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Handlungsplan zum Projekt "Älter werden in Rheda-Wiedenbrück“

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GemeindeStadt Rheda-Wiedenbrück
Datum2026-11-12
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Stadt Rheda-Wiedenbrück Vorlagen-Nr . V-286/2026 Der Bürgermeister öffentliche V O R L A G E Fachbereich/Abteilung: Abt. Soziales Erstellt durch: Frau Varol / Frau Schulte Erstellt am: 07.10.2026 5  Beratungsfolge  Sitzungstermin Ausschuss für Soziales und Migration 12.11.2026 10 Tagesordnungspunkt: Handlungsplan zum Projekt "Älter werden in Rheda-Wiedenbrück“ 15 1 Finanzielle Auswirkungen X Nein ￿ Ja, ￿ Mitzeichnung Käm­ dann auch: merer / FBL Finanzen erforderlich 20 Beschlussvorschlag: Der Handlungsplan zum Projekt „Älter werden in Rheda-Wiedenbrück“ wird zur Kenntnis ge­ nommen. 25 Eine Fortschreibung und Evaluation des Handlungsplans sollen im zweijährigen Rhythmus erfolgen. 30 35 Seite 1 Sachverhalt: Mit Schreiben vom 08.10.2025 beantragte die SPD-Fraktion die Umsetzung der Ergebnisse 40 der Befragung „Älter werden in Rheda-Wiedenbrück“ zu überprüfen. In der Sitzung des Aus­ schusses für Soziales und Migration am 01.12.2025 wurde die Verwaltung beauftragt, die Er­ gebnisse der Befragung systematisch auszuwerten und in einem Handlungsplan darzustel­ len. 45 Zum Hintergrund Im Rahmen des Projekts „Älter werden in Rheda-Wiedenbrück“ fand im Sommer 2019 eine Befragung aller Bürger*innen ab 60 Jahren statt, um folgender Frage nachzugehen: Wie alters- und seniorenfreundlich ist unsere Stadt aufgestellt und welche Lebensla­ gen und Lebensformen sind in den kommenden Jahrzehnten zu gestalten? 50 Die Ergebnisse wurden im Jahr 2021 in einem Projektbericht veröffentlicht und am 16.02.2021 in den Ausschuss für Soziales, Migration und Sport eingebracht. Wesentliche Handlungsfelder sind • Wohnen, • Infrastruktur, 55 • Mobilität, • Ehrenamt und Freizeit sowie • Beratung, Unterstützung und Pflege. Der Projektbericht enthält hierzu bereits zahlreiche Handlungsempfehlungen. Die damalige Projektgruppe setzte sich zusammen aus: 60 • Kreis Gütersloh • Stadt Rheda-Wiedenbrück • Seniorenbeirat der Stadt Rheda-Wiedenbrück • Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände (Fachberatung für Senioren- und Ehrenamtsarbeit) 65 • Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. Wesentliche Erkenntnisse Aus dem Bericht geht hervor, dass die Zufriedenheit der Bürger*innen der Zielgruppe 60+ in Rheda-Wiedenbrück sehr hoch ist. Bei der Befragung gaben 83,9 % der Befragten an, mit 70 dem Leben sehr zufrieden bzw. zufrieden zu sein. Dieser hohe Zufriedenheitswert spiegelte sich auch in den Bürgerforen wider. Die meisten Menschen leben gerne in ihrem Ortsteil. Trotz der sehr unterschiedlichen Ver­ sorgungsstrukturen in den einzelnen Ortsteilen ist die Akzeptanz der Lebenssituation in allen Ortsteilen sehr hoch. Als große Vorteile vor allem der kleineren, ländlich gelegenen Ortsteile 75 Rheda-Wiedenbrücks werden die funktionierende Nachbarschaft und die engagierten Dorf­ gemeinschaften genannt. Aus der Gesamtbetrachtung wird deutlich, dass das Angebot in vielen Bereichen der Stadt Rheda-Wiedenbrück momentan nur partiell zu ergänzen ist. Eine wichtige Aufgabe für die Zukunft wird aber bleiben, die Versorgungsstrukturen für die ältere Bevölkerung im Blick zu Seite 2 80 behalten und den sich ändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Gerade in den kleine­ ren Ortsteilen fehlen Nahversorger, so dass hier dem Punkt Mobilität besondere Bedeutung zukommt. Seitens der Stadt Rheda-Wiedenbrück wurden verschiedene Handlungsempfehlungen be­ reits angestoßen und umgesetzt, z.B. Förderprogramm zur hausärztlichen Versorgung, Ein­ 85 zelhandelskonzept, Mobilitätskonzept Radverkehr, Verbesserung der ÖPNV-Infrastruktur. Soll-Ist-Abgleich / Bestandaufnahme Eine alters- und generationengerechte Gestaltung der Stadt ist eine Querschnittsaufgabe vieler verschiedener Fachbereiche innerhalb der Verwaltung, aber auch externer Stel- 90 len und zivilgesellschaftlicher Akteure. Deshalb wurden für den Soll-Ist-Abgleich die zu­ ständigen Fachabteilungen um Rückmeldung zu den im Projektbericht formulierten Hand­ lungsempfehlungen gebeten. Dabei sollten sowohl bereits umgesetzte und geplante Maß­ nahmen als auch weitere Aktivitäten in den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen benannt wer­ den. 95 Auf Basis des Projektberichts und der aktuellen Rückmeldungen aus den Fachbereichen wurde ein Soll-Ist-Abgleich durchgeführt. Rheda-Wiedenbrück verfügt bereits über ein dich­ tes Netz an Angeboten. Handlungsfeld A: Wohnen Ziel: Barrierefreies Wohnen, alternative Wohnformen, Informationsangebote und Treffpunkte 100 • Soll-Empfehlung (Bericht 2021): Schaffung von bezahlbarem, barrierefreiem Wohn­ raum, Förderung von Mehrgenerationenwohnen, Informations- und Beratungsange­ bote sowie informelle Treffpunkte und Begegnungsmöglichkeiten (v. a. in den Ortstei­ len) • Ist-Stand & Maßnahmen (2025/2026): 105 o Kommunale Baulandstrategie: Die 2022 verabschiedete Baulandrichtlinie hat das Ziel, zukünftig bedarfsgerechten Wohnraum für alle Alters- und Ein­ kommensgruppen zu schaffen. Bei neuen Wohngebieten müssen 20 % des Wohnungsbaus flexibel für diverse Wohnformen (wie Mehrgenerationenwoh­ nen) geplant werden. 110 o Bestand geförderter Wohnungen: Aktuell gibt es sechs öffentlich geförderte Objekte mit der Zweckbindung „Altenwohnungen“ und insgesamt 160 Woh­ nungen im Bestand (darunter auch Wohngruppen). Darüber hinaus gibt es im Stadtgebiet in verschiedenen Objekten einzelne Wohnungen, die den Zweck­ bindungen „Altenwohnung für Ehepaare“ bzw. „Altenwohnung für Alleinste­ 115 hende“ unterliegen. Für ein Objekt, dessen Belegungs- und Zweckbindung ursprünglich im laufen­ den Jahr ausgelaufen wäre, hat der Eigentümer bereits einen Förderantrag auf Verlängerung der Bindung gestellt. Ziel ist es, den Erhalt des öffentlich ge­ förderten Wohnraums sowie dessen zweckgebundene Nutzung weiterhin si­ 120 cherzustellen. o Informationsangebote: Informationen und Beratungsangebote zum öffentlich geförderten Wohnraum, einschließlich öffentlich geförderter Altenwohnungen (Wohnen im Alter), erhalten interessierte Bürger*innen beim Wohnungsamt der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Seite 3 125 Die Broschüre des Seniorenbeirates enthält ergänzende Informationen. Diese bietet Hinweise, Informationen zu Standorten und Wohnungsgrößen, sowohl zu öffentlich geförderten (einkommensgebundenen) Wohnungen, für deren Bezug ein Wohnberechtigungsschein (WBS) erforderlich ist, als auch zu freifi­ nanzierten, nicht einkommensgebundenen Wohnungen, für die kein Wohnbe­ 130 rechtigungsschein benötigt wird. o Dorfentwicklung: Die Fortschreibung der Dorfentwicklungskonzepte in den Ortsteilen Lintel, St. Vit und Batenhorst wurde im Rat am 31.08.2023 be­ schlossen. Diese erfolgte im Rahmen einer Dorfmoderation. Die erarbeiteten Ergebnisse wurden in einem Abschlussbericht zusammengefasst und dem 135 Fachausschuss durch das beauftragte Büro Anfang 2025 vorgestellt. Die Aus­ führungen wurden zur Kenntnis genommen und es wurde beschlossen, dass der Abschlussbericht als Leitfaden für die weitere Entwicklung der Dörfer zu berücksichtigen ist. Im Rahmen der Dorfmoderation wurden zahlreiche Handlungsempfehlungen 140 bzw. Maßnahmen vorgeschlagen. Beispielsweise wurde in Lintel die Schaf­ fung eines Dorf- und Begegnungszentrums thematisiert. Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie zur Umnutzung der St. Antoniuskapelle in Lintel durchge­ führt, hier ist das Thema Dorf- und Begegnungszentrum ein zentraler Punkt. • Nächste Schritte: 145 1. Berücksichtigung des Abschlussberichts der Dorfmoderation als verbindlichen Leitfaden für zukünftige Planungen 2. Fortführung der Machbarkeitsstudie in Lintel Handlungsfeld B: Infrastruktur 150 Ziel: Belebung der Ortsteile und Sicherung der hausärztlichen Versorgung • Soll-Empfehlung (Bericht 2021): Sicherung der Nahversorgung in den Ortsteilen und Sicherung der hausärztlichen Versorgung • Ist-Stand & Maßnahmen (2025/2026): o Nahversorgung & Innenstadt: Es gibt ein Einzelhandelskonzept. Die Umset­ 155 zung des Einzelhandelskonzept erfolgt in stetiger Anwendung im Rahmen der Neuansiedlung von Verbraucher- und Fachmärkten. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Großteil des Stadtgebiets gut versorgt ist. Über das Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“ wur­ den in der Innenstadt Rheda zusätzliche Bänke aufgestellt. 160 o Ärzteversorgung: Es findet ein regelmäßiger Austausch mit der Kassenärztli­ chen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zu Förder- und Unterstützungs­ möglichkeiten statt. o Herausforderung: Eine proaktive Suche nach neuen Ärzt*innen gestaltet sich aufgrund fehlender personeller Kapazitäten in der Verwaltung als schwie­ 165 rig. • Nächste Schritte: Ärzteakquise Seite 4 Handlungsfeld C: Mobilität Ziel: Erhalt der eigenständigen Mobilität und barrierefreie Verkehrswege 170 • Soll-Empfehlung (Bericht 2021): ÖPNV-Angebote attraktiver gestalten, Anbindung der Randgebiete, barrierefreier Umbau des öffentlichen Raums • Ist-Stand & Maßnahmen (2025/2026): o Rücksichtsvolles Miteinander im öffentlichen Raum: Um das Zuparken von Geh- und Radwegen zu verhindern, wurden teilweise Fahrradbügel auf­ 175 gestellt, welche das Parken verhindern (z.B. In der Halle oder Klingelbrink) In der Bahnhofstraße wurden dieses Jahr Schilder aufgestellt, welche darauf hinweisen, dass Fahrradfahrer die Straße benutzen müssen und nicht auf dem Gehweg fahren dürfen. Zusätzlich ist eine Infokampagne zur gemeinsamen Rücksichtnahme im Ver­ 180 kehr zwischen allen Verkehrsträgern geplant. o ÖPNV & Flex Taxi: Das „Flex Taxi“ zur Anbindung der kleinen Ortsteile und Nordrheda-Ems befindet sich in der politischen Beratung. Mit dem „Flex Taxi“ kann man sich zum ÖPNV-Tarif mit dem Taxi innerhalb der Ortsteile und zu bestimmten Haltestellen in den Innenstädten (z.B. Bahnhof oder Paul- 185 Schmitz-Straße) bringen lassen. Gegen einen Aufpreis ist auch eine Haustür­ bedienung möglich. Durch das „Flex Taxi“ würde auch die bessere Anbindung von Batenhorst an den ÖPNV erreicht. Bis zur Einführung sichert das Anrufsammeltaxi (AST) die Anbindung der klei­ neren Ortsteile und in den Abendstunden des gesamten Stadtgebietes. 190 Ford Car-Sharing wird seit über 10 Jahren von der Firma Lückenotto im Stadt­ gebiet angeboten (Standorte: Büschers Platz, Rathaus Rheda, Bahnhof Rheda). Der Verein Stadtauto bietet Car-Sharing an bisher zwei Standorten mit E- Fahrzeugen an (Am Werl und Auf der Schanze). Zukünftig sollen weitere 195 Standorte dazu kommen. Die Stadtverwaltung und die Stadtwerke haben den Verein in der Planung und Durchführung des Car-Sharing intensiv unterstützt. In St. Vit und Lintel gibt es Dorfautos. Zusätzlich wird in St. Vit auch ein Fahr­ service angeboten. Der ehrenamtliche Bürgerbusverein aus Langenberg bietet zudem Fahrten 200 von Batenhorst nach Langenberg an. Perspektivisch sind sog. Mini-Mobilstationen im Stadtgebiet geplant. Die Mini- Mobilstationen sollen auf einer Fläche von ca. 4 Parkplätzen E-Lademöglich­ keiten, Car-Sharing, Fahrradbügel, E-Scooter-Abstellflächen und ggfs. weitere Elemente wie z. B. Packstationen enthalten. Die Stationen sollen über das 205 Stadtgebiet vornehmlich in den Wohngebieten als intermodales Mobilitätsan­ gebot dienen. o Fahrradinfrastruktur: Der Hellweg wurde 2022 als Fahrradstraße ausgewie­ sen. Insgesamt wurde das Netz an Fahrradstraßen ausgebaut (z.B. Neuenkir­ chener Landstraße, Sudheide, Wösteweg, Haxthäuser Weg usw.) und wird in 210 den nächsten Jahren auch noch erweitert. Seite 5 Über 50 neue Fahrradbügel wurden in den letzten Jahren in den Innenstädten von Rheda und Wiedenbrück installiert. Das Angebot wird in den kommenden Jahren noch erweitert. Es werden regelmäßig (2-mal pro Jahr) Radwegekontrollen auf den touristi­ 215 schen Radwegen durchgeführt, um Mängel zu erkennen und zu beseitigen. o Barrierefreiheit: Die meisten Bushaltestellen der Priorität A und B sind barri­ erefrei umgebaut. Zusätzlich wurden auch in den kleineren Ortsteilen einige Haltestellen der Kategorie C barrierefrei ausgebaut. Einzelne Bushaltestellen wurden noch nicht umgebaut, da an den Standorten zukünftig noch größere 220 Baumaßnahmen anstehen (z.B. Paul-Schmitz-Str.) oder können aufgrund von Platzverhältnissen nicht umgebaut werden (z.B. historische Altstadt). Die Gehwege an der Gütersloher Straße und Lippstädter Straße werden noch in diesem Jahr verbreitert und befestigt, sodass diese auch mit dem Rollator oder Rollstuhl genutzt werden können. 225 Für den Marktplatz Wiedenbrück wird die Barrierefreiheit des historischen Kopfsteinpflasters im Arbeitskreis Haushaltssteuerung geprüft. Zur sicheren Querung von Straßen wurde das Angebot von Zebrastreifen aus­ geweitet (z.B. am Kreisverkehr Ringstraße/Westring) o Seniorentarife: Es ist eine Informationsbroschüre zum ÖPNV-Angebot im 230 Stadtgebiet in Planung. Die Stadt hat keinen direkten Einfluss auf die Ticketpreise des ÖPNV. Die Ta­ rifstruktur wird im Kreisgebiet bzw. für den ganz Westfalentarif abgestimmt. Durch das Deutschlandticket gibt es für Vielfahrer ein sehr attraktives und günstiges Ticketangebot. 235 Das 60-Plus-Abo kostet für das Kreisgebiet aktuell 51,40 €/Monat und gilt im ganzen Kreis Gütersloh für alle Busse und Züge des Stadt- und Regionalver­ kehrs. o Training: Die Polizei und Verkehrswacht bieten regelmäßig Rollator- und Pe­ delec-Trainings an. 240 • Nächste Schritte: 1. Verabschiedung des Innenstadtverkehrskonzepts Wiedenbrück (geplant für Q1/Q2 2027) 2. Politische Entscheidung über die Einführung des Flex Taxis herbeiführen 3. Veröffentlichung der geplanten ÖPNV-Informationsbroschüre 245 Handlungsfeld D: Ehrenamt und Freizeit Ziel: Gewinnung von Nachwuchs, Bekämpfung von Einsamkeit und Förderung digitaler Kom­ petenzen • Soll-Empfehlung (Bericht 2021): Zwanglose Begegnungsorte schaffen, Bekanntheit 250 von Angeboten (z. B. Sinfodie) steigern, Generationendialog fördern Seite 6 • Ist-Stand & Maßnahmen (2025/2026): o Strukturelle Weiterentwicklung: Nach langer Pause wurde der Runde Tisch 255 Offene Seniorenarbeit in Rheda-Wiedenbrück in 2025 reaktiviert (21 Teilneh­ mende). Die Verwaltung hat die halbe Stelle zur Ehrenamtskoordination und Begleitung des Behindertenbeirats besetzt. o Begegnung & Bewegung: Es gibt zwei wöchentliche Gehtreffs (ca. 70 Teil­ nehmende/Woche) in Kooperation mit dem Kreissportbund und dem Senio­ 260 renbeirat. Das monatliche Begegnungscafé „Aber bitte mit Sahne“ der Caritas ist mit 45 Gästen regelmäßig ausgebucht. Der Seniorenbeirat bietet die Möglichkeit, sich in gemütlicher Runde auszu­ tauschen. Dieser sogenannte "kleine runde Tisch" findet jeden ersten Diens­ 265 tag im Monat von 10 bis 12 Uhr in der Gastronomie des Edeka-Schenke Marktes in Rheda-Wiedenbrück statt. o Generationendialog & Digitalisierung: Das Projekt „EULE“ (Schüler*innen unterrichten Senior*innen) startete im Februar 2025 erfolgreich am Einstein- Gymnasium (aktuell 5 Kurse, u. a. Smartphone/iPad, ca. 45 Senior*innen wö­ 270 chentlich). Für den Ausbau wurde das Projekt „EULE digital+“ mit 1.000 € ge­ fördert. o Niedrigschwellige Hilfen: Der Seniorenhilfsdienst/die „Wichtel“ (AWO/Senio­ renbeirat) feierte 20-jähriges Bestehen und führt kleine Reparaturen in der Häuslichkeit durch. 275 o Einsamkeit & Beratung: Der Seniorenbesuchsdienst ist aktiv (aktuell 2 Eh­ renamtliche für 3 Personen). Die Diakonie bietet wöchentliche Gruppen im Betreuten Wohnen an. o Anerkennung und Wertschätzung: Der Tag des Ehrenamts wird von der Stadt Rheda-Wiedenbrück als Dank und Anerkennung des Ehrenamtes ver­ 280 anstaltet. • Nächste Schritte: 1. Durchführung eines weiteren Runden Tisches in 2027 2. Verbesserung der Informationslage zu vorhandenen Angeboten 285 Handlungsfeld E: Beratung, Unterstützung und Pflege Ziel: Erhöhung des Bekanntheitsgrads bestehender Hilfen, Ausbau ambulanter Entlastungs­ angebote und Stärkung der Unterstützung für pflegende Angehörige • Soll-Empfehlung (Bericht 2021): Bekanntheitsgrad vorhandener Angebote steigern, hauswirtschaftlicher und niedrigschwelliger Unterstützungsdienste, Entlastungs- und 290 Beratungsangebote für pflegende Angehörige • Ist-Stand & Maßnahmen (2025/2026): o Zentrale Information & Lotsenfunktion: Der Senioreninfodienst Sinfodie des Kreises Gütersloh fungiert als digitale Lotsenplattform. Zudem wird die Seite 7 295 gedruckte Senioreninfobroschüre der Stadt Rheda-Wiedenbrück kontinuierlich aktualisiert und im Rathaus sowie über die Verbände verteilt. o Pflege- und Wohnberatung vor Ort: Persönliche und unbürokratische Hilfe erhalten Betroffene und ihre Angehörigen bei der Pflegeberatungsstelle der Stadt. Die Pflegeberater informieren kostenlos und trägerunabhängig über alle 300 Leistungsangebote im Kreis Gütersloh. Die Wohnberatung der AWO berät Senior*innen und deren Angehörige kos­ tenlos zur Barrierefreiheit in der eigenen Wohnung. o Unterstützung bei Demenz und Pflege: Die Alzheimer Gesellschaft im Kreis Gütersloh e.V. bietet spezialisierte Beratung und Gesprächskreise für Ange­ 305 hörige an. Lokale Pflegedienste und Wohlfahrtsverbände (Caritas, Diakonie) sichern die ambulante Pflege und bieten teilstationäre Angebote (Tages­ pflege) sowie Betreuungsgruppen. o Praktische Alltagshilfe: Der Seniorenhilfsdienst „Die Wichtel“ (AWO/Senio­ renbeirat) unterstützt Senior*innen bei kleinen handwerklichen Tätigkeiten im 310 Haushalt, um ein möglichst langes selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen. • Nächste Schritte: 1. Bekanntheitsgrad bestehender Hilfen erhöhen Weiteres Vorgehen 315 Im November 2026 steht die Neuwahl und die anschließende Konstituierung des Senioren­ beirates an. Da der Seniorenbeirat ein wichtiger Akteur bei der Weiterentwicklung der Senio­ renarbeit in der Stadt ist, soll dieser Prozess zunächst abgewartet werden, um die weiteren Schritte unter Einbeziehung des neu zusammengesetzten Gremiums zu gestalten. Im Anschluss daran ist für das Jahr 2027 vorgesehen, die wesentlichen Akteure an einen 320 Tisch zu bringen, um die vorliegenden Rückmeldungen gemeinsam zu erörtern und das wei­ tere Vorgehen abzustimmen. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Klärung von Zu­ ständigkeiten, die Konkretisierung und Priorisierung der Handlungsempfehlungen sowie die Abstimmung geeigneter Maßnahmen einschließlich ihrer zeitlichen Umsetzung und finanziel­ len Rahmenbedingungen. 325 Im Auftrag Varol Fachbereichsleitung Soziales und Bürgerservice Seite 8

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