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Bericht des Theaters Heilbronn über den Geschäftsverlauf zum Ende des 3. Quartals 2026

Sonstiges
TypSonstiges
GemeindeHeilbronn
Datum2026-11-05
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1 QUARTALSBERICHT THEATER HEILBRONN Anlage 1 Bericht über den Geschäftsverlauf des Theaters Heilbronn zum 30.09.2026 1. Vorbemerkung Dieser Bericht über den Geschäftsverlauf des Wirtschaftsjahres 2026 umfasst den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 30. September 2026. 2. Bemerkungen zur aktuellen Situation Besucher- und Abonnementzahlen Da im September 2026 noch keine Premieren in den beiden größten Spielstätten stattgefunden haben, wurde für diesen Quartalsbericht eine Besucher-Auswertung vom 01. Januar bis 31. August 2026 eingearbeitet. Es wurden im Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. August 2026 insgesamt 411 Vorstellungen (385 im VJ) gespielt, das sind 26 mehr als im Vorjahr. Im Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. August 2026 konnten insgesamt 95.083 Besuche (86.847 im VJ) gezählt werden. Das sind 8.236 mehr als im Vorjahresvergleichszeitraum. Die prozentuale Auslastung von 01. Januar bis 31. August 2026 liegt bei 79,14 % (gewichteter Durchschnitt) und somit um 1,02 %-Punkte über dem Vorjahreszeitraum (VJ: 78,12 % gewichteter Durchschnitt). Auslastung der Spielorte vom 01.01. – 31.08.2026 Spielstätte Vor- Besuche % Kapazität Besuche % stell- 2026 2026 = 100 % * 2025 2025 ungen Großes Haus 129 56.166 63,35 88.657 48.029 61,97 Komödienhaus / Kleines Haus 63 17.700 92,85 19.062 17.406 81,87 BOXX / Kammerspiele 147 14.543 85,02 17.105 14.690 86,32 Salon3 / Salon 44 3.021 78,02 3.872 2.808 77,83 Foyers / Sonstige 26 3.683 98,95 3.722 3.914 93,04 Summe / gewichteter 411 95.083 79,14 132.869 86.847 78,12 Durchschnitt** * Kapazität = Anzahl Vorstellungen multipliziert mit der Anzahl verfügbarer Sitzplätze pro Spielstätte (= 100 %) ** Formel gewichteter Durchschnitt: x % (durchschnittliche Auslastung aller Spielstätten) = ( Anzahl der Vorstellungen im Großen Haus x prozentualer Durchschnittswert für diese Spielstätte %) + ( Anzahl der Vorstellungen im Komödienhaus x prozentualer Durchschnittswert für diese Spielstätte %) + ( Anzahl der Vorstellungen in der BOXX x prozentualer Durchschnittswert für diese Spielstätte %) + ( Anzahl der Vorstellungen im Salon3 x prozentualer Durchschnittswert für diese Spielstätte %) + ( Anzahl der Vorstellungen in den Foyers / Sonstigen Spielorten x prozentualer Durchschnittswert für diese Spielstätten %) / Gesamtanzahl der Vorstellungen aller Spielstätten Die Zahl der Abonnements lag zum Ende der Spielzeit 2025/2026 (Stand: 02.06.2026) bei insgesamt 5.373 (zum Vergleich lagen die Abonnements in der Vorspielzeit 2024/2025 bei 5.279). Die Zahl ist damit gegenüber der vorherigen Saison um 94 gestiegen. 2 QUARTALSBERICHT THEATER HEILBRONN Zum Ende des 3. Quartals 2026 lag die Zahl der Abonnements zum Beginn der Spielzeit 2026/2027 (Stand: 06.10.2026) bei insgesamt 4.772. Die Abonnement-Einzeichnung ist für die laufende Spielzeit jedoch noch nicht abgeschlossen. Diese ist insbesondere bei den Wahlabonnements bis ins Frühjahr 2027 möglich. Im Vergleich zu anderen deutschen Stadttheatern weist das Theater Heilbronn nach wie vor eine überdurchschnittlich hohe Abonnentenzahl auf. Die planbaren Einnahmen aus den Festabonnements bilden eine zentrale Grundlage für die Finanzplanung des Theaters. Entsprechend kommt der Gewinnung neuer Abonnements, sowie der langfristigen Bindung des Abonnentenstamms für das Haus eine besondere Bedeutung zu. Theaterpädagogisches Rahmenprogramm im Zeitraum 01.01. – 30.09.2026 Das Theater Heilbronn pflegt mit 40 Kooperationsschulen vertraglich geregelte Partnerschaften. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit nehmen die Schülerinnen und Schüler nicht nur an Theateraufführungen teil, sondern besuchen darüber hinaus Workshops sowie Inszenierungsgespräche. Im Zeitraum vom 01. Januar bis 31. August 2026 nahmen 1.895 Schülerinnen und Schüler an theaterpädagogischen Workshops teil. 1.519 besuchten die anschließenden Nachgespräche. In den Jugendclubs, den sogenannten „Spiel|Boxxen“, waren im selben Zeitraum rund 60 Personen im Alter zwischen 9 und 76 Jahren angemeldet. Im Rahmen von Theaterführungen besuchten weitere 680 Schülerinnen und Schüler das Haus in den ersten acht Monaten des Jahres 2026. Aktuelle Situation Im Haushaltsjahr 2024 begann die Laufzeit der 5. Budgetvereinbarung für die Jahre 2024 – 2026. Für diesen Zeitraum ist ein städtischer Zuschuss in Höhe von 8.990.000 EUR pro Jahr vorgesehen. Intendanzwechsel Die Jahre 2025 und 2026 standen im Zeichen des Intendanzwechsels. Nach 18 Spielzeiten endete am 31. August 2026 die Amtszeit von Intendant Axel Vornam. Im Dezember 2024 hatte der Gemeinderat Solvejg Bauer zu seiner Nachfolgerin gewählt. Von Januar 2025 bis August 2026 wurden die erste Spielzeit 2026/2027 vorbereitet und wichtige Grundlagen für die künftige Entwicklung des Hauses geschaffen. Mit dem Wechsel der Intendanz beginnt nun der gemeinsame Prozess, das Theater Heilbronn weiterzuentwickeln und neue Perspektiven zu eröffnen. Die Vorhaben und Schwerpunkte sind auf Seite 7 dargestellt. Digitalisierungsmaßnahmen Im EDV-Bereich sind am Theater Heilbronn im Jahr 2026 mehrere Projekte mit erheblichem Kostenaufwand umzusetzen. Hierzu zählt insbesondere die erforderliche Umstellung des SAP-Systems auf S/4HANA, die seit dem 3. Quartal 2026 läuft und Mitte November 2026 abgeschlossen wird. Das derzeit eingesetzte System R3 von SAP wird über den 31. Dezember 2026 hinaus nicht mehr betreut. Die Kosten für die Umstellung am Theater Heilbronn belaufen sich auf 50.000 EUR (brutto). Hinzu treten zusätzliche Aufwendungen für einen externen IT-Dienstleister, der nach tatsächlichem Arbeitsaufwand vergütet wird. Im Frühjahr 2026 wurde die Einführung von enaio und damit die Digitalisierung der Personalakten erfolgreich realisiert. Darüber hinaus hat die designierte Intendantin Solvejg Bauer zu Beginn des Jahres 2026 das Ticketing-System und den Website-Relaunch zur Spielzeit 2026/2027 neu ausgeschrieben. Die genannten IT-Projekte sind zeitlich eng miteinander abzustimmen, um Überschneidungen und Beeinträchtigungen des laufenden Betriebs zu minimieren. Das Ticketsystem ändert sich Ende Oktober 2026 von CTS Eventim 3 QUARTALSBERICHT THEATER HEILBRONN auf das System des Anbieters Tixly. Der Website-Relaunch wird im November 2026 umgesetzt sein. Des Weiteren muss Ende 2026 noch die E-Rechnung am Theater Heilbronn eingeführt werden, da dieses Format ab 01. Januar 2027 verpflichtend ist. Das Theater wird sich hier mit der Stadt Heilbronn eng abstimmen, um das identische Modul zu nutzen. Die Einführung des digitalen Rechnungseingangsworkflows (REW) wurde aufgrund begrenzter Personalressourcen im Bereich der Buchhaltung und aufgrund des Intendanz- Wechsels nochmals zurückgestellt und wird frühestens im Jahr 2027 in Angriff genommen. Der hierfür vorliegende Kostenvoranschlag beträgt mindestens rund 22.000 EUR (brutto), hierfür soll im Rahmen der Jahresabschlussarbeiten 2026 eine zweckgebundene Rückstellung gebildet werden. Online-Kommunikation Seit dem Amtsantritt von Solvejg Bauer werden die Social-Media-Kanäle des Theaters Heilbronn deutlich aktiver bespielt. Inszenierungen sowie künstlerische und partizipative Angebote erhalten dadurch mehr Sichtbarkeit. Die Zahl der Follower ist in kurzer Zeit spürbar gestiegen. 3. Entwicklung des Erfolgsplanes in seinen Teilbereichen 3.1 ERTRÄGE (Vgl. Anlage 2, Seite 1) Die Prognose für das Jahresergebnis 2026 in Bezug auf die Erträge lautet 17.540.825 EUR. Dies sind 787.425 EUR mehr als im Wirtschaftsplan geplant. Aufgrund des Intendanzwechsels wurde das Budget 2026 entsprechend der zwischen den beiden Leitungen vereinbarten Budgetaufteilung aus dem Frühjahr 2025 für das Jahr 2026 ausgewertet und auf die Budgetanteile von Axel Vornam (01.01.-31.08.2026) und Solvejg Bauer (01.09.-31.12.2026) hochgerechnet. 1. Dabei werden die Eigeneinnahmen, in die unter anderem die Erträge aus dem Kartenverkauf einfließen, zum Ende des Jahres 2026 voraussichtlich um rund 200.000 EUR über dem Planansatz liegen. 2. Für den Landeszuschuss hat das Theater einen Zuwendungsbescheid für die Zeit von Januar bis Dezember 2026, der insgesamt über 4.562.400 EUR lautet, vorliegen. Die Hälfte des Betrages wurde bis Ende des 3. Quartals 2026 bereits ausgezahlt. 3. Der Budgetzuschuss für die tariflich bedingten Personalkostensteigerungen wurde in diesem Bericht mit 1.144.630 EUR kalkuliert, das sind 249.830 EUR mehr als im Wirtschaftsplanansatz, wo mit einer Steigerung um 2 % kalkuliert wurde. Für das Jahr 2026 wurde seitens der Tarifparteien ab Mai 2026 eine Erhöhung um 2,8 % für die TVÖD- Beschäftigten beschlossen, ebenso eine sinngemäße Anpassung für die Beschäftigten im Tarifgefüge des NV Bühne. Vom Volumen her bedeutet dies für das Theater Heilbronn eine Steigerung um rund 308.000 EUR im Kalenderjahr 2026, diese kommt kumulativ auf die tatsächlichen Tarifsteigerungen der Vorjahre innerhalb des Budgetzeitraumes. Da auch in den letzten beiden Jahren die Tarifsteigerungen über den 2 % lagen, die im Wirtschaftsplan kalkuliert waren, summiert sich dieser Betrag nun entsprechend auf. 4. Der allgemeine Budgetzuschuss in Höhe von insgesamt 8.990.000 EUR wurde bis 30. September 2026 bereits in der Gesamt-Höhe von 8.990.000 EUR ausgezahlt. 4 QUARTALSBERICHT THEATER HEILBRONN 3.2 AUFWENDUNGEN (Vgl. Anlage 2, Seite 1) Die Summe der Gesamtkosten (ohne Abschreibungen und Zinsen) wird mit 17.873.665 EUR prognostiziert (17.609.000 EUR im Vorjahr). Davon entfallen voraussichtlich 11.677.695 EUR auf die Personalkosten. Die Erhöhung des Tabellenentgelts ab 01. Mai 2026 wurde hierin berücksichtigt. Insgesamt sind das 619.465 EUR mehr als mit dem Planansatz 2026 kalkuliert:  Mehrkosten i.H.v. 70.907 EUR bei Tantiemen & GEMA-Kosten: Durch die hohen Auslastungszahlen steigen entsprechend anteilig auch die Kosten für Tantiemen und GEMA-Gebühren wie in den Vorjahren an.  Mehrkosten i.H.v. 101.408 EUR bei Reparaturen und Wartungen: Es standen 2026 sehr viele Reparaturen an.  Mehrkosten i.H.v. 17.135 EUR bei den Mieten beweglicher Sachen: Hier schlagen insbesondere zusätzliche Anmietungen von technischem Equipment für Gastspiele und Festivals zu Buche.  Mehrkosten i.H.v. 56.880 EUR bei den Mieten sonstiger Räume: Hier schlagen insbesondere zusätzliche Anmietungen von Unterbringungen für Gaste zu Buche.  Mehrkosten i.H.v. 226.986 EUR: Bei den Werbungskosten werden die Mehrkosten durch die Abschiedspublikation 18 und Sonderplakatkampagnen verursacht.  Mehrkosten i.H.v. 18.429 EUR sonstige Aufwendungen: Hier werden seit Sommer 2024 die Gebühren für die damals eingeführte Zahlart PayPal verbucht. Diese Position ist durch die Abhängigkeit von der Nutzung dieser Zahlungsart bei Aufstellung des Wirtschaftsplans nicht konkret kalkulierbar. 3.3 ERGEBNIS DES WEITEREN ZUSCHUSSES (Vgl. Anlage 2, Seite 2) 1. Die Summe der Erlöse aus der Auflösung von Zuweisungen und Zuschüssen wird aus heutiger Sicht über 432.024 EUR lauten, 32.024 EUR mehr als geplant. 2. Das Ergebnis für die Abschreibungen wird voraussichtlich bei 1.400.000 EUR liegen. 3. Die Summe der Zinsen liegt mit 92.562 EUR um 37.562 EUR über dem Planansatz. Der weitere Zuschuss wird somit 1.060.538 EUR und damit 5.538 EUR mehr betragen als im Planansatz 2026 kalkuliert. 3.4 ENTWICKLUNG DES STÄDTISCHEN ZUSCHUSSES (Vgl. Anlage 2, Seite 2) 1. Der Budgetzuschuss ist in geplanter Höhe von 8,99 Mio. EUR geflossen. 2. Der weitere städtische Zuschuss fließt durch die um 37.562 EUR höheren Zinsen und den 32.024 EUR Auflösungen von Zuweisungen und Zuschüssen in einer um 5.538 EUR höheren Summe als im Wirtschaftsplan kalkuliert. Damit summiert sich der städtische Zuschuss auf insgesamt 11.195.168 EUR. das sind 255.368 mehr als geplant. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus den höheren Tarifsteigerungen, die über die Jahre 2024 – 2026 innerhalb des Budgetzeitraums über den Planansätzen in Höhe von jährlich kalkulierten 2 % lagen. Im Wirtschaftsjahr 2026 verfügt das Theater Heilbronn nach dem vorläufigen Jahresabschluss 2025 noch über Rücklagen in Höhe von 579.471 EUR, die aus 2025 ins Haushaltsjahr 2026 übertragen wurden (siehe dazu Quartalsbericht Q4/2025 bzw. DS 027/2026; die Arbeiten am Jahresabschluss 2025 waren zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Quartals-Berichts noch 5 QUARTALSBERICHT THEATER HEILBRONN nicht final abgeschlossen, daher wurden die Zahlen aus diesem Bericht verwendet). Nach aktuellem Stand werden diese nach finaler Erstellung des Jahresabschlusses 2025 jedoch höher ausfallen. Zum Ende des Jahres 2026 prognostiziert das Theater bei den Einnahmen im Vergleich mit dem Wirtschaftsplan 2026 einen Überschuss in Höhe von 787.425 EUR. Bei den Ausgaben werden die Kosten um 619.465 EUR über dem Planansatz liegen, sodass die geplante Entnahme aus der Rücklage um 167.961 EUR niedriger ausfallen wird, als die im Wirtschaftsplan eingeplanten 500.800 EUR und im Gesamt-Ergebnis für 2026 wird voraussichtlich ein Überschuss in Höhe von 246.632 EUR ausgewiesen. Diese Zahl wurde aufgrund des noch nicht final fertiggestellten Jahresabschlusses 2025 auf Basis der Zahlen aus dem Quartalsbericht Q4/2025 (DS 027/2026) ermittelt. Das tatsächliche Ergebnis wird nach jetzigem Stand jedoch besser ausfallen als hier dargestellt. 4. Abwicklung des Liquiditätsplanes mit Investitionsprogramm Im Liquiditätsplan mit Investitionsprogramm sind für das Jahr 2026 Mittel in Höhe von 150.000 EUR für den Ersatz von Geräten kalkuliert. 100.000 EUR entfallen auf den Zuständigkeitsbereich unter der Vertragslaufzeit von Axel Vornam. Weitere 50.000 EUR sind für den Zeitraum ab September 2026 unter der Intendanz von Solvejg Bauer eingeplant. Darüber hinaus sind für das Jahr 2026 im Investitionsprogramm 250.000 EUR für die Sanierung der Bühnenböden im Großen Haus vorgesehen. Diese Maßnahme war 2024 im Wirtschaftsplan budgetiert, konnte 2024 jedoch aus Kapazitätsgründen der Fachfirmen nicht vollständig ausgeführt werden. Aufgrund der Nutzung von Synergieeffekten durch die Sanierung der Bühnenmaschinerie im Sommer 2025 wurde die Sanierung eines Teils des Bühnenbodens, der den Drehscheibenwagen im Großen Haus betrifft, in den Sommer 2025 vorgezogen. Da der Bühnenboden in diesem Bereich durch die Bühnenmaschinerie- Sanierung ohnehin demontiert werden musste. So konnten die beiden geplanten Maßnahmen im Zuge der Sanierung der Bühnenmaschinerie erfolgreich koordiniert und in zeitlicher Nähe abgearbeitet werden. Leider war es auch 2026 erneut der Fall, dass die Fachfirmen keine freien Kapazitäten mehr für die Sanierung der Bühnenböden hatten. Die Ausschreibung blieb ohne Ergebnis. Aus diesem Grund soll im Rahmen der Jahresabschlussarbeiten 2026 eine zweckgebundene Rückstellung in Höhe von 165.000 EUR gebildet werden, um die Sanierung der Bühnenböden in den Wirtschaftsjahren 2027/2028 final abschließen zu können. Die Mittel sind im Wirtschaftsplanentwurf 2027/2028 (DS 246/2026) mit aufgenommen worden. Des Weiteren sind 2026 im Rahmen von Sonderinvestitionen Mittel für die weitere Umstellung auf LED-Technik in Höhe von 60.000 EUR eingeplant, für die Erneuerung der Telefonanlage 35.000 EUR, für die Erneuerung des Bühnentors weitere 30.000 EUR sowie für die Erneuerung der Licht- und Tonstellwerke in der BOXX 35.000 EUR vorgesehen. Die eingeplanten Mittel im Doppelhaushalt 2025/2026 sind für die genannten Maßnahmen aus heutiger Sicht in der Gesamtsumme ausreichend, jedoch haben sich innerhalb der geplanten Investitionen Verschiebungen ergeben, was die einzelnen Summen anbelangt. Städtisches Darlehen Für das Jahr 2026 ist eine Tilgungsrate auf das städtische Darlehen in Höhe von 340.000 EUR vorgesehen, sodass am Jahresende für das Darlehen 6.271.538,49 EUR zu Buche stehen. 5. Zusammenfassung und Ausblick Zu Beginn des Kalenderjahres 2024 trat für das Theater der 5. Budgetzeitraum in Kraft, in dem für drei Jahre ein unverändertes städtisches Budget in Höhe von jährlich 8,99 Mio. EUR festgelegt wurde. Diese verkürzte Budgetvereinbarung für die drei Jahre 2024 bis 2026 war auf die Laufzeit des Intendantenvertrags mit Axel Vornam, der um drei Spielzeiten verlängert hatte, abgestimmt. 6 QUARTALSBERICHT THEATER HEILBRONN Mit der Intendantin Solvejg Bauer wurde im Laufe des Sommers 2025 gemeinsam mit Amt 10 und Amt 20 eine 6. Budgetvereinbarung für das Theater für den Zeitraum 2027 bis 2029 ausgehandelt. Aufgrund der Haushaltskonsolidierung erfolgte eine verwaltungsinterne Einigung auf eine erneute verkürzte Budgetlaufzeit über drei statt wie in den Jahren bis 2023 über fünf Jahre. Diese Vereinbarung wurde im Dezember 2025 in die städtischen Gremien eingebracht und dort einstimmig beschlossen (vgl. DS 280/2025). Im Zusammenhang mit dem Intendanzwechsel zur Spielzeit 2026/2027 fielen ab der Berufung der Intendantin Solvejg Bauer, die ab Beginn des Jahres 2025 auf Grundlage eines Vorbereitungsvertrags für konzeptionelle und organisatorische Vorarbeiten tätig war, entsprechende Kosten in den Jahren 2025 und 2026 an. Diese Aufwendungen sind derzeit mit einem Gesamtvolumen von 150.000 EUR für die Jahre 2025 und 2026 in den Wirtschaftsplänen veranschlagt. Eine Erhöhung auf 280.000 EUR wurde am 19. Dezember 2025 vom Gemeinderat beschlossen. Grundlage hierfür war eine von der Intendantin vorgelegte konkretisierte Bedarfskalkulation im Hinblick auf die ab 2026 geplante strukturelle Neuausrichtung des Theaters Heilbronn. Eine entsprechende Drucksache zur überplanmäßigen Mittelbereitstellung wurde im Dezember 2025 in die städtischen Gremien eingebracht (vgl. DS 280/2025) und einstimmig beschlossen. Aus dem sogenannten Vorbereitungsetat wurden bis Ende September 2026 bereits rund 162.800 EUR in Anspruch genommen. Durch den erzielten Tarifabschluss für den TVÖD steigen ab Mai 2026 die Vergütungen um 2,8 %. Der Tarifabschluss für den TVÖD wird sinngemäß auf die künstlerischen Beschäftigten des Theaters mit einem Vertrag auf Basis des NV Bühne durch einen entsprechenden Tarifvertrag übertragen. Durch diese Faktoren steigen die Personalkosten des Theaters im Jahr 2026 entsprechend auf 11.327.500 EUR an (entsprechend der Hochrechnung von Amt 10 aus dem Oktober 2026 nach dem Intendanzwechsel mit einem Wechsel im Personalstamm). Auf einige, wichtige künstlerisch relevante Projekte und Produktionen im Jahr 2026, die auch bereits in früheren Quartalsberichten vorgestellt wurden, soll nachfolgend im Einzelnen eingegangen werden. Zunächst werden die Projekte aus der Intendanz von Axel Vornam bis 31. August 2026 vorgestellt: Seit 2024 gibt es regelmäßig englischsprachige Übertitelung einzelner Produktionen, um neue Zielgruppen, insbesondere internationale Studierende der TUM und der Ecole 42 sowie internationale Fachkräfte anzusprechen. Dieses Angebot wurde auch in der Spielzeit 2025/2026 bei den folgenden Produktionen weitergeführt: „Endstation Sehnsucht“ (Tennessee Williams), „Mord auf Schloss Haversham“ (Henry Lewis, Jonathan Sayer, Henry Shields), „Lazarus“ (David Bowie/Enda Walsh), „Nathan der Weise“ (Gotthold Ephraim Lessing), sowie die Übertitelung der Produktion „Romulus der Große“ (Friedrich Dürrenmatt). Ein weiteres Format zur Bindung des Publikums an das Theater sind die öffentlichen Premierenfeiern mit DJ oder Live-Musik, die zu ausgewählten Inszenierungen – insbesondere zu Musical-Premieren – angeboten werden. Die Foyers werden damit wieder regelmäßig zu Veranstaltungsräumen mit Tanzfläche umgestaltet. Exklusive Einblicke in Probenabläufe bietet zudem das in der Spielzeit 2025/2026 eingeführte Format „Sneak Peek“, das im Rahmen ausgewählter Inszenierungen durchgeführt wird. Die seit der Spielzeit 2023/2024 bestehende Kooperation mit dem ASB wurde in den Spielzeiten 2024/2025 und 2025/2026 fortgeführt. Das regelmäßig ausverkaufte Talk-Format HEIMSpiel im Salon3 unter der Moderation von Wolfgang Heim präsentierte in der Spielzeit 2025/2026 folgende Gäste: Stephan Lamby, Hannah Monyer, Béla Réthy und Axel Vornam. 7 QUARTALSBERICHT THEATER HEILBRONN Das Theater Heilbronn unterhält die unterschiedlichsten Kooperationen. Neben den 40 Kooperationsverträgen mit regionalen Schulen, gibt es eine intensive Zusammenarbeit mit der Hochschule Heilbronn, der TUM, der DHBW und der Ecole 42 insbesondere im Rahmen der Studiflat und des entsprechenden Rahmenprogramms für Studierende. Darüber hinaus kooperiert das Haus mit der experimenta bzw. der Dieter Schwarz Stiftung im Rahmen des Festivals „science & theatre“. Mit dem ASB gibt es die Kooperation im Rahmen der Reihe HEIMSpiel. Des Weiteren gibt es mit dem SLK-Klinikum eine Kooperation, mit der VHS, sowie dem WKO und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Wie bereits erwähnt, arbeitet das Theater im Rahmen von Projekten mit regionalen und überregionalen Partnern zusammen. Eine neue Kooperation ab September 2025 besteht mit der Diakonie, die ab der Spielzeit 2025/2026 Theaterbesuche in der Gruppe organisiert. Des Weiteren gab es im Rahmen der Produktion „Schlafen Fische“ in der BOXX - Kooperationen mit dem Kinder- und Jugendhospizdienst Heilbronn der Malteser e.V. sowie dem Verein »Lichtblick-TAK« mit denen im Februar und März 2026 gemeinsame Thementage zu dieser Produktion mit dem Thema Trauerbewältigung durchgeführt wurden. Am 18. Juli 2026 fand das sehr gut besuchte Abschiedsfest zum Ende der Intendanz von Axel Vornam mit einem Tag der offenen Tür und der „unfestlichen“ Gala mit dem Titel Theater! Feiern! um 20.00 Uhr statt. Am 23. Juli 2026 fand nach der Vorstellung von „Nathan der Weise“ im Großen Haus die Verleihung der Kilianpreise 2026 statt. Diese gingen an die Ensemblemitglieder Cosima Fischlein und Richard Feist sowie den Disponenten Andreas Donders. Am Samstag, den 25. Juli 2026 fand die letzte Vorstellung des Ensembles der Intendanz von Axel Vornam statt Bis zum 01. August 2026 wurde im Komödienhaus noch das Gastspiel der Schauspielbühnen Stuttgart „Das Abschiedsdinner“ gezeigt. Zum Abschluss der Ära Vornam erhielt das Theater Heilbronn eine Nennung in der Kritikerumfrage 2026 der Zeitschrift „Die Deutsche Bühne“ in der Kategorie „Gesamtleistung eines kleineren Hauses“. Am 31. August 2026 endete die 18-jährige Intendanz von Axel Vornam. Seit 01. September 2026 ist mit Solvejg Bauer erstmals eine Frau Intendantin des Theaters Heilbronn. Mit dem Intendanzwechsel ging auch eine Neuausrichtung des Hauses einher. Folgende Veränderungen im Profil des Hauses sind hier zu nennen:  Öffnung des Hauses durch die Ausweitung der verschiedensten Beteiligungsformate unter anderem mit der Gründung eines Bürgerschaftschors, Mitwirkung von Laiendarstellern, Kindern und Jugendlichen bis hin zu verstärkter Präsenz im Stadtraum z.B. bei verkaufsoffenen Sonntagen oder städtischen Veranstaltungen. Die entsprechenden Produktionen und Projekte sind in den Werbemitteln mit dem Label Join! gekennzeichnet.  Teilung der Spielzeit in zwei Hälften mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten, zum einen unter der Überschrift „Facing the monster“ die dunkle Spielzeithälfte mit dem Schwerpunkt Musical, zum anderen unter der Überschrift „Elysium, Insel der Seligen“, die helle Phase im Frühjahr / Sommer 2027 mit dem Schwerpunkt Oper.  Reduzierung der Opern-/ Musical-/ Tanz-Gastspiele zugunsten von Eigenproduktionen im Musiktheater und Tanz.  Umbenennung der Spielstätten, verbunden mit einer Veränderung des künstlerischen Profils: Aus dem Komödienhaus wurde das Kleine Haus, aus der BOXX die Kammerspiele, aus dem Salon3 wurde der Salon. In allen Spielstätten werden ab der Spielzeit 2026/2027 alle Genres gezeigt.  Gründung der Pop-Sparte am Theater Heilbronn. Die Spielzeit 2026/2027 startete am 26. und 27. September 2026 mit dem Eröffnungswochenende, bei dem neben einem Theaterparcours durch die Innenstadt 8 QUARTALSBERICHT THEATER HEILBRONN auch noch die ausverkauften Premieren des Jungen Theaters „Sind wir, was wir sind“ und „Zwei Monster“ beide in den Kammerspielen auf dem Programm standen. Am 01. Oktober 2026 fand im Theater Heilbronn der „Heilbronner Abend“ des Städtetags Baden-Württemberg statt. Bei dieser besonderen Veranstaltung gab es einen Vorgeschmack auf die Eröffnungsveranstaltung von European Green Capital City (EGC) / Grüne Hauptstadt Europas, die am 15. Januar 2027 ebenfalls im Theater Heilbronn stattfinden wird, zu sehen. Am darauffolgenden Wochenende wurde in den beiden größten Spielstätten des Hauses die Saison eröffnet. Am 03. Oktober 2026 feierte das ausverkaufte Grusical „The Addams Family“ Premiere im Großen Haus. Am Tag danach stand mit dem Michael Jackson Abend „Dangerous“ die erste Premiere des neuen Genres Pop im Kleinen Haus auf dem Programm. Ende Oktober setzte das Monster-Symposium, gefördert mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), einen besonderen Akzent im Programm. Neben wissenschaftlichen Panels bot das neue Format zahlreiche theatrale Beiträge. Die Halloween- Party bildete den Höhepunkt. Unter der Leitung von Solvejg Bauer werden bewährte Kooperationen wie die mit dem Württembergischen Kammerorchester, dem Theater Radelrutsch, Bulling Entertainment oder die Kooperation mit dem ASB im Rahmen des Talk-Formats ASB HEIMSpiel fortgesetzt. Neue Kooperationen gibt es in der Spielzeit 2026/2027 mit der ADK Ludwigsburg, dem Heilbronner Sinfonie Orchester, dem Theaterschiff Heilbronn und der ARGEkultur Salzburg. Die bestehenden Studiflat-Vereinbarungen wurden von fast allen Partnern - außer der Hochschule Heilbronn - auch für die Spielzeit 2026/2027 verlängert. Insgesamt war der Spielzeitauftakt 2026/2027 künstlerisch erfolgreich und wurde von der Presse und vom Publikum begeistert aufgenommen.

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