kritisch be-
trachtet und teilweise nicht berücksichtigt, soweit der Bedarf noch nicht ausreichend belegt war
oder zunächst weitergehende organisatorische Untersuchungen erforderlich erscheinen.
Gleichzeitig bleibt die Optimierung von Verwaltungsprozessen eine wesentliche Führungsauf-
gabe in den Fachbereichen. Die Abteilung Personal und Organisation unterstützt diese Pro-
zesse durch Beratung, Organisationsuntersuchungen und Personalbedarfsbemessungen.
Der Prozess zur Aufstellung künftiger Stellenpläne wird entsprechend weiterentwickelt. Ziel ist
es, zusätzliche Personalbedarfe frühzeitiger zu erfassen, systematischer zu prüfen und dabei
auch organisatorische Verbesserungsmöglichkeiten sowie vorhandene Personalressourcen
stärker zu berücksichtigen.
Besonderheit bei der Darstellung der Stellen des ebwo
Bei der zahlenmäßigen Entwicklung des Stellenplans 2027 ist eine Besonderheit zu berück-
sichtigen.
59 Stellen von Beschäftigten, die seinerzeit dem Betriebsübergang zum Entsorgungs- und
Baubetrieb der Stadt Worms (ebwo) widersprochen haben, werden künftig nicht mehr im regu-
lären Stellenplan der Stadt ausgewiesen.
Diese Beschäftigten stehen zwar weiterhin in einem Beschäftigungsverhältnis mit der Stadt,
sind jedoch gegen Erstattung der Personalkosten beim ebwo eingesetzt. Im Zusammenhang
mit der Einführung eines neuen Personalmanagementsystems war eine Anpassung der stellen-
planmäßigen Zuordnung erforderlich, da die dort abzubildenden Workflows auf die hinterlegte
Organisationsstruktur zurückgreifen.
Die betreffenden Stellen werden im Stellenplan der Stadt lediglich nachrichtlich ausgewiesen.
Durch diese Umstellung reduziert sich der rechnerische Stellenbestand der Stadt um 59 Stel-
len. Unter Einbeziehung dieser Veränderung ergibt sich gegenüber dem Vorjahr lediglich eine
rechnerische Erhöhung um 29,75 VZÄ.
Die Verwaltung weist diesen Effekt ausdrücklich getrennt aus, um eine transparente und nach-
vollziehbare Darstellung der Stellenplanentwicklung sicherzustellen.
3
Abschließende Bewertung
Die wesentlichen Stellenmehrungen stehen insbesondere im Zusammenhang mit dem Ausbau
der Kindertagesbetreuung, der Sicherstellung bestehender Betreuungsangebote, zusätzlichen
gesetzlichen und fachlichen Anforderungen sowie der Weiterentwicklung der öffentlichen Si-
cherheit.
Der Stellenplan berücksichtigt damit einerseits zusätzliche Personalbedarfe zur Sicherstellung
der kommunalen Aufgabenerfüllung und andererseits die Notwendigkeit, den Personalbestand
angesichts der Haushaltslage kritisch zu überprüfen.
Die Verwaltung wird die Organisations- und Personalbedarfsprüfung weiterentwickeln und da-
bei insbesondere Möglichkeiten zur Prozessoptimierung und zur wirtschaftlichen Nutzung vor-
handener Ressourcen stärker in den Blick nehmen.
Die Einzelheiten der neu vorgesehenen, veränderten und wegfallenden Stellen ergeben sich
aus den beigefügten Anlagen. Zur besseren Nachvollziehbarkeit wird ergänzend zur vollständi-
gen Veränderungsliste eine gesonderte Übersicht über die Stellenzugänge und Stellenabgänge
zur Verfügung gestellt.
Finanzielle Auswirkungen:
Alle freien Dropdown- und Textfelder sind verpflichtend auszufüllen, mindestens „./.“ wenn an anderer Stelle Angaben
gemacht werden.
☒ Ja
Die Veränderungen im Stellenplan werden in der Personalkostenplanung für 2027 berück-
sichtigt.
./.
Weitere Informationen:
☐ Nein
./.
Weitere Informationen:
Anlagen:
Anlage 1 - Stellenplan Worms 2027 - Stand 2026-10-26
Anlage 2 - Zugänge und Abgänge 2027
Anlage 3 - Veränderungsliste 2027 - Stand 2026-10-26
Demografie:
Die Maßnahmen haben
☒ keine
☐ geringe
☐ hohe
positive Auswirkung auf die demografische Entwicklung.
4
Klimaschutz:
Die Maßnahmen haben folgende Auswirkungen auf den Klimaschutz, die Anpassung an den Kli-
mawandel und die Luftqualität/das Stadtklima:
Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel Luftqualität/Stadtklima
☐ positive ☐ positive ☐ positive
☒ keine ☒ keine ☒ keine
☐ negative ☐ negative ☐ negative
Anmerkung:
5
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